HoGeSa meets Kögida: Mit Kundgebung vor dem Kölner Dom

14. Januar 2015 - 17:43 | | Politik | 3 Kommentare

Für heute Abend hatte Kögida, der Kölner Ableger von Pegida, zu einer Demonstration am HBF aufgerufen. Diese wurde zunächst Verboten, doch mit einer Rolle rückwärts wieder erlaubt. Auch der Kölner Dom bleibt dieses Mal beleuchtet. Im Internet mobilisieren derweil die AnhängerInnen von Hooligans gegen Salafisten (Hogesa) für die Kögida Kundgebung. Augenzeugen sprechen von etlichen, augenscheinlichen Hooligans, die bereits auf dem Weg nach Köln sind.

Es kommt zusammen was zusammen gehört. So könnte man die Unterstützung von Kögida durch die rechtsradikale und gewaltbereite Hooliganszene beschreiben. Kögida wird hautpsächlich von Melanie Dittmer und der Unterstützung von Pro NRW organisiert. Diese wurde von unterschiedlichen Organisationen als Rechtsextremistin und Holocaustleugnerin geoutet. Auch der Spiegel porträtiert edie Organisatorin bereits vor 18 Jahren, als sie mit Inbrunst die Demokratie abschaffen wollte um einen „Volksstaat“ zu etablieren.

Pegida NRW distanziert sich

Derweil distanziert sich der „offizielle“ Pegida NRW ableger rund um Sebastian Nobilé. Diese organisiert nun eine eigene Kundgebung- und Protestspaziergang in Duisburg: Mit der Pressemeldung vom 09.01. distanziert sich “Pegida NRW” von “Kögida, Bogida und Dügida”: „Hiermit geben wir bekannt, dass sämtliche Veranstaltungen, die unter den Namen KÖGIDA, BOGIDA und DÜGIDA angemeldet und durchgeführt werden, keine PEGIDA-Kundgebungen mehr sind.“ Auch in Duisburg haben sich bereits breite Bündnisse gegen Pegida formiert: „Pegida NRW hat für kommenden Montag, den 19. Januar, einen Aufmarsch in der Duisburger Innenstadt angekündigt! Rassisten und Faschisten haben weder in Duisburg noch sonst irgendwo was zu suchen! Kein Fußbreit den Rassisten und Faschisten der Pegida!“

„Kein Veedel für Rassismus“

In Köln hat derweil für heute Abend u.A. das Bündnis „Kein Veedel für Rassismus“ gegen Kögida mobilisiert. Um 17.30 treffen sich die GegendemonstrantInnen gegenüber dem Dom-Hauptportal. Es bleibt zu hoffen, das trotz HoGeSa sich die Bilder der ersten HoGeSa „Demonstration“ nicht wiederholen

Rassismus ist keine Meinung

Ausgrenzung, Rassismus und Diskriminierung sind keine Meinungen. Deswegen gibt es hier auch keine Ausnahmen, kein Aber, kein zurück. Wer andere Menschen Aufgrund von Religion, Hautfarbe, Herkunft, Sprache oder sonstigen Merkmalen drangsaliert, zusammenschlägt, belästigt, diskriminiert ist keinen Pfifferling wert. Und ja, das Grundgesetz Artikel 1: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

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