Deadly Class – die Serie für den November-Lockdown

27. November 2020 - 13:00 | | Kultur | 0 Kommentare

© Syfy

Netflix‘ meistgesehene Serie im November verschlägt den Zuschauer in die 1980er. Der Plot klingt altbekannt: Ein junger, gut aussehender Junge kommt in eine neue Schule und muss sich zurechtfinden. Die neue Schule ist aber keine ganz gewöhnliche Schule: Sie ist eine Schule für Attentäter. Marcus selbst wird aufgenommen, weil er die Mitbewohnerinnen und Mitbewohner seines Heims umgebracht haben soll. Der Titel „Deadly Class“ ist also programmatisch, meint aber mehr als nur die Schulklasse (class). Marcus, […]

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„Rap ist der neue Punk“ – Im Gespräch mit Miriam Davoudvandi

24. November 2020 - 13:00 | | Kultur | 0 Kommentare
© Joel Bittner

Miriam Davoudvandi wurde kürzlich als Deutschlands beste Musikjournalistin ausgezeichnet, legt unter ihrem Pseudonym „Cashmiri“ FLINT-lastige Sets auf und betreibt seit neuestem einen Podcast über „Pop und Psyche“. Wir haben mit ihr über Rap und sein Potenzial für linke Politik gesprochen. Critica: In deinem Podcast „Danke, gut.“ sprichst du ja mit deinen Gästen über mentale Gesundheit und wie das Thema gesellschaftlich tabuisiert wird. Inwiefern ist das Thema für dich ein politisches? Miriam Davoudvandi: Das Thema mentale […]

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Unerhörte Enthüllungen

12. November 2020 - 13:00 | | Kultur | 0 Kommentare

Immer mal wieder erscheinen Bücher, die Sprengstoff – mindestens politischen – enthalten. Des Potsdamer Militärhistorikers Sönke Neitzels 800-Seiten-Wälzer „Deutsche Krieger: Vom Kaiserreich zur Berliner Republik“ gehört gewiss dazu. Neitzel gelang es, Zugang zu einer Vielzahl von Bundeswehrangehörigen sowie deren Vertrauen zu gewinnen – zu einer Welt, in der ein strikter Schweigekodex konstituierender Bestandteil des Komments ist. Diese Quellen ermöglichten dem Autor einige unerhörte Enthüllungen. So heißt es im Kapitel „Die Bundeswehr in Afghanistan“, dass „selbst […]

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Proletarisches Theater: Klasse, Corona?

3. November 2020 - 16:27 | | Kultur, Meinungsstark | 0 Kommentare
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„Unsere ‚Stücke’ waren Aufrufe, mit denen wir in das aktuelle Geschehen eingreifen.” Vor gut 100 Jahren, am 14. Oktober 1920, fand in der Berliner Hasenheide die erste Agitprop-Aufführung in der Weimarer Republik statt. Es war die Geburtsstunde des „Proletarischen Theaters“: Piscator forderte eine Demokratisierung der Künste, ein allumfassendes „Totaltheater” als Ausdruck proletarischer Kultur und des sozialen Wandels. Theater als „Volkstheater” forderten in der Folge zahllose linke Theaterschaffende und Kulturpolitiker:innen. Doch was ist heute vom sozialen, […]

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Bundesregierung muss Kultur und Kulturschaffende retten!

1. November 2020 - 12:30 | | Kultur | 0 Kommentare

Die neuen Corona-Maßnahmen der Bundesregierung sollen helfen, Menschen zu schützen, doch sorgen die damit einhergehenden Verbote auch für wirtschaftliche Schwierigkeiten, insbesondere bei Künstlerinnen und Künstlern. Wir dokumentieren einen Aufruf von Kunstschaffenden an die Regierung Sehr geehrte Frau Monika Grütters, sehr geehrter Herr Hubertus Heil, sehr geehrter Herr Peter Altmaier, sehr geehrter Herr Olaf Scholz, sehr geehrter Herr Jens Spahn, kaum eine Branche hat seit Beginn der Pandemie härter dafür gearbeitet, ihren Kund*innen bzw. Zuschauer*innen wieder […]

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Election Game – Amerikas Wahlsystem in der Krise

8. September 2020 - 12:00 | | Kultur, Politik | 1 Kommentare

Screengrab der Doku Election Game – Amerikas Wahlsystem in der Krise, ZDF-Mediathek.

Die US-amerikanische Demokratie ist eine Farce. Das Wahlsystem stammt aus einer Zeit, in der Männer auf Pferden durch die endlose Prärie nach Washington ritten, um die Stimmen der Bundesstaaten zu überbringen. Nach allgemein demokratischen Maßstäben ist es mittelalterlich, zutiefst ungerecht, rassistisch und mit einem, nun ja, Makel behaftet: Es gewinnt nicht die Partei mit den meisten Stimmen, sondern die, die die meisten Wahlmänner auf sich vereinen kann. Grob vereinfacht (!), also so als gäbe es […]

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Höcke im Selbstgespräch

23. Juli 2020 - 12:00 | | Kultur | 0 Kommentare

Warum liest man so ein Buch? Aus Neugier? Aus Freude am Ekel? Wohl am wenigsten noch, um sich überzeugen zu lassen, denn das ist nicht mal das Ziel dieses Buches. „Nie zweimal in denselben Fluss“ ist eine obskure Verbrämung von rechtsextremem Manifest und durch die Hintertür eingebrachter Autobiografie. Im Format des Interviews daherkommend nimmt Björn Höcke sich selbst an die Hand und den Leser mit auf eine Reise durch das, was er für seine Vergangenheit, […]

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Es kann keine ideologiefreien Filme geben – Im Gespräch mit Wolfgang M. Schmitt

16. Juli 2020 - 12:00 | | Kultur | 2 Kommentare
© Ole Nymoen

Das Medium Film und seine Wirkung sind Gegenstand zahlreicher Debatten, sei es die Veränderung im Film, über die Frage von Repräsentanz bis hin zur Darstellung von Gut und Böse. Wir haben mit Wolfgang M. Schmitt, dem YouTuber hinter „Die Filmanalyse“, über die Veränderung, Law-and-Order und Ideologie im Kino gesprochen. Die Freiheitsliebe: Du bist wahrscheinlich einer der bekanntesten deutschen Filmkritiker und gehörst auch auf YouTube zu denjenigen, die sowohl eine sehr vielfältige Filmanalyse als auch viele […]

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Harry Potter Antifaschist?

22. Juni 2020 - 12:00 | | Kultur, Politik | 0 Kommentare
By Reilly Brown, Wikimedia Commons, licensed under CC BY-SA 3.0 (cropped).

J.K. Rowlings Geschichte des „Jungen, der überlebte“ hat eine ganze Generation von Leser:innen beeinflusst und wurde gleichzeitig ein gigantisches Medienphänomen – sowie eine Merchandising-Goldmine. Der Artikel ist der Versuch einer kurzen, übersichtlichen Analyse zu den Aspekten Ethnie/Herkunft, Klasse, Rassismus, Politik, Religion, Geschlecht und Identität, um eine Antwort auf die Ausgangsfrage zu finden: Ist die Harry-Potter-Reihe ein Musterbeispiel von anspruchsvoller antifaschistischer Jugendliteratur?# Dazu folgt der Artikel der folgenden Struktur: Chronik der Ereignisse und zeitliche Einordnung Einführung […]

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Ich kann nicht vergeben

21. Juni 2020 - 12:00 | | Kultur | 1 Kommentare

Der ehemalige KZ-Insasse Rudolf Vrba berichtet in seinem Buch „Ich kann nicht vergeben – Meine Flucht aus Auschwitz“ (1963) über seine Flucht aus dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Sein Werk wurde später ein wichtiger Teil der Auschwitz-Protokolle und ist bis heute ein einzigartiger Zeitzeugenbericht, der mit Melancholie, einer unverwechselbaren Beobachtungsgabe und unerschütterlichem Willen zum Leben das sprachlos Machende in Worte fasst.   44070, mehr braucht es nicht. Eine tätowierte Zahl reicht, um Menschen einzusortieren und für immer […]

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