Linke in den Nachrichten deutlich unterrepräsentiert

18. Mai 2016 - 11:17 | | Kultur | 6 Kommentare
Präsenz im April - Quelle: IFEM, Köln
Präsenz im April - Quelle: IFEM, Köln

Auch wenn das Internet immer mehr an Bedeutung gewinnt, so sind herkömmliche Nachrichtensendungen noch immer eine der Hauptinformationsquelle für viele Menschen. Die öffentlich-rechtlichen Sender haben dabei den Auftrag neutral und ausgewogen zu berichten, bei einem Blick auf den Anteil der Parteien in den Nachrichten wird deutlich, dass dies nicht der Fall ist, denn die Linke ist unterrepräsentiert. Ein Bericht des Infomonitors hat die Präsenz der Parteien in den Nachrichtensendungen im Monat April gemessen und kommt […]

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Podemos: Zwischen Krise und Aufbruch

18. Mai 2016 - 08:52 | | Kultur | 0 Kommentare

Ein gelungener Rundumschlag: Wer auf der Suche nach einem Einstieg in die spanische Linke und das Phänomen Podemos ist, wird in Raul Zeliks neuem Buch fündig. „Das Problem an der Faszination für Podemos ist (…) nicht nur, dass im Augenblick völlig unklar ist, wo das neue Projekt hinführen wird«, schreibt der Politikwissenschaftler Raul Zelik einleitend, »sondern auch, dass in der deutschen und europäischen Öffentlichkeit über Spanien überraschend wenig bekannt ist“. Das möchte Zelik ändern: Wenige […]

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64 Jahre Polizeigewalt

10. Mai 2016 - 09:00 | | Kultur | 0 Kommentare

Vor 64 Jahren starb Antifaschist und KPD-Mitglied Philipp Müller in Essen durch die Schüsse eines Polizeibeamten. Der 11. Mai 1952 ging als „Essener Blutsonntag“ in die Geschichte ein und wird von vielen linken Aktivist*innen als Mahntag begangen. Doch abseits davon verschwindet das Gedenken immer mehr aus der öffentlichen Wahrnehmung: 2012 wurde in Halle an der Saale eine der letzten Philipp-Müller-Straßen in Willy-Brandt-Straße umbenannt. Im März 1952 rief der evangelische Pfarrer Herbert Mochalski zur „Jugendkarawane gegen […]

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Hass und Hoffnung – Deutschland, Europa und die Flüchtlinge!

9. Mai 2016 - 13:41 | | Kultur | 0 Kommentare

Hochaktuell ist das Thema dieses Buches, dessen Untertitel lautet „Deutschland, Europa und die Flüchlinge“. Der Prolog zeigt deutlich, die Fragestellung die die Autoren sich gestellt haben. Ausgehend von den Begriffen, die derzeit überall in den Medien, den Reden der Politiker, aber auch in privaten Gesprächen zu finden sind, „Flüchtlingsansturm“, „Krise“, „Welle“ stellen sie sich die Frage was wirklich in der Krise steckt. Sie sehen in den beiden groβen Projekten dieses Jahrhunderts „ Projekt Demokratie“ und […]

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Das rote Berlin – Geschichte der Berliner Arbeiterbewegung

18. April 2016 - 10:35 | | Kultur | 0 Kommentare
Das rote Berlin
Das rote Berlin

Geschichte ist meist trocken und dreht sich immer um irgendwelche wichtigen Männer, so würde zumindest das Fazit nach Jahren Geschichtsunterricht in der Schule lauten. Zu einem anderen Fazit kommt man nach „Das rote Berlin. Eine Geschichte der Berliner Arbeiterbewegung 1830 – 1934“. Der Autor, Axel Weipert, zeigt Geschichte von unten, eine Geschichte der Berliner Arbeiterinnen und Arbeiter, die Geschichte von Protest und Aufstand gegen die Herrschenden. Weipert zeigt die Entwicklung von dem 1830 noch relativ […]

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Die Anstalt fordert Umverteilung!

7. April 2016 - 09:42 | | Kultur | 1 Kommentare

Die Anstalt dürfte mit Sicherheit die kritischste Sendung im deutschen Fernsehen sein, mit der neuen Folge stellen sie das wieder unter Beweis. Sie kritisiert die Sozialdemokratie und die Union für ihre massive Umverteilung zugunsten der Reichen und sieht darin die Ursache für den Aufstieg der AfD, all das verdeutlicht sie durch Robin Hood und seine Getreuen. Im letzten Beitrag der Sendung macht sie deutlich, dass eigentlich auch nur die Linke noch wirklich gegen Neoliberalismus kämpft, […]

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Suezkrise 1956: Das Ende des britischen Imperiums

2. April 2016 - 17:00 | | Kultur | 0 Kommentare
Brennende Öltanks in Port Said, von Fleet Air Arm official photographer, gemeinfrei, via Wikimedia Commons.
Brennende Öltanks in Port Said, von Fleet Air Arm official photographer, gemeinfrei, via Wikimedia Commons.

Am 29. Oktober 1956 griff Israel, unterstützt von Frankreich und Großbritannien, Ägypten an. Ziel der Offensive war der Sturz des ägyptischen Machthabers Abdel Nasser, der sich durch die Verstaatlichung des Suezkanals bei Großbritannien unbeliebt gemacht hatte. Doch es gelang den Invasoren nicht, Nasser zu stürzen. Bis 1922 stand Ägypten direkt unter britischer Kolonialherrschaft. 1919 kam es zu einer Revolution gegen die britische Herrschaft. Daraufhin gründete das britische Königreich das Königreich Ägypten. Damit war Ägypten zwar […]

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Sport im Kapitalismus: Opium für die Massen?

31. März 2016 - 17:18 | | Kultur | 0 Kommentare

Vom Nationalismus einer Fußballweltmeisterschaft bis zu den erhobenen Fäusten schwarzer Olympiasieger: Gabriel Kuhn stellt in seinem neuen Buch die ganze Widersprüchlichkeit des Sports im Kapitalismus dar. Daniel Anton hat es gelesen. Ihre Liebe zum Sport stürtzt manche Linke schon mal in Gewissenskonflikte: Wer hat sich noch nicht dabei erwischt, online lieber den Sportartikel statt der neuesten Analyse zur Lage in Griechenland aufzurufen? Wer lässt nicht mal für das Champions-League-Finale die politische Abendveranstaltung ausfallen? Wer holt […]

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Steuerhinterziehung: Löchrig wie ein Sieb

27. März 2016 - 12:17 | | Kultur | 0 Kommentare

Ob Amazons Firmenmodell oder ertappte Fußballmanager – Steuerhinterziehung begegnet uns in den Medien immer wieder. Doch die Hintergründe der Skandale werden selten erklärt. Dies gelingt dem Autor eines neuen Buchs: Er zeigt auf, wie der deutsche Staat sich Unsummen durch die Lappen gehen lässt. Von Theodor Sperlea Leere öffentliche Kassen sind das Totschlagargument gegen alle sozialen Forderungen. DIE LINKE setzt sich für eine stärkere Besteuerung hoher Einkommen und Vermögen ein. Doch viele Reiche zahlen nicht […]

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Antideutsche wollten kritische jüdische Stimmen zum Schweigen bringen – Im Gespräch mit Dror Dayan

9. März 2016 - 14:07 | | Kultur | 19 Kommentare
Dror
Dror

Am vergangenen Freitag wurde in Berlin der Film „Even Though My Land Is Burning“ von Dror Dayan, Filmemacher aus Jerusalem, der in Berlin lebt, gezeigt. Dagegen protestierten antideutsche Gruppen und bezeichneten die Vorführung als antisemitisch. Klasse gegen Klasse sprach mit dem Filmemacher über den Film, die Proteste dagegen und antideutsche Diskurse. Wladek Flakin: Am Freitag war in Berlin die Deutschlandpremiere deines neuen Dokumentarfilms. Doch in der Berichterstattung geht es nicht um dessen Inhalt, sondern um […]

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