Harry Potter Antifaschist?

22. Juni 2020 - 12:00 | | Kultur, Politik | 0 Kommentare
By Reilly Brown, Wikimedia Commons, licensed under CC BY-SA 3.0 (cropped).

J.K. Rowlings Geschichte des „Jungen, der überlebte“ hat eine ganze Generation von Leser:innen beeinflusst und wurde gleichzeitig ein gigantisches Medienphänomen – sowie eine Merchandising-Goldmine. Der Artikel ist der Versuch einer kurzen, übersichtlichen Analyse zu den Aspekten Ethnie/Herkunft, Klasse, Rassismus, Politik, Religion, Geschlecht und Identität, um eine Antwort auf die Ausgangsfrage zu finden: Ist die Harry-Potter-Reihe ein Musterbeispiel von anspruchsvoller antifaschistischer Jugendliteratur?# Dazu folgt der Artikel der folgenden Struktur: Chronik der Ereignisse und zeitliche Einordnung Einführung […]

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Ich kann nicht vergeben

21. Juni 2020 - 12:00 | | Kultur | 1 Kommentare

Der ehemalige KZ-Insasse Rudolf Vrba berichtet in seinem Buch „Ich kann nicht vergeben – Meine Flucht aus Auschwitz“ (1963) über seine Flucht aus dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Sein Werk wurde später ein wichtiger Teil der Auschwitz-Protokolle und ist bis heute ein einzigartiger Zeitzeugenbericht, der mit Melancholie, einer unverwechselbaren Beobachtungsgabe und unerschütterlichem Willen zum Leben das sprachlos Machende in Worte fasst.   44070, mehr braucht es nicht. Eine tätowierte Zahl reicht, um Menschen einzusortieren und für immer […]

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„Messiah“ – Al-Qaida-Terrorist, russischer Spion oder sexy Jesus?

11. Juni 2020 - 14:00 | | Kultur | 0 Kommentare
© Netflix.

2019, der Islamische Staat ist wiedererstarkt und rückt auf Damaskus vor. Über viele Tage hüllt ein schwerer Sandsturm die syrische Hauptstadt in dichten Staub. Unbeirrt von diesen Naturgewalten und von den Stadtgrenzen aus einschlagender IS-Artillerie predigt unaufhörlich ein junger Mann, der schließlich verkünden wird, er allein habe den IS in die Flucht geschlagen. Der Mythos um den unfassbar charismatischen, einnehmenden Fremden beginnt. Aus dem Yarmouk-Geflüchtetenlager bei Damaskus schließen sich ihm rund 2.000 palästinensische Refugees an […]

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„Von armen Menschen der beste Freund“ – Über Apache 207

6. Juni 2020 - 11:03 | | Kultur | 0 Kommentare

By apache_207, Instagram, all rights reserved.

Lange Haare, Sonnenbrille, 2-Meter-Riese auf Rollerskates: Apache 207 ist einer der erfolgreichsten Deutschrapper jemals. Sein Song „Roller“ war im letzten Jahr das meistgehörte Lied bei Spotify. Seine Tour war nach vier Minuten ausverkauft. Was ihn so besonders macht? Viele Menschen können sich mit seinen Texten identifizieren. Vor allem arme Leute aus den Blöcken mit Migrationsgeschichte. Aber auch sein auffälliges Auftreten passt nicht in das typische Klischeebild der deutschen Mehrheitsgesellschaft über einen Rapper mit türkischen Wurzeln. […]

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Die man nicht sieht

23. Mai 2020 - 12:00 | | Kultur | 0 Kommentare

In Once, einer argentinischen Stadt nahe Buenos Aires, kämpfen Ismael (15), seine Freundin Enana (13) und deren kleiner Bruder Ajo, er ist erst 6, ums Überleben. Für sie ist es nur wichtig, etwas zu Essen zu finden und nicht in die Hände der Behörden zu fallen, die sie ins Heim stecken würden oder vielleicht auch Schlimmeres. Sie leben von Einbrüchen, der kleine Ajo , flink wie ein Äffchen, findet seinen Weg in fast jedes Haus. Ihre Aufträge […]

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Die jugoslawische Arbeiterselbstverwaltung – Licht und Schatten

15. Mai 2020 - 12:00 | | Balkan21, Kultur | 1 Kommentare

Sozialismus wird in Deutschland meist verbunden mit dem sowjetischen Modell, in dem eine Partei alles entscheidet und 5-Jahrespläne erstellt. Deutlich weniger diskutiert wird dagegen die Erfahrungen der jugoslawischen Kommunisten. Dies versucht ein neues Buch zu ändern. Das Werk „Die jugoslawische Arbeiterselbstverwaltung – Licht und Schatten“ wirft einen Blick auf die Geschichte Jugoslawiens von seiner Entstehung bis zu seinem Zerfall mit Fokus auf die 50er und 60er Jahre erhöhen. Im Zentrum des Buchs steht die Zeit […]

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Ein Wissensschatz für alle Aktivistinnen – „Der Kampf um globale Gerechtigkeit“

12. Mai 2020 - 12:00 | | Kultur, Politik | 0 Kommentare

Der Kampf um globale Gerechtigkeit betrifft uns alle. Die Klimakrise, Ressourcenraubbau, Kriege und eine immer fortwährende Spaltung zwischen Arm und Reich bringen die Menschen zum Nachdenken, weshalb immer mehr einen Kurswechsel der Politik fordern. Die Journalisten David Goeßmann und Fabian Scheidler begleiten seit 2009 mit ihrem unabhängigen Internet-Sender Kontext TV diesen Kampf, wobei sie mit zahlreichen Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler, Journalisten, Journalistinnen, Aktivisten und Aktivistinnen aus der ganzen Welt sprachen. Angesichts ihres 10-jährigen Jubiläums haben sie eine […]

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Das Finanzkapital

7. Mai 2020 - 14:30 | | Kultur | 0 Kommentare

Seit der Bankenkrise und der darauf folgenden Weltwirtschaftskrise 2008 ist Kapitalismuskritik wieder im Kommen. Die Verantwortung für diese Krise trugen verschiedene Großbanken oder das Finanzkapital. Lucas Zeise ist mit seinem Werk Finanzkapital eine herausragende Analyse dieser Herrscher des Systems gelungen. Laut Zeise übt das Finanzkapital die Herrschaft im heutigen Kapitalismus aus und besteht dabei aus Großbanken sowie Monopolen. Zeise orientiert sich bei seiner Analyse am Austromarxisten Rudolf Hilferding (Das Finanzkapital) und Lenin (Der Imperialismus als […]

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1968 – Jahre der Hoffnung

28. April 2020 - 12:01 | | Kultur | 0 Kommentare

Intensive Einblicke in das Innenleben revolutionärer Organisationen im Spätkapitalismus sind schwer zu finden. Einen solchen Einblick bietet dieses Buch am Beispiel der Revolutionär-Marxistischen Liga, später Sozialistische Arbeiterpartei, von 1969-88 Schweizer Sektion der trotzkistischen 4. Internationale. In ihrer Hochzeit organisierte sie bis zu 600 Mitglieder und 1.500 Sympathisantinnen und Sympathisanten und war damit weit stärker (im Verhältnis zur Einwohnerzahl) als vergleichbare Organisationen in Deutschland. Das Buch basiert auf Antworten auf einen von der Autorin erstellten Fragebogen […]

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Carbonia. Wir waren alle Kommunisten

24. April 2020 - 11:58 | | Kultur | 1 Kommentare

In „Carbonia. Wir waren alle Kommunisten“ erzählt der kürzlich verstorbene Chronist der autonomen Arbeiterrevolten Italiens, Nanni Balestrini, die Geschichte des 20. Jahrhunderts anhand des Schicksals eines militanten Arbeiters.  Die Arbeiter können nur gewinnen, wenn sie sich selbst organisieren und ihre Kämpfe mit aller Entschlossenheit und Härte führen –dies ist die zentrale Botschaft des letzten Buches von Nanni Balestrini, dem kürzlich verstorbenen literarischen Chronisten der autonomen Arbeiterrevolten Italiens. Es basiert auf Interviews, die er in den 1970er Jahren […]

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