Kapitalismus im Größenwahn

18. Mai 2019 - 12:00 | | Wirtschaft | 0 Kommentare

In dem seit 2001 in mehreren Auflagen erschienenen globalisierungskritischen Buch „Schwarzbuch Markenfirmen“ erscheint auch die Bayer AG. 1863 gegründet ist sie einer der größten deutschen Konzerne, mit 117.000 Beschäftigten weltweit und einem Konzernumsatz von etwa 40 Milliarden Euro ein deutscher „Global Player“. Auf der diesjährigen Hauptversammlung am 26. April 2019 in Bonn verweigerten die Anteilseigner dem Vorstand jedoch die Entlastung: 55,5 Prozent des anwesenden Grundkapitals stimmten gegen und nur 44,5 Prozent für die Entlastung. Für […]

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Konzernmacht in globalen Lieferketten – Zeit für linke Gegenkonzepte

2. Mai 2019 - 12:00 | | Wirtschaft | 0 Kommentare

Eine wichtige Dimension, in der sich die Machtverhältnisse zwischen globalem Norden und globalem Süden materiell ausdrücken, sind grenzüberschreitende Lieferketten. Gemeint sind damit nicht einfach internationale Handelsströme von Waren, sondern das Aufsplitten der Produktion einer Ware in verschiedene Stufen, die zwischen verschiedenen Ländern stattfindet. Streng genommen gibt es globale Lieferketten, seit es Handel gibt. Doch erst im Zuge der Industrialisierung wurden sie systematisiert. Die industrielle Revolution in Großbritannien beispielsweise ist ohne den billigen Import der indischen […]

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Bayer im Jahr eins nach der Monsanto-Übernahme

20. April 2019 - 12:00 | | Wirtschaft | 2 Kommentare

Die Nachricht von dem Plan des Bayer-Konzerns, Monsanto übernehmen zu wollen, schreckte im Jahr 2016 die Kritikerinnen und Kritiker auf. Sie befürchteten eine nochmalige Forcierung des im Agro-Business tobenden Konzentrationsprozesses mit Auswirkungen wie höheren Preisen für Landwirtinnen und Landwirte. Zudem warnten die Coordination gegen BAYER-Gefahren und andere Initiativen vor Arbeitsplatz-Vernichtung im großen Stil durch die bei solchen Deals immer viel beschworenen „Synergie-Effekte“. Und schließlich stellten sie auf den Hauptversammlungen des Leverkusener Multis schon früh Fragen […]

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Plündern – aber professionell!

2. April 2019 - 12:00 | | Politik, Wirtschaft | 1 Kommentare

Wie Hedgefonds Unternehmen und Staaten schädigen – ganz legal! In Deutschland wurden Hedgefonds 2004 von der SPD/Grünen-Regierung zugelassen: Das Investment-Modernisierungs-Gesetz bezeichnet sie verschwommen als „Sondervermögen mit zusätzlichen Risiken“, erlaubt z.B. Leerverkäufe von Wertpapieren und macht einige Auflagen für die Aufnahme von Krediten. Hedgefonds gelten wie die ganz großen Kapitalorganisatoren vom Schlage BlackRock rechtlich nicht als Banken und sind kaum reguliert. Das Wall Street Journal feiert feiert ihre „Narrenfreiheit“.[1] Hedgefonds arbeiten mit dem Kapital von Multimillionären […]

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Wer Handel treibt, schießt nicht

30. Juli 2018 - 12:00 | | Wirtschaft | 0 Kommentare

Wie hysterisch und schauspielerisch drittklassig, wie intellektuell untermaßig und mit Fake News gespickt die regelmäßigen Anpöbeleien des obersten Amtsträgers im Weißen Hause – gegen wen auch immer – jeweils sein mögen, mindestens geben sie immerhin ab und an Veranlassung zur Selbstvergewisserung. Wie vor einigen Wochen, als der Blondschopf mit der deutschen Kriminalstatistik um sich hieb. Beim kürzlichen NATO-Gipfel in Brüssel waren es die deutschen Importe an Energieträgern aus Russland, mit denen Trump Maß für eine […]

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„America first“ – Wohin treibt die US-Wirtschaft unter Trump?

2. Juni 2018 - 08:00 | | Wirtschaft | 0 Kommentare

Die Wirtschaftspolitik von Donald Trump hat international und auch in den USA für Kontroversen gesorgt. Einige markante Beispiele: Steuersenkungen für Konzerne, die Aufkündigung internationaler Abkommen und die Provokation eines Handelskrieges durch die Einführung von Strafzöllen. Mit diesen Maßnahmen will Trump die US-Wirtschaft ankurbeln und die internationale Konkurrenzfähigkeit erhöhen. Das wird auch als im Interesse der Arbeiter dargestellt. Der marxistische US-Ökonom Robert Brenner geht der Frage nach, ob diese Rechnung aufgehen kann. Über den Autor Daniel […]

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Marx wäre gegen die BGE-Forderung gewesen

3. Mai 2018 - 14:00 | | Wirtschaft | 3 Kommentare
https://www.marxists.org/archive/marx/photo/art/marx-eng3.jpg

Das Besondere an Marx ist, dass seine humanistische und kritische Herangehensweise ihn zunächst zu der Erkenntnis brachte, nicht in erster Linie die Deutungen der Welt müssten verändert werden, sondern die gesellschaftliche Welt selbst. Um Entfremdung, Ausbeutung und Herrschaftsverhältnisse aufzuheben sei eine revolutionäre Überwindung der bestehenden bürgerlich-kapitalistischen Ordnung nötig. Er erkannte, dass die ökonomische Basis grundlegend für die Struktur der Gesellschaften und das gesellschaftliche Sein der Menschen grundlegend für ihr Bewusstsein ist, und dass es für […]

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Öffentlich-Private Partnerschaften – „Kleine“ Privatisierung, große Profite

17. April 2018 - 12:00 | | Wirtschaft | 0 Kommentare

Dass Privatisierungen keine allzu kluge Idee sind, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Doch kampflos räumen die Privatisierer das Feld dennoch nicht: Seit etwa 20 Jahren gewinnen „kleine“ Privatisierungen an Raum – so genannte „Öffentlich-Private Partnerschaften“ (ÖPP). ÖPP sind eine spezielle Form der Privatisierung, bei der die Verantwortung für eine öffentliche Aufgabe – oft das Zur-Verfügung-Stellen einer Infrastruktur – beim öffentlichen Auftraggeber verbleibt. Die zu erbringende Leistung allerdings – etwa der Bau und der Betrieb einer Straße […]

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Markt und Plan im Sozialismus

2. Februar 2018 - 12:30 | | Wirtschaft | 1 Kommentare

In der klassischen marxistischen Tradition wird die sozialistische Revolution als ein politischer Umbruch gesehen – die Zerschlagung des bestehenden Staates und seine Ersetzung durch die Herrschaft der Arbeiterräte. Aber dieser Abschnitt, so entscheidend er ist, um (wie Marx schrieb) „den Staat von einer Institution, die über der Gesellschaft steht, in eine, die ihr vollständig untergeordnet ist, zu verwandeln„2, stellt nur den Beginn eines wesentlich längeren und umfangreicheren Umgestaltungsprozesses dar. Marx beschrieb die Diktatur des Proletariats, […]

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Die Unmöglichkeit eines linken Grundeinkommens

23. Januar 2018 - 12:34 | | Wirtschaft | 2 Kommentare

In ihrem Buch „What Happened“ schreibt Hillary Clinton, dass die Idee eines universellen Grundeinkommens (UBI, Universal Basic Income) für alle Amerikaner sie „faszinierte“. Im Rückblick auf ihre uninspirierte Kampagne erzählt sie, dass sie es in ihr Wahlkampfprogramm aufnehmen wollte, aber „die Zahlen gingen nicht auf“, also ließ sie die Idee wieder fallen. Sie hatte vorgehabt, es „Alaska für Amerika“ zu nennen, in Anspielung auf den Alaska Permanent Fund. Das 1982 gegründete Programm zahlt jedem Bürger […]

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