Refugee-demo in Dortmund mit Störung von Rechts

1. Februar 2015 - 17:26 | | Gesellschaft,Politik | 5 Kommentare
In der Innenstadt fand die Abschlusskundgebung statt. Für Passanten war die Thematik „Asyl“ somit unübersehbar.

Am gestrigen Samstag rief die Gruppe „Refugees Welcome Dortmund“ zu einer Solidaritätsdemo mit Aylsuchenden in der Dortmunder Innenstadt auf. Gestört wurde die Demo nur von einer Hand voll Neo-Nazis.

Nach langer Zeit konnten Asylsuchende und Unterstützer wieder mal zeigen „wir sind da“.
Die Demo an sich war unspektakulär, jedoch war die Symbolkraft, dass Asylsuchende und Unterstützer zusammen Samstags durch die volle Innenstadt liefen, entscheidend. Bei der Presseakkreditierung wurde mir von Anfang an gesagt: „Keine Leute auf der Demo dürfen erkennbar sein!“. Am Anfang hielt ich das für übertriebene Angst vor Nazis, aber weit gefehlt. Als die Demo eine Straße entlang lief, standen auf der anderen Straßenseite auf einmal eine Hand voll Neo-Nazis mit schwarz-weiß-roten Fahnen. Nach rund 20 Sekunden war der Spuk aber auch schon vorbei. Die Neo-Nazis wurden durchsucht und mussten in Untersuchungshaft.

Interessant war ein Gespräch mit einem syrischen Flüchtling, der mir erzählte, was er in Deutschland machen will. Er will weiterstudieren und arbeiten, sagt er mir in perfektem Englisch.
Ob er nach dem Bürgerkrieg wieder zurückwill, frage ich. Das wisse er noch nicht. Seine Familie ist in Syrien. Doch was in ein, zwei Jahren ist, könne er noch nicht sagen. Vielleicht wäre er bis dahin verheiratet und hätte deutsch gelernt. Dann könnte er sich vorstellen, weiter in Deutschland zu leben. Das könne man nicht einfach so zurücklassen. Deutsche Freunde hat er schon gefunden.

 

 

Über den Autor

Themenschwerpunkt: Demos (aktuell vor allem Pegida), Gesellschaft, Antisemitismus, Flüchtlinge Ich schreibe für die Freiheitsliebe, da ich auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam machen will. Zum Beispiel Antisemitismus. Etwas, was eigentlich seit 70 Jahren nichtmehr existieren sollte, wird wieder salonfähig. Die vielen Anschläge auf Synagogen in Deutschland beweisen das. Außerdem geht mir der Rassismus, der vielen Flüchtlingen entgegenschlägt, ziemlich auf die Nerven. Dort will ich aufklären und zeigen, dass Leute, die Asylsuchende „Sozialschmarotzer“ nennen eindeutig rechte Parolen nachplappern. Daher mag ich so Aktionen, wo Flüchtlingen mit Blumen und dem Satz „Nice to have you here“ begrüßt werden. In ihrem Herkunftsland hatten sie schon genug Leid, das muss nicht in Deutschland weitergehen!

5 Kommentare

  • 1
    rote_pille sagt:

    wow, ganze 20 sekunden musstet ihr ihre präsenz zur kenntnis nehmen? ganze 0 verletzte demonstanten u. polizisten? welch eine nachricht.
    linke autonome stören und blockieren alle möglichen demos. gegen alles, was ihnen nicht in den kram passt. es werden reihenweise polizisten und demonstranten verletzt sowie autos zerstört. die berichterstattung ist aber auf diesem gebiet sehr dünn, um nicht zu sagen, nicht existent.
    600.000 „flüchtlinge“, die sich illegal aufenthalten, aber permanenter gesetzesbruch scheint bei roten ideologen kein problem zu sein. solange noch geld für staatshilfen von produktiven arbeitern geraubt werden kann….

    • 1.1
      Richard sagt:

      Wir haben bei der ganzen Duigida-Berichterstattung immer auf jegliche Ausschreitungen hingewiesen.
      Dass es 600.000 Flüchtlinge ohne Aufenthaltserlaubnis gibt, finden wir auch nicht gut. Es sollten mehr Leute in Deutschland aufgenommen werden! Lies dir den letzten Abschnitt des Artikels durch, bevor wieder deine Hetze gegen Flüchtlinge kommt. Denkst du wirklich, dass Leute hier hinkommen, um nicht zu arbeiten?
      Beispiel Rumänien und Bulgarien:
      Wie groß war das Geheule, dass so viele Armutsflüchtlinge nach Deutschland kommen würden. Und?
      Einwanderer aus Rumänien und Bulgarien bringen insgesamt, nachdem Kosten von Hartz-4, Kindergeld, etc. abgezogen wurden ( auf die ja alle Armutsflüchtlinge angeblich so scharf wären), dem Staat immer noch 500.000€ ein.

      • 1.1.1
        rote_pille sagt:

        auf geltende gesetze hinzuweisen ist neuerdings hetze? anarchie ist euch lieber? ich will nicht wissen, was mit andersdenkenden passiert, solltet ihr an eine machtposition kommen.
        sie sind nicht legal hier, weil sie nicht die kriterien erfüllen. sie sind nicht vor krieg oder verfolgung geflohen. kapiert? deswegen können sie nicht legal als asylanten rein. und fachkräfte sind es auch nicht, denn sonst wären sie mit dem normalen verfahren hereingekommen, weil sie jemand sucht. deshalb kauft euch niemand diese verlogenen studien ab. wer weiß, was da absichtlich nicht beachtet wurde, und mit welchen „schätzungen“ da verfälscht wurde. und freunde zu finden ist sicher kein verdienst, das kann er auch in seiner heimat machen. es gibt 3 mio offizielle arbeitslose, 7 mio leistungsempfänger, wozu braucht es dann noch mehr armutseinwanderung? das führt die sozialsysteme in den kollaps und drückt die einkommen im unteren lohnbereich.

  • 2
    Mark sagt:

    Hä? „Störung von Rechts“ lese ich da gleich in der Überschrift? Soll das ein Scherz sein?
    Da riskieren tausende Menschen die letzten Wochen ihre Gesundheit durch von Politkern und Medien aufgehetzten Gegen-Demonstranten, weil sie sich erdreisten, ihr
    Demonstrationsrecht für Pegida und Co in Anspruch zu
    nehmen und so ein lächerlicher Vorfall hier wird als „Störung“ in der Headline verkauft?
    Nicht mal die Demonstranten bei der (wenig bis gar nicht fremdenfeindlichen) „Endgame“-Demo kürzlich konnten von Anti-Deutschen-Spinnern ungestört ihre angemeldete Demo-Route laufen, aber wenn eine Demo für Flüchtlinge stattfindet, dann sollen bitteschön alle brav Beifall klatschen und jeglicher Unmut ist unerwünscht??
    Würde mich zwar auch als eher links bezeichnen, aber da juckt es einen ja schon fast in den Fingern, auch mal gleich ne Gegen-Demo anzumelden, wenn es die Antifa und Co KG nächstesmal auf die Straßen zieht….)

  • 3
    Florian Hohenwarter sagt:

    Passt nicht gerade zur Überschrift, aber ich möchte dieses Video hier trotzdem nochmal reinstellen, da mich es immer noch wundert, warum es so wenig verbreitet ist.

    Der ehemalige Spiegel Journalist Harald Schumann redet Klartext und prangert die Interne Pressefreiheit in Deutschland an.

    Schumann: “… das ist in der deutschen Presse Gang und Gäbe, dass Chefredakteure oder Resortleiter ihren Untergebenen sagen, wie sie zu denken haben. Dass Vorgaben gemacht werden, was sie recherchieren dürfen und was nicht, und dass viele junge Kollegen daran gehindert werden überhaupt kritische Journalisten zu werden weil ihre Vorgesetzten das gar nicht wollen.”

    Interviewer: “Sie nehmen ausdrücklich die ÖR-Anstallten nicht aus, warum?”

    Schumann: “Weil ich genügend Kollegen aus ÖR-Anstallten kenne, die mir genau solche Geschichten berichtet haben und mir das hundertfach bestätigt haben. Insofern, die sind da nicht aus zunehmen.”

    https://www.youtube.com/watch?v=d1ntkEbQraU