Muslimische und jüdische Organisationen wollen sich gegenseitig vor Angriffen schützen

1. Februar 2015 - 12:05 | | Gesellschaft | 1 Kommentare

Nicht nur in Deutschland kam es in der vergangenen Jahren immer häufiger zu Angriffen auf Moscheen, auch in England hat die Gewalt gegen muslimische Glaubenseinrichtungen zugenommen. Im Norden von London haben die jüdische Organisation „Shomrim“ und die muslimischen Verbände nun vereinbart, dass sie auf die Glaubenseinrichtung der jeweils anderen Religionsgemeinschaften achten und so Angriffe verhindern wollen.

Wir haben unsere Aufmerksamkeit auf die Moscheen gerichtet. Wenn wir irgendetwas Verdächtiges sehen, werden wir die Nummernschilder aufschreiben, es der Polizei und anderen Sicherheitsbehörden melden und hoffen, dass es nichts Schlimmeres sein wird“, sagte Chaim Hochhauser dem Nachrichtensender Al Jazeera. Shomrim ist gut organisiert und die Polizei arbeitet eng mit ihr zusammen. „Die jüdische Gemeinschaft ist sehr aufmerksam, und benachrichtigt sehr schnell Shomrim“, bestätigt Matthew Horne von der Polizei in London dem arabischen Sender. „Man lebe hier Seite an Seite und teile die selben Probleme“, erklärt auch Munaf Zeena, Sprecher des „North London Muslim Community Centre“. Beide Seiten wollen so rechte Gewalt unterbinden und innerhalb der eigenen Glaubensgemeinschaft Vorurteile abbauen.

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
Ihr findet mich auf: Facebook

Ein Kommentar

  • 1
    Florian Hohenwarter sagt:

    Passt nicht gerade zur Überschrift, aber ich möchte dieses Video hier trotzdem nochmal reinstellen, da mich es immer noch wundert, warum es so wenig verbreitet ist.

    Der ehemalige Spiegel Journalist Harald Schumann redet Klartext und prangert die Interne Pressefreiheit in Deutschland an.

    Schumann: “… das ist in der deutschen Presse Gang und Gäbe, dass Chefredakteure oder Resortleiter ihren Untergebenen sagen, wie sie zu denken haben. Dass Vorgaben gemacht werden, was sie recherchieren dürfen und was nicht, und dass viele junge Kollegen daran gehindert werden überhaupt kritische Journalisten zu werden weil ihre Vorgesetzten das gar nicht wollen.”

    Interviewer: “Sie nehmen ausdrücklich die ÖR-Anstallten nicht aus, warum?”

    Schumann: “Weil ich genügend Kollegen aus ÖR-Anstallten kenne, die mir genau solche Geschichten berichtet haben und mir das hundertfach bestätigt haben. Insofern, die sind da nicht aus zunehmen.”

    https://www.youtube.com/watch?v=d1ntkEbQraU