Pegida bald auch in Wien – Organisator mit Kontakten nach Rechtsaußen

20. Januar 2015 - 15:43 | | Politik | 1 Kommentare

Pegida bleibt wohl nicht länger ein deutsches Phänomen, am 2.02 soll es in Wien eine Demonstration geben. Anders als in Deutschland kann der österreichische Pegida-Ableger allerdings auf Unterstützung einer der stärksten Parteien, nämlich der rechtsaußen Partei FPÖ, hoffen, die anscheinend kein Problem damit hat, dass der Anmelder Arnold S. über gute Kontakte zur gewaltbereiten Rechten verfügt.

Arnold S. soll über gute Kontakte zu der Wiener extrem rechten Gruppe der „Unsterblichen“ und dem rechten Aktivisten Mihaly K., verfügen. Über Mihaly berichtet die österreichische Gruppe „Linkswende„: Dieser war einer der ausgewählten Empfänger des Manifests »2083« des norwegischen Nazi-Terroristen Anders Breivik und steht im Verdacht, mit 30 anderen Schlägern der neonazistischen Gruppe Unsterblich Wien im Oktober 2013 eine linke Gewerkschaftsversammlung im Ernst-Kirchweger-Haus (EKH) überfallen zu haben. K. und andere Unsterblich-Aktivisten müssen sich deshalb vor Gericht unter anderem wegen Hausfriedensbruch und schwerer Körperverletzung verantworten.

Ob Pegida, auch mit Unterstützung der FPÖ, allerdings Erfolge erzielen wird ist eher fraglich, da es der Gruppe nicht einmal außerhalb Sachsens gelang Personen außerhalb der extremen Rechten für ihre Ziele zu mobilisieren. Antifaschistische Gruppen in Wien folgen allerdings dem Beispiel verschiedener deutscher Städte und planen eine Gegendemo.

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
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Ein Kommentar

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    Florian Hohenwarter sagt:

    Passt nicht gerade zur Überschrift, aber ich möchte dieses Video hier trotzdem nochmal reinstellen, da mich es immer noch wundert, warum es so wenig verbreitet ist.

    Der ehemalige Spiegel Journalist Harald Schumann redet Klartext und prangert die Interne Pressefreiheit in Deutschland an.

    Schumann: “… das ist in der deutschen Presse Gang und Gäbe, dass Chefredakteure oder Resortleiter ihren Untergebenen sagen, wie sie zu denken haben. Dass Vorgaben gemacht werden, was sie recherchieren dürfen und was nicht, und dass viele junge Kollegen daran gehindert werden überhaupt kritische Journalisten zu werden weil ihre Vorgesetzten das gar nicht wollen.”

    Interviewer: “Sie nehmen ausdrücklich die ÖR-Anstallten nicht aus, warum?”

    Schumann: “Weil ich genügend Kollegen aus ÖR-Anstallten kenne, die mir genau solche Geschichten berichtet haben und mir das hundertfach bestätigt haben. Insofern, die sind da nicht aus zunehmen.”

    https://www.youtube.com/watch?v=d1ntkEbQraU