Fotos von Duigida- spät, aber hochaktuell

23. Januar 2015 - 22:44 | | Gesellschaft,Politik | 3 Kommentare
Auch auf Taschen wurde die politische Meinung kundgetan.

In Dresden fiel Pegida aus, in Leipzig kann nur ein massives Polizeiaufgebot die beiden Lager halbwegs voneinander fern halten. Wie war es eigentlich in Duisburg?

Drei Demos. Eine in der Nähe der Volksbank in der Innenstadt, einer vor dem Theater und eine direkt am Hauptbahnhof. Drei Demos sollten zeigen, dass Rassismus, versteckt hinter „Islamismuskritik“ und PI-News Transparenten, nicht nach Duisburg gehören. Zu sehen war bei der Duigida-Demo davon jedoch wenig. Nur eine kurze Zeit waren die Dugida- Demonstranten auf ihrem „Spaziergang“ wenige Meter an den rund tausend Gegendemonstranten am Hauptbahnhof dran- konnten ihnen in die Augen schauen.

 

80 Meter. Die Polizei hatte aus früheren Demos in Köln und Düsseldorf gelernt. Rund 80 Meter trennte Duigida von der Gegendemo am Hauptbahnhof. Die Polizei hatte mit einem Großaufgebot die Demonstrationen weitestgehend im Griff. Nur im Hauptbahnhof kam es zu einem großen Polizeiaufgebot, es hatten wohl einige Gegendemonstranten randaliert. Gesehen hat es aber wohl Niemand, nur gehört.
Eine kuriose Mischung war das da auf der Dugida Demo. Ein Priester, der über den „1000 jährigen Kampf der Christen gegen den Islam“ sprach, läuft neben Mitgliedern der Neo-Nazi Partei DIE RECHTE aus Dortmund. Ein rechter Kader, mutmaßliche Mitglieder der Partei, griffen die Gegendemonstration an. Laut skandierend „wir sind das Volk“ kamen um die 20, teils vermummte, Rechte. Laut verschiedenen Berichten hatten sie Waffen bei sich. Eine Gruppe Autonomer fing an, mit Steinen und Flaschen zu werfen. Die Polizei schlichtete und hielt die Gruppen auseinander.

 

Insgesamt war der Anteil an radikalen Kräften auf beiden Seiten stärker ausgeprägt als bei anderen Pegida-Demos. Die Demo der „Initiative gegen Duisburger Zustände“ war da wohl gut gelegen. Sätze wie „Och die Demo ist aber gut, so nah am Park. Gut zu wissen… zur Sicherheit.“ fielen. Trotzdem blieb es, bis auf die Ausschreitungen in der Nähe des Hauptbahnhofes, weitestgehend friedlich. Einzig die mutmaßlichen Neo-Nazis, die auch bei der Störung der Gegendemo am Hauptbahnhof beteiligt gewesen seien sollen, randalierten in der Innenstadt und bedrohten Personen, die in irgendeiner Form „links“ wirkten.

Die Salafisten-Szene sorgte nicht für Aufsehen. Auch wenn in der Nähe eine Hochburg der potentiellen IS- Unterstützer ist.

Dugida will bis zum Sommer weiter machen- die Gegendemonstranten aber auch.

Aber da man alles besser in Bildern zeigen kann:

 

Über den Autor

Themenschwerpunkt: Demos (aktuell vor allem Pegida), Gesellschaft, Antisemitismus, Flüchtlinge Ich schreibe für die Freiheitsliebe, da ich auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam machen will. Zum Beispiel Antisemitismus. Etwas, was eigentlich seit 70 Jahren nichtmehr existieren sollte, wird wieder salonfähig. Die vielen Anschläge auf Synagogen in Deutschland beweisen das. Außerdem geht mir der Rassismus, der vielen Flüchtlingen entgegenschlägt, ziemlich auf die Nerven. Dort will ich aufklären und zeigen, dass Leute, die Asylsuchende „Sozialschmarotzer“ nennen eindeutig rechte Parolen nachplappern. Daher mag ich so Aktionen, wo Flüchtlingen mit Blumen und dem Satz „Nice to have you here“ begrüßt werden. In ihrem Herkunftsland hatten sie schon genug Leid, das muss nicht in Deutschland weitergehen!

3 Kommentare

  • 1
    rote_pille sagt:

    schon 600.000 abgelehnte, aber geduldete asylbewerber… warum nehmt ihr linken sie nicht in EURE häuser auf und versorgt sie mit EUREM geld, dann wird es sicher weniger **gidas geben…
    übrigens: im fall khaled wurde ein mitbewohner wegen tatverdachts festgenommen! aber warum sollte man es mit der wahrheit so ernst nehmen….

    • 1.1

      rote_pille,

      wir zahlen genauso Steuern wir fast alle Menschen in Deutschland. Es ist auch nicht DEIN Geld mit dem „AsylbewerberInnen“ untergebracht werden. Es gab 2014 173.072 Asylanträge, also woher kommt deine seltsame Zahl?

  • 2
    Florian Hohenwarter sagt:

    Passt nicht gerade zur Überschrift, aber ich möchte dieses Video hier trotzdem nochmal reinstellen, da mich es immer noch wundert, warum es so wenig verbreitet ist.

    Der ehemalige Spiegel Journalist Harald Schumann redet Klartext und prangert die Interne Pressefreiheit in Deutschland an.

    Schumann: “… das ist in der deutschen Presse Gang und Gäbe, dass Chefredakteure oder Resortleiter ihren Untergebenen sagen, wie sie zu denken haben. Dass Vorgaben gemacht werden, was sie recherchieren dürfen und was nicht, und dass viele junge Kollegen daran gehindert werden überhaupt kritische Journalisten zu werden weil ihre Vorgesetzten das gar nicht wollen.”

    Interviewer: “Sie nehmen ausdrücklich die ÖR-Anstallten nicht aus, warum?”

    Schumann: “Weil ich genügend Kollegen aus ÖR-Anstallten kenne, die mir genau solche Geschichten berichtet haben und mir das hundertfach bestätigt haben. Insofern, die sind da nicht aus zunehmen.”

    https://www.youtube.com/watch?v=d1ntkEbQraU