Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

CDU spielt mit rassistischen Stereotypen

Die CDU ist anscheinend schon im Wahlkampfmodus. Und wie könnte es anders sein, wirbt sie in ihrem Wahlkampfvideo dabei nicht mit sozialen Verbesserungen oder einer Politik für alle Menschen, sondern sie schürt Ressentiments gegen Migrantinnen und Migranten und stellt vermeintliche Clans“ als das größte Problem des Landes dar.

Mit ihrer Aktion gegen Clans knüpft die Partei dabei an ihre peinlichen Aktionen in Berlin an, bei denen sie eine Sportwagen mietete und einen Aktionsplan veröffentlichte, der nicht nur Migrantinnen und Migranten attackierte, sondern auch auf Kriegsfuß mit dem Grundgesetz steht. In ihrem neuen Video zeigt sie das Bild zweier grimmig dreinschauender junger Männer in einem Ferrari. Im Anschluss fährt ein Mannschaftswagen der Polizei vorbei. Im Text dazu heißt es: „Damit kriminelle Clans nicht mehr Ferrari fahren, sondern Mercedes.“ Im Anschluss werden die Forderungen der CDU benannt: „Geldwäsche härter bestrafen, Kriminellen den Geldhahn zudrehen, für mehr Sicherheit sorgen. Heute beschlossen. So geht das. CDU.“

Der Clip setzt auf rassistische Klischees, denn das Böse wird den vermeintlich anderen, den sogenannten Clans zugeschoben, während man zu deutschen Kriminellen schweigt. Die Schaffung eines Feindbilds ist dabei eine gängige Handlung, wenn man versucht, Menschen aus der Gesellschaft auszugrenzen, ihnen Kriminalität zu attestieren, eine der beliebtesten Methoden.

Fakten? Fehlen.

Mit der Realität hat diese Forderung nichts zu tun, denn von den 8.652 erfassten Fällen von Geldwäsche im Jahr 2018, geht genau einer auf das Konto vermeintlicher Clans. Nach einem Bericht des Bundesininnenministeriums aus dem Jahr 2019 liegt der finanzielle Schaden 2018 durch Steuerhinterziehungen von Gruppen aus dem Bereich „Organisierte Kriminalität“, worunter Rockerbanden, Mafia etc. fallen bei 25 Millionen, die Gesamtsumme beträgt mehr als 100 Milliarden. Der größte Teil davon ist bei Konzernen und der Finanzindustrie zu finden, doch mit denen hat die CDU anscheinend ein geringeres Problem, wie sie in ihren sonstigen Handlungen offenbart. Denn wenn es um Steuerhinterziehungen geht, ist die CDU die Partei, die am lautesten aufschreit, dass man keine Daten-CDs kaufen solle.

Das Video der CDU findet ihr hier:

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Eine Antwort

  1. Hallo,

    könntet ihr die Quelle nennen für die Anzahl der Geldwäschefälle, die auf das Konto von „Clans“ gehen? Die Gesamtzahl habe ich auf Statista gefunden.

    Vielen Dank!

Kommentare sind geschlossen.

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