Erste Schule erklärt: Teilnahme an Fridays for Fute ist kein Schwänzen!

16. Juni 2019 - 12:07 | | Politik | 1 Kommentare
Asyl für Klimaflüchtlinge? Foto: Itzafineday, licensed under CC BY 2.0, Climate Change Refugees

Seit Monaten gehen junge Menschen, vor allem Schülerinnen und Schüler, jeden Freitag gegen den Klimawandel auf die Straße. Statt die Forderungen der Jugend, wie auch der Wissenschaft ernst zu nehmen, fordern Politikerinnen und Politiker von CDU, CSU, FDP und AfD harte Sanktionen gegen die Demonstrierenden. Eine Dormunder Schule hat darauf reagiert, allerdings anders als erwartet, sie erklärt, dass die Teilnahme an Fridays for Future kein Schwänzen ist!

Die Gesamtschule Gartenstadt in Dortmund hat mit ihrer Erklärung, dass die Teilnahme an der von Greta Thunberg ins Leben gerufenen Fridays for Future- Bewegung kein Schwänzen ist, ein Signal gesendet, denn sie ist die erste Schule in ganz NRW. Die Entscheidung, dass die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler nicht bestraft werden, ist dabei nach Berichten des WDRs, vor allem eine Reaktion auf die Aufforderung der FDP Teilnehmende hart zu sanktionieren. Die Schule hat, auf das NRW-Schulgesetz bezug nehmend erklärt das Fridays for Future eine offizieller Partner ist. Im Schulgesetz heißt es, dass die Kooperation mit externen Partnern möglich und sogar vorgesehen ist, dadurch, dass die Schule Fridays for Future mit großer Mehrheit von der Schulkonferenz zum Partner erklärt wurde, können Schülerinnen und Schüler nun teilnehmen. Die Entscheidung wurde von Lehrern, Eltern, Schülerinnen und Schülern gemeinsam gefällt. mit externen Partnern vorgesehen sind, wenn sich die Schulkonferenz in der Mehrheit dafür ausspricht.

Harry Jääskeläinen, der Sprecher der Eltern der Gesamtschule Gartenstadt, erklärte gegenüber dem WDR: „Das zeigt, dass praktisch alle Menschen außerhalb der Politik wissen, wie ernst die Lage ist. Das Wissen um die globalen Zusammenhänge ist wichtiger, als viele andere Themen, die aktuell im Unterricht viel Beachtung finden.“ Seine Erklärung bezieht somit ebenfalls deutlich Stellung gegen die Negierung des Klimawandels von Teilen der Politik.


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