Eine wohl kalkulierte Strategie oder Türöffner Islamfeindlichkeit

6. Juni 2016 - 13:29 | | Politik | 19 Kommentare
Foto: Uwe Hiksch

Der Anti-Islam-Kurs der AfD ist auf breite Kritik gestoßen. Doch worüber die meisten schweigen ist: Der antimuslimische Rassismus der bürgerlichen Mitte gibt den Islamhassern von Pegida bis zur AfD Rückenwind. Wird die Partei nun zur Speerspitze rechter Mobilisierungen gegen den Islam?

Als Björn Höcke, Sprecher der Partei Alternative für Deutschland (AfD) in Thüringen und seit der Landtagswahl 2014 auch AfD-Fraktionsvorsitzender im Thüringer Landtag, vor dem Dom in Erfurt die Rednerbühne betritt, wird er gefeiert wie ein Star. »Höcke, Höcke, Höcke« schallt es über den Platz, skandiert von Hunderten Anhängern der Partei. Es ist Mitte Mai und die AfD demonstriert in Erfurt unter dem Motto »Unser Land, unsere Kultur, unsere Entscheidung!« gegen einen geplanten Moscheebau. Bereits im April hatte die AfD auf ihrem Parteitag offiziell beschlossen: »Der Islam gehört nicht zu Deutschland«. Jetzt testet die Partei den Anti-Islam-Kurs in der Praxis. Vor 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hetzt Höcke 25 Minuten lang gegen den Islam. Er skandiert: »AfD! Nein zur Moschee!« Die Menge antwortete mit: »Widerstand! Widerstand!«. Im letzte Satz seiner Rede gibt er die Marschrichtung für die kommenden Monate vor: »Und wenn ein Muslim in diesem Land dieses Nein nicht akzeptieren will, dann steht es ihm frei, seinen Gebetsteppich einzurollen, ihn sich unter den Arm zu klemmen und dieses Land zu verlassen!«

AfD im Aufwind

Die islamfeindliche AfD ist im Aufwind: Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und in Rheinland-Pfalz wählten mehr als 1,3 Millionen Menschen die Partei. Mittlerweile verfügt die AfD über 102 Abgeordnete in 8 Landesparlamenten, sowie zwei Europaabgeordnete. Auch die Mitgliederzahlen sind stetig gewachsen auf 20.706 (April 2016). Aktuellen Umfragen zufolge hat die Partei das Potenzial, sich bundesweit als drittstärkste politische Kraft zu etablieren – der Einzug in weitere Parlamente bei den Wahlen im Herbst in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin gilt als sicher. Mit der Festlegung auf das Thema »Islam«, will die Partei ihren Aufstieg fortsetzen und an den europaweiten Erfolgen der radikalen Rechten anknüpfen. Vom Front National in Frankreich, der FPÖ in Österreich über die Lega Nord in Italien oder den Vlaams Belang in Belgien – alle diese Parteien konnten mit einem scharfen Anti-Islam-Profil Wahlerfolge feiern.

Reaktion der etablierten Parteien

Die Reaktionen der etablierten Parteien auf den Anti-Islam-Kurs der AfD waren heftig. CDU-Generalsekretär Peter Tauber sagte der »Bild am Sonntag«: »Die AfD will zurück in eine Bundesrepublik, die es so nie gab«. Das sei »nicht konservativ, sondern reaktionär«. Der stellvertretende Bundestagspräsident Peter Hitze sagte im Deutschlandfunk, der Satz »Der Islam gehört nicht zu Deutschland« sei »brandgefährlich«, weil er Menschen aufhetze. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann warf der AfD eine »pauschale Verunglimpfung aller friedlichen Muslime« vor. Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir sprach von »verbalen Stinkbomben« und Franz Josef Jung, Beauftragter der Unionsfraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften, sagte der Welt: »Die AfD radikalisiert sich immer mehr. Ihre Positionen zum Islam zeugen von extremistischem Denken, das mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist.«

Antimuslimischer Rassismus

Doch so richtig die Kritik an dem Anti-Islam-Kurs der AfD ist. Worüber die meisten schweigen ist: Der antimuslimische Rassismus der bürgerlichen Mitte gibt den Islamfeinden von Pegida bis zur AfD Rückenwind – bis heute. Zwar betonte Kanzlerin Angela Merkel in der Auseinandersetzung mit der AfD noch einmal: »Der Islam gehört zu Deutschland.« Doch an ihrer islamfeindlichen Politik änderte die Bundesregierung freilich wenig. Meistens traten in der Vergangenheit beide Unionsparteien dafür ein, eine Ungleichbehandlung im Vergleich zu Christen oder Juden rechtlich zu verankern – dazu gehörte beispielsweise das Kopftuchverbot oder das Festhalten am Verbot der Erdbestattung für Muslime.

Die Entstehung der Islamfeindlichkeit als neuer Spielart des Rassismus erfolgte in Deutschland in zwei Phasen: Die erste »außenpolitische Phase« begann nach den Anschlägen vom 11. September 2001 und dem sich daran anschließenden Eintritt Deutschlands in den Afghanistankrieg gegen die Taliban. Sie diente der Legitimation der weiteren Militarisierung der deutschen Außenpolitik. Die zweite »innenpolitische Phase« fällt mit dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise im Jahr 2008 und den daraus entstehenden sozialen Konflikten zusammen. Sie diente in erster Linie dem Zweck, die in Deutschland lebende islamische Minderheit als Sündenbock für einen vermeintlich drohenden Niedergang Deutschlands zu stigmatisieren.

Die AfD und die rechte Szene kann darauf setzen, dass Politikerinnen und Politiker der etablierten Parteien, ebenso wie ein Großteil der Medien, das Feindbild »Islam« weiter aufbauen, indem sie ihn gezielt mit negativen Schlagworten wie Terrorismus, Frauenunterdrückung, Homophobie oder Antisemitismus in Zusammenhang bringen. Bereits 2007 kommt eine Studie der Medienwissenschaftler Kai Hafez und Carola Richter über »Das Islambild von ARD und ZDF« zum Schluss, dass von 133 Sendungen der öffentlich-rechtlichen Sender in 81 Prozent der Fälle der Islam in Zusammenhang mit negativ aufgeladenen Themen repräsentiert wurde. Eine Studie des Schweizer Auswertungsdienst Media Tenor kommt 2014 zu dem Schluss, dass das Bild des Islam in den Medien auf einem neuen Tiefpunkt angelangt sei. Die Studie wertete 2,6 Millionen TV-Sendungen in Deutschland, Großbritannien und den USA aus. Deutsche Medien berichten einer weiteren Erkenntnis der Studie zufolge besonders negativ. Für Deutschland untersuchte Media Tenor fast 266.000 Berichte über religiöse Akteure innerhalb eines Jahres aus 19 deutschen TV-, Radio- und Printmedien. Christian Kolmer, Leiter Politik bei Media Tenor fasst den Befund der Analyse zusammen: »Wie das Image des Islam sich aus diesem absoluten Tiefstand erholen soll und in welchem Zeitraum das möglich ist, muss alle Kräfte der Integration mit größter Sorge erfüllen«.

Wahlweise wechseln sich hier »moderne«, die kulturelle Differenz betonende Formen des Rassismus mit »klassischen« Theorien des Sozialdarwinismus ab. Die Produzenten des dieses neuen Rassismus kommen aus der Mitte der Gesellschaft. Von SPD-Mitglied Thilo Sarrazin über den Autor Henryk M. Broder bis zu Alice Schwarzer, Herausgeberin des Monatsmagazins »Emma«. Ihre Bücher tragen Titel wie: »Die Krankheit des Islam«, »Der islamische Faschismus«, »Mekka Deutschland: Die stille Islamisierung« oder »Der Islam, der uns Angst macht«. Diverse Titelgeschichten auflagenstarker Magazine wie Spiegel, Stern oder Fokus reihen sich hier ein. Sie porträtieren den Islam als böse und predigen den »Kampf der Kulturen«. Die Religion wird als aggressiv, unveränderlich, fremd und minderwertig dargestellt. Der Fall des SPD-Mitglieds Thilo Sarrazin ist hier besonders lehrreich, sowohl, was den Inhalt seines Buches angeht, als auch hinsichtlich des Umgangs mit seinen Thesen in der veröffentlichten Diskussion. Kein anderes politisches Sachbuch seit Hitlers »Mein Kampf« hat eine so hohe Auflage – 1,5 Millionen bis Juli 2012 – erzielt. Sarrazins Thesen machten die Islamfeindlichkeit in Deutschland weiter salonfähig, mit verheerenden Auswirkungen: Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung von 2015 zeigt, dass die Ablehnung des Islam in der Bevölkerung wächst: Mehr als jeder Zweite stuft die Religion als Bedrohung ein. Auf die Frage, ob der Islam in die westliche Welt passe, antworten 61 Prozent mit »eher nicht« oder »gar nicht«. Antimuslimischer Rassismus ist in Deutschlands mehrheitsfähig.

Gewalt gegen Muslime

Die Folgen des zunehmenden Rassismus ist der Anstieg von Angriffen auf Moscheen. Zwischen Anfang 2001 bis März 2016 kam es nach Angaben des Bundesinnenministeriums zu 416 politisch motivierte Angriffe gegen muslimische Gebetsräume und Moscheen. Und die Zahlen steigen von Jahr zu Jahr, waren es 2010 »nur« 23 Angriffe gegen Moscheen, sind es 5 Jahre später schon 75, davon 27 im letzten Quartal. Alleine im ersten Quartal diesen Jahres soll es zu über 40 Angriffen auf Moscheen gekommen sein – jeden zweiten Tag wird eine Moschee geschändet.

Die radikale Rechte und der Islam

Diese Zahlen machen deutlich wie gefährlich, der Anti-Islam-Kurs der AfD ist. Björn Höcke ist neben dem sachsen-anhaltischen AfD-Landtagsabgeordneten Hans-Thomas Tillschneider und den stellvertretenden Vorsitzenden Alexander Gauland und Beatrix von Storch, einer der Architekten des harten Anti-Islam-Kurses der Partei.

In internen E-Mails des AfD-Parteivorstands, die CORRECTIV und dem »Spiegel« vorliegen, schreibt AfD-Vizechefin Storch an die Vorstandskollegen, dass »der Islam das brisanteste Thema des Programms überhaupt« und für die »Außenkommunikation« am besten geeignet sei. »Asyl und Euro sind verbraucht, bringen nichts Neues«, so Storch weiter. »Die Presse wird sich auf unsere Ablehnung des politischen Islams stürzen wie auf kein zweites Thema des Programms.«

Diese Strategie ist wohl kalkuliert. Innerhalb der rechten Szene wird die Fokussierung auf das Thema »Islam« als ein »Gewinnerthema« diskutiert. Jürgen Gansel, der für die NPD zwischen 2004 und 2014 im Sächsischen Landtag saß, drückt die dahinterstehenden strategischen Überlegungen folgendermaßen aus: »Die nationale Opposition ist also wahltaktisch gut beraten, die Ausländerfrage auf die Moslemfrage zuzuspitzen (ohne sie freilich darauf zu beschränken) und die Moslems als Projektionsfläche für all das anzubieten, was den Durchschnittsdeutschen an Ausländern stört. Die populäre Moslemkritik kann so zum Türöffner für die viel weitergehende Ausländerkritik der nationalen Opposition werden.«

Das Mittel hierzu waren in den letzten Jahren vor allem Kampagnen gegen Moscheebauten und Aktionen gegen eine Minderheitenströmung im Islam, nämlich die Salafitinnen und Salafiten.
Federführend im rechten Spektrum war vor allem die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), die diversen Pro-Parteien in Westdeutschland und Netzwerke von rechten Hooligans. Die Pegida-Aufmärsche reihen sich in diese Strategie ein, verbesserten jedoch die Kampflage für die Rechten: Erstmals konnten die Islamfeinde mit ihren Mobilisierungen weit ins bürgerliche Spektrum ausgreifen. Pegida startete klein, mit 350 Teilnehmern am 20. Oktober 2014. Doch weil sich Anfangs kaum jemand den Islamfeinden entgegenstellte, konnte Pegida auf ihrem Höhepunkt 25.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mobilisieren. Mittlerweile hat Pegida auf Facebook 203.683 »Gefällt mir«-Angaben (Stand Mai 2016) und es hat sich ein harter Kern von 2000-3000 Menschen gebildet, die wöchentlich auf der Straße marschieren, wie zuletzt am 23. Mai.

Zwar konnte bisher die bundesweite Ausbreitung von Pegida weitestgehend verhindert werden. Doch mit dem Anti-Islam-Kurs der AfD droht neue Gefahr, denn die Partei stärkt damit der gesamten rechtsextremen und neonazistischen Szene den Rücken. Der Rechtsextremismus-Forscher Matthias Quent meint: »Durch den verfassungswidrigen Anti-Islam-Kurs der AfD verwischen die Grenzen zum gewaltbereiten Rechtsextremismus ideologisch und politisch zunehmend. Das ist für Neonazis und Rechtspopulisten eine Win-Win-Situation. Neonazis finden für ihre Positionen ein öffentliches Sprachrohr mit hoher medialer Resonanz und die Rechtspopulisten profitieren davon, dass ihre Teilnehmerzahlen auch durch dieses Klientel nicht noch weiter sinken.«

Der Anti-Islam-Kurs stärkt den neofaschistischen Flügel

Der neofaschistische Flügel in der AfD forciert diese Annäherung. Der Streit in der AfD-Führung, um das Verhältnis der Partei zu Pegida ist ein Beispiel dafür. Während der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen eine Allianz seiner Partei mit Pegida immer wieder ausgeschlossen hat, hatte Gauland schon im vergangenen Jahr Pegida als »natürliche Verbündete« bezeichnet. Der jetzt beschlossene Anti-Islam-Kurs der Partei gibt dem neofaschistischen Flügel neues Selbstbewusstsein: Die Landesverbände Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen organisieren den Schulterschluss mit Pegida vor Ort. Auf der Anti-Islam-Kundgebung der AfD in Erfurt sprach mit Siegfried Däbritz erstmals auch einer der Pegida-Wortführer aus Dresden. Däbritz gilt zusammen mit Pegida-Chef Bachmann als einer der radikalsten Vertreter der Anti-Islam-Bewegung. In seiner geschlossenen Facebook-Gruppe beschimpfte er nach Recherchen des Magazins »Der Spiegel« einst Muslime als »mohammedanische Kamelwämser« und »Schluchtenscheißer«.

Teaser von Marx21: www.marx21.de

Umgekehrt hielt der Magdeburger Landtagsabgeordnete Hans-Thomas Tillschneider eine Woche zuvor als erster Mandatsträger der AfD auf einer Pegida-Kundgebung in Dresden eine Rede. Bei seinem Auftritt in Dresden dankte er Pegida denn auch dafür, dass sie »den Boden für die neue Islampolitik der AfD bereitet« habe. Den wegen Volksverhetzung verurteilten Pegida-Chef Lutz Bachmann schlug Tillschneider für das Bundesverdienstkreuz vor.

Solche »Tabubrüche«, werden von der AfD-Führung wieder zwar wieder eingefangen und relativiert. Ernsthafte Konsequenzen hat Tillschneider aber nicht zu befürchten. Genauso wie Björn Höcke. Figuren wie er grenzen sich nicht von der radikalen Rechten ab. Im Gegenteil: An den Demonstrationen der AfD in Erfurt und Magdeburg beteiligten sich Neonazis und rechte Hooligans völlig offen. Mit Höckes Reden, in denen er die tausendjährige deutsche Geschichte beschwörte, sprach er vielmehr genau so ein Publikum an.
Unter Höckes Führung ist die Partei und Landtagsfraktion zum Sammelbecken für Rechtsradikale geworden. Der Focus schreibt: »Paul Latussek, wegen der Verharmlosung des Judenmordes als Volksverhetzer verurteilt, war schon ein Mitglied der ersten Stunde. Rüdiger Schmitt, Chef des Gothaer AfD-Kreisverbands, rühmt sich heute damit, Ausländer in Arnstadt zu fotografieren und bei der Polizei zu melden. Torben Braga, Sprecher der Deutschen Burschenschaft, die überlegte, den Ariernachweis wieder einzuführen, arbeitet befristet in Höckes Landtagsfraktion. Auch Höckes heutiger Wahlkreisbüroleiter Jürgen Pohl steht Rechtsextremen nahe. Im Mai 2014 beschwert er sich schriftlich, weil AfD-Mitglieder in Erfurt eine Demonstration gegen die NPD unterstützt hatten.«

Höcke hat beste Kontakte zur Neonazi-Szene und ist eng verbunden mit dem neurechten »Institut für Staatspolitik« und dessen Vordenker Götz Kubitschek. Auch Jürgen Elsässer und sein Compact Magazin sind mit dem neofaschistischen Flügel in der AfD verbunden. Elsässer sendete sogar live von der Wahlparty der AfD in Magdeburg. Oskar Helmerich, der einst Höckes Fraktion im Erfurter Landtag angehörte, inzwischen aber aus der AfD ausgetreten ist, zeichnet ein düsteres Bild von Höcke. »Höcke will die Demokratie in ihrer heutigen Form abschaffen, eine vollständige Änderung der Gesellschaft. Er will einen Führer-Staat«, sagte Helmerich im Interview mit »Focus Online«.

Wird die AfD zur Speerspitze rechter Straßenmobilisierungen?

Klar ist, dass die Partei ihre Hetze gegen den Islam zum Mittelpunkt der kommenden Wahlkämpfen machen will. Der neofaschistische Flügel arbeitet jedoch auch daran, dass die AfD außerdem als Protestpartei auf der Straße wirksam wird. Auf dem Landesparteitag der AfD in Thüringen im April spricht Björn Hocke von der AfD als einer »fundamentaloppositionellen Bewegungspartei«. Konkret bedeute dies, zwar »nicht den Parlamentarismus« abzulehnen, aber aus seiner Sicht müssen »Abgeordnete so viel Zeit wie möglich außerhalb des Parlaments verbringen und aufklären, aufklären, aufklären!«. Höcke bezeichnete deswegen Demonstrationen als wichtiges Instrument für die Partei: »Wir müssen auf die Straße, wir müssen auf die Plätze«, zitiert der Blick nach Rechts Höcke.

Innerhalb der Partei sieht er diese Strategie als umstritten an. Auf seiner Facebook-Seite schreibt Höcke: »Wenn wir die AfD als letzte friedliche Chance für unser Land begreifen, müssen wir vor den Karrieristen auf der Hut sein, welche für materiellen Gewinn und Fortkommen einem vermeintlichen Realitätssinn das Wort reden und zum schnellen Friedensschluss mit den Verhältnissen raten. Ihr Einfluss wird proportional zu unseren Wahlerfolgen wachsen und die Erstarrungstendenzen in unserer Partei verstärken.«

Die völkischen Nationalisten in der AfD scheuen sich deswegen auch nicht vor der Unterstützung von Neonazis auf der Straße. Rechte Aufmärsche wie in Clausnitz oder Heidenau werden unterstützt oder als berechtigter Protest von Bürgern relativiert. Jüngst zeigte Gauland beispielsweise Verständnis dafür, dass Nazis eine Maikundgebung des DGB in Zwickau sprengten. Neonazistische Aufmärsche sind für diesen Teil der AfD kein Problem, sondern die praktische Unterstützung ihrer Politik. Ob die AfD zur Sperrspitze rechter Mobilisierungen gegen den Islam werden kann ist offen und hängt auch vom Handeln der Linken ab. Der Höcke-Flügel arbeitet jedoch mit Hochdruck daran die AfD als »fundamentaloppositionellen Bewegungspartei« aufzubauen. Einen Tag nach der Kundgebung in Erfurt gibt er auf Facebook bekannt: »Ich versichere Euch, die AfD in Thüringen wird im Rahmen der rechtsstaatlichen Möglichkeiten alles tun, um den Bau der Moschee in Erfurt zu verhindern. Parlamentarisch, außerparlamentarisch und als Partner einer etwaigen Bürgerinitiative: AfD – nein zur Moschee!«. Die AfD bleibt brandgefährlich.

Ein Artike von Yaak Pabst und Jules El-Khatib, der im neuen Magazin „Marx21“ abgedruckt wird, ein kostenloses Probeexemplar erhaltet ihr.

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
Ihr findet mich auf: Facebook

19 Kommentare

  • 1
    Maria von Finnentrop sagt:

    Warum ist jemand, der Positionen des Islam kritisiert ( Stichworte: gewaltsame Unterdrückung oder Tötung Andersgläubiger, Fauenverachtung, Antisemitismus, Homophobie) ein Rassist ? Ist der Islam eine Rasse ? Warum ist hier von antimuslimischem Rassismus die Rede ? Mit freundlicher Bitte um eine sachliche Erklärung

    Maria

  • 2
    günter sagt:

    nein, andersherum, wie wir es hier schon 25.000 mal gegen eure nie Anhänger findenden Wiederholungen geklärt hatten:
    die Umarmung des faschistischen Islams durch pseudolinke gruppen wie die eure funktioniert als „türoffner“ für den erfolg der rechten, weil denen die islamkritik von pseudolinken als alleinstellungsmerkmal überlassen wird. so herum.

  • 3
    DieWahrheitistBitter sagt:

    Ich finde es reichlich schizofren (und nicht weniger oligofren), dass ein Marxist als Apologet einer Religion aufritt. Offensichtlich wird hier die eine Ideologie nicht so ernst genommen wie die andere. Aber egal, hauptsache wir erfüllen unseren Auftrag, denn fürs Nichtstun bezahlt uns Uncle George nicht.

  • 4
    günter sagt:

    der verfasser dieses Artikels &Herausgeber der Freiheitsliebe, tauchte hier bisher nur als Julius jamal auf, statt als Jules jamal el-khatib. warum das verschweigen des arab. namens? weil er damit gleich als muslim erkennbar wäre? das könnte natürlich erklären, warum er
    -manchmal islamkritische Artikel löscht
    -die 2malige nachfrage nach seinen „vielen arab. ländern“ wo frau sich frei für oder gegen das Kopftuch entscheiden könne, lieber nicht beantwortete
    -warum er den 2maligem vorschlag über einen bekannten Iran. Mullah-verfolgten rapper zu berichten, lieber nicht augriff
    und vieles mehr in der art. objektives zu verhaltensweisen des isl. kulturkreisesr ist so nicht zu erwarten.
    deswegen wird auch Maria auf ihre frage, seit wann religionskritik rassistisch ist (der Islam ist keine rasse) keine antwort kriegen.
    dafür irgendwann die 1.000000000000000000000000000000000000000000000000000000 Version des erfolglosen &chancenlosen versuchs, den Islam reinzuwaschen und falsch in Islam und Islamismus aufteilen zu wollen, obwohl es nur einen koran gibt, der eindeutig die belügung, Verfolgung und Ermordung aller nichtmuslime , das leben nach der Scharia den Muslimen zur pflicht macht sowie Religionswechsel oder Atheismus mit dem Tode bedroht.

  • 5
    Maria von Finnentrop sagt:

    Die Tatsache, dass es friedliche Muslime gibt ( wäre ja auch noch schöner, wenn 1,6 Milliarden Menschen permanent gewalttätig wären, sie müssen ja auch mal arbeiten, essen, Kinder grossziehen) wird angeführt um zu „beweisen“ dass es keine Probleme mit dem Islam gibt.
    Nach dem gleichen Grundprinzip wird gebetsmühlenartig wiederholt: Stalin und Mao und Kim Jong Un und Honecker haben nichts mit dem Sozialismus zu tun.
    Armselig. Unmenschen und „Nazis“ sind immer nur die, die nicht islamistisch oder linksradikal sind.
    Da darf man dann auch Herrn Gaulandt in eine Falle locken um ihm Rassismus anzudichten, da darf man dann auch Frau Wagenknecht Torten ins Gesicht werfen usw. Oh, ihr seid ja alle soooo gut, so menschlich, so fortschrittlich, so gerecht.
    Der Jude Max Liebermann, einer der besten Maler Deutschlands des 19. und 20. Jhdts., hat angesichts der Naziaufmärsche gesagt: „Ick kann janischt so viel essen wie ick kotzen möchte.“
    Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Wahrscheinlich erscheint dieser Kommentar nicht, denn einen Juden zu zitieren ist für Islamfreunde und Linke heute fast schon wieder rechtspopulistisch, stimmts ?! Israel ist ja das schlimme Besatzerland nach eurer Logik. Macht, was ihr wollt

    • 5.1
      günter sagt:

      @Maria
      an einem punkt muß ich denen hier mal recht geben: auch für mich haben Stalin und die anderen genannten nichts mit Sozialismus zu tun. das soll nicht bedeuten es sich leicht zu machen um die verbrechen die im namen von Sozialismus/Kommunismus geschehen sind von der backe zu kriegen. vielmehr gab es schon seit 1922 die parteiinterne antistalinist. linke Opposition.und weltweit. da Stalin Millionen von Kommunisten töten ließ, darunter alle von Lenins Kameraden und revolutionsteilnehmern, kann er selbst kaum Kommunist gewesen sein. mao, honecker usw. waren auch Stalinisten; die antistalinist. Kommunisten wurden ja nicht nur in der UdSSR sondern weltweit verfolgt und getötet; Trotzki z.b. in seinem Exil im fernen Mexiko ermordet: Stalins Agenten waren überall.
      wenn du die Vorstellungen von karl Marx vergleichst mit der Praxis der obengenannten, wirst du sehen daß dies 2 paar ganz verschiedene schuhe sind.

      • 5.1.1
        günter sagt:

        P.S. das läßt sich aber nicht so einfach auf den Islam übertragen, wie die das hier machen, um einen Islam zu phantasieren der mit dem Islam nichts zu tun hat. denn im koran wird nunmal die Ermordung andersdenkender gefordert. karl Marx hat das genausowenig gefordert wie s omanches andere das Stalin tat, und rosa Luxemburg sagte daß Freiheit immer die Freiheit andersdenkender ist. das sagt der koran nicht. das ist der unterschied, weswegn der Stalinismus nichts mit dem Sozialismus zu tun hat, der sogenannte isl. Fundamentalismus aber leider der original-isöam ist: der koran enthält nicht so liberale aussagen, aus denen eine völlig andere Praxis des Islam herleitbar wäre.

  • 6
    Maria von Finnentrop sagt:

    @ günter

    Ich gebe Dir recht darin, dass es auch Formen von menschlichem und fortschrittlichem Sozialismus gibt. Jedenfalls in der THEORIE und in Form anständiger Menschen, die zumindest VERSUCHEN, einen humanen Sozialismus zu installieren.
    Und Karl Marx halte ich für einen bedeutenden Analytiker der kapitalistischen Verhältnisse, der aber leider mit seiner Idee der Diktatur des Proletariats möglichen Unterdrückungsregimen ideologisch Tür und Tor geöffnet hat, ohne aber ahnen zu können wie diese dann aussehen würden. Er wollte eine gerechte und an den Bedürfnissen orientierte Welt, das glaube ich schon. Und seine Ideen sind immer wieder pervertiert worden von machtgeilen unmenschlichen Typen.

    Und der Koran gibt tatsächlich vor was der IS und zahlreiche andere „islamistische“ Gruppierungen praktizieren. Insofern kann und muss man Marx vor seinen „Nachfolgern“ in Schutz nehmen.
    Ob man aber Mohamed vor seinen IS Nachfolgern in Schutz nehmen muss ?! Wohl eher nicht.
    Ich habe das Thema bewusst zugespitzt. In allen Deinen Einwendungen gebe ich Dir recht.
    Gruss
    Maria

    • 6.1
      günter sagt:

      schön, so viel Übereinstimmung hätte ich gar nicht erwartet.
      aber zur „Diktatur des proletariats“: Marx hatte einen ausgeprägten hang zu lateinischen begriffen. statt „Herrschaft der Arbeiterklasse“, die zu seiner zeit fast noch das ganze Volk, die ganze werktätige Bevölkerung umfaßte, und die breitest mögliche Demokratie meinte, sagte er leider Diktatur des proletariats. mit diesem begriff haben seine feinde immer Schindluder getrieben- aber leider auch manche die sich auf ihn beriefen und doch wieder die klass. 1-mann-diktatur einführten. wenn ich z.b. sehe daß sich sowas wie die m.E. faschistisch agierende PKK (früher zumindest mit ihrer „Politik“ der Selbstverbrennungen, dem hinrichten eigener genossen sowie anderer linker)sich als marxistisch bezeichnet, könnte ich kotzen (eher eine Sonderform isl. Märtyrertums, die Atheist. variante derselben Mentalität.)

      auch lenin´s begriff des aufhebens der bürgerl. Demokratie (im sinne von: im soz. auf eine höhere stufe heben) wurde von vielen Anhängern wohl leider als Aufhebung jeder form der Demokratie an sich verstanden.
      menschen sind leider fehlbar und die „Gesetze der geschichte“ vielleicht nicht so klar vorausberechenbar wie Marx dachte. läßt auch für mich mittlerw. die frage offen, ob „es“ noch klappen könnte.
      leider sind immer noch manche auf dem Stalinist. Holzweg, andere linke auf dem pro-isl. Holzweg.

  • 7
    Maria von Finnentrop sagt:

    ……und Rosa Luxemburg halte ich für eine herausragende Figur des Humanismus.

  • 8
    Maria von Finnentrop sagt:

    ……der Koran enthält durchaus humanistische Fragmente. Diese sind allerdings „geklaut“ aus Thora und Bibel. Und sie werden zum Teil wieder aufgehoben oder relativiert durch spätere Suren. Es gibt eine besonders raffinierte Methode einzelne Suren mit vertretbaren Inhalten isoliert zu zitieren, im Bewusstsein:
    Das wissen die Ungläubigen eh nicht, so können wir den Islam als spirituell und human „verkaufen“, was er wirklich bedeutet wissen wir dann schon.
    So wird zum Beispiel gerne zitiert, dass wer einen Menschen tötet die ganze Welt tötet.
    Was dabei IMMER weggelassen wird ist der Anfang der Sure:
    Den Juden aber ist gesagt worden, wer einen Menschen tötet, tötet die ganze Welt. Ihr aber….usw.
    Da sieht die Sache dann schon ganz anders aus.
    Viele Menschen gehen allerdings dieser Strategie auf den Leim und wähnen den Islam dann in der Nähe von Judentum und Christentum. Auch weil Jesus dort als Prophet erscheint und bestimmte christliche Heilige auftauchen. Man muss schon sehr genau lesen und deuten, sonst sitzt man in der Falle.
    Bei Dir, günter, sehe ich die Gefahr allerdings nicht.

    • 8.1
      günter sagt:

      und hier gebe ich dir völlig recht. viele linke lesen weder koran noch andere „heilige“ bücher, vergleichen nicht, diskutieren nicht theologisch- da kann sowas denen nicht auffallen. mit ihrem instrumentierenden herangehen an menschen interessiert die nur, ob die Muslime hier „im Klassenkampf“ zu gebrauchen seien, wo mancher haß auf Deutschland mit antikapitalist. bewußtsein verwechselt wird.
      ich könnte mir auch vorstellen daß manche „soz.“ kleinsekte von stärkeren Bruderparteien aus der türkei oder anderswo ausgehalten wird und froh sind wenn immer ein paar aus den Bruderparteien deren kleindemos etwas auffüllen helfen.

      • 8.1.1
        günter sagt:

        Tippfehler:
        ich meinte „instrumentalisierendes“ herangehen.

        übrigens:

        gestern wurde in Pakistan eine 16jährige von ihrer eigenen mutter lebendig verbrannt, weil sie sich ihren Ehemann selbst aussuchen wollte. Islam live.
        wirst du in linken blättern nichts von finden.

  • 9
    Maria von Finnentrop sagt:

    @ günter

    da gibt es dann die absurdesten „Bündnisse“. Immer wenn es gegen Israel geht sieht man Vertreter der sogenannten „Antifa“ Hand in Hand mit judenhassenden Palästinensern, DKP lern, die immer noch der DDR hinterhertrauern, „marxistische“ Splittergruppen von solch eigenartiger Exotik und Skurrilität ,das man eigentlich eher lachend den Kopf schütteln sollte als sich zu ärgern und Türken, die sich toll finden weil sie Türken sind, und alle rufen: Jude Jude feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein.
    Und alle fühlen sich links, freiheitlich und als Kämpfer für etwas Gutes und eigentlich haben alle einen an der Klatsche. Und die PKK hat sich jahrzehntelang mit Drogenhandel finanziert.
    Trotzdem erkenne ich an, dass es mutige Kurden gibt, die den IS bekämpfen und dass es die berechtigte Forderung nach einem Kurdenstaat gibt. Ändert aber nix daran, das die PKK eine Terrororganisation ist und kein bisschen marxistisch. So ungern ich Erdogan recht gebe, aber auch Idioten können in einzelnen Punkten recht haben.

    Aber Hauptsache alle die Genannten plus CDU und SPD und GRÜNEn und FDP und Piraten und LINKEn und und und sehen in der AfD das BÖSE. Es befremdet mich schon, dass es so eine Art kollektiver Übereinstimmung gibt, wer im Land böse ist. in wenigen Monaten wird es weder einen Höcke noch ähnliche Typen in der AfD geben und alle Rechtsradikalen, die versuchen, sich dieser Partei anzuschleimen ( weil sie von ihrem eigentlichen Charakter nix begriffen haben) werden dann deutlich von dieser ausgegrenzt werden. Mal gucken, was der Mainstreampresse dann einfällt, um die einzige islamkritische Partei zu diskreditieren. Bin gespannt.

    Auf dieser Seite schrieb mal jemand von schwarzblaubraungelben Bösmenschen, im völligen Ernst.
    Übrig bleiben rotrotgrüne Gutmenschen. Nie war es so einfach Schubladen aufzuziehen und Menschen reinzuwerfen wie heute. Und Weltmeister darin sind Naiv“linke“ wie der Autor Jamal, der immer noch nicht meine simple Frage beantwortet hat.

    • 9.1
      günter sagt:

      Maria, leider hast du auch damit recht, daß die PKK sogar im Drogenhandel war, was von div. linken immer als lüge des staatsschutzes abgetan wurde. aber ich wohnte in einer Großstadt in einem haus mit pkk-smpathisanten und habe die selber mit Drogen handeln sehen- was manche linke nicht schlimm finden.<
      ich werde jetzt sicher nicht zur afd wechseln, aber die werden groß dank der pro-isl. Politik aller linken. die islamkritik hätte von links kommen müssen.
      in Ö. hielt einer von der FPÖ ne rede gegen die Schließung von Obdachlosenheimen, um darin flüchtline unterzu bringen. warum hielt kein linker diese rede? weil sie sich von einheimischen arbeitern, arbeitslosen und armen längst verabschiedet haben. traurig für mich.

      • 9.1.1
        Maria von Finnentrop sagt:

        Man muss die AfD nicht toll finden, aber sie hat ein Verdienst: sie zwingt alle anderen Parteien sich mit dem Thema Islam auseinanderzusetzen und hat den Kuschelkurs beendet. In der Sozial -und Wirtschaftspolitik sind sie konfus und kaum erkennbar. Ich sehe es pragmatisch. Idioten gibt es in allen Parteien.
        Und die Strategie, sie einfach zu Nazis zu erklären verfängt immer weniger. Vielleicht zerlegen sie sich selbst, vieleicht taugen sie nicht in der realen Politik, aber sie haben etwas angesprochen, was seit Jahrzehnten überfällig war und zeigen uns deutlich die Fratze eines faschistischen Islam. Das ist schon mal was.

  • 10
    günter sagt:

    @Maria:
    interessanterweise konnte ich hier 9.1.1 nicht direkt anklicken zum antworten.
    ja, ich fand z.B. den Brief mit den kritischen fragen an den Zentralrat der Muslime auch gut. auch dies hätte m.E.von links kommen sollen.
    die AFD hat früher -ich weiß nicht ob die das noch drin haben- die Abschaffung des wahlrechts für sozialschwache gefordert .sicher keine antikapitalist. Partei welche die kleinen leute vertritt. auch soll einer von denen Gefängnis für schwule gefordert haben.
    aber ich verstehe wenn die wg.des isl. massenansturms stimmen kriegen. die leute haben da berechtigte Ängste aufgrund konkreter Erfahrungen, die auf Websites wie dieser nur als eingebildete vorurteile abgehandelt werden. die geplanten „stammtischkämpfer“ werden da ganz schön auf den arsch fallen, weil sie außerhalb der Realität argumentieren.

  • 11
    Franz sagt:

    „Der Islam gehört zu Deutschland“. (Wie sinnvoll ist der Satz?)

    Der Satz ist ähnlich mit „Das Tätowieren gehört zu Deutschland“.
    Denn: historisch gehört der Islam so wenig zu Deutschland wie das Tätowieren.
    Deutschland ist ein freies Land (Frei für Deutsche, und nicht „frei“ im Sinne… Frei für Illegale Einwanderung).

    Der in Deutschland rechtens lebende Bürger, geniesst Freiheit. Dies beinhält auch die Freiheit des Deutschen Bürgers „sich zu Tätowieren“, oder „dem Islam beizutreten“.
    Aber zu behaupten, dass „der Islam zu Deutschland gehöre“, ist einfach ein Satz der nicht die richtige Balance hat.
    Was stark zu Deutschland gehört ist (unter anderem!) die Christliche Tradition und nicht der Islam.

    Ich schäme mich für Deutschland, wenn es den Bürgern in einer unverhältnismäßigen Weise verbreitet, dass der Islam zu Deutschland gehöre.
    Nein, in der Weise… gehört er nicht zu Deutschland. Statt dessen ist es die Freiheit (der Bürger), die zu Deutschland gehört. Das ist das höhere Gut.
    Es ist Blödheit, oder Unverantwortlichkeit, oder geziehlte Manipulation… wenn in einem selektiven Wahn von political correctness…. nebensächliche Tatsachen hervorgehoben werden; und den Bürgern untergerieben werden.

    • 11.1
      Maria von Finnentrop sagt:

      ……und was gerade in Orlando, Florida „passiert“ ist hat nix mit dem Islam zu tun, wie überhaupt nie irgendetwas mit dem Islam zu tun hat, ausser, dass er barmherzig ist und friedlich. Und je weniger irgendwas mit irgendwem zu tun hat, um so mehr werden Leute verprügelt, die Ursachen benennen.
      Übrigens hat die AfD eine parteiinterne Schwulenorganisation und einen schwarzen Kandidaten und Mitglieder aus Dutzenden Ursprungsländern.
      Die haben aber nix damit zu tun, dass die Fakten mit der Wahrheit zu tun haben und dass die Demagogen damit zu tun haben die Fakten solange zu verdrehen bis alles Böse mit der AfD zu tun hat.
      Wir leben in bizarren Zeiten.