Claudia Roths verlogene Kritik an Sahra Wagenknecht

28. Juli 2016 - 15:15 | | Politik | 6 Kommentare

Sahra Wagenknechts Pressemitteilung vom vergangenen Montag schlug hohe Wellen und brachten ihr zurecht Kritik ein. Doch einem Großteil Derjenigen, die nun meinen Wagenknecht zu kritisieren, fehlt jegliche Berechtigung dazu, am deutlichsten offenbart dass die ehemalige Vorsitzende der Grünen, Claudia Roth. Sie spricht vom Verrat an linken Idealen. Ein Blick auf ihre Partei offenbart jedoch, dass es erst einmal eine deutliche Portion Selbstkritik bräuchte bevor man vom Verrat linker Prinzipien einer anderen Partei spricht.

1999. Unter einer rot-grünen Regierung hat die Bundeswehr sich zum ersten mal nach dem zweiten Weltkrieg an einem Angriffskrieg beteiligt. Wenige Jahre später führte eben jene Regierung Hartz IV ein und sorgte damit für eine der größte Zerrüttungen der Sozialstaats in der Geschichte der Bundesrepublik. Unvergessen auch, dass die Grünen sich gegen den frühestmöglichen Atomausstieg stellten.

All diese Entscheidungen wurden mitgetragen von Claudia Roth und ihrer Partei. Eine Entschuldigung oder gar eine Umkehr von dieser Politik sucht man bis heute vergebens. Auch die letzte Verschärfung des Asylrechts wurde ermöglicht durch eine grüne Landesregierungen, die sich wie alle anderen Landesregierungen an Abschiebungen beteiligt. Kritik von Roth war auch daran kaum zu vernehmen, doch der falschen Pressemitteilung von Sahra Wagenknecht widmete die Bundestagsabgeordnete in der Zeit einen ganzen Artikel, in dem sie scheinheilig fragt: „War sie schon jemals in einer Flüchtlingsunterkunft bei uns und hat sich die Biografien der Menschen erzählen lassen. Menschen, die ihr Leben dafür riskiert haben, Krieg, Gewalt, Unterdrückung oder völliger Perspektivlosigkeit zu entkommen, um nach Europa zu gelangen?“

Es ist ungewiss ob Sahra Wagenknecht eine Flüchtlingsunterkunft besucht hat, doch dies ist relativ irrelevant, denn die Fragestellende gehört zu einer der Parteien, die dafür sorgt das Menschen aus Flüchtlingsheimen wieder abgeschoben werden und in ihrer aktiven Regierungszeit Waffen exportierte und somit Fluchtursachen schuf. Flüchtlinge würden mit Sicherheit auf den Besuch von PolitikerInnen verzichten, wenn sie dafür keine Abschiebung fürchten müssten.

Wenn Claudia Roth also von linken Prinzipien sprechen will, dann sollte sie sich erinnern, dass Taten mehr wiegen als Worte. Sie sollte in ihrer Partei dafür kämpfen, dass die Grünen jegliche Abschiebungen und Auslandseinsätze ablehnen, erst dann kann ihr Artikel und das Gerede vom vergessen linker Prinzipien ernst genommen werden. Bis dahin bleibt es einfaches politisches bashing des politischen Gegners.

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
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6 Kommentare

  • 1

    Ich komme mir vor wie – Weihnachten amEnde und Ostern am Eierlegen – bis Pfingsten Montag ist für mich der Ochsentag denn da sehe ich Roth ! Ich freue mich schon auf das nächste Überraschungspaket .

  • 2

    Wer hat Euch verraten ?
    -> Sozialdemokraten!
    Und ganz vorn mit dabei?
    -> Die Grüne Partei!

  • 3
    Bonnie sagt:

    Sahra Wagenknecht steht im Wege , sie steht im Weg zu den Honigtöpfen .
    DickundDoof hat es doch gesagt , solange die Linke noch sozialdemokratisches Gedankengut
    bei sich duldet , kann er nicht mit denen koalieren .
    Gabriel nannte dabei Sahra Wagenknecht . Und nun springt die ganze Meute der Honigtopfteil – Bande los , und will sie verbellen .
    Sie zeigen doch nur wer sie sind , interessant zu sehen wer nun hinter Gabriels Stöckchen herläuft .
    Rothz bekommt keinen Posten wenn Kretschmann mit Merkel koaliert .
    Und die Linke geht ganz leer aus .
    Da muss Sahra weg .
    Aber einmal ganz abgesehen davon , wäre Sahra gut bedient aus der Partei auszutreten .
    Und eine neue zu gründen . Die LINKE hat die hälfte ihrer Mitglieder schon vor Jahren verloren gehabt ( als auch ich ausgetreten bin ) , weil sie keine linke Politik unterstützt . Und auch innerparteilich weit von demokratischen Struckturen entfernt ist .
    All jene waren keine Mitläufer . Viele waren vorher bei der SPD oder in der Gewerkschaften aktiv .
    Denen sie aus den selben Gründen den Rücken zugekehrt haben
    Keine soziale Politik im Programm .
    Viele von denen würden in eine Sahra Wagenknecht Partei eintreten .
    Und sicher nochmal die Hälfte aus der LINKEN austreten .
    Die Partei die Linke als solche…… Taugt nichts .
    Wie wir gerade erleben wird es mit dieser LINKEN auch bei Regierungsbeteiligung keine soziale Politik geben .
    Haben sie ja auch schon in Berlin bewiesen , die können es nicht .Die können nicht sozial .
    Die wollen nur an die Honigtöpfe .
    Bonnie

  • 4
    Maria von Finnentrop sagt:

    Claudia Roth ist weder links noch sonstwas. Sie ist eine Dame, die es ohne jegliche Qualifikation, allein durch Dummschwätzerei und Betroffenheitsdarstellung bis in allerhöchste Ämter geschafft hat. Sie hat weder politischen Verstand oder Instinkt, weder rhetorische Gaben noch administrative Fähigkeiten. Sie ist das Paradebeispiel für jemanden, der/ die mithilfe einer seichten Ideologie zum „richtigen“ Zeitpunkt am richtigen Ort war und sich durch pseudoemotionales Getue und Dauerpräsenz „unentbehrlich“ gemacht hat. Intellektuelle Beschränktheit und menschliche Unreife verhindern in diesem Land nicht, dass jemand nach oben kommt. Zu gewissen Zeiten geschieht eher das Gegenteil. Frau Roth steht dafür wie nur wenige andere ( Frau Göring – Eckhardt ist ein vergleichbarer Fall). Persönlich übelnehmen kann man ihr das kaum. Eitelkeit und Selbstdarstellung, fehlende Selbstreflexion und Versimplifizierungen komplexer Sachverhalte gehören zu den Kernkompetenzen der „Grünen“, von seltenen Ausnahmen abgesehen.

  • 5
    Gisela Meinke sagt:

    Fr. Wagenknecht ist die Einzige die sich noch traut die Wahrheit zu sagen, aber dass gefällt nicht jeden. Hochachtung, aber Vorsicht dies ist nicht immer allen bekommen. Leider stehen in ihrer eigenen Partei nicht alle hinter ihr. Schade.

    Die Grünen sind mittlerweile(MACHT verdirbt den Charakter) so heruntergekommen. Sie merken gar nicht mehr wie sie diese immer mehr zerstören. Traurig.

  • 6
    Wadim sagt:

    Hi.

    Was hat S W gesagt? Du musste sie erst zussamenfassen