AfD Adressliste geleakt – richtig oder falsch?

1. Mai 2016 - 11:18 | | Politik | 30 Kommentare
5.000 Demonstrierten gegen den AfD Bundesparteitag in Stuttgart, Foto: Dirk Spöri

Indymedia veröffentlicht Teilnehmerinnenliste des AfD Parteitags. 2.000 Namen inklusive Wohnort, Telefonnummer und Geburtsdatum stehen für jedermann einsehbar im Netz. Bisher sind die „Leaker“ unklar. Die AfD will strafrechtlich gegen die Veröffentlichung vorgehen. Doch wie sollte man das ganze bewerten? Ein Kommentar.

2.000 Namen der nationalistischen AfD sind im Netz. Zusätzlich wurden einen Tag zuvor 3.000 Namen des Bremer Parteitags 2015 veröffentlicht. Jörg Meuthen, einer der Vorsitzenden der AfD, kündigte rechtliche Schritte und eine Parteiinterne Untersuchung an, denn es ist völlig unklar wie die Listen im Netz landen konnten. Dabei war er sich natürlich nicht zu schade gegen „linksextremistische“ Websites und Vereinigung ein härteres Vorgehen zu fordern. Wahrscheinlich wäre von solch einem „Vorgehen gegen Links“ auch unser Portal betroffen.

Ob die Veröffentlichung der Namen ein richtiger Schritt im Kampf gegen Rechts  war, wird im Web heiß diskutiert – die Reaktionen reichen von „dumm“ bis „super“. Die AfD entwickelt sich immer stärker zu einer völkisch-nationalistischen Partei, die jeglichen demokratischen Boden verlassen hat. In einem Klima aus Angst, sozialer Not und Unsicherheit macht sich die AfD breit, nistet sich in einer politischen Ecke ein, die in Deutschland oder sonst wo nie wieder hätte besetzt werden dürfen.

Trotzdem bleibt die Frage, ob die Veröffentlichung von 2.000 Namen der richtige Weg war. Sicher ist, dass die meisten Menschen die sich in der Partei AfD engagieren und eben nicht nur Mitläufer auf Kreisebene sind, sich des Rassismus und der Volkstümmelei bewusst sind. Darf man solchen Menschen ruhe geben? Sind das nicht eben jene Menschen, „die mit dem linksgrün-versifften Parteienfilz“ und den „linken Gesinnungsterroristen“ aufräumen wollen? Kennen wir dieses „Aufräumen“ nicht bereits aus der deutschen Geschichte, als Kommunistinnen, Sozialdemokraten und Gewerkschafterinnen die ersten Waren, die vom faschistischen System beseitigt wurden?

„Wehret den Anfängen“ ist ein berühmter Ausspruch, wenn es um den Vormarsch faschistischer und nationalistischer Kräfte geht. Doch ich glaube Esther Bejarano (Auschwitzüberlebende) hat recht wenn sie sagt, dass es dafür bereits zu spät ist. Wir sind Mittendrin. Die Zahl rechtsextremer Straftaten explodiert, der NSU konnte zehn Jahre lang ungehindert arbeiten und die die Zeugen sterben nun schneller als die Fliegen. Jeden Tag brennt ein Flüchtlingsheim oder Menschen die „nicht Deutsch“ aussehen werden angegriffen.

Die AfD ist keine demokratische Partei, nicht einmal eine die man im kapitalistischen System als solche bezeichnen könnte. Deswegen ist der Widerstand gegen sie so wichtig. Es war ein Zeichen des Widerstands gegen die AfD, als gestern bis zu 5.000 Menschen in Stuttgart vor dem Bundesparteitag der selbsternannten Alternative protestierten.

Ich komme zu dem Schluss, dass es nicht unsere Aufgabe ist die Veröffentlichung der Namensliste zu bewerten. Denn wir können davon ausgehen, dass uns als „linsgrünversiffte Menschen“ wesentlich schlimmeres erwarten würde, wenn die AfD an der Macht wäre. Die Veröffentlichung einer bloßen Namensliste wäre da sicherlich das harmloseste. Für antifaschistische Aktionen wie Outings beim Arbeitgeber oder der Chefin, sind die Namenslisten in jedem Fall brauchbar. Auf der anderen Seite stärkt die Veröffentlichung der Liste all jene Kräfte in Deutschland, die in der AfD die „einzig wahre Opposition“ sehen.

Über den Autor

Bundessprecher der linksjugend ['solid] und Wortakrobat für die Freiheitsliebe, Balkan21 und andere Medien.
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30 Kommentare

  • 1
    Kopfschüttler sagt:

    Stichwort: „Kritischer Journalismus“ … wie verträgt sich denn das mit „wertfrei“ oder ohne Wertung? Gibt es das noch? Wenn man den Artikel so liest, dann kann man in der Konsequenz zu der Überzeugung gelangen, dass „Datenschutz“ nur für Linke und Gutmenschen zu gelten hat, wohingegen das, was von links als rechts diagnostiziert wird nurmehr zu „denunzieren“ ist … und man derlei Handlung ab sofort „guten Ton“ nennt. Ok, das hatten wir schon mal, aber die Geschichte wiederholt sich halt. Ich bin da ein wenig ratlos, aber vielleicht kann ja hier aus- oder nachgeholfen werden, bei der „Selbstwertstörung“, die anscheinend auch gerade nicht störungsfrei verläuft >>> http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/selbstwertstoerung-als-massenphaenomen-deutschland-ein-kampfbegriff

    • 1.1

      Hi Kopfschüttler. Der Artikel ist eindeutig als Kommentar gekennzeichnet. Und Selbstverwarlosung lassen wir uns ganz sicher nicht vorwerfen. „Kritisch“ sein bedeutet, alles hinterfragen und Utopien denken. Nicht Rückwärtsgewandt.

      • 1.1.1
        Gast346534636 sagt:

        Wieder ein üblicher Text Linker Doppelmoral.
        „Alles zu hinterfragen“ – WIe schaut es denn mit der eigenen Ideologie und den eigenen Taten aus, werden die auch in Frage gestellt und als möglicherweise falsch erkannt?

        „Jeden Tag brennt ein Flüchtlingsheim oder Menschen die „nicht Deutsch“ aussehen werden angegriffen“ – Bitte den Autor um Quellen als Belege für diese Panikmachende Behauptung.

        „Die AfD ist keine demokratische Partei, nicht einmal eine die man im kapitalistischen System als solche bezeichnen könnte“ – Bitte den Autor um eine Begründung, warum die AfD das eben nicht ist. Meine Vermutung: Sie ist eben nicht linksgrün und daher soll sie verboten werden.

        „Denn wir können davon ausgehen, dass uns als „linsgrünversiffte Menschen“ wesentlich schlimmeres erwarten würde, wenn die AfD an der Macht wäre“ -> Was erwartet Sie, dem Autor wenn diese Partei an der Macht WÄRE? Inwieweit wird sich ihr persönliches Leben verändern, mit welchen Einschränkungen müssen Sie leben und was dürfen Sie dann alles nicht mehr? Ich behaupte, das Ihr Leben sich dadurch nicht verändert, sie werden weiterhin Ihrer Ideologie folgen können und ausleben dürfen, Ihr Job, vorrausgesetzt Sie haben einen wird ebenfalls bestehen. Ihren Akademischen Weg können Sie weiterhin gehen. Ihre Freunde und Familie werden ebenfalls ihr Leben weiterleben können und nichts aber auch gar nichts wird Sie in Ihren Rechten mehr einschränken als es nicht jetzt schon der Fall ist. Sie werden keinen Stern tragen müssen, können weiterhin wählen oder nicht, politisch mitwirken, Ihre Meinung äußern usw. Das einzige was sich aber ändert ist, das jmnd „Macht“ hat, der nicht Ihrer Ideologie entspricht und nicht all das macht, was Sie wollen und für richtig halten! Und nur weil Sie etwas für falsch heissen muss das nicht allg gültig sein und für alle gelten! Wenn Sie meinen, Fleisch essen wäre falsch und ethisch bedenklich bedeutet das nicht, das wir jetzt alle verzichten müssen, nur weil Sie das wollen. Aber genau darum geht es in diesem Artikel, Meinungsdiktatur, der Witz ist, das diese eben von einer Linken Ideologie ausgeht.
        Der Autor soll uns alle bitte schildern was sich alles für uns dann ändert. Beispiele wären: Religions-, Meinungs-, Glaubensfreiheit, Berufswahl, Studium, Wirtschaft, Politik, Gesundheitswesen, Medien, Recht, wo bitte und was ändert sich?

  • 2
    Dietmar sagt:

    Natürlich ist die AfD eine demokratische Parttei, eben halt keine linke und sozialistische Partei. Das muss in eure Köpfe, wenn es euch auch nicht passt. Das ist eben Demokratie.

    • 2.1
      ExLinker sagt:

      Stimme dir voll zu!
      Ich bin sehr geschockt von dem, was man bei den Linken mittlerweile selber unter Demokratie versteht.
      Ehrlich!
      Wenn Links extreme nun Anschläge auf AFD Mitglieder machen, erhalten die hier noch Applaus und Lob dafür.
      Es gilt sich von jeglicher Form von Gewalt und Extremismus zu distanzieren.
      Wenn man ehemalige politische Häftlinge der DDR hört, was passiert wenn, wenn Kommunisten die Herrschaftsgewalt hat, gab es zwischen den 3. Reich auch nur graduelle Unterschiede.
      Echt traurig , dass die Linkspartei so nach links rutscht.

  • 3
    dw-seneca sagt:

    Heute kommt der Faschismus unter der Bezeichnung Antifaschismus daher. Gestern wie heute ist der Sozialismus Quelle der totalitären Agitation.

  • 4
    rote_pille sagt:

    Die denunziatorische Absicht dieser Handlungen ist absolut verachtenswert. Anzunehmen, dass euch bei einer Machtübernahme der AfD jemand persönlich verfolgen sollte und dass euch das die Rechtfertigung für Präventivschläge gibt ist absurd. Momentan seid in in jeder Hinsicht die Aggressoren.

  • 5
    günter sagt:

    brennende Autoreifen gegen afd-Parteitage halte ich ür kontraproduktive Aktionen unerfahrener junger genoss(inn)en.
    sowas treibt m.E. der afd nur noch mehr wähler zu, aber treibt keine von ihr weg.
    sowas läßt die rechten am ende in der sicht der Bevölkerung noch als die besseren Demokraten dastehen, denn die afd stürmt ja ihrerseits auch keine Parteitage der dkp oder der Linkspartei, mit dem ziel diese zu verhindern.

    und falls das linke gewesen sind welche die Adressen von denen gehackt haben: auch hier fände ich es sinnvoller, die Adressen von denen in jobkomm und unsozialämtern zu posten, die gezielt wehrlose schwerkranke in den Tod treiben und ärztl. Atteste über lebensgefahr vom tisch wischen (siehe: „todesterror im Wetterauer Sozialamt“). DAS wäre gerechtfertigt. dagegen jeden einzelnen rechten „stellen“ zu wollen verschwendet die marginalen Kräfte der revolutionären linken, die sich vielmehr auf die soziale frage konzentrieren muß, um auch bei wahlen was erreichen zu können. dazu gehört auch, die Interessen isl. Einwanderer nicht über die der „eigenen“ Arbeiterklasse zu stellen. sonst sind alle restlinken Grüppchen bald in der Selbstauflösung.

  • 6
    Dieter sagt:

    Warum verstecken wie die antifa? Mitglieder demokratischer Parteien können ruhig Gesicht zeigen. Warum denn nicht? Ich finde es immer ulkig, wenn ein Haufen schwarz vermummter und randalierender Antifas von „Gesicht zeigen“ faselt.

    Der AfD ist bei dieser Betrachtung unwichtig. Meiner Meinung nach ist der AfD von Bänkstern wie diesem Henkel ins Leben gerufen und wird vom VfS gesteuert. Da muss sich niemand den Kopf zerbrechen. Die werden sich selbst zerlegen, dafür werden die SED-Blockparteien schon sorgen.

    Aber das soll natürlich nicht unseren Blick auf unsere Freunde von indymedia verstellen. Wer selbst zu feige ist offen Gesicht zu zeigen wie die antifa, wer selbst Gewalt, Hass und Terror sät wie die antifa – der sollte schön die Fresse halten, wenn es darum geht andere zu „outen“.

  • 7
    Petra Meyer sagt:

    Linksextremistisch würde ich den Kommentar nennen. Seine schönen Vorurteile lässt man sich doch nicht durch Tatsachen vermiesen. Was die AfD fordert, haben auch schon ganz andere, völlig unverdächtige Rechtsexperten gefordert. Aber bei Ihnen ist jeder ein KZ-Mörder, der mehr Übersicht hat als Sie mit Ihrem Tunnelblick. Demokratie, wozu Meinungsvielfalt gehört, ist für Sie der politische Super-GAU – mir graust vor solchen falschen Gutmenschen. Und Links sind Extremisten kein bischen!

  • 8
    Pedro Amigo sagt:

    Die letzten Listen mit Namen wurden von der NSDAP veröffentlicht. Danach wurde Jagd auf politisch Andersdenkende gemacht. Da diese Listen von LINKEN SEITEN veröffentlicht wurden, frage ich mich,
    wer sind hier die Faschisten .

    • 8.1
      ollinger sagt:

      exakt die gleichen Methoden wie bei der Gestapo und den Nationalsozialisten!
      Beschämend für die Freiheitsliebe!
      LOL

  • 9
    normalo sagt:

    wenn Frau Storch Tag und Nacht überwacht werden muss, sollte man aus der linken Ecke nicht mit Steinen werfen wenn man selbst im Glashaus sitzt.

  • 10
    Umbs sagt:

    Net-News-Express hat mich hierhergebracht.

    Und ich war tatsächlich dabei einen Kommentar auf diesen Schulzeitungskommentar zu schreiben.

    Falsche Spielwiese.

    Veröffentlichung trotzdem falsch. Denn warum das? Darum: Pranger (Mittelalter) und Einschüchterung. Bedrohung und Zwang gegen AfD_Mitglieder.

    Freiheitsliebe? Eher ein Hohnlied auf die Freiheit.

    Venceremos

    • 10.1
      Ollinger sagt:

      Ich bin kein Anhänger von AFD oder Pegida, trotzdem sehe ich das so wie Sie.
      „Freiheitsliebe“ bezieht sich hier wohl nur auf die Linken und deren Interessen.
      Von mir aus können alle Autonome vom „Schwarzen Block“ und Nazis, Skins etc. in ein Stadion zusammen gefercht werden. Dann können sie sich gegenseitig die Köpfe einschlagen und wir „normalen Bürger“
      (weder links noch rechts) sind anschließend befreit von diesen auf beide Seiten radikalen Fanatikern!
      Ich habe das Gefühl, dass die Freiheitsliebe massive Wahrnehmungsstörungen hat.
      Vielleicht doch ein bisschen weniger Grass rauchen???
      Die beste Droge ist ein klarer Verstand!
      LG

  • 11
    WIlli sagt:

    Bitte einmal Beweise für die These:“ Die AfD entwickelt sich immer stärker zu einer völkisch-nationalistischen Partei, die jeglichen demokratischen Boden verlassen hat“ Wie passt das den dazu dass der Parteitag den saarländischen Landesverband wegen Kontakt nach Rechts aufgelöst hat? Wie passt ein AfD-Arbeitskreis Homosexualität ihrer These (in keinem islamischen oder türkischen oder kurdischen Verein in Deutschland gibt es sowas!) Wie passt ein Arbeitskreis der Migranten in der AFD zu Ihrer These? Wie passt die AfD-Forderung nach direkter Demokratie zu Ihrer These? Nein, die Veröffentlichung der Namenslisten dient dazu ,den Mitgliedern Schaden zuzufügen: Sie müssen nun darum bangen, Wohnung oder Arbeitsstelle zu verlieren. Beispiele für berufliche Diskriminierung gibt es ja bereits in Niedersachsen ; NRW und östlichen Bundesländern.
    So machten es ja auch die Nazis: Wann kommen die öffentlich zu tragenden Aufnäher für AfD-Mitglieder? So könnte man sie leicht erkennen , isolieren und z.B anspucken.

  • 12

    […] Quelle: AfD Adressliste geleakt – richtig oder falsch? | Die Freiheitsliebe […]

  • 13
    Michael sagt:

    Ich bin kein AfDist. Aber wer den Boden der Demokratie verlassen hat sind wohl eher Linke und Bundesregierung.

  • 14
    ernst sagt:

    SIPPENHAFT WIE BEI ADOLF.GRATULIERE IHR SCHWACHSINNIGEN.

  • 15
    schlafender Riese sagt:

    Diese selbsternannten Wächter über die Demokratie sind aus meiner Sicht die größten Faschisten. Selbst nichts auf die Reihe bekommen, aber Andersdenkende denunzieren. Kommt mir bekannt vor. Hatten wir das nicht schon mindestens zwei mal in unserem Land? Aus Sicht der denunzierenden Linken dürfte dann das dritte Reich und die DDR also von lupenreinen Demokraten geführt worden sein. Schon lustig, wie schnell ein „echter“ Demokrat zu Faschistischen Methoden greift, wenn es um die Durchsetzung seiner Meinung geht.
    Einfach mal an die eigene Nase Fassen!

  • 16
    schlafender Riese sagt:

    Diese selbsternannten Wächter der Demokratie sind für mich die größten Faschisten. Selbst nichts auf die Reihe bekommen, aber Andersdenkende denunzieren. Kommt mir bekannt vor. Hatten wir das nicht schon mindestens 2 mal in unserem Land? Nach Meinung der denunzierenden Linken dürften dann wohl das dritte Reich und die DDR von lupenreinen Demokraten geführt worden sein. Schon lustig, wie schnell „echte“ Demokraten zu faschistischen Methoden greifen, wenn es um die Durchsetzung der eigenen Meinung geht.

    einfach mal an die eigene Nase fassen!!!

  • 17
    ExLinker sagt:

    Das ist doch nicht wahr!
    Das seit ihr also?
    Ihr wollt andere politisch verfolgen!
    Deren Existenz zerstören?
    Als in einem demokratischen Dialog zu treten!
    Eure Art, schreckt Wähler ab!
    Und, es sind verunsicherte Menschen, Protest Wähler, und verdrossene , auch welche, die euch einen Denkzettel geben wollen, die die Afd wählen.
    Nicht alle sind Nazis!
    Wie dumm seit ihr!?!?!
    Was seit ihr?
    Nicht besser als die Faschisten!!!!!

  • 18
    Klöber sagt:

    Was soll denn der Beitrag. Ich bin empört, hier sind bereits Personen von der Liste angerufen oder per Mail bedroht worden. So etwas gutzuheissen heisst Faschismus gutzuheissen.
    Die AfD in diese Ecke zu stellen kann wohl nur einem einfallen der selbst linksextrem ist.

    „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der
    Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus»
    Ignazio Silone (1900-1978)

  • 19
    Gudrun K. sagt:

    Wenn ich solch einen schwachsinnigen Beitrag wie den von Daniel Kerekes lese, muss ich mich schämen, dass ich der Linken mal meine Stimme gegeben habe.
    Keine Panik, das kommt nie wieder vor!

  • 20
    günter sagt:

    in meinem beitrag nr 5 hatte ich vorausgesagt, daß die gewalttätigen Aktionen gegen den afd-Parteitag den rechten nur weitere wähler zutreiben, aber keinen von ihr wegbringen werden. es wollte wiedermal kein linker verstehen. und schon wieder habe ich rasch behalten:
    von meiner voraussage bis heute (1 Woche?) ist die afd in den Umfragen schon wieder um 2% gestiegen!
    wann wird man je verstehen? hieß es mal in einem alten anti-kriegs lied (sagt mir wo die Blumen sind).

  • 21
    René sagt:

    Der Artikel lässt mich mit Rätseln zurück.

    Die Frage zu Beginn lautet: Wie sollte man das Datenleck bewerten? Um nach viel Geplänkel gibt es dann einen Rückzieher, dass es nicht Aufgabe für „kritischen Journalismus“ ist, es zu bewerten? Damit ist der Artikel wertlos.

    Ich versuche mal das mit der Bewertung: Das Datenleck an sich ist cool („Guck mal, der AfD wurden Daten entwendet“). Dieser Pranger mit dem Veröffentlichen dieser Listen ist dagegen peinlich.

  • 22
    Thomas sagt:

    Da gibt es das Bundesdatenschutzgesetz. Darin ist recht klar geregelt, was man darf und was man nicht darf. Das Publizieren politischer Gesinnung mit personenbezogenen Daten in Listenform fällt definitiv nicht unter die Dinge, die man locker vornehmen darf. Wollen wir einmal hoffen, dass diese Infos zumindest aus öffentlichen Quellen zusammengesucht waren, sonst war bereits der Besitz der Daten eine Straftat. Da braucht man dann auch keine Sinnhaftigkeit diskutieren, es sei denn man stellt sich über das Gesetz.

    Bei solchen Themen finde ich es immer einfach und gut, kurz den Sachverhalt zu spiegeln: „Der konservative Ortverein Klein-Irgendwo publiziert die Liste von 2.000 Antifa-Mitgliedern inkl. E-Mail und Adresse. [Anschließend können sich dann Rechtsradikale mit den Infos austoben…]“

    Wäre auch nicht so toll oder? Aber inhaltlich und gesetzlich 1:1 das gleiche. Damit sieht man doch gleich, dass das gar nicht okay sein kann. Egal ob links, rechts, oben oder unten.