Argentinien beschließt Vermögensabgabe – Deutschland sollte dem folgen!

6. Dezember 2020 - 16:32 | | Wirtschaft | 0 Kommentare

Als erstes Land der Welt hat Argentinien und seine linkssozialdemokratische Regierung mit der Einführung einer Vermögensabgabe für die Reichsten auf die sozialen Verwerfungen in Folge der Corona-Krise reagiert. Diese wird von ca 12.000 Menschen bezahlt werden müssen und dürfte dem Staat etwa 3 Milliarden Euro bringen, Deutschland sollte sich daran ein Beispiel nehmen.

Ab einem Vermögen von 200 Millionen Pesos (ca 2. Millionen Euro), wird eine gestaffelte Vermögensabgabe eingeführt, gezahlt wird diese für jeden Peso-Vermögen über 200 Millionen. Beginnend mit 2% wird die Vermögensabgabe mit steigendem Vermögen auf bis zu 3,5% für Vermögen im Inland und bis zu 5,25% Vermögensabgabe für Vermögen im Ausland erhöht. In Deutschland fordert die Linke ähnliche Abgaben allerdings mit deutlich größeren Abgaben für die Superreichen in diesem Land. In einer Studie, die von der Linksfraktion im Bundestag in Auftrag gegeben wurde, wurde durchgerechnet was ein solches Modell bringen würde:

Das von der Fraktion DIE LINKE favorisierte Modell würde die oberen 0,7 Prozent der erwachsenen Bevölkerung mit einem privaten Nettovermögen (Vermögen abzüglich Verbindlichkeiten) von zwei Millionen Euro bzw. fünf Millionen Euro bei Betriebsvermögen mit einer einmaligen Abgabe belasten. Die Abgabe soll linear progressiv auf 30 Prozent ab 100 Millionen Euro aufwachsen.

Studie der Linksfraktion

Die Abgabe soll über einen Zeitraum von 20 Jahren getilgt werden können und würde auf einen linear-progressiven Anstieg setzen, wodurch Milliardäre sowohl prozentual als auch absolut deutlich mehr zahlen würden als eine Person mit einem Vermögen von 5 Millionen Euro. Die erhofften Einnahmen liegen bei ca. 310. Milliarden Euro und damit deutlich höher als in Argentinien, was auch an den deutlich höheren Vermögen in Deutschland liegt, dies beträgt in Deutschland aktuell 12 Billionen Euro, davon liegen 3,8 Billionen bei dem Reichsten einen Prozent. Diese Gruppe der Superreichen, die während der Krise weltweit sogar noch deutlicher reicher geworden ist, wäre es die in Deutschland die Vermögensabgabe zu zahlen hätte, dadurch würden sie weder ihren Luxus aufgeben müssen geschweige denn verarmen, wie es von neoliberaler Seite immer wieder heißt. Vielmehr würden sie unglaublich reich bleiben, auch nach einer Abgabe zur Absicherung der Sozialsysteme.

Ob ein solche Abgabe mit der aktuellen Bundesregierung kommt darf allerdings bezweifelt werden, was weniger an der SPD liegt, die sie befürwortet, sondern an der CDU, die sieh vehement ablehnt.

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Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
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