Teil 2: Kapitalistische Produktionsweise und Grüner Kapitalismus

27. Mai 2020 - 16:11 | | Politik | 0 Kommentare

Nachdem in Teil 1 unserer Reihe zum Grünen Kapitalismus klar gemacht wurde, wie in der aktuellen Situation verschiedene Ungleichheitsformen (soziale Ungleichheit, gender, globales Nord/Süd-Verhältnis und Rassismus) mit der Klimakrise zusammenhängen und verstärkt werden, widmet sich Teil 2 nun dem Konzept des Grünen Kapitalismus. Zunächst wird kurz die kapitalistische Produktionsweise erklärt, um anschließend die Konzepte verstehen zu können.

Karl Marx analysierte den Kapitalismus in seinen Werken detailliert und gewinnbringend, worauf sich viele Wissenschaftlerinnen, Wissenschafterl und Menschen bis heute beziehen und neue Schlüsse ziehen.[1] Er hat einiges zur Definition der kapitalistischen Produktionsweise beigetragen. Daher wird in diesem Kapitel der Kapitalismus aus marxistischer Sicht erläutert.

Im Kapitalismus ist die Gesellschaft nach Marx und Engels in zwei antagonistische Klassen unterteilt.[2] Getrennt werden sie durch die Verteilung des Eigentums. Während die Bourgeoisie über die Produktionsmittel verfügt, also die Gesamtheit der für die Produktion benötigten Materialien wie beispielsweise Boden, Ressourcen und Werkzeuge umfasst, bleibt allen davon Ausgeschlossenen (den Arbeiterinnen und Arbeitern) nur die Möglichkeit, ihre Arbeitskraft zu verkaufen.[3] (vgl. MEW 23, 559, vgl. auch Callinicos 2011, S. 116).