Protest gegen Umweltzerstörung – RWE rote Karten zeigen

21. April 2018 - 12:00 | | Politik | 0 Kommentare

RWE ist eine der größten deutschen Energiekonzerne und der vehementesten Befürworter der Nutzung von Braunkohle in Deutschland. Am kommenden Donnerstag, dem 26.April, dem Jahrestag der Katastrophe  von Tschernobyl, findet die Hauptversammlung des Konzerns in Essen statt, dagegen will ein breites Bündnis aus Umweltverbänden Protest organisieren und RWE die rote Karte zeigen.

Im Aufruf des Bündnisses, das unter anderem vom  BUND, NABU und Attac Köln unterstützt wird heißt es: „Am 26. April 2018, dem Jahrestag von Tschernobyl, findet in Essen die Hauptversammlung von RWE statt. Eine gute Gelegenheit, um uns Gehör zu verschaffen und zu zeigen, dass der Widerstand gegen RWE immer stärker wird!“

Das Unternehmen selbst versucht sich dagegen in Deutschland als klimafreundlich darzustellen, doch gehört es zu denjenigen Unternehmen, welche den entschiedensten Widerstand leisten gegen eine Festlegung eines Datums für den Ausstieg aus der Braunkohle. Ein Blick auf die von RWE betriebenen Kraftwerke, zeigt warum das Bündnis gegen  dieses Unternehmen protestieren will. Drei der fünf Kraftwerke mit dem größten CO2-Ausstoß in Europa (Niederaußem, Neurath und Weisweiler) liegen in Nordrhein-Westfalen, wo auch die Hauptversammlung stattfindet, sie werden alle von RWE betrieben.

Viele Gegner hat RWE auch durch dem Festhalten an der Abholzung des Hambacher Forstes erhalten. Der einst 5000 Hektar große Mischwald ist inzwischen auf ein Zehntel seiner einstigen Größe geschrumpft, Ursache für diese Entwicklung sind Rodungen. Die Rodungen in dem in den den 70er Jahren von RWE erworbenem Wald, werden durchgeführt um die darunter liegende Kohle zu fördern. Aktivistinnen und Aktivisten, die sich dem entgegenstellen und die Bäume besetzen, werden von dem Unternehmen kriminalisiert.  Weniger im Fokus des Aufrufs der Umweltorganisationen steht dagegen der geplante Abbau von 5000 Stellen bei dem Tochterunternehmen Innogy.

Die Proteste gegen die Hauptversammlung finden am 26.04 ab 08:30 vor der Grugahalle in Essen statt.

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Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
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