Gewalt gegen Frauen ist ein Problem, immernoch!

Heute, am 25. November jährt sich der „internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“. Ein Tag, dessen Bedeutung immernoch unterschätzt wird, dabei ist Gewalt gegen Frauen kein Problem der Vergangenheit, sondern leider immernoch traurige Gegenwart, auch in Deutschland.

Dieser Aktionstag geht zurück auf die Ermordung der Schwestern Mirabal im Jahr 1960, die einer revolutionären Bewegung in der Dominikanischen Republik angehörten und gegen die faschistische Militärregierung kämpften. 1981 deklarierten lateinamerikanische Frauen diesen Tag ihrer Ermordung als Tag des Widerstands gegen die Gewalt an Frauen. International wird dieser Tag begangen, denn es gibt keine Gesellschaft ohne Gewalt gegen Frauen, wobei die Unterschiede allerdings extrem hoch sind.

Dass das Thema auch die deutsche Gesellschaft betrifft wird deutlich nach einem Blick auf die Statistiken. In Deutschland erleiden 35 Prozent der Frauen in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) geht davon aus, dass die Dunkelziffer sogar noch höher ist.. Die Gewalttaten verursachen schwere und nachhaltige gesundheitliche Schäden bei den Opfern.

„Körperliche, sexuelle und psychische Gewalt gegen Frauen ist eine gravierende Menschenrechtsverletzung. Wir begrüßen deshalb das Vorhaben von Bundesjustizminister Heiko Maas, die Gesetzeslücken für von Vergewaltigung betroffene Frauen zu schließen. Zudem ist es erforderlich, das Gesetz gegen den sexuellen Missbrauch von Menschen zu reformieren, die keinen Widerstand leisten können. Denn sexuelle Handlungen, die nicht einvernehmlich erfolgen, müssen grundsätzlich unter Strafe stehen“, erklärt SoVD-Bundesfrauensprecherin Edda Schliepack aus Anlass des Aktionstages gegen Gewalt an Frauen am 25. November, des vergangenen Jahres.

Proteste gegen Frauenunterdrückung

Während in Deutschland die Debatte über Gewalt gegen Frauen, Sexismus und Diskriminierung nur noch selten geführt wird, gibt es in anderen Ländern erfolgreiche Bewegungen. So gingen am 3. Juni 300.000 Menschen in Argentinien auf die Straße um gegen Gewalt an Frauen und für besseren Schutz zu protestieren. Die Bewegung wurde dabei nicht nur von Basisorganisationen unterstützt, sondern auch von der inzwischen abgewählten Ministerpräsidentin Kirschner oder dem Fußballstar Messi.

Erst wenige Wochen ist es her, dass auch in Spanien Hundertausende auf die Straßen gingen um gegen sexuelle Gewalt zu protestieren. In Deutschland gibt es momentan keine größeren Bewegungen gegen Gewalt an Frauen, weswegen auch in immer mehr Bundesländern die Budgets der Frauenhäuser gekürzt.
In verschiedenen Städten gibt es heute Demonstrationen gegen Gewalt an Frauen, unter anderem in Köln ab 18 Uhr am Bahnhofsvorplatz unter dem Motto „Wir fordern die Nacht zurück“.

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3 Antworten

  1. Und wieder mal das Märchen von der allgemeinen „Frauenunterdrückung“.

    Frauen sind Opfer, Opfer, Opfer, Opfer… heißt es seit Jahrzehnten. Dabei weiß jeder, der es wissen will, dass Frauen gegen ihre eigenen Männer und Kinder mindestens genauso gewaltätig sind, wie die Männer. Aber solche Informationen stören wohl die Komfortzone und die gewollte Jammerei.

    Ihr spaltet mit diesen Lügenmärchen die Geschlechter in Täter und Opfer und macht so Frauen und Männer schwächer. Die Frage ist, ist das Absicht oder Dummheit ???

  2. Was ist das besondere an Gewalt gegen Frauen? Gewalt gegen andere Menschen (Männer, Kinder) ist ebenfalls alltäglich. Weshalb kämpfen Sie für diese Bevölkerungsgruppe nicht?

  3. Die Statistik sagt ohne Vergleichszahl nichts aus. Man kann aus „35% aller Frauen werden in ihrem Leben Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt“ nicht schließen, daß Frauen als Gruppe besonders negativ von Gewalt betroffen wären, solange nicht bekannt ist, wie hoch die Prozentzahl bei Männern ist. Ich halte einen Wert von 1/3 irgendwann im Leben sogar als recht niedrig.
    Außerdem macht obige Statistik keinerlei qualitative Aussagen.
    Wenn z.B. (Achtung, willkürliche Zahlen!) bei 1000 Körperverletzungen 900 Frauen die Opfer und bei 10 Morden jedoch 9 Männer, kann man dadurch nicht schließen, daß Frauen besonders von Gewalt betroffen wären, weil sie ja mehr sind.
    Schlußfolgerung: eine so allgemeine Statistik ohne Vergleichszahl ist offenkundiger Unsinn.

    ansonsten: sehr schönes Blog, lese Dich / Euch sehr gerne.

    schönes Wochenende
    megatherium

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