GEGENDARSTELLUNG zu: Kritik des Rubikon in der Corona-Krise

9. April 2020 - 14:44 | | Politik | 5 Kommentare

Am Dienstag veröffentlichte Die Freiheitsliebe einen Artikel von Florian Kirner (aka Prinz Chaos) mit dem Titel: Kritik des Rubikon in der Corona-Krise. Florian kritisiert dort den Umgang des Online-Magazins Rubikon, welches er 2017 mitgründete, mit der gegenwärtigen Corona-Krise.

Gestern erreichte uns eine Mail vom Herausgeber und Kopf des Rubikon, Jens Wernicke, mit der Aufforderung zur Veröffentlichung einer Gegendarstellung der Rubikon-Redaktion. Wernicke begann seine Mail mit den Worten: „Ihr solltet achtgeben, dass ihr keine Falschdarstellungen druckt, das kann teuer werden.“ Ob der letzte Teilsatz als offene Drohung zu verstehen sei, mögen die kritischen Freiheitsliebe-Leserinnen und -leser bitte selbst beurteilen.

Hier nun die Gegendarstellung:

Gegendarstellung der Redaktion des Rubikon: Die hier dargestellte Perspektive weist erhebliche Mängel auf. Konkret: Wir haben Florian Kirner für seinen Impuls gedankt und ihn ermutigt, diesen Artikel zu überarbeiten und um Argumente ergänzt jederzeit im Rubikon zu veröffentlichen. Da er dies nicht tat, kam eine Veröffentlichung leider nicht zustande; diese Entscheidung hat allein er zu verantworten. Wissenschaftliche Fakten wurden ebenso wie Argumente nicht gewürdigt – wir aber machen keine Yellow Press, die sich der Realität verweigert.“

Über den Autor

5 Kommentare

  • 1
    pcarbeiter says:

    Hmm… ich kommentiere mal besser nicht ausführlich, mir fehlt ja das Geld für nen Anwalt.
    Aber, um diesem Ton gerecht zu werden, entferne ich mal sicherheitshalber Links zu Rubikon aus meinen Listen, Sammlungen und evtl. Beiträgen. Nicht, dass ich irgendwo mehr als acht Wörter zitiere und mir die freundliche Redaktion bald das neue Leistungsschutzrecht um die Ohren haut – das scheint ja bei der derzeitigen Stimmung ja gar nicht mehr so abwegig 😉
    Würde ich auch allen empfehlen, zumindest, bis sich die Gemüter wieder ein wenig beruhigt haben 🙂

  • 2
    Volker Bräutigam says:

    Eine Redaktion – auch die des Rubikon – sollte wissen, dass ein Gegendarstellungsbegehr an formale Voraussetzungen gebunden ist und Regeln zu beachten hat: „Falsch ist die Behauptung, dass … Richtig ist hingegen, dass…“
    Die Zuschrift ist presserechtlich untauglich.
    Journalistisch gesehen ist sie eine Flegelei.
    Dieser Stil verbietet sich unter Kollegen. Bei Aussagen wie „das kann teuer für dich werden“ ist nicht nur zu bewerten, wie sie gemeint sind, sondern auch, wie sie verstanden werden können bzw. müssen
    Zum Streitgegenstand: Der Versuch, dem Jens Wernicke als Guru der neuen Sekte „Covid-19 ist wie Vanillepudding“ mit Argumenten zu begegnen, verbietet sich mangels rationaler Diskussionsgrundlage, sofern man nicht an einen Kabarettbeitrag denkt.
    Wie also hätte man mit seiner „Gegendarstellung“ umgehen sollen?
    Es sei an Johannes Brahms erinnert, der einem Kritiker auf eine vergleichbare Unverschämtheit antwortete:
    „Ich sitze hier im kleinsten Zimmer meiner Wohnung. Noch habe ich dein Schreiben vor mir. Gleich werde ich es hinter mir haben.“

  • 3
    v.braeutigam@googlemail.com says:

    Eine Redaktion – auch die des Rubikon – sollte wissen, dass ein Gegendarstellungsbegehr an formale Voraussetzungen gebunden ist und Regeln zu beachten hat: „Falsch ist die Behauptung, dass … Richtig ist hingegen, dass…“
    Die Zuschrift ist presserechtlich untauglich.
    Journalistisch gesehen ist sie eine Flegelei.
    Dieser Stil verbietet sich unter Kollegen. Bei Aussagen wie „das kann teuer für dich werden“ ist nicht nur zu bewerten, wie sie gemeint sind, sondern auch, wie sie verstanden werden können bzw. müssen
    Zum Streitgegenstand: Der Versuch, dem Jens Wernicke als Guru der neuen Sekte „Covid-19 ist wie Vanillepudding“ mit Argumenten zu begegnen, verbietet sich mangels rationaler Diskussionsgrundlage, sofern man nicht an einen Kabarettbeitrag denkt.
    Wie also hätte man mit seiner „Gegendarstellung“ umgehen sollen?
    Es sei an Johannes Brahms erinnert, der einem Kritiker auf eine vergleichbare Unverschämtheit antwortete:
    „Ich sitze hier im kleinsten Zimmer meiner Wohnung. Noch habe ich dein Schreiben vor mir. Gleich werde ich es hinter mir haben.“

  • 4
    Micha R.B. says:

    Ich verfolge mit großem Interesse diese Diskussionen
    Die Kommentare sind gar meist noch viel interessanter. 🙂

    Ich möchte an dieser Stelle mal eine Kritik zum obigen Beitrag anbringen.
    Diese Gegendarstellung wird verkürzt dargestellt und macht mit der Bemerkung:
    *…mögen die kritischen Freiheitsliebe-Leserinnen und -leser bitte selbst beurteilen.*
    sich durch sticheln nicht glaubwürdiger.

    Der Zitierte Satz vom Rubikon:
    „Ihr solltet achtgeben, dass ihr keine Falschdarstellungen druckt, das kann teuer werden.“
    bezieht sich auf was bitte?

    *Wir haben Florian Kirner für seinen Impuls gedankt und ihn ermutigt, diesen Artikel zu überarbeiten und um Argumente ergänzt jederzeit im Rubikon zu veröffentlichen.**
    Welche Argumente ? Würde mich interessieren.

    Wie soll ich hier eine eigene Meinung bilden wenn der Schriftverkehr nicht im Original sondern nur gestückelt hier abgedruckt wird?
    Die Meinung und Kommentare Dritter sind als Ergänzung zu sehen und haben zwischen den Zeilen nichts zu suchen.

  • 5
    The Joker says:

    Florian Kirner hat voll ins Schwarze getroffen.
    Dieser Herr Wernicke war vielleicht mal links. Aktuell verharmlost er die Corona-Gefahr. Auch wird bei Rubikon von einem Jens Bernert der rassistische Hintergrund der Morde von Hanau geleugnet.
    Wernickes Drohungen erinnern an verzweifelte Abmahnanwälte oder den AfD-nahen Ralf Höcker.