Kritik des Rubikon in der Corona-Krise

7. April 2020 - 12:00 | | Politik | 81 Kommentare

Weite Teile des digitalen, alternativen Mainstreams sind in Anbetracht der Corona-Krise auf die gleiche Linie eingeschwenkt. Demnach haben wir es mit einem Staatsstreich zu tun, der den neuen Faschismus einführt. Covid-19 selbst sei dagegen „nicht schlimmer als die Grippe“ oder gar: „ein Fake“. Rubikon ist unter der energischen Führung seines Herausgebers Jens Wernicke federführend für diese Linie. Florian Kirner findet sie verantwortungslos und kritisiert, dass alles, was wir dem Mainstream-Journalismus vorwerfen, nun auch im Bereich der „alternativen“ Medien zu beobachten ist.

„Die Welt hat Männerschnupfen.“ So fasst ein Autor des Rubikon die Gefährlichkeit des Corona-Virus zusammen. Männerschnupfen, das ist also dieser scherzhafte Ausdruck für die selbstmitleidige Hysterie, die die Herren der Schöpfung bei jeder noch so harmlosen Erkältung befällt.

Wer ist der Mann, der dies so schreibt? Was qualifiziert ihn zu dieser Aussage? Ist er Mediziner? Virologe? Epidemiologe? Hat er nennenswerte wissenschaftliche Kenntnisse in für die Corona-Einschätzung relevanten Fachgebieten?

Nun, es handelt sich um einen Studenten der Politologie und der Theaterwissenschaften. Auf meine kritische Nachfrage erfahre ich, er habe sich allerdings „bereits seit Wochen“ mit dem Thema beschäftigt, und zwar: „intensiv“.

In einem neuen Video-Gespräch des Rubikon erfahren wir: „Vermutlich handelt es sich dabei um eine ziemlich normale grippale Infektion.“ Der, der diese Einschätzung tätigt, ist Kulturwissenschaftler und Theaterdramaturg. Inzwischen äußern sich im Rubikon auch Realschullehrer und gelernte Elektriker zu virologischen Fragen.

Alle schreiben über alles

Nun war und ist die „Expertokratie“ des bürgerlichen Mainstreams mit guten Gründen seit vielen Jahren ein Kritikpunkt. Immer wieder werden aus mitunter unklaren Gründen Interviewgäste zu „Experten“ erklärt und sodann mit der Autorität ausgestattet, uns etwa die Lage in Syrien zu erklären. Die Erklärungen dieser „Experten“ fügen sich dann in der Regel passgenau in die Bedürfnisse der herrschenden Politik – damit einhergeht üblicherweise ein Gestus, der die „normalen Zuschauer“ entmündigt: hier der Experte, der alles weiß und dessen Urteil unfehlbar ist – dort die Medienkonsumenten, unbedarfte Meinungsempfänger.

Jene ziemlich chaotische Ansammlung digitaler Sender im deutschsprachigen Internet, die ich den „alternativen Mainstream“ nenne, hat auf diese Expertenhuberei reagiert. Wie?

Die digitale Medienlandschaft hat dabei typischerweise einen Schritt vor und zwei zurück gemacht. Der Schritt nach vorne besteht in der Selbstermächtigung, sich mit seiner eigenen Auffassung ohne falsche Scham zu Wort zu melden. Die zwei Schritte zurück sind erstens, dass dies allzu oft auch ohne die nötigen Kenntnisse geschieht – und zweitens auf einem journalistischen Niveau, das eher einer Schülerzeitung gleicht, wo Mittel- und Oberstüfler ungebremst ihre Statements raushauen dürfen.

Und so schreiben alle über alles. Sicher, das ist allgemein ein Zug der Öffentlichkeit in Zeiten des Internets. Man ist ja schon als durchschnittlicher Facebook-User nahezu gezwungen, sich zu der jeweiligen Sau zu positionieren, die aktuell durchs mediale Dorf getrieben wird. Und so hat man dann auf das Attentat auf die Redaktion von Charlie Hebdo zu reagieren und Charlie zu sein, hat eine Haltung zur Wirkung des CO2 in der Atmosphäre zu haben – derzeit muss man eben Fachkenntnisse in Sachen Virologie simulieren.

Ich teile deshalb an dieser Stelle mit: Ich kann die Gefährlichkeit und die virologischen Eigenschaften des Corona-Virus meinerseits leider nicht einschätzen. Und überraschenderweise werde ich das genau deshalb auch in diesem Text nicht tun. Aus meinem eigenen, ganz anders gelagerten Fachgebiet – ich bin Historiker – weiß ich schließlich, was dabei herauskommt, wenn Leute, die sich „nun schon mehrere Wochen intensiv“ mit einem geschichtlichen Thema beschäftigt haben, glauben, unstrittige Ergebnisse der Geschichtswissenschaft so nebenhin über den Haufen werfen zu können.

Allerdings gebe ich mein Befremden zu Protokoll, in welcher Ausgelassenheit Theaterwissenschaftsstudenten und Kulturwissenschaftler im Rubikon dieser offenbar übertriebenen Zurückhaltung entraten. Sie und viele andere Autoren dieses Magazins machen vielmehr weitreichende Aussagen zu einem neuartigen Virus zur Grundlage ihrer noch weiter reichenden Analysen und Forderungen.

Verantwortung und Redlichkeit

Man verzeihe mir nun diesen sehr langweiligen Hinweis: aber mir persönlich wird flau im Magen, wenn ich an die Möglichkeit denke, dass diese Einschätzung des Virus sich demnächst als grundfalsch herausgestellt haben sollte.

Selbstverständlich bin ich nun nicht blind für die diversen Süppchen, die auch auf diesem Krisenherd gekocht werden. Wir leben im Katastrophenkapitalismus und die aktuell Herrschenden sind Virtuosen darin, jedes Desaster für eine weitere Verschiebung der Machtverhältnisse zu ihren Gunsten zu nutzen. Staatliche Übergriffe und fatale massenpsychologische Effekte der Corona-Krisenreaktion, die Machenschaften einzelner Akteure, der Pharma-Industrie, der Massenmedien und des Sicherheitsstaates zu attackieren – das ist nun ganz und gar nicht der Punkt, den ich kritisiere. Das ist vielmehr die Aufgabe jedes Journalisten und auch speziell des Rubikon, der ja für diese Zwecke gegründet wurde.

Das Problem ist, dass diese Kritik nicht stärker, sondern schwächer wird dadurch, dass sie aus einer Haltung heraus vorgenommen wird, die den Virus selbst zu einer Petitesse erklärt, oder, wie Jens Wernicke dies in einer Massenemail tut (und wie es unzweifelhaft seiner Auffassung entspricht): zu einem Fake oder Hoax. Zitat Wernicke:

„Nach mehrtägiger Recherche der Gesamtumstände steht für mich fest: es ist ein Fake, und das werden wir bald auch belegen können.“

Nun ist zweifellos auch Jens Wernicke zu dieser Aussage ausgesprochen befähigt. Hatte er, der diplomierte Kulturwissenschafter, zu diesem Zeitpunkt immerhin eine „mehrtägige Recherche“ hinter sich gebracht.

Ich frage mich und frage Jens Wernicke und frage die Leserinnen und Leser dieses Magazins: Ist das wirklich eine ausreichende Grundlage, die Verantwortung auf sich zu nehmen, in einer medizinischen Frage öffentlich Entwarnung, Fake und Hoax zu blasen? Wäre eine vorsichtigere Haltung nicht wesentlich angemessener – und auch eine überzeugendere Basis für die Kritik der zweifellos stattfindenden Herrschaftsexzesse?

Ein Virus, das die Welt in Atem hält – und Scharlatane im Internet zu allerlei Unsinn inspiriert. Based on CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM, Wikimedia Commons (Virus), published under public domain; and mehmet canli, Flickr, licensed under CC BY-SA 2.0; mash-up by Jakob Reimann, Die Freiheitsliebe.

Pandemien im 21. Jahrhundert

Ich möchte mich nun meinerseits dem Virus selbst nähern, tue dies aber aus der Sicht meines Fachgebiets, eben der Geschichtswissenschaft und der zeitgenössischen Politik.

Abseits der konkreten Gefährlichkeit von Covid-19, die ich nicht einschätzen kann, ist meines Erachtens offenkundig, dass und warum die Gefahr globaler Pandemien laufend steigt.

Wir sind nahezu acht Milliarden Menschen auf der Welt. Die in den letzten drei Jahrzehnten entstandene Siedlungsstruktur unserer Spezies ist von der Konzentration gigantischer Menschenmassen auf sehr engem Raum geprägt. So hatte kaum jemand je von „Wuhan“ gehört. Wie sich jetzt herausstellt, beherbergt der Ballungsraum Wuhan aber eine zweistellige Millionenzahl Menschen.

Schon dies ist und war historisch typischerweise eine Grundlage katastrophaler Seuchen: ein schnelles, unkontrolliertes Städtewachstum.

Hinzu kommt eine nie dagewesene Mobilität – von Tourismus über Geschäftsreisen und Fluchtwellen bis hin zu einem globalen Warentransport unvorstellbarer Ausmaße. Hierbei werden nicht nur kulturelle Erfahrungen, Dienstleistungen und Produkte ausgetauscht, sondern ebenso Flora (Neophyten), Fauna und selbstverständlich auch Bakterien und Viren.

Sauberkeit = Hygiene?

Gleichzeitig darf man sich über den Allgemeinzustand der öffentlichen Hygiene keine Illusionen machen. Schon im steril-spießigen Deutschland ist die Kultur des regelmäßigen Händewaschens vor Corona nicht mehr sehr verbreitet gewesen. Die sanitäre Situation in der sinkenden Stadt Jakarta oder in den Slums von Kalkutta oder Mexico City wird gefährliche Viren erst recht nicht abschrecken. Und wie soll dort „soziale Distanz“ praktiziert werden?

Zudem sollte man „optische Sauberkeit“ nicht mit Sterilität und Hygiene verwechseln. Ein Flughafen ist rein optisch wunderbar sauber. Er ist trotzdem eine Virenschleuder, die täglich von Zehntausenden durchlaufen wird. In einem Krankenhaus gibt es keine Spinnweben, alle Gänge sind gewischt und ständig wird desinfiziert. Multiresistente Keime fühlen sich dort trotzdem pudelwohl.

Hinzu kommen Fragen nach dem gesundheitlichen Gesamtzustand der Menschheit im Viel-zu-spät-Kapitalismus. Neben Umweltgiften ist hier vor allem die Qualität der Ernährung zu untersuchen – während die Zustände in der Massentierhaltung eine einzige Mutationsparty aller erdenklichen Viren garantieren, sowie eine wachsende Gefahr, dass diese auf den Menschen überspringen.

Kurzum, dass Pandemien in unserer heutigen Weltgesellschaft wahrscheinlicher werden, sollte keine strittige Frage darstellen. Davon abgesehen sind Seuchen quer durch die Menschheitsgeschichte vorgekommen, wann immer sich diese Spezies massenhaft auf Reisen begeben und gleichzeitig in rasch anwachsenden Agglomerationen konzentriert hat.

So brachten die spanischen Eroberer die Pocken nach Amerika – und die Syphilis zurück nach Europa. Die Pest wiederum wäre kaum denkbar gewesen, ohne das rasche Städtewachstum in der Gotik und die ansteigende Mobilität nicht nur von Menschen, sondern auch von Flöhen, Ratten, Bakterien und Viren durch Handel, Krieg, Seefahrt, Kreuz- und Pilgerzüge.

Journalistisches Ethos

Damit ist, ich wiederhole es, über die konkrete Gefährlichkeit eines konkreten Virus noch nichts ausgesagt. Und ich werde dazu auch nichts sagen. Noch einmal: Mir fehlt dazu jegliche Fachkenntnis und das lässt sich weder durch „mehrtägige Recherche“ noch durch eine „intensive Beschäftigung“ von „vielen Wochen“ mal eben so beheben.

Wenn wir aber zur Frage des journalistischen Ethos zurückkehren, stellt sich die Frage, welche Verantwortung man als Journalist für die möglichen Wirkungen des Geschriebenen auf die öffentliche Gesundheit und auf die spezielle Gesundheit seiner eigenen Leser und deren Umgebung hat.

Rubikon agiert hier aus meiner Sicht verantwortungslos. Die Grundhaltung, dass dieser Virus eben ein Fake, eine Hoax, eine Grippe oder harmloser als eine Grippe sei, scheint überall durch. Sich in einer substanziellen Weise zu Fragen der Seuchenprävention zu äußern, halten die allerwenigsten Autoren für nötig. Wer nur Rubikon liest, sieht sich nicht einmal dazu veranlasst, sich öfter als üblich die Hände zu waschen.

Mich wundert das. In meinem eigenen Verhalten befolge ich die Ratschläge jener Virologen und Ärzte, die den Virus für sehr gefährlich halten, obwohl ich mir, wie gesagt, über die Gefährlichkeit von Covid-19 keineswegs ein unzweifelhaftes Bild zu machen imstande bin. Ich sorge auch in meinem alltäglichen Umfeld dafür, dass hygienische Vorsichtsmaßregeln konsequent beachtet werden.

Gleichzeitig schaue ich mir natürlich auch die Argumente der Kritiker an. Ich bin Staat und Pharma-Industrie nicht plötzlich treu ergeben. Ich finde das Potential des Seuchen-Notstands als Methode der präventiven Aufstandsbekämpfung beängstigend. Die zahlreichen Versuche, die Situation zu großen und kleinen Machterweiterungen zu nutzen, sehe ich ebenso klar wie die Euphorie der Pharma-Riesen, die das Geschäft des Jahrtausends wittern.

Aber die evident steigende Wahrscheinlichkeit globaler Pandemien in der Weltgesellschaft des 21. Jahrhunderts, meine Sorge um die Alten und bereits gesundheitlich Geschwächten sowie die Erkenntnis meiner eigenen, mangelnden fachlichen Befähigung verbieten mir kategorisch, diese notwendige Ebene der Kritik zu bespielen, ohne gleichzeitig und mindestens so deutlich für maximale Vorsicht und verantwortungsbewusstes Verhalten zu plädieren.

Pluralismus oder Rudel?

Nun hängt die Einschätzung der staatlich verordneten Maßnahmen zweifellos an der Frage, wie gefährlich Covid-19 denn nun wirklich ist. Ich bin sehr dafür, das zu diskutieren. Idealerweise sollte dies nicht Historikern, Elektrikern und Kulturwissenschaftlern anheim gestellt sein.

Freilich kommen in den „alternativen“ Medien und im Rubikon auch Experten zu Wort. Wolfgang Wodarg beispielsweise ist zweifellos ein Kenner der Materie. Ihm dies abzusprechen und den ganzen Mann als Spinner abzutun, ist wiederum eine widerliche Methode des alten Mainstreams, unliebsame Stimmen zum Schweigen bringen zu wollen.

Ich bin nun nicht dafür, dass Wodarg und Co. schweigen sollen. Was aber haben wir von diesem alten, verachteten, bürgerlichen Mainstream immer eingefordert? Was haben wir behauptet, sehr viel besser zu machen in den neuen Medien? Ging es da nicht um eine Debattenkultur, die unterschiedliche Positionen zulässt? Haben wir uns nicht auf die Fahne geschrieben, inhaltlichen Pluralismus zu ermöglichen, während die anderen Medien stromlinienförmig auf Herrschaftslinie sind? Gleichgeschaltet? Uniform? Gekauft?

Wenn ich mir die aktuelle Nachrichtenlage ansehe, kann ich nur feststellen: Der Vorwurf des Rudeljournalismus trifft auf die „alternativen Medien“ zu 100 Prozent zu. Man hatte einen schnellen Verdacht, der sehr gut ins ohnehin vorhandene Weltbild passte, hat einige Fachleute gefunden, die diese Auffassung stützen – und anstatt nun eine plurale, kontroverse Debatte zu organisieren, werden diese Fachleute reihum durch die digitalen Plattformen gereicht.

Wodarg bei Rubikon, Wodarg bei KenFM, Wodarg bei RT, Wodarg bei Nuoviso, Wodarg bei Eva Hermann, Wodarg hier und Wodarg da. Alle stürzen sich auf Wolfgang Wodarg, alle hängen begierig an seinen Lippen und fühlen sich in ihrer „mehrtägigen Recherche“ bestätigt – und weil Wolfgang Wodarg dann noch in bekannter Manier vom alten Mainstream niedergemacht wird, fühlt man sich erst recht auf der Siegerstraße, denn da sieht man’s ja, woher der Wind pfeift. Gegenmeinungen sind deshalb auch ganz überflüssig, wie es scheint. Plurale Debatte nicht nötig. Autoren, die die Sache anders sehen, kommen nicht mehr zu Wort. (So wurde auch dieser Artikel von Rubikon abgelehnt.)

Dafür finden sich noch zwei bis fünf weitere Experten, die Wodargs Haltung stützen. Und prompt treten auch diese die Tour durch die digitalen Kanäle an. So befestigt man seinen Anfangsverdacht immer mehr und lässt ihn zur Gewissheit gerinnen, die dann auch fachfremde Autoren mit großem Selbstbewusstsein vertreten zu dürfen glauben.

Schön.

Was aber wenn Wodarg irrt?

Dann steht der alternative Mainstream ziemlich blöd da, seine journalistische Glaubwürdigkeit wird vernichtet sein – und das wäre dann das geringste Problem gewesen. Wenn Wodarg und Co. nämlich irren und Covid-19 sich tatsächlich als weitaus gefährlicher als „eine normale Grippe“ herausstellt, wenn Corona kein Fake und keine Hoax ist, sondern eine echte, globale, gesundheitliche Bedrohung – dann werden alle diese Medien, auch mein einst geliebter Rubikon, eine nicht mehr reinzuwaschende Schuld auf sich geladen haben. Und ich zumindest begehre, dazu nicht geschwiegen zu haben.

Von Florian Kirner, einigen besser bekannt als Prinz Chaos. Florian studierte Anglo-Amerikanische Geschichte, Japanologie und Mittlere und Neue Geschichte an der Universität zu Köln, sowie Internationale Beziehungen an der Sophia Universität Tokio. Er ist außerdem Aktivist, Liedermacher und betreibt seit 2008 ein alternatives Projekt auf Schloss Weitersroda in Südthüringen. Er hat das Magazin „Rubikon“ 2017 mit aus der Taufe gehoben.

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81 Kommentare

  • 1

    […] April 2020 JOURNALIST Google, JournalismusKritik des Rubikon in der Corona-Krise  Die […]

    • 1.1
      Avatar Daniel says:

      Lustig! 🙂 genau das am Ende hab ich vor 2 Tagen auch geshcrieben 🙂

      „Wir befinden uns gerade im Halbfinale um die Meinungshoheit!
      Sollte der Mainstream dieses verlieren, werden sie einen heftigen Vertrauenseinbruch erleben und die alternativen Medien einen enormen Boom.
      Sollte sich rausstellen, dass es tatsächlich ein Killervirus ist, werden die alternativen Medien wohl in der Bedeutungslosigkeit verschwinden!

      Ich sehe es genauso wie dieser Arzt (Schiffmann), ohne Information kann man keine endgültige Entscheidung treffen. Aber wie es aussieht ist man an dieser, aus meiner Sicht wichtigsten, Information gar nicht interessiert, weder Regierung noch RKI.

      Man verbreitet lieber irreführende Zahlen! Warum?“

      • 1.1.1
        Avatar H.Ewerth says:

        Kennen Sie EUROMOMO? Die europäische Sterbestatistik die jede Woche aktualisiert wird, Hier ist kein Nachweis über eine Übersterblichkeit die im MinutenTakt von Medien verbreitet zu finden, eher das Gegenteil ist der Fall. Nicht einmal Italien und Spanien erreichen die Spitzen der letzten Grippe Wellen?

        Für mich haben die ÖR schon lange das Vertrauen verloren. Die Regierung macht sich strafbar
        Während Regierungen von Bund und Ländern vorgeben, die Bevölkerung vor dem Corona-Virus zu schützen, betreiben sie schweren Amtsmissbrauch.

        Zu diesem Schluss kommt die Heidelberger Rechtsexpertin für Medizin, Beate Bahner, nach sorgfältiger Rechtsprüfung der Corona-Maßnahmen. Sie fordert die Regierungen von Bund und Ländern zur sofortigen Aufhebung der Maßnahmen auf. Die Bevölkerung mahnt sie, sich eigenverantwortlich vor Viren zu schützen, aber ebenso vor dem staatlichen Verfassungsbruch, und rät zu friedlichem Widerstand.

        Die Anwältin Beate Bahner ist keine Rebellin, die seit Jahren damit beschäftigt ist, Staat und Regierung zu kritisieren. Ganz im Gegenteil. Sie schreibt von sich selbst, dass sie „bis vor zwei Wochen (…) noch einen profunden Glauben an unseren gut funktionierenden Rechtsstaat [hatte]“.

        Doch da Juristen es nicht primär mit dem Glauben haben, begann sie, die gesetzlichen Grundlagen zu prüfen, auf die sich die Regierungen von Bund und Ländern bei ihren Maßnahmen zum Schutz vor der Ausbreitung des Corona-Virus stützen.

        Als Fachanwältin für Medizinrecht mit 25 Jahren Berufserfahrung ist sie nicht nur dafür prädestiniert. Sie sah diese Rechtsprüfung als ihre juristische Pflicht an. Und sie kam zu dem Schluss:

        Es gibt nicht die geringste Legitimation in unserer Verfassung für die derzeit praktizierte staatliche Willkür.

        In ihrem 19-seitigen Gutachten legt sie diesen Schluss Punkt um Punkt dar. Dabei beginnt sie damit, die große Bereitschaft der Bevölkerung zu würdigen, die im Glauben bzw. in der Hoffnung, sie würde damit viele Menschenleben schützen, zu größter Solidarität und größten Einschränkungen bereit ist.

        Allein, menschliche Duldsamkeit ersetzt keine Rechtsgrundlagen, die von Experten in jahrelangen Gesetzesdebatten erstritten wurden, um in einem bestimmten Fall angemessen und im Sinne des Gemeinwohles zu entscheiden. Und wir haben solche Gesetze — auch für den Fall, dass wir es mit einem besonders gefährlichen Virus zu tun bekommen, wie ja gerade täglich betont wird.

        Das Gesetz, auf das man sich gerade beruft, um die gesamte Bevölkerung zum Haus-Arrest zu verurteilen, lautet Infektionsschutzgesetz. In Berufung auf dieses Gesetz wurden Restaurants und Geschäfte aller Art geschlossen, der gesamte öffentliche Betrieb lahmgelegt und Tag um Tag ein Wirtschaftsschaden in Milliardendimensionen produziert.

        Den gesamten Brief können Sie bei swiss resarch als PDF herunterladen.

    • 1.2
      Avatar Heinz says:

      Der Autor hat ja recht aus meiner Sicht. Ich/wir kritisieren die fehlende Debatte zum Lockdown in den Mainstreammedien, speziell im ÖR. Diese fehlt in grossen Teilen aber auch in den „alternativen“ Medien. Ich kenne keinen Beitrag in dem mit den Experten offen debattiert wurde zwischen den 2 vorherschenden Meinungen.

  • 2

    Großartiger Artikel, Florian!
    Mit besten Grüßen
    Dirk C. Fleck

    • 2.1
      Avatar Albio Camus says:

      Nur am ersten Blick. Sie haben offensichtlich eine freundschaftliche Sympathie zu dem Autor. Aber ich weiß beileibe nicht, was an diesem Artikel so großartig sein soll, in dem sich Florian Kirner wieder einmal als einzig menschlicher, vernünftiger und großherziger Überwisser hinstellt. Selbst keine fachliche Ahnung, aber anderen vorwerfen, wie falsch sie liegen und wie verantwortungslos sie seien. Kirner hat früher einige gute Beiträge gegeben. In letzter Zeit fällt er aber fast nur noch als besserwisserischer Apologet auf, der andere anpatzt, die nicht seinem grenzenlos regenbogenfarbenen Weltbild entsprechen. Dort, wo es dringend kritische Gegenmeinungen bräuchte, verwässert und zerredet er. Wohl nicht mit Absicht, aber faktisch eben doch.

      • 2.1.1
        Avatar Hugo Müller says:

        Angenommen, dieses SARS CoV 2 wäre ein wirklich gefährliches Biest, das in der Lage ist, manches Mal auch gesunde Leute umzuhauen. Bliebe dann alles so stehen wie Sie es geschrieben haben? Oder sollten dann einige Leute beim Rubikon (und anderswo) in sich gehen und darüber nachdenken, ob sie nur von ihrer Redegabe leben oder auch von sorgfältiger journalistischer Arbeit? Schwätzern trete ich auch gern auf die Füße – es gibt einfach zu viele davon.

      • 2.1.2
        Avatar Empirikerin says:

        Wo wird verwässert und zerredet? Wo stellt er sich als Überwisser da? – Kirner bringt einfach sein Unbehagen über den journalistischen Stil in den Alternativmedien zum Ausdruck (Jeder schreibt über alles, das ist mir inmitten hervorrragender Beiträge bei Rubikon auch schon aufgefallen) und er bangt um die Glaubwürdigkeit des ihm am Herzen liegenden Rubikons. (Diese zu verlieren wäre ein großer Verlust, den Rubikon ist einzigartig wertvoll). Auch benennt er – wie schon früher – klar seine Grenzen bezüglich naturwissenschaftlicher Kompetenz. So bleibt er in seiner Kritik konsequent bei Aspekten journalistischer Methodik und politischer Geschichtswissenschaft, also dem, was er gelernt hat (und sich nicht in Wochen ergoogelt). Eben weil er sich bewusst ist, dass er nicht beurteilen kann, wer von den Fachmedizinern Recht hat, hat er Demut genug, zur Vorsicht zu mahnen – denn es kann sein, dass dieser Virus doch lebensgefährlicher ist, als man es mit dem Hintergrundwissen aufgeklärter Alterativmediennutzer bezüglich der diesen Keim instrumentalisierenden Machtinteressen – die er sehr wohl klar und deutlich anspricht – geneigt ist, zu meinen. Zumindest für die Angehörigen sog. Risikogruppen – und die sind viel mehr und auch jünger, als man denkt. So wie ich Kirner kenne, dürfte ihm die Solidarität mit diesen Menschen – und ihren Angehörigen und Freunden, die ihre Leute nicht verlieren wollen (und schon gar nicht unter den derzeit herrschenden Umständen) – näher sein als der Anspruch auf Rechthaberei.

  • 3
    Avatar günter steigerwald says:

    SO EINEN BEITRAG WERDE ICH SICHER NICHT UNTERSTÜTZEN – EINE FREIHEITSLIEBE DIE DIE PRESSEFREHEIT UNTERGRÄBT IST KEINE FFEIHET

    • 3.1
      Avatar Empirikerin says:

      Dieser Beitrag ist motiviert von der Sorge um die Pressefreiheit – der Autor findet’s furchtbar, dass sich Rubikon mit unqualifizierten Beiträgen von Hobbyjournalisten, Esoterikern und Pseudofachleuten (die als Redakteure die Artikel verfassen, wohlgemerkt nicht die zitierten Medizner) sowie mit Einseitigkeit ins Aus kickt. Kirner’s Medienkritikkompetenz überzeugt auch hier – und bereits in seinem seinem Roman „Leichter als Luft“, der heute hinsichtlich Medien und des gemeinen gesellschaftlichen Klimas erneut traurige Relevanz hat – und den ich gerade jetzt zu lesen empfehle, auch aus Gründen der emotionalen Gesundheit.

    • 3.2
      Avatar Jana wolff says:

      Florian hat nicht die Pressefreiheit untergraben, sondern rubikon herausgefordert, indem er seinen Beitrag als Gegendarstellung veröffentlichen wollte. Genau das, dass es kein PRo und contra im mainstream gibt, hat jetzt auch rubikon unterbunden. Sehr schade.

      • 3.2.1
        Avatar Jochen MItschka says:

        Dazu möchte ich hier anmerken, dass der Autor selbst verursachte, dass ein Artikel von mir bei Rubikon nach der Veröffentlichung wieder zurück gezogen wurde. Angeblich weil der (sinngemäß) Neonazis verharmlosen würde (bzw. handwerkliche unzureichend wäre). Eine inhaltliche Kritik wurde von ihm telefonisch zugesagt, aber erfolgte nie.

        Ich hatte daraufhin die Entscheidung akzeptiert, und den Artikel lediglich in meinem eigenen Blog veröffentlicht.
        https://jomenschenfreund.blogspot.com/…/finis-germania-eine…

        Dann wurde ein zweites Mal ein Artikel abgelehnt (Diesmal von der Chefredaktion). Ich habe die Ablehnungsgründe ernst genommen, in den Artikel aufgenommen und als Artikelserie dann in der NRhZ veröffentlicht.
        http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=26627&css=print

        In beiden Fällen hätte ich diese Ablehnung aber niemals als Grund für zerstörende Kritik gegen Rubikon oder sogar persönlich gegen seinen Chef genommen.

        Rubikon ist eine alternative Seite, nicht Teil des offiziellen „Qualitätsjournalismus“. Es obliegt dem Team zu entscheiden, wie es Schwerpunkte setzt und womit es die beschränkten Plätze auf der Seite füllt. Ich kann einzelne Beiträge sachlich kritisieren, aber nicht die grundsätzliche Funktion, die Rubikon erfüllt. Nämlich über das zu berichten, was in den Qualitätsmedien eben keine Stimme bekommt.

        P.S. An die „Alternativen“ die gleiche Richtlatte anzulegen die für die offiziellen Medien gilt ist lächerlich. Werder finanziell noch personell kann das überhaupt ernsthaft in Betracht gezogen werden. Dass zum Beispiel bei KenFM trotzdem oft ein offener Schlagabtausch der Meinungen zwischen seinen Autoren veröffentlicht wird, ist lobenswert, und zeigt, was gemacht werden KÖNNTE, wenn nur ein Bruchteil der Mittel, die in die so genannten „öffentlich-rechtlichen“ Medien fließen, für alternativen investiert werden würde.

      • 3.2.2
        Avatar Empirikerin says:

        Er ist einer der wenigen, der Pressefreiheit lebt. Gerade durch die Genauigkeit seiner Medienkritik (die er in seinem Roman hervorragend eingebaut hat) und seine Freude am Denken anstatt am Wiederkäuen von Meinungen.

  • 4
    Avatar Nitram Tredur says:

    Das Fazit sehe ich nicht so. Letztendlich wird ja von den alternativen Medien vor allem angeprangert, dass keine ausreichende Beweislast für die Gefährlichkeit von SARS-VoV-2 vorliegt, um derart Maßnahmen zu ergreifen.
    Der Meinung kann man sein. Selbst wenn sich herausstellen sollte, dass es Gefährlich ist, hat dann doch niemand Schuld auf sich geladen. Das würde ja bedeuten, dass wannimmer jemand schreit „es könnte eine große Gefahr drohen“, unmittelbar Große Gefahr für unsere Grundrechte besteht. Und das ist eben, auchmeiner Meinung nach, nicht gerechtfertigt.

    • 4.1
      Avatar Empirikerin says:

      Verstehe ihn eher so, dass sich Rubikon schuldig machen würde, wenn es immer nur den einen Mediziner zu Wort kommen lässt und andere per se ausschließt. Und dadurch die Leute in falscher Sicherheit wiegt, so dass sie unvorsichtig werden und das Leben vieler leichtfertig auf’s Spiel setzen. Es da eher um eigene Verantwortlichkeit als um die Zustimmung zu staatlichen Zwangsmassnahmen, die ja gerade für Alte und kommunikativ sehr eingeschränkte Menschen in Heimen massive Verletzungen ihrer Grundbedürfnisse und Selbstbestimmungsrechte bedeuten. (Da gibt es jetzt einige, die sterben an Stress und nicht am Virus.)

  • 5

    […] Quelle: diefreiheitsliebe.de/politik/kritik-des-rubikon-in-der-corona-krise/ […]

  • 6
    Avatar pcarbeiter says:

    Man kann (auch manchmal kopfschüttelnd) die öfters ’seltsamen‘ Dinge akzeptieren, die auf Rubikon etc. immer wieder auftauchen. Zu erwarten, jeder Kritik an heutigen Verhältnissen würde schon jetzt eine korrekte, marxistische Analyse zugrunde liegen, wäre wohl übertrieben 😉
    Ich teile auch die Meinung nicht, dass ein ‚Elektriker‘ keine fundierte Einschätzung komplexer Sachverhalte vornehmen kann. Missbilligung der derzeit stattfindenden politischen Maßnahmen kann und sollte sicher geäußert werden.

    Dennoch finde ich es sehr schade, dass Artikel, wie dieser hier, dort anscheinend keinen Platz mehr finden.
    Gerade Feingefühl und Verantwortung der Klasse gegenüber, mit der und für deren Interessen man angeblich spricht, sollte viel ausgeprägter sein. Besonders, wenn noch wenig ‚Input‘ für die Einschätzung der Lage vorliegt.
    Hoch gepokert, Rubikon. Man kann euch nur wünschen, dass euer Blatt wirklich so gut ist, wie ihr meint.

    • 6.1
      Avatar Empirikerin says:

      Rubikon hat sich ja immer damit geschmückt, dass eine vielfältige Autorenschaft unterschiedliche Herangehensweisen und Ansichten bringt. Dass dieser kluge Beitrag ihres Gründungsmitglieds, der einiges für Rubikon getan hat, jetzt nicht veröffentlicht wird, zeigt, dass Rubikon wohl gerade dabei ist, den Bach runter zu gehen. Sehr schade, den kein Medium hat die Relevanz der Zusammenhänge von Psychologie und Politik so gut gebracht – wird sich wohl ein neues gründen müssen.

  • 7
    Avatar ilse says:

    neben wodarg haben sich ja nun genug kompetente Leute zu wort gemeldet, die ihn unterstützen. das zu unterschlagen ist nicht redlich.

    • 7.1
      Avatar Chris says:

      Wodarg ignoriert Fakten. Bei einer normalen Grippe brechen keine Krankenhäsuer wie in GB, USA und Italien zusammen. Er erkennt das nicht einmal an.

      Ich finde den Beitrag sehr wichtig. Viele alternative Medien sind in ihrem Lagerdenken sosehr verhaftet, dass eine solche weltweite Aktion wie eine Verschwörung gegen die Mehrheit der Bevölkerung aussieht. Nur sind die Entscheider genauso überfordert wie alle anderen. Sie haben nicht alle Informationen, weil es diese teilweise nicht gibt. Sie bewegen sich immer noch in ihren Ideologien und Rollen. Das muss man einfach anerkennen. Die Überforderung ist sehr deutlich bei Donald Trump. Sein Verweis die WHO ist Schuld, sagt alles.

      • 7.1.1
        Avatar H.Ewerth says:

        Wodarg und viele andere Fachleute haben Recht. Nicht alle Bilder müssen stimmen, sollte spätestens mit der Brutkastenlüge belegt worden sein. Auch Massenvernichtungswaffen im Irak usw. Wenn es überhaupt diesen Ansturm geben sollte, dann nur weil das Gesundheitssystem kaputt gespart wurde.
        Dagegen melden andere Krankenhäuser wie Kurzarbeit an? Hätte sich die ÖR so verhalten, wie bei der alljährlichen Grippe, nämlich sich durch schweigen ausgezeichnet hat, wäre es weder zur Panik noch zur Angst gekommen. Und ohne diese PCR Tests, die bis heute nicht validiert, und meiner über 50% Fehlerquote behaftet, wäre es nicht aufgefallen.

        Im Übrigen kennen Sie EUROMOMO? Die europäische sterblichkeits Statistik, und die weisen in keinem europäischen Land eine Übersterblichkeit nach. Nicht einmal in Italien und Spanien, werden die Spitzen der vergangenen Grippe Wellen erreicht?

  • 8
    Avatar Ullrich Mies says:

    Ein intellektuell und qualitativ unterirdischer Beitrag, der von Rubikon zu Recht abgelehnt wurde.
    Er wird der Corona-Hysterie in Deutschland nicht im Entferntesten gerecht.

    Vor allem macht sich der „Prinz“ zum nützlichen Idioten der Merkel-Regierung auf dem Weg in proto-faschistische Zustände.

    Wir dürfen noch einige Wochen warten, dann entfaltet sich die post-Corona-Herrschaftsarchitektur in „ihrer vollen Blüte“.

    Wer der Merkel-Regierung auch nur ein Wort glaubt, hat schon verloren. Diese Regierung war und ist keine des Volkes, sondern exklusiver Kapitalinteressen, das zeigt sich auch jetzt.

    • 8.1
      Avatar Empirikerin says:

      Vermutlich ist der Beitrag zu dicht an Gedanken, um seine intellektuelle Brilianz beim Drüberhinweglesen zu erkennen. Sonst wäre Ihnen aufgefallen, dass hier eine differenzierte Medienkritik (des Rubikon und der Regierungssprachrohre) und wirtschaftlicher Machtinteressen mit enthalten ist. Der Prinz hat schon lange kapiert (lese in „Leichter als Luft“), dass die Welt eben nicht so einfach und schwarz-weiß ist, wie es selbstgebastelte Bildzeitungen im Netz performen. Und dass er sich Sorgen um Qualität und Pluralität des Rubikons macht. Und als Rebell, der er ist, kann da eben nicht zu schweigen – zumal er als Autor dieses zunehmend von Einfältigkeit geplagten Mediums seine Glaubwürdigkeit auf’s Spiel setzt.

  • 9
    Avatar Heiko says:

    Einer der besten Artikel, die ich in letzter Zeit zu diesem Thema gelesen habe! Ich als Alternativmedienfreund frage mich auch, ob es der Sinn der Alternativmedien ist, immer das Gegenteil dessen zu schreiben, was im Mainstream auftaucht. Das kann’s ja eigentlich nicht sein …

  • 10
    Avatar willi uebelherr says:

    Ja, dass dieser text von Florian im Rubikon nicht erscheint, bestaetigt meine kritische haltung zu Jens Wernicke.

    Aber hier geht es ja um etwas ganz anderes. Florian bezieht sich auf die position, dass wir „vom Fach“ sein muessen, um etwas beurteilen zu koennen. Aber er kann nicht erklaeren, was denn nun diese Befaehigung ausmacht, wie entsteht sie.

    Drosten (RKI) wird vorgeworfen, dass er ein Viren-Bastler ist. Er beschraenckt sich auf das kleine und zumeist unsichtbare. Vergesst bitte diese grafischen Animationen des Sars-CoV-2 Virus aus der Corona-Familie.

    Wodarg wird vorgeworfen, dass er zwar das umfeld, das Medium, das Milieu, kennt, indem ein Virus ein Immunsystem durcheinander bringen kann, aber er kennt das kleine, unsichtbare Ding nicht.

    Hier nun einen ganz anderen text:
    Das Virus ist nichts, das Milieu ist alles
    Herbert Ludwig (FassadenKratzer), 07.04.2020
    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2020/04/07/das-virus-ist-nichts-das-milieu-ist-alles/

    Gut, Florian wird vielleicht einraeumen, Herbert Ludwig ist kein Virologe, Toxigologe, Epidemiologe, Micro-Biologe oder sonst etwas. Aber W.Wodarg ist Epidemiologe neben anderem.

    Dass die Corona-Panik kein Fake ist, darueber sind wir uns bestimmt einig. Sie ist real, sehr real. Aber, hat dies etwas mit Virusinfektionen und den manchmal darauf folgenden Auto-Immun-Reaktionen unserer koerper zu tun? Wollen wir uns tatsaechlich vor Viren schuetzen? Den vielen Milliarden, mit denen wir es stetig zu tun haben? Und die nie allein auftauchen. Und sich auch noch stetig aendern in unterschiedlichen zeitraeumen. Wollen wir uns mit tausenden Substanzen fortwaehrend vollstopfen, um ein gefuehl von sicherheit zu erheischen?

    Offensichtlich ist, dass es gar nicht um Viren geht, sondern um unsere Koerperreaktionen unter bestimmten umgebungsbedingungen. Wenn wir dieser frage nachgehen, dann stossen wir sofort auf die evidente tatsache, dass es bei der Corona-Panik nicht um einen Corona-Virus gehen kann.

    Aber mir scheint, dass das alles kein thema fuer Florian ist. Hier wird eine ganz andere „Sau“ ueber die Buehne getrieben. Und, wie es ausschaut, ruht das auf gegenseitigkeit.

  • 11
    Avatar Jana wolff says:

    Danke Florian für den sehr guten echten journalistischen Beitrag. Ich befürchte auch, dass rubikon sich in dieser Situation leider verbrannt hat. Ich lese sonst auch sehr viel beiträge vom rubikon. Bleibt zu hoffen, dass sie dies nochmal erkennen werden.

  • 12

    Rubikon hat zahlreiche Ärzte zu Interviews eingeladen und zum Thema befragt. Wenn es um Virologie geht, dann muss sich ein Otto Normalverbraucher eben aus Laiensicht nach dem richten, was qualifizierte Virologen dazu sagen, und es gibt eben noch andere Virologen als Herrn Drosten, und natürlich auch als Herrn Wodarg. Warum soll man Herrn Drosten denn nun auch noch in den alternativen Medien zu Wort kommen lassen, er hat doch ohnehin schon genug Medienpräsenz.

    Außerdem muss man ja nicht unbedingt Virologie studiert haben, um sich mit Statistiken zu befassen. Wie das italienische Gesundheitsamt ISS selbst zugegeben hat, ist das Durchschnittsalter der an Corona verstorbenen ca 80 Jahre. Nun zu behaupten, Corona sei die Todesursache gewesen, obwohl die Betroffenen ein oder meist sogar mehrere gravierende Vorerkrankungen hatte, finde ich ziemlich vermessen, dazu muss ich nicht unbedingt Virologie studiert haben.
    Die Gefährlichkeit des Corona-Virus wurde nie wirklich in einer Studie nachgewiesen und belegt, auch das kann ich als Nichtvirologe begreifen.

    Wie man aus statistischenErhebungen sehen kann, stand das italienische Gesundheitssystem auch vor Corona schon vor dem Kollaps – bei einer Bevölkerung deren Angehörige im Durchschnitt älter sind als die Deutschland gerade mal etwas mehr als ein Drittel der Krankenhausbetten als in Deutschland vorhanden. Und selbst der Abbau im Deutschen Gesundheitssystem wurde ja schon kritisiert.

    Dazu kommt eine gravierende Luftverschmutzung vor allen Dingen im Norden Italiens, und ein Asbest-Skandal, der zwar schon einige Jahrzehnte zurückliegt, von dem aber damals sogar in einer Studie des WWF behauptet wurde, die wahren Ausmaße dieser Umweltkatastrophe und Spätschäden würden sich erst in den Jahren 2015-20 zeigen.

  • 13
    Avatar Andreas Matthies says:

    Bin von einem Freund mit sehr vielen Rubikon – Artikeln geradezu überschüttet worden. Habe sie mir alle durchgelesen. Danach kann ich Kirner nur zustimmen. Er kritisiert die Haltung der Autoren zutreffend. Und auch, was die Charakterisierung des Großteils der alternativen Medien angeht, muss man leider zustimmen. Auch was das Herdenverhalten angeht. Traurig, aber wahr. Ausnehmen würde ich allerdings die Nachdenkseiten, auf denen die unterschiedlichen Positionen zur Sprache kommen und die auch Körners Artikel verlinkt haben.

  • 14
    Avatar PhilSt says:

    Wodarg ist sicherlich die bekannteste Person zur Zeit. ABER es gibt weitaus mehr kritische Personen.
    Karin Mölling, Claus Köhnlein, Sucharit Bhakdi. Oder Gerd Bosbach der als Gesundheitsstatistiker ein paar Fragen zur Datengrundlage hat. ( wurden alle mal bei NDS, RT oder KenFM)
    Und es ist komisch das die Datengrundlage immer noch so schlecht ist.
    Viel mehr beleuchtet man auch nur die politischen Maßnahmen.
    Dabei sollte man eventuell Schweden, die Finanzierung und die Doku von arte zur Schweinegrippe im Hinterkopf behalten.
    Das der Rubikon aber Kirners Artikel nicht aufnehmen möchte finde ich schlecht. Mal bei KenFM eine Tagesdosis? Würde auf jeden Fall gut tun. Alexander Unzicker bei Telepolis ist auch kritischer Beobachter des Corona-Virus.
    Faktenbasierte Kritik ist immer gut.

  • 15
    Avatar Rainer says:

    Mir scheint Herr Kirner verläßt immer dann das Boot, wenn ein eigener Imageschaden droht.

  • 16
    Avatar biopilz says:

    meine kritik an der kritik:
    ich halte covid-19 für problematisch weil bei ungebremstem (was ja erfolgreich verhindert wurde) exponentiellem verlauf AUCH unser gesundheitssystem ausgefallen wäre für die die (überlebens-)hilfe brauchen

    GEICHZEITIG teile ich uneingeschränkt die bedenken der „bedenkenträger“ die einen staatsstreich dahinter sehen: -obacht also!-

    „…Alexander Unzicker: Coronavirus: Das Versagen der alternativen Medien vs [6.4.]: Albrecht Müller– Leserbriefe

    Politische „Bewegung an der frischen Luft“ – Teil I: Versammlungs-Ermöglichung im gesperrten öffentlichen Raum -von STEFAN MARTINI und MICHAEL PLÖSE

    Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand Berlin: http://www.nichtohneuns.de

    Corona und Grundrechte: Fragen und Antworte: freiheitsrechte.org/corona-und-grundrechte: „…Viele Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie schränken Grundrechte ein. Hier beobachten wir die Entwicklungen, beantworten häufige Fragen und bieten rechtliche Einschätzungen. Unser FAQ wird regelmäßig erweitert und aktualisiert…“

    [6.4.]: labournet.de: Dossier: Die Gesundheitsdiktatur– Notstand wegen dem Corona-Virus verlangt nach Wachsamkeit gegenüber dem Staat

    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    .

    1.04.20:
    oh oh
    auf der einen seite krasser staatlicher zwang: stichwort: bundeswehr im inneren u einschränkungen/aussetzung von grundrechten

    auf der anderen seite aber unverantwortlich laxer umgang mit infektionsrisiken:

    dazu meine erfahrung der letzten woche in düren (nahe heinsberg)…

  • 17
    Avatar Angela Franke says:

    Mir ging es immer öfter so mit dem Rubikon, den ich anfangs recht erfrischend fand, und was die
    Corona-Krise angeht (aber auch vieles andere), mag ich ihn gar nicht mehr lesen.
    Den Umgang mit dissidenten Meinungen der Mainstream-Medien finde ich allerdings auch hanebüchen.
    Jeder Dissident aus Russland, China, Kuba, Venezuela etc. wird hoch gejubelt, aber wissenschaftliche Stimmen anderer Virologen, Epidemiologen, Statistiker werden nicht zugelassen und auch in den Kommentarspalten zensiert.
    Insofern danke für diesen Zwischenruf.

  • 18
    Avatar Hugo Müller says:

    Habe selbst mit Befremden die Veränderung im Rubikon (und anderswo) wahrgenommen und mich dann sehr über diesen Artikel meines Lieblingstrotzkisten gefreut. Rudeljournalismus, das trifft es genau. Die Gefahr, sich in eine Idee zu verrennen und dann den Rückweg nicht mehr zu finden, ist real. „Schuster bleib bei Deinem Leisten“ – wer dagegen verstößt der blamiert sich fast immer.

  • 19

    Es besteht leider die Notwendigkeit Entscheidungen zu treffen ohne gesicherte Datenbasis. Was wäre, wenn Wodarg irrt?

    Was machen Sie, wenn sie ohne Licht in einen unbeleuchteten, unbekannten Tunnel fahren, von dem sie nicht wissen, ob/wann eine Kurve kommt? Sie bremsen! Das hat man gemacht.

    Sehr guter Artikel vom Chaos Prinzen! Nicht zu fassen, dass dieser Artikel abgelehnt worden ist. Ich habe am 1. April einen Leserbrief an die Rubikon Redaktion geschickt, hier anbei:

    ===

    Liebe Rubikon Redaktion

    ich habe bisher gerne und viel Rubikon gelesen und Wernicke auch einen kleinen Betrag gespendet. Mit der Corona Krise sinkt die Qualität der Artikel auf Rubikon dramatisch und offenkundig. Die Selbstkritik die Sie bei den etablierten Medien vermissen, vermisse ich nun bei Ihnen.

    Ein Tiefpunkt wurde mit diesem Artikel erreicht:
    https://www.rubikon.news/artikel/die-folgen-verraten-die-absicht

    Das ist, ich möchte klare Worte benutzen: Rotze.

    Ein Gerd Reuther, Radiologe, raunt von einem Drehbuch, lässt aber zunächst noch offen, wer es denn geschrieben haben könnte: China, USA, CIA, oder eitle Virologen, die mal wieder ins Fernsehen wollen. Kein einziger Link. Gegen Ende des Artikels wissen wir dann, es sind: „Banken und Big Pharma“ mit ihren drostigen „Drahtziehern“. Die zusammen haben es also geschafft, dass die chinesische Regierung mitspielt und für uns Dumme und Verstandes lose Langnasen als Ouvertüre und Showbusiness-Einlage Wuhan I Hollywood reif inszeniert hat. Das kleine Virus ist ein angeheuerter Komparse, oder eine Illusion bezahlt mit Rothschild-Millionen.

    „Obwohl es keine evidenz-basierte Behandlung der Infektion gebe, wäre ein überdimensioniertes Angebot von Beatmungsbetten der Schlüssel für das Überleben von Menschen.“

    Nun, dann lassen wir die Leute halt auf den Sofas in ihren Wohnungen ersticken. Wie soll eine solche evidenzbasierte Behandlung für ein neues Virus herbeigezaubert werden? Mal Reuther fragen, vielleicht hilft Bestrahlung?

    „Alle Behauptungen sind durch die Fakten aus den letzten Wochen widerlegt “

    Tatsächlich? Alle? welche Fakten? wo? keine Fledermaus? sondern? Labor? aus Wuhan oder Fort Detrick? Biowaffe? Röntgenlabor? Aliens? Virus war schon immer da? Copperfield? Banktresor der Wallstreet?

    „Aber sie wollten und konnten nicht, weil sie nach Aufträgen handeln und Angst haben, den eigenen Verstand zu gebrauchen…. Spur des Geldes“

    Aha! Reuther hat also Verstand und Mut, alle(!) anderen(!) auftragsgesteuert und ängstlich und ohne Verstand, tatsächlich? Wohin führt denn diese deutlich sichtbare Spur des Geldes? In die Höhle vom Räuber Hotzenplotz? Potzblitz! Banker und Big Pharma weiß Reuther ganz genau. Radiologen verdienen doch auch ganz gut. Machen die nicht die Thoraxaufnahmen vom zugewässerten Lungengewebe der covid Patienten? Es gilt doch, wer „haltet den Dieb schreit“ ist der Dieb? Hat nicht der Barde Reinhard Mey darüber schon gesungen „Der Mörder ist immer der Radiologe“?

    Ich sage Ihnen mal, wie es wirklich war: Es war genau vor einem Jahr, an einem 1. April 2019. Da kam einem Radiologen ein Wahnsinns-Gedanke: Er spielte an den Knöpfen seines Röntgenapparates und bestrahlte Fledermäuse, um die Fledermausviren mutieren zu lassen. So hat das begonnen, Sie müssen nur Ihrem Verstand folgen und dem richtigen Bauchgefühl, das mir sagt, dass es heute Blaukraut mit Kartoffelpüree und Bratwürsten gibt, alles in Butter.

    Ha-ha, ist das nun lustig oder sinnlos oder gefährlich oder dumm, oder nur April? Es war sicherlich befreiend für Reuther, die ganze verschnupfte Rotze mal loszuwerden und über den Jordan ins Publikum zu spucken. Mir geht es jetzt beim Schreiben auch schon viel besser, die Rotze muss raus, aber bitte in die Armbeuge und nicht ins Publikum.

    „Und es ist auch gar kein Kollateralschaden, wenn die entwickelten Gesellschaften dieser Welt dabei zugrunde gehen. Es war das eigentliche Ziel.“

    Jetzt geht also die gesamte, entwickelte Welt mastermind-geplant zu Grunde an einem Virus und vor allem dem Lockdown. An wen will Big Parma dann die Testkits und Impfungen verkaufen? An die überlebenden Radiologen, die ja wissen wie sie sich vor Gefahren schützen müssen? Die in die Steinzeit downgeshuttete ALDI Verkäuferin? IKEA verkauft demnächst Bärenfelle fürs Mammut-Futon, stoßzahngeprüft, versteht sich, Steinzeit für Alle.

    Und so weiter….

    Der Auswurf von Reuther ist ein substanzlos, evidenzlos dahingerotztes „Alles unwahr“ ohne Link, ohne einen Funken fundierte Recherche. Reuther hat sich offenkundig mit einer Überdosis Gammastrahlung Logik und Verstand verstrahlt, oder gehört er zur Mammakarzinom Verschwörung? Oder hat er Angst um sein Aktienpaket? Es bleibt so Vieles im Dunkeln. Ich bin mir z.b. nicht mehr so gewiss, ob Gammastrahlung nicht doch gravierende Spätfolgen haben kann und es die Strahlenheilkunde ist, die uns alle umbringen will durch diese Röntgerei, diese elendige Durchleuchterei, So viele Knochenbrüche, das ist doch kein Zufall! Ich hatte selbst einen: Fractura radii, der häufigste Knochenbruch, wenn das mal nicht alles Fake war, organisiert von der Gipsmafia, Folge der Gipsspur.

    Wenn Sie keine gescheiten Artikel zu einem Thema beibringen können, dann lassen Sie es doch einfach, das ist nicht schlimm. Andere machen das dann.

    So schaden Sie jedenfalls dem Ruf ihres Magazins! Das ist schade. Ein Blick auf ihre Webseite, den ich sonst fast täglich mache, kann ich mir zukünftig sparen, ganz sicher zum Thema Corona. Lesen Sie den Artikel mal in Ruhe und mit journalistischen Röntgenaugen durch und analysieren, was da wirklich an nachvollziehbaren Inhalten und Argumentationsketten drinsteht. Oder war der Artikel für den 1. April gedacht?

    Sie erkennen an meiner Wortwahl, dass Sie – nicht ich – den Rubikon überschritten haben und den Ruf von was und wem zerstören? Den der Massenmedien oder ihren eigenen?

    Danke an Big-Pharma, so ein Lockdown hat auch was Gutes, man kommt endlich mal wieder zum Schreiben. Wenn Sie lieb sind, sage ich Ihnen auch, welche Big-Pharam-Pillen ich nehme. Der Reuther nimmt die gleichen, wetten.

    cheers

  • 20
    Avatar Jochen Mitschka says:

    Der Autor hat in vollkommen unzulässigerweise die Normen, welche für hochbezahlten Mainstream-Journalismus gelten, auf alternative Medien angewandt. Diese können und sollen aber eben NICHT die „offiziellen“ Medien ersetzen, sondern dort aktiv werden, wo diese gerade versagen.

    Die Aufgabe der Alternativen ist gerade NICHT, einen „Markt der Meinungen“ aufzubauen. (Auch wenn das bei KenFM ab und zu schon zu beobachten ist, wenn dessen Autoren widersprüchliche Meinungen im offenen Diskurs austragen.) Das ist die Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Medien, der sie nicht gerecht werden. Insofern ist die Kritik grundsätzlich falsch und zurück zu weisen.

    Wenn nun auch andere Medien, die zu den, nennen wir sie „Medien auf der Schwelle zur Anerkennung durch die Qualitätsmedien“ gehören, in das gleiche Horn blasen, zeigt sich auch dort, dass man sich eben nicht als Alternative, sondern als Ergänzung der so genannten Qualitätsmedien sieht.

    Die Tatsache, dass bei „Alternativen“ natürlich auch absurde Meinungen, Übertreibungen oder sogar Hysterie zu Wort kommt, ist systemimmanent, und insbesondere bedingt durch die fehlende Finanzierung, die von Klickzahlen unabhängig ist. Auch Spendenfinanzierung entsteht erst, nachdem geklickt wurde.

    Auch mir erschien die extreme Fokussierung mancher Alternativen auf COVID-19 teilweise befremdlich. Aber ich verstehe inzwischen die Aufregung und auch die Hintergründe, habe eigene Meinungen inzwischen geändert und an dem Diskurs teilgenommen, obwohl ich kein Virologe bin. Einfach weil ich mich als Kommunikator verstehe, der versucht Recherchen in wissenschaftlichen Aussagen allgemeinverständlich wieder zu geben. Insofern ist auch die abwertende und fast gehässige Bemerkung über Nicht-Virologen, die sich erdreisten, eine Meinung zu veröffentlichen, fehlgeleitet.

    Alternative Medien haben die Aufgabe, ALTERNATIVE Sichtweisen aufzubereiten und dem Medienkonsumenten anzubieten. Und sie werden dann genutzt, wenn die offiziellen Medien diese Sichtweisen eben nicht oder nicht ausreichend beleuchten. Von ALTERNATIVEN zu verlangen, bessere Mainstreammedien zu sein, ist einfach unredlich.

    • 20.1
      Avatar willi uebelherr says:

      Lieber Jochen, da will ich dir doch widersprechen, wenn du die „alternativen Medien“ so einfach in die Nischen-Ecke schiebst. Vergess die Main-Stream-Medien, die noch nie „Qualitaetsmedien“ waren, unabhaengig davon, ob sie finanziell gut ausgestattet sind oder nicht.

      Wir brauchen eine eigene basis der Informationsfluesse. Da die Standard-medien dies nicht leisten, brauchen wir andere. Sie sind also genauso weit ausgebreitet wie die privaten Propaganda-Medien. Gut, sie zahlen ihre freien Autoren nicht.

      Aber, brauchen wir bezahlte Autoren? Brauchen wir professionelle Schreiber? Schon John Swinton hat 1883 darauf hingewiesen, dass der berufsstand „Journalisten“ ausgesucht und gekauft ist, um dummes Geschwaetz und Luegen zu verbreiten. Wobei ich das mit den Luegen skeptisch sehe, weil das das Wissen um die Wahrheit vorraussetzt. Und das koennen wir nicht erwarten. So bleibt das dumme geschwaetz.

      Bei den „alternativen Medien“ geht es ja merkwuerdiger weise immer um Geld. Wir muessen aber die Organisierung der freien Informationsfluesse notwendig aus dem Geldsystem entfernen. Alternative Medien sind insofern alternativ, dass sie sich der Selbstorganisation der bevoelkerung verschreiben, um so die unabhaengigkeit von der privaten Kapitalakkumulation zu erreichen.

      Die kritik von Florian ist immer berechtigt. Sein problem ist eher, dass er mit der gleichen individual-personalisierung antwortet. Er ist auch teil dieser alternativen parasitaeren sphaere. Meine erfahrung mit KenFm, Rubikon und NDS sind andere. Ich bin dort gesperrt. Ausserdem Rubikon und NDS haben keine Kommentarfunktion. Schon aus diesem grunde sind es keine „alternative Medien“, sondern egoistische theaterveranstaltungen.

      Bei KenFM habe ich das geschwaetz von Susan Bonath kritisiert -> Sperre.
      Bei Rubikon habe ich die Blockade von Gilad Atzmon kritisiert -> Sperre
      Albrecht Mueller habe ich aufgefordert, sein eigenes Tun in der SPD zu reflektieren -> Sperre

      Du und ihr seht, wie wenig diese Portale wirkliche alternative Medien sind. Wie ueberall wollen sie eine fuer sich bedeutsame Echo-Kammer generieren. Und Florian gehoert auch dazu. Auch Ulrich Mies, wenn er den text von Florian derart zurueckweist in einem kommentar hier.

      Wir muessen noch viel lernen, wie wir unser gesellschaftliches Sein alternativ organisieren. Und das Geldsystem darf da keine Rolle spielen.

    • 20.2
      Avatar Pique Dame says:

      Ich stimme Ihnen zu, lieber Jochen Mitschka, wenn es um die Funktion der alternativen Medien geht. Sie müssen nicht das ganze Spektrum abbilden. Man hat ja Jebsen etwa oft vorgeworfen, seine Gesprächsrunden („Positionen“) seien zu einseitig. Das dürfen sie aber sein, weil sie ja ein Gegengewicht zum Mainstream bilden. Eine Meinungs-Pluralität (=Mainstream + Alternative) ist damit in der Gesamtschau hergestellt.

      Leider gehen Sie aber nicht auf die m.E. wichtigste Frage ein, die Kirner aufwirft, nämlich die Frage nach der Verantwortung des Journalisten, die Frage des Ethos. Was der Rubikon diesbezüglich liefert, ist unter aller Kanone und mit dem Begriff „Hysterie“ noch freundlich beschrieben. Wir stehen also schon knietief in einer faschistischen Diktatur, die Maßnahmen sind tödlicher als das Virus selbst etc. Was hier geschieht, ist eine beispiellose Verhöhnung der Verstorbenen und des völlig überforderten medizinischen Personals in den Nachbarländern (was uns natürlich genauso blühen könnte, wenn wir keine Maßnahmen ergreifen).

      Was massiv von den Alternativen zu kritisieren wäre: der menschenfeindliche Neoliberalismus, der unser Gesundheitssystem zu einem prekären gemacht hat; die Globalisierung, die die Produktion von Pharmaprodukten und Schutz-Equipment aus Profitgründen in Niedriglohnländer ausgelagert hat; die Tatsache, dass pflegerisches Personal nicht zu den Top-Verdienern in diesem Land gehört u.v.m.

      Natürlich gehören dazu auch Exzesse der Maßnahmen, wie das Verbot, sich alleine auf einer Wiese zu sonnen. Das ist nicht mehr vermittelbar und entbehrt jeder nachvollziehbaren Begründung. Auch die Tracking-App ist angesichts der zunehmenden Überwachung der Bürger mehr als kritikwürdig. Also wahrlich genug Stoff, sich alternativ zum Mainstream zu positionieren.

      Ich jedenfalls danke Florian Kirner von Herzen für diesen Beitrag.

      • 20.2.1
        Avatar Jochen Mitschka says:

        „Was hier geschieht, ist eine beispiellose Verhöhnung der Verstorbenen und des völlig überforderten medizinischen Personals in den Nachbarländern (was uns natürlich genauso blühen könnte, wenn wir keine Maßnahmen ergreifen). “ …. Warten Sie ab, bis sich die Wogen geglättet und eine echte Analyse möglich ist, bevor Sie diesen Schluss ziehen.

        Ich erinnere mich daran, beim Kosovo-Krieg genau in dieser Art einem serbischen Kollegen geantwortet zu haben. Als 10 Jahre später (!) in der ARD der Bericht „Es begann mit einer Lüge“ gesendet worden war, hatte ich ihn angerufen und mich entschuldigt. Das war für mich der Beginn des Augenöffnens, bzw. des grundsätzlichen Zweifelns an bestimmten „Mainstream-Meinungen“.

        (“Es begann mit einer Lüge”, ein Film von Jo Angerer und Mathias Werth für den WDR. Ausgestrahlt in der ARD am 8. Februar 2001.) Es dauerte dann noch bis 2006, bis ich den ganzen Umfang der Fälschungen begriff. Auch das ist ein Grund, warum ich die Reaktion des Rubikon, auch wenn ich mich nicht vorbehaltlos angeschlossen halte, für legitim halte.

  • 21
    Avatar Jojo says:

    Hallo Florian,
    ich kann dir da schon viel abgewinnen, aber die Qualitätspresse möchte keine Wiedersacher zu Wort kommen lassen und die Alternative bekommt wiederum keine Befürworter in Gesprächsrunden😐 Was kann und soll ich denn davon halten? Ich positioniere mich verhalten zu den Alternativen, denn Ahnung habe ich von den Sachverhalten nicht. Die gestrigen Fakten belegen aber, dass die Öffentlichkeit schon mal für ein gleichen Vorgang zahlen musste.
    Die Historiker werden uns in ein paar Jahren aufklären können.
    Danke für deinen Artikel
    Jojo

  • 22
  • 23
    Avatar Thomas says:

    Dirk C. Fleck hat Recht:

    GROSSARTIG!

  • 24
    Avatar Hans Lüver says:

    Sehr geehrte Redaktion
    Es scheint, die Freiheitsliebe verhindert offensiv die Kommentare. Kritik austeilen, den Mainstream verteitigen und kritische Medien verkürzt widergeben. Bravo ihr seit echt systemrelevant! Nicht falsch verstehen bitte, auch den Rubikon darf man kritisieren, aber die Qualität der Kritik….. Nein so bitte nicht.

    • 24.1
      Avatar Julius Jamal says:

      wir schalten Kommentare frei, da wir ansonsten dafür haftbar sind.

    • 24.2
      Avatar willi uebelherr says:

      Hans Luever, wenn du Fehlverhalten ansprichst, dann solltest du dies auch begruenden und nicht einfach so im Leeren haengen lassen. Ich selbst habe noch keine Erfahrungen fuer den blog „die freiheitsliebe“. Aber in der kurzen Zeit sehe ich bisher keine Einschraenkungen. Allerdings weiss ich nicht, ob nun doch kommentare blockiert wurden. Julius sagt ganz klar NEIN. Jetzt bist du gefordert.

  • 25
    Avatar Libertad says:

    Der Berufspolitiker Jens Spahn ist gelernter Bankkaufmann und entscheidet über die Gesundheit von 80 Millionen BürgerInnen. Was qualifiziert diesen Mann dazu? Die meisten PolitikerInnen sind auf ihrem Gebiet Hobby-ExpertInnen, und dennoch treffen sie weitreichende Entscheidungen. Warum sollte dann nicht auch ein Elektriker bei Rubikon seine Meinung äußern dürfen, womit weitaus weniger Schaden angerichtet werden kann? Jens Spahn plappert das nach, was ihm die Pharma-Lobby nahelegt. Ein Journalist bei Rubikon acht sich immerhin noch eigene Gedanken, das ist der Unterschied.

  • 26
    Avatar MaBell says:

    Zwei bis drei Experten sind es eben nicht, sondern erheblich mehr, über den gesamten Erdball verteilt. Letztlich ist sogar der noch hofzugelassene Virologe Prof. Streeck in seiner Analyse des in Heinsberg von ihm vorgefundenen eher der Wodargschen These zuzuordnen, denn der des RKI plus Drosten.
    Am unverständlichsten ist mir dabei jedoch, dass man es nicht schafft oder schaffen will, alle Wissens- und Erfahrungsträger im Interesse der Problemlösung mal zusammen zu bringen.
    Das Zahlenärgernis verbessert die Glaubwürdigkeit des RKI und Drostens nicht.

  • 27
    Avatar Andreas Schlüter says:

    Siehe auch:
    “2020: The State of Affairs – 2020: der Stand der Dinge”: https://wipokuli.wordpress.com/2020/03/21/2020-the-state-of-affairs-2020-der-stand-der-dinge/
    Beste Grüße

  • 28

    […] Corona-Krise: Kritik an der Rubikon-These: „Die Welt hat einen Männerschnupfen.“ Beitrag von Florian Kirner (7. April 2020). Quelle: Die Freiheitsliebe. Dein Portal für einen kritischen Journalismus. […]

  • 29
    Avatar Elke Zwinge-Makamizile says:

    Mir hat der Artikel sehr gut gefallen, gerade auch wegen der Überlegung, dass Viren und Bakterien grundsätzlich in der heutigen Welt in großen Städten, in Armutsverhältnissen, schlechter Hygiene, Unterernährung, durch Sanktionen von der Gesundheitsversorgung abgeschnitten und Kriegszerstörungen große Chancen der Verbreitung haben werden.
    Solange kapitalistische, skrupellose Profitinteressen, wie vom Autor geschildert, Situationen der Abhängigkeit schaffen (B.u.M Gates Foundation und so viele andere) diese on ihnen ausgenutzt werden wie beispielsweise bei der Schweinegrippe, ist eine wirkliche Oroblemlösung nicht in Sicht.
    Die Menschheit braucht aber an dem Punkt, an dem sie ist, einen vorausschauenden Blick in die Zukunft.
    Die Gefahren der Verbreitung von Viren im allgemeinen, harmloserer oder auch sehr gefährlicher Art wie z.B. Ebola (schrecklicherweise auch die Gefahr von biologischen und chemischen Waffen) verlangen nach globalen Lösungen.
    Mit Erleichterung stelle ich fest, dass es im Zusammenhang mit Corvid-19 eine internationale Zusammenarbeit gibt, die an der Entwicklung von Medikamenten (Impfstoffen) arbeitet.
    Es kommen Angebote zur globalen Zusammenarbeit verstärkt aus China, erfreulicherweise in der gemeinsamen Forschungsarbeit mit Cuba.
    Ich sage „erfreulicherweise“, weil hier das realisiert werden könnte, was sein müsste, nämlich entgegen der westlichen größten Privatisierungen, den Patenten, die kapitalist. Profitmaximierung so weit zurück zu drängen, dass globale Lösungen (in win-win-Weise) die treibende wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Kraft sein kann und muss.
    Sonst sieht es sehr schlecht aus für die Zukunft unserer Welt! Ich hoffe nur sehr, dass viele im Kapitalismus Eingebundene, Schritte machen können zu neuen Alternativen der Zusammenarbeit.
    Konkrete Kriegstreiberei der USA/Nato wie Defender 2020 in Europa und im Pazifik zeichnen allerdings ein düsteres Bild. Kooperation statt Konfrontation ist jedoch in jeder Hinsicht letztendlich überlebenswichtig notwendig.
    Ich bin erfreut, dass mehr und mehr Fachleute sich mittlerweile äußern, unabhängige Virologen, Stastiker, engagierte Rechtsanwälte mit Sachverstand. Dieser Artikel aus der Sicht eines linken Historikers hatte gefehlt.

  • 30
    Avatar willi uebelherr says:

    Liebe freunde, ich will euch hier einen text weitergeben, den ich zum thema hier in Aufstehen fb-gruppen und -Forum eingestellt habe.

    Florian Kirner, Coop AntiWar Cafe Berlin und Rubikon

    Kritik des Rubikon in der Corona-Krise
    Florian Kirner, 7.4.2020
    https://diefreiheitsliebe.de/politik/kritik-des-rubikon-in-der-corona-krise/

    Rubikon und der „alternative Mainstream“ in der Corona-Krise
    Heinrich Buecker, Doris Pumphrey, 8.4.2020
    https://cooptv.wordpress.com/2020/04/08/rubikon-und-der-alternative-mainstream-in-der-corona-krise-von-doris-pumphrey/

    Liebe freunde,

    da haben sich die DummschwaetzerInnen wieder mal getroffen. Auf dem blog „die Freiheitsliebe“ gibt es auch eine Kommentarfunktion. Meinen Kommentar zum Text von Florian Kirner koennt ihr dort neben so vielen anderen lesen. Ich will mich mit dieser personalisierten Schlammschlacht nicht eiter beschaeftigen.

    Aber in dem Text von Coop Antiwa Cafe Berlin, eigentlich ja nur Heinrich Buecker, taucht nun die Dummschwaetzerin Doris Pumphrey auf. Sie gibt einen text einer Email von Wolfgang Wodarg weiter und kommentiert ihn mit ihrem Schwachsinn. Das wird dann im Coop Antiwar Cafe mit froehlicher Lust weitergeben.

    Herr Wodarg reagiert voellig richtig auf die Sperre seines blogs bei Jimdo. Auch ich rufe dazu auf, diese Email ueberall zu verbreiten. Gut, das Coop Cafe mit Heinrich Buecker hat es auch getan. Aus Schadenfreude oder nicht? Ich weiss es nicht.

    Hier der Text aus dem Coop Text:

    „Liebe Freundinnen und Freunde der Demokratie,

    als gestern Tiger und Löwen in New York auf SARS-CoV-2 positiv getestet wurden, und damit bewiesen wurde, dass der von der WHO, CDC und RKI empfohlene Test eben nicht spezifisch für eine menschliche Erkrankung ist, und dass er nichts medizinisch Relevantes aussagt sondern nur dazu dient, die Welt in Panikschranken einmauert, da wurde meine Homepage ausgeschaltet! Jetzt wird es vollzogen: Unser Grundgesetz ist ausser Kraft.

    Meine Diagnose: Wir sind das Volk. Bei uns und anderswo klingt eine normale Grippewelle ab. Es gibt keine „Pandemie“ es gibt nur die Angst davor. Die Angst beruht auf einer gemeinen Lüge. Die Seuche ist politisch!

    Meine Therapie-Empfehlung: Wir sind das Volk in einer Demokratie und stehen fest auf dem Boden unseres Grundgesetzes. Wir müssen jetzt zum zweiten mal in Deutschland zeigen, das wir uns nicht einmauern lassen. Wir bleiben friedlich, aber wir bleiben zusammen und wir gehen auf die Strassen. Wir fordern den Rücktritt der Regierung, wenn diese nicht unverzüglich die Corona-Lüge beendet. Unsere Angst wurde durch eine Lüge geschaffen. Wir werden die Lügner zur Rechenschaft ziehen auch wenn sie jetzt die Medien im Griff haben.

    Hoffnungsvolle Grüße, Wolfgang Wodarg“

    Herr Wodarg ist kein „Revolutionaer“, aber agiert „revolutionaer“. Indirekt erklaert er die Bevoelkerung zum politischen Souveraen. Es hat wohl auch bei ihm etwas laenger gedauert, bis er zu dieser Erkenntnis vordringen konnte.

    Alle Organisation aus dem parasitaeren politischen Ueberbau sind davon meilenweit entfernt. Sie hassen die Volkssouveraenitaet wie andere den Teufel oder die Corona-Viren. Ganz vorne dabei die sogenannten „Progressiven“, die sich manchmal auch „Linke“ nennen, damit es nicht ao auffaellt, was fuer einem reaktionaeren Schwachsinn sie hinterher rennen.

    Herr Wodarg war ja frueher auch mal dabei. Allerdings als Mensch mit einer stabilen Basis in den Wissenschaften der Natur hat er sich auch damals massiv mit dem dummen Geschaetz und den Luegen angelegt und so die „Schweinegrippe“ zusammen mit seinen freunden als Farce und Luegenkampagne entlarvt. Dass er jetzt wieder zum Objekt der notwendigen Ausgrenzung wird liegt tatsaechlich sehr nahe.

    Was treibt nun all jene, die den Diskurs zur Corona-Panik dazu nutzen, kritische Geister ins Abseits schieben zu wollen, um sich selbst als die leuchtenden Kerzen der kritischen Reflektion im Dunkel der reaktionaeren Propagandamaschinen auf den Tisch zu stellen?

    Vielleicht ist es ihr Gespuer fuer die passende Gelegenheit, endlich mit all denen aufzuraeumen, die ihnen schon lange die „Suppe versalzen“.

    mit lieben gruessen, willi
    Asuncion, Paraguay

  • 31
    Avatar Franz says:

    Wodarg verbreitet Thesen, die nicht bewiesen sind. Andere Virologen auch. Was sie alle unglaubwürdig macht: Sie sind eitle Typen, sie wollen ihre Visage mit allen Mitteln im Fokus der Öffentlichkeit sehen, bewundert von Fans, unterbelichteten oder intelligenten, das ist egal. Medienmasken statt Naturwissenschaftler, neben der Krise der Medien ein weiterer Ausdruck des jämmerlichen Zustandes dieser Gesellschaft. Bei Wodarg kommt hinzu, dass er absolut vertrauensunwürdig ist: Als Bundestagsabgeordneter hat er skrupellos die Agenda 2010 und alle damit zusammenhängenden sozialen Verwerfungen mit durchs Parlament gepeitscht und 1998 dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen Serbien zugestimmt, im Gegensatz zu 20 anderen, mutigeren Sozialdemokraten. Das Ergebnis: 4000 Tote und ein zerbombtes Land….

  • 32
    Avatar Michael Feucht says:

    In Einem muss ich dem Artikel recht geben: das Gefahrenpotenzial des noch wenig erforschten Coronavirus herunterzuspielen ist Leichtsinn – vielleicht auch unverantwortlicher Leichtsinn. Niemand (!) kann die wirkliche Gefährlichkeit dieses Virus derzeit seriös beurteilen. Eine Bewertung kann wohl erst im Rückblick erfolgen.
    Aber dass die bis dato veröffentlichten weltweiten Todesfallzahlen mit (nicht gleichzusetzen mit an / die Infiziertenzahlen sind bloße , statistisch nicht belastbare Zufallsergebnisse) COVID-19 , so traurig sie in jedem Einzelfall sein mögen – ich bin gewiss kein Zyniker – keinerlei Grundlage für die medial mit bisher unvorstellbarer, propagandistischer Wucht inszenierte, weltweite Massenhysterie und völlig überzogener, beängstigender Einschränkung von Freiheitsrechten und Zerstörung wirtschaftlicher Existenzen sein kann, das kann auch ein „Elektriker“ oder – wie in meinem Fall – ein Betriebswirt, überhaupt jeder klar denkende Mensch unschwer erkennen. Täglich sterben weltweit durchschnittlich 150.000 Menschen, davon in Deutschland etwa 2.600, in Italien knapp 2.000, in den USA rund 9.000. Weltweit sind das seit bekanntwerden von „Corona“ etwa 16,5 Millionen. Die etwas über 80.000 sog. „Coronatoten“ sind dabei – ich bitte um Entschuldigung – nur eine Marginalie. Eine neue Pest ist das mit Sicherheit nicht. Zu diesen nackten Zahlen kommen eine ganze Reihe weiterer logischer Ungereimtheiten. So z.B. der Umstand, dass das Virus in öffentlichen Nahverkehrsmitteln anscheinend Zutrittsverbot hat, nicht aber auf einsamen Parkbänken.
    Wozu also die tägliche mediale Bombardierung mit neuen Horrorszenarien, mal mit Bestürzung, mal mit sentimentaler Rührseligkeit oder gar mit esoterischer Naivität (hinterher wird die Menschheit eine bessere sein – wirklich?) vorgetragen? Warum wird von sog. Experten der wahre Schrecken, der angeblich erst noch (irgendwann) auf uns zukommt, geradezu heraufbeschworen?
    Muss man tatsächlich Experte sein, um die argumentative Schieflage des Mainstream zu durchschauen, wie der Artikel nahelegt? (Kleiner Exkurs: die Bezeichnung „Wirtschaftsexperte“ ist für mich im Nachgang der Finanzkrise von 2008 zu einem Synonym für Scharlatan geworden, die Bezeichnung „Virologe“ läuft gerade Gefahr, in die selbe Richtung zu gehen).
    Ich bin sehr für einen kritischen, sachlich fundierten Journalismus, der in den Mainstreammedien leider immer seltener zu finden ist, obwohl auch dort einige (z.B. die SZ und gar nicht wenige Wirtschaftspublikationen) die „offizielle“ Sichtweise kritisch zu hinterfragen beginnen. Das Format Rubikon, das ich erst seit kurzem kenne, bringt nach meiner bisherigen Einschätzung in diesem Sinne eine Reihe ausgewogener Artikel, die eine pauschale Diffamierung nicht rechtfertigen.
    Letztendlich sollte sich jeder eigenverantwortlich ein Gesamtbild aus unterschiedlichsten Quellen machen (auch im Mainstream ist nicht alles Mist). Die ganze Wahrheit zu kennen, kann keiner für sich in Anspruch nehmen, das sollte aber niemanden davon abhalten, sich mit wachem Blick ein eigenes Urteil zu bilden.
    Hoffentlich überstehen wir das Ganze einigermaßen unbeschadet.
    Michael Feucht, München

  • 33

    […] gegenüber Kritikern, wobei die meisten Alternativmedien brav mit dem Strom schwimmen und diejenigen attackieren, die es nicht tun. Es wird gar der Vorwurf erhoben, dass sich abseits des Mainstream auch Laien […]

  • 34
    Avatar Bernd Engelking says:

    Wollen sie W.Wodarg auch als Nicht-Experten dartellen? Seine Geschichte bezügliche vergangener „Pandemien“ und ähnlicher „Krisen“ ist auch erhellend. Ich empfehle mal nachzuforrschen, insbesondere wenn man sich unsicher ist. Gleichsam sollte man die der anderen gewichtigen Akteure der vergangenen Fälle mal aufdecken, auch im Zusammenhang mit den Kapitalgebern. Im Zusammenhang mit etwas biologischen Wissen wird dann doch einiges deutlicher und vor allem logischer.
    Dieser Artikel ist aus meiner Sicht nur mit einem Mangel an Informationen erklärbar.

  • 35
    Avatar Elke Zwinge-Makamizile says:

    Guten Tag, ich hatte gestern gegen 23 Uhr einen längeren Kommentar geschrieben, den sie nicht abgedruckt haben.
    Warum?

    Leider hatte ich den Text nicht sicherheitshalber für mich kopiert.
    Falls sie den Kommentar nicht veröffentlichen wollen, bitte ich Sie, ihn mir an meine Mailadresse zurück zu schicken.
    Danke!

  • 36
    Avatar Dobbie Pennie says:

    Habe mir aufgrund der Kommentare mal die vielzitierte Seite Euromomo angesehen.
    https://www.euromomo.eu/
    Woche 14: “ […] show(s) a steep increase in excess all-cause mortality overall for the participating European countries, related to the COVID-19 pandemic.“
    Das scheint mir doch gerade den Behauptungen der Leute zu widersprechen, die diese Seite so gerne als Gegenbeweis anführen…oder habe ich da einen Denkfehler?
    Die graphische Aufschlüsslung des Z-Score zeigt zudem pro erfasstem Land einen signifikanten Anstieg in Woche 14. Die Seite weist außerdem darauf hin, dass durch verzögerte Todesmeldungen die Zahlen nicht präzise sind. Sie dürften also wahrscheinlich nicht unter den gemeldeten Zahlen sein…
    Alles irreführende Zahlen?

  • 37
    Avatar ebertus says:

    Extinction Rebellion (XR), über die Florian Kirner nach meiner Erinnerung einige begesterte Artikel bei Rubikon und bei KenFM schreiben durfte, diese Endzeitapokalyptiker wurden sehr plötzlich vom großmedialen System aus der medialen Aufmerksamkeit genommen; als sich deren Chef (angeblich) antisemitisch äußerte.

    Macht der Autor hier nun in Sachen Corona genau da weiter, wo er bei XR aufhören musste?

  • 38

    Ich beziehe mich auf diese Stelle von dir: „Wenn Wodarg und Co. nämlich irren und Covid-19 sich tatsächlich als weitaus gefährlicher als „eine normale Grippe“ herausstellt, wenn Corona kein Fake und keine Hoax ist, sondern eine echte, globale, gesundheitliche Bedrohung – dann werden alle diese Medien, auch mein einst geliebter Rubikon, eine nicht mehr reinzuwaschende Schuld auf sich geladen haben.“

    Nun ist es ja gerade der eigentliche Sinn einer wissenschaftlichen Vorgehensweise, dass man alle nur denkbaren Szenarien durchdenkt und einbezieht. Es könnte also durchaus der Fall eintreten, dass Wodarg falsch liegt, aber die Nebenwirkungen der Eindämmung des Virus noch „fälscher“ sind, also Wodarg doch wieder richtig liegt. Wir müssten dazu Zahlen vergleichen, nämlich die Zahl der sicher nachgewiesen an Corona-Gestorbenen im Vergleich zu den Folge-Toten der eindämmenden Maßnahmen, die ich nur andeuten kann (Suizide durch Arbeitsplatzverlust und Verzweiflung, Nosokomiale Infektionen usw.).

    Es könnte also der Fall eintreten, dass Wodarg falsch liegt (also Corona tatsächlich gefährlich ist), aber die überschießenden Maßnahmen zu noch mehr Toten führen, es also besser gewesen wäre „nichts“ zu tun.

    Meine Kritik an den Epidemiologen/Virologen wäre also, dass nirgendwo die Toten durch die eindämmenden Maßnahmen ausführlich und offen diskutiert werden bzw. schon in früheren Papieren nachlesbar sind und ausführlich untersucht wurden.

    Entweder bin ich ein guter Berater und stelle abgewogen meine Szenarien und Zahlen vor oder ich bin einseitiger (also schlechter) Berater und lasse die Nebeneffekte weg (obwohl ich sie kenne) oder habe sie nie durchdacht.

  • 39
    Avatar Rolf Turboheizer says:

    Es ist schon sehr befremdlich wenn im Fernsehen der Interviewpartner als Experte angepriesen wird. Im gespräch stellt sich meistens schnell heraus das derangebebliche Expertenur ei Exoperte im Täuschen des Fensehvolks ist. Anscheinend ist gesunder Menschenverstand im Land nicht mehr gefragt.Entgegen aller Aussagen der Politik werden wircorona erstlost wen die Rate der Immunen Bürger bei 60-70 % liegt.Und in Heinsberg, einer Hochburg der Ansteckung, lag die Rate bei 15%. Jeder, der rechnen kann, wird zu der Erkenntnis kommen das es entweder bis zum Impfstoff, oder bis weit ins nächste Jahr mit der Krise dauern wird. Eigentlich wäre es besser so zu verfahren das alle Intensivbetten ständig belegt sind.Umso weniger lang wird die Zeit bis das Virus erköscht.

  • 40
  • 41

    […] Florian Kirner, der einer der Mitbegründer des „rubikon“ war, rechnete mit der kategorischen Grundhaltung des Magazins ab, so lässt sich sein Text auf der „Freiheitsliebe“ jedenfalls […]

  • 42
    Avatar walter says:

    “Er hat das Magazin „Rubikon“ 2017 mit aus der Taufe gehoben.“ Warum schreibt er denn hier darüber?

    • 42.1
      Avatar Pierre Dole says:

      Steht im Text:
      „Autoren, die die Sache anders sehen, kommen nicht mehr zu Wort. (So wurde auch dieser Artikel von Rubikon abgelehnt.)“

  • 43
    Avatar walter says:

    In der Zeit, in der mein Kommentar auf Freischaltung wartet,
    13. April 2020 – 20:32 um 20:32 Uhr, habe ich mich mühsam durch die zahlreichen Kommentare gelsen und leider erst daraus indirekt über die “Hintergründe“ erfahren. Schade. Das ist eine weitere Herausforderung an meine Ambiguitätstoleranz.

  • 44
    Avatar M. Zedler says:

    Sehr guter Artikel, Herr Kirner,
    ich hoffe sehr, dass den Lesern, die der Meinungsmache von Rubikon und Wodran so ganz und gar erlegen sind auch bald die Schuppen von den Augen fallen. Unverantwortlich und einfach zynisch, die tödliche Gefahr immer noch zu verharmlosen. Nach eiligen Massenbestattungen Italien, Iran und USA.
    Bis vor vier Wochen habe ich selbst auch noch gedacht und gehofft, dass dieses Virus nur eine ausgeprägte Grippe sei. Doch die tägliche Realität belehrt und brutal, oft tödlich, man kann es nicht wegdiskutieren. Wie verblendet kann man sein, dies nicht zu erkennen?
    Ich frage mich, ob diese Leute sich auch wagen, einer bis zum Zusammenbruch erschöpften Krankenschwester der Intensivstationen von Bergamo, Spanien bis New York in die Augen zu sehen und immer noch von einem Fake Virus und staatlicher Panikmache zu sprechen, nachdem dort wieder hunderte Tote in einer Nacht beklagt werden, Ärzte und Pfleger verzweifelt, weinend, selbst unter den Todesopfern. Menschen mussten gehen, deren Leben man verzweifelt versuchte zu retten.
    Vom geschützten Schreibtisch im Wohlstandsland aus lässt es sich leicht kritisch tönen, medizinisch unqualifiziert natürlich. Ich bezweifle, dass jemals einer der Autoren einen geliebten Menschen ohnmächtig an Corona verloren hat, dort bis an die Grenzen der Kraft gearbeitet hat, wo es jetzt wirklich brennt. Wenn dann im Rubikon geschrieben wird, die Statistik sei falsch, die Alten mit den Vorerkrankungen sind nicht an sondern mit Corona gestorben, dann ist das ein eiskalter Zynismus, der mir unerträglich ist.
    Vermutlich weil wir hier in Deutschland gerade wieder viel Glück haben und uns das recht besonnene Handeln unserer Regierung uns noch vor katastrophalen Sterberaten bewahrt, geht es uns so gut, dass es diese irrsinnige „Blüten“ treibt.
    Vielen Dank Herr Kerner auch für den Blick in die Geschichte und für Ihre klare und angemessene Sicht! Hoffentlich lesen es viele!
    D. Zedler

  • 45
    Avatar Horst Kaiser says:

    Einen gewissen Respekt erwarb sich Kirner in meinen Augen, als er den Mut hatte, sich öffentlich von der gegen KenFM gerichteten Rufmordkampagne zu distanzieren, als deren Wortführerin sich damals Jutta Dittfurth in Form eines Reputations-Harakiri positionierte. Um so mehr bin ich von der hier veröffentlichten Stellungnahme Kirners enttäuscht. Schon die bieder-engstirnige, in Endlosschleife wiederholte Parole „Schuster bleib bei Deinem Leisten!“ ist – zumal wenn sie aus dem Munde eines Künstlers kommt – abgeschmackt, ganz davon abgesehen, dass sie hier auch sachlich falsch ist. Die Tatsache, dass die staatliche Medienmacht eine begrenzte Gruppe von „Wissenschaftlern“, die gerade in einem ähnlich gelagerten Fall dem Anspruch auf unabhängige Urteilsbildung nicht gerecht wurden (Schweine-Grippe-Kampagne), immer wieder zu einseitiger Öffentlichkeitswirksamkeit verhilft, wird hier in Retourkutschen-Manier gegen Jens Wernicke gewandt, – eine schlicht unfaire Debattenform. Entscheidend aber: Kirner scheint nicht auf der Höhe der seit Wochen wogenden Auseinandersetzung um dies Thema zu sein, er scheint gar nicht notiert zu haben, das immer mehr in- und ausländische Experten ihre sachlich begründeten kritischen Stellungnahmen zur staatsoffiziellen Auffassung dargelegt haben. Dass nachweislich manipulative Zahlen-Abrakadabra, dass uns alltäglich von den aus Zeiten der Schweinegrippe Verdächtigen als „Wissenschaft“ geboten wird, ist so peinlich, dass Kirners pluralistisches Seriositäts-Getue nur als Deckmäntelchen von Feigheit beeindruckt: Prinz Chaos fürchtet plötzlich, dass ihm alle Steine aus der Corona fallen könnten.

    • 45.1
      Avatar Empirikerin says:

      Florian Kirner hat schon früher eingefordert, dass derjenige, der journalistisch kommentiert, einordnet, erläutert auch fundierte Fachkenntnis diesbezüglich hat. Und hat sich zumeist auch selbst daran gehalten, dass er zu naturwissenschaftlichen Fragestellungen nichts sagen kann. Seine Analysen hat er auf Basis des historischen Politikwissenschaftlers gedacht, erweitert um kulturwissenschaftliche Herangehensweisen. Dass er auch Künstler ist, ist nicht die Basis seines Artikels. Er fordert hier auch nicht, dass man sein Leben in der Enge des erstmals erlernten Berufs verbringt, sondern, dass man Einschätzungen fachlich fundiert vorbringt, wenn man als Journalist solche veröffentlicht. Und dass er bei seinen Kollegen danach fragt und das einfordert, ist legitim – und mutig, weil er einen Bruch mit Rubikon – einem wesentlichen Medium für Kirners Veröffentlichung – und seinen dortigen Freunden risikiert. Und er spielt sich nicht auf, als Politik- und Kulturwissenschaftler etwas zur Gefährlichkeit eines Virus aussagen zu können – schon gar nicht zu Zahlen und Statistiken – wie es die beiden kritisierten Kulturwissenchaftler meinen in einem öffentlichen, seriösen Medium tun zu können. Und im Unterschied zu jenen, die nun nur mit Zahlen und Statistiken argumentieren (ohne gelernt zu haben, deren Stellenwert und Relativität zu verstehen), ist im die Möglichkeit des Irrtums wohl bewusst. Die vorsichtige Skepsis des selbstständig Denkenden und zwischen den einseitigen Polen Abwägenden sowie desjenigen, der einen Bezug zu den Menschen hat, um deren Leben und Sterben es hier geht, vielleicht auch die Bilder aus Italien und die Berichte aus Spanien im Sinn, all das lässt zur Vorsicht mahnen, zum Innehalten aufrufen. Das hat nichts mit eitlem Selbstbezug zu tun. Es geht hier um die Glaubwürdigkeit des Rubikon, dem Kirner verbunden ist, darum, dass ein Medium, welches Diskurs und Auseinandersetzung will, zunehmend starr und einseitig wird und, verdammt noch mal, um viele viele Menschen, die durch einen möglichen Irrtum, der bei dem Beharren auf bestimmte Zahleninterpretationen passieren kann, ersticken oder schwer geschädigt zurückbleiben. Das zu ignorieren um intellektueller Rechthaberei oder journalistischer Profilierung willen, ist verantwortungslos und lebensfremd.

  • 46
    Avatar Gero Weiland says:

    Der traurige Absturz des Florian Kirner, der nun den modernen Totalitarismus unterstützt.
    Er könnte / sollte es besser wissen: er hätte nur bei Markus Lanz zuschauen müssen, als der Hamburger Chef der Rechtsmedizin, Professor Püschel, erklärte,
    – dass in Hamburg noch keiner an Corona starb
    – dass das RKI die Öffentlichkeit über die Corona-Gefahr täuscht, indem sie jeden, der sich beim Sturz von der Leiter das Genick bricht oder mit überhöhter Geschwindigkeit an einem Baum landet, als Corona-Toten klassifiziert, wenn man bei ihm den C-Virus findet.
    – dass er offenbar die Recherche von ARTE ignoriert, in der unter dem Titel „Profiteure der Angst“ die Machenschaften der Impfstoffindustrie erklärt wurden, mit einem Bill Gates im Hintergrund, als Hauptsponsor der WHO aber auch der Berliner Charitè, die Herrn Drosten seinen Corona-Alarmismus verbreiten lässt.

    Florian Kirner ist damit avanciert zu einem weiteren Protagonisten des modernen Totalitarismus und der Interessen der Pharma-Industrie..
    Mein herzliches Beileid für diesen Absturz!

    • 46.1
      Avatar Empirikerin says:

      Mein Beileid dazu, dass Sie Kirner’s Artikel nicht verstehen und ihn mißverstehen (wollen).
      Damit entgeht Ihnen eine Ebene des Denkens und der Wahrnehmung, die außerhalb der von Ihnen zitierten Behauptungen (deren kabarettistische Überzeichnungen – Genickbruch! – durchaus bemerkenswert sind) liegen.
      Was helfen könnte, ist „Leichter als Luft“ von demselben Kirner zu lesen, auch um von der Schwarz-Weißeritis heilen zu können. Allerdings wohldosiert in kleinen Schüben.

      • 46.1.1
        Avatar „Denken hilft!“ says:

        Danke für Ihre Kritik, ich sehe es ähnlich wie Sie. Die Menschen Interpretieren die Dinge stets in ihrem eigenen Sinne. Da helfen dann auch keine Argumente. Ich sprach mal mit Schulz von Thun darüber, was man den machen kann, wenn jemand partout und offensichtlich herum laviert und den eigentlichen Punkt z.B. bei einer Diskussion nicht erkennen (kann) oder will – also beharrlich dagegen hält, um bloß Recht zu behalten. Von Thun lächelte und meinte darauf gelassen: Da kann man nichts machen.

        Beste Grüße

  • 47
    Avatar Josef Keuner says:

    „Mir geht es wie Ihnen: Ich kann pandemiebezogen fachlich nicht beurteilen, ob das, was von der Regierung gemacht wird, „das Richtige“ ist; aber ich kann juristisch beurteilen, ob sie das, was sie zu wollen vorgibt, richtig macht – und das tut sie in vielen Fällen nicht.”
    https://www.derstandard.de/story/2000116740575/stichprobentests-licht-ins-zahlendunkel#posting-1052698718
    In Österreich wird heftig diskutiert in allen Medien, ob das österreichweite „Betretungsverbot“ (entspricht der bayr-bln-sächs. „Ausgangsbeschränkung“) verfassungskonform ist. https://www.derstandard.at/story/2000116880168/womit-sich-tuerkis-gruen-in-der-corona-krise-rechtlich-angreifbar
    Und auch die Frage, wer zahlt für die Betriebsschließungen in Österreich: “Sie haben deshalb die Maßnahme auf Paragraf 15 gestützt, weil der für Betriebsschließungen geltende Paragraf 20 Entschädigungen vorsieht und man diese vermeiden wollte. Mittlerweile sind alle diese Verordnungen von den Homepages spurlos gelöscht worden. Ein Schelm, wer da denkt, man will weiterhin den gesetzlichen Entschädigungsansprüchen entkommen.” Zitiert wurde Manfred Matzka. Er war über 15 Jahre der höchste Beamte der Republik Österreich. https://www.derstandard.at/story/2000116589247/husch-pfusch-gesetze-zahllose-erlaesse-das-virus-im-massnahmengesetz

    Hier in Deutschland dazu: nichts. Die RAin Bahner und KenFM sind die Sorte Kritiker, deren schlechte Kritik&Geraune mich eher von der kritisierten Sache überzeugt. Dass de facto alle Menschen in Deutschland zu seuchenpolizeirechtlichen Störern gemacht wurden, bedenklich – aber vielleicht möglich (vgl. Enquete-Kommission „Gefahren von AIDS und wirksame Wege zu ihrer Eindämmung”, BT- Drucksache 11/7200, S. 176f.) aber dass wie in Österreich die möglicherweise die „falsche“ Rechtsgrundlage zur Vermeidung der Entschädigung für Betriebsschließungen gewählt worden ist, ist bei Mainstream- oder Alternativmedien offensichtlich kein Thema. Daher finde ich das Lamento im Artikel unschicklich. Ich erwarte von Jeder journalistischen Arbeit, dass sie kleinteilig präzise und anwendungsbezogen kritisieren kann. Fachkenntnisse sind hilfreich, aber auch erfragbar: Lesen Sie den Wiener Standard oder Falter; die machen’s vor. Warum ist das Lesen im Sitzen und im Stehen im Park verboten; warum gibt es die verlorenen Zuschüsse? Mißtrauen gegenüber den einzelnen regierungsamtlichen Erklärungen, bitte! Große Allgemeinbetrachtungen über Gott&Welt&Krankheit sind im Privaten oder bei den SchriftstellerInneN und anderen Kunstmenschen besser aufgehoben. Und für die Verharmloser von COVID-19 sei empfohlen: https://fragdenstaat.de/dokumente/4123-wie-wir-covid-19-unter-kontrolle-bekommen/ (hierher via telepolis)

  • 48
  • 49
    Avatar Denken hilft says:

    Hallo, Florian.

    Vielen Dank für deinen aus meiner Sicht punktgenauen Beitrag! Es ist selten geworden, dass ich selbstkritische und sachliche Reflexion über alternative Medien gelesen habe. Ich möchte es mal so formulieren: Ich erlebe immer häufiger Phänomene aus der Gruppenpsychologie in der Form, dass die Sicht alternativer Medien pauschal gut ist und alles andere böse bzw. falsch. Dabei ist die Mechanik so simpel wie offensichtlich – es geht um „wir gegen die“, um Selbsterhöhung und Abwertung, Stigmatisierung und Spaltung. Vor allem aber um narzisstische Selbstprofilierung. Und wehe, man äußert Kritik daran oder mahnt zu Maß und Vernunft. Schon gilt man als Nestbeschmutzer, Verräter und Teil einer rechten Querfront.

    Anfangs habe ich den Rubikon als Alternative zu den Nachdenkseiten wirklich gern gelesen. Nach relativ kurzer Zeit hat mir allerdings eines massiv gestört. Nämlich die marktschreierische Aufmachung und eine moralische Überheblichkeit, bei der grundsätzlich immer auf allem herum gehackt wurde, was nicht der eigenen Weltsicht entsprach. Viele Beiträge finde bzw. fand ich was Sachinformationen betrifft farbneutral und daher gut, aber der überhebliche Tenor der Artikel (wir gut, die böse) hat mich massiv gestört. Eben insbesondere weil diese Medien sich als Alternative um ihre Glaubwürdigkeit bringen, wenn sie es selbst nicht besser machen als diejenigen, die sie vor allem im Establishment kritisieren.

    Also nochmal Chapeau, dass du dich da gerade gemacht hast 👍🏻

  • 50
    Avatar Volker says:

    Hallo,
    Herr Wodarg hat mit seinen Vorhersagen bisher recht behalten. Zudem gibt es auch noch so etwas wie Wissenschaft. Nur leider weicht die wissenschaftliche Studienrealität doch sehr weit von der Meinung die von Politik und Mainstream vertreten wird ab.
    Die hinter der WHO stehenden Menschen, wie Bill Gates und Stiftung, treiben seit Jahren ein falsches Spiel, dafür muss man nur mal nach den vergangenen Skandalen suchen, wie z.b. die Impfversuche mit Todesfolgen an in Armut lebenden indischen Mädchen. Auch sein Engagement für Monsanto und RoundUP in Indien und Afrika sollte Fragen aufwerfen. Und Warum ist eigentlich die ehemalige Partei des aktuellen WHO Präsidenten in der HomelandSecurity Terroristendatenbank gelistet?
    Achja und wer hat nochmal den WHO Chef hochgebracht, auch die liebe Bill und Melinda Gates Stiftung.
    Vielleicht sollte der Author dieses Beitrag einfach mal ein wenig recherchieren, als andere zu verdächtigen.

  • 51
    Avatar Diefreiheitsliebe@florianmeier.de says:

    Vielen Dank, der Artikel spricht mir aus der Seele!

  • 52
    Avatar Harold Smith says:

    Vielen Dabk Florian, für diesen Artikel, welcher den Taum zwischen den Mainstream und Alternativen Medien in dieser Sache aufmacht, welcher schon mit der Position zur Klimakrise sich abzeichnete. Der Raum ist das Alternative der Medien und der Mainstream was sich gerade da reinmischt. Ich kapier das nicht und glaube zum ersten mal daran, das hier ein anderer Hegemon den westlichen Mainstream mittels gezieltem Infowar aufmischt. Hat mich bei KenFM überrascht bzw. schön das da jetzt Klarheit hereinkommt.

  • 53
    Avatar Pierre Dole says:

    Ich teile Kirners Kritik und möchte sie mit den Worten von Harald Lesch unterstreichen:

    Viele haben zwar eine Meinung, aber keine Ahnung.