Deutschland hat kein Interesse an einem Kompromiss mit Griechenland

8. Juli 2015 - 18:50 | | Politik | 0 Kommentare

Über die Perspektiven Griechenlands und welche Wege das Land gehen könnte gibt es in Deutschland viele Diskussionen. Die NAO-Berlin hat unter dem Titel „Ehrenwerter Kompromiss oder Kapitulation“ eine Veranstaltung zu der Entwicklung in Griechenland organisiert. Bei der Veranstaltung wurde klar, dass das Kapital kein Interesse an einem Kompromiss hat, der den Menschen in Griechenland dient.

Bei der Veranstaltung haben Lefteris Arabatzis von Antarsya Berlin und Tobias Hansen von der NAO-Berlin deutlich gemacht, dass es in Deutschland keinen wirkliches Interesse gab an einem Kompromiss, sondern der Fokus auf eine Demütigung Griechenlands und die Bekämpfung jeglicher sozialer Standards gelegt wurde.

In seinem Beitrag macht Tobias Hansen deutlich, dass es nicht ausreicht, wenn Griechenland nur ein paar bessere Forderungen erkämpft. Er erklärt klar, dass es neben einem aktiven Nein auch eine Perspektive gibt, die den Menschen langfristig Verbesserungen ermöglicht und sich die Menschen selbst diese Verbesserungen erkämpfen müssen.:

Lefteris macht deutlich, dass das Referendum bei dem Kapital und den Eliten Ängste erzeugt hat, weswegen diese die mediale Fokussierung auf die Schürung von Ängsten gelegt haben. Für Griechenland fordert er die Verstaatlichung der Banken, einen Austritt aus dem Euro, die Einführung einer neuen Währung und den Bruch mit der EU, sowie dem Neoliberalismus.

Einig sind sich beide, dass SYRIZA die falschen Hoffnungen in die EU endlich aufgeben muss und stattdessen anfangen sollte, eine Alternative für die Menschen in Griechenland aufzubauen.

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