Foto © Aufstehen gegen Rassismus

6.000 demonstrieren gegen Rassismus und AfD

Heute finden in Mecklenburg-Vorpommern Wahlen statt, die Umfragen sagen einen Rechtsruck und ein AfD Ergebnis von bis zu 23 Prozent voraus. Dieser Rechtsruck wird von vielen Seiten kritisch betrachtet, in Berlin sind gestern 6000 Menschen auf die Straße gegangen um ihre Ablehnung der aktuellen Entwicklung zu zeigen, organisiert wurde das ganze vom Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus„,

Die Demonstration, die im Berliner Westen am Adenauerplatz begann endete kurz hinter der AfD-Zentrale, vor der eine symbolische Mauer aus roten Kartons errichtet wurde. Die Demonstration selbst war in verschiedene Blöcke unterteilt, wovon den größten das Blockupy-Bündnis unter dem Titel „grenzenlos feministisch – grenzenlos solidarisch – grenzenlos antikapitalistisch“ stellte. Doch auch die Linke, die treibende Kraft im Bündnis, und die Gewerkschaften unter Führung von ver.di stellten größere Blöcke. Die Gefahr, die vom Rechtsruck ausgeht, wurde auch von Linken in anderen Ländern erkannt, weswegen sich sowohl Aktive der österreichischen „Neuen Linkswende“ als auch der polnischen „Razem“ an der Demonstration beteiligten. Zu Beginn der Demonstration fand eine Talk-Runde zwischen Politikern von Linken, Grünen und SPD statt, sowie verschiedene Redebeiträge. Den Abschluss bildete ein Konzert sowie weitere Reden, darunter die des Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime, Ayman Mazyek. „Wenn eine Kirche, eine Synagoge oder andere Glaubenseinrichtung angegriffen werde so ist das Angriffe auf uns“ erklärte er, dabei wäre es wünschenswert, wenn diese Position auch von allen anderen Gruppen im Umgang mit Muslimen gelten würde.
Die Demonstration stellt einen guten Auftakt für weitere Aktionen gegen Rassismus dar und zeigt das breite Bündnis eine wichtige Einheit ermöglichen an der auch radikale Linke partizipieren sollten.

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