Linke in den Nachrichten deutlich unterrepräsentiert

18. Mai 2016 - 11:17 | | Kultur | 6 Kommentare
Präsenz im April - Quelle: IFEM, Köln
Präsenz im April - Quelle: IFEM, Köln

Auch wenn das Internet immer mehr an Bedeutung gewinnt, so sind herkömmliche Nachrichtensendungen noch immer eine der Hauptinformationsquelle für viele Menschen. Die öffentlich-rechtlichen Sender haben dabei den Auftrag neutral und ausgewogen zu berichten, bei einem Blick auf den Anteil der Parteien in den Nachrichten wird deutlich, dass dies nicht der Fall ist, denn die Linke ist unterrepräsentiert.

Ein Bericht des Infomonitors hat die Präsenz der Parteien in den Nachrichtensendungen im Monat April gemessen und kommt zu interessanten Ergebnissen. Am häufigsten kamen Politiker der CDU in die Nachrichten, nämlich 402 mal, bei der vergangenen Bundestagswahl erzielte die Partei 34,1 %. Darauf folgte mit deutlichem Abstand die SPD, ihre Politiker wurden 238 mal im o-ton zitiert (Wahlergebnis 2013: 25,7 Prozent). Mit weiterhin deutlichem Abstand folgten die Grünen, ihre Politikerinnen und Politiker wurden 120 mal zitiert, nach der Bundestagswahl stellte sie durch ihr Ergebnis mit 8,4 Prozent die schwächste Fraktion. Mit einigem Abstand folgt die CSU, die 80 o-Töne hatte (Ergebnis 2013: 7,4 Prozent). 64mal kam die FDP zu Wort, obwohl sie es nicht in den Bundestag schaffte, wie auch die AfD, die es mit 53 Zitaten ins Fernsehen schaffte. Am seltensten kam die Linke vor, obwohl sie Oppositionsführerin ist, wurde sie nur 52 mal zitiert. Ähnlich ist es bei den meist zitierten Politikern, auch dort ist in der Liste nur einer von ihnen, der Fraktionsvorsitzende Dietmar Bartsch.
Es ist nicht das erste mal, dass nachgewiesen wird, dass die Linke in den Medien unterrepräsentiert ist. Eine Partei, die sich klar gegen die herrschenden Eigentumsverhältnisse steht, scheint leider auch im aktuellen Medienbetrieb keine Chance zu haben, außer es herrscht Streit.

Quelle: IFEM, Köln

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
Ihr findet mich auf: Facebook

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

6 Kommentare

  • 1
    Meh sagt:

    Oh nein!
    Und Bayern München wird öfter in den Nachrichten erwähnt als Darmstadt 98! 😮
    SKANDAL!

  • 2
    Maria von Finnentrop sagt:

    Gysi und Wagenknecht sind häufig in Talkshows zu sehen und werden dort in der Regel höflich und respektvoll behandelt. Linke Gewalt wird verharmlost und vertuscht. Als „rechts“ gilt man mittlerweile in den meisten Medien schon, wenn man vorsichtig Merkels Flüchtlingspolitik kritisiert. Was soll so ein Artikel ?! Überflüssig. Verfälschende Propaganda. Punkt.

    • 2.1
      Heums sagt:

      Liebe Maria von Finnentrop, du bist auch einem die Xenophobie, Chauvinismus, Hegemonie, Islamophobie, Höckes Rausschmisspolitik, Rechtspatriotismus und allgemein alles unterstützt, was dir diese Compact-Lügenpresse, die PEGIDA-Gehirnwäsche und im allgemeinen die blaubraungelbschwarzen Bösmenschen einreden. Löse dich von Ihnen, denn dann stimmst du allem zu, wofür die Freiheitlichen stehen!!!

  • 3
    Ollinger sagt:

    Nach dem ich heute Morgen diesen Artikel gelesen habe, bekam ich starke Blähungen.
    Ich bin mir sicher, dass das hier jeder wissen will!
    Genauso interessant wie der Artikel!
    In der Hoffnung, dass es mir bald besser geht,
    Verbleibe ich mit freundlichen Grüßen.

    • 3.1
      Maria von Finnentrop sagt:

      Gegen Blähungen hilft Kümmel, gegen Linksverblödung hilft nur Erwachsenwerden und Anerkennung der Realität. Dazu gehören aber Einsicht, Reflektionsvermögen und die Bereitschaft zur inneren Umkehr.
      Optimismus ist also weniger angebracht.

  • 4
    Heums sagt:

    In Wahrheit berichten die Medien für die blaubraungelbschwarzen Bösmenschen und nicht für die, die sich wie ich gegen die Bösmenschen stellen. Hier hätte ich auch eine Erklärung für das Erstarken der rechtspopulistischen AfD, die unwählbar ist, weil sie eine hegemonial eingestellte Partei ist!!!