Proteste für auf Polizeiwache gestorbenen Adama Traore

3. August 2016 - 14:22 | | Gesellschaft | 2 Kommentare
adama traore

In den USA finden in den letzten Jahren immer wieder Proteste gegen rassistisch motivierte Polizeigewalt statt, die zur Entstehung der Black-Lives-Matter-Bewegung führten. Nun gibt es auch erste Proteste in Frankreich für den am 19. Juli in einer Pariser Polizeiwache umgekommenen Adama Traore. Während die Polizei von Herzversagen als Todesursache des 24 Jährigen spricht, zweifelt sein Bruder, der mit auf der Polizeiwache war, an dieser Aussage.

In Paris demonstrierten am vergangenen Samstag 1500 Menschen für den Toten und gegen rassistische Polizeigewalt, so den Versuch den Tod zu vertuschen. Adamas Bruder Baguy, der von der Polizei am 19.07 mit seinem Bruder im Pariser Vorort Beaumont-sur-Oise in Polizeigewahrsam wurde, berichtete: „Er lag auf dem Boden, seine Hände am Rücken gefesselt, sein Gesicht voller Blut. Ich sah einen Polizisten, der uns festgenommen hatte, sein weißes Tshirt war voller Blut, dem meines Bruders. Adama starb nicht an Herzversagen, sondern durch Gewalt.“ Seine Schwester Assa Traore sagte auf der Demonstration: „Es ist mein Bruder der tod ist, morgen könnte es dein Bruder, dein Onkel oder deine Mutter sein.“ Im Anschluss daran machte sie deutlich, dass sie widerkommen würden um weiter gegen Polizeigewalt zu protestieren.

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
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2 Kommentare

  • 1
    Josch sagt:

    Das mit der rassistisch motivierten Polizeigewalt können wir getrost vergessen. Das ist lediglich ein vorgeschobene Vorwand, um uns abzulenken von den tatsächlichen Ursachen der Polizeigewalt. Nämlich dass es nicht um den Kampf Weiße gegen Schwarze geht, sondern um den Kampf reich gegen arm.

    Viele Cops und sogar Dienststellenleiter in den USA sind schwarz. Andererseits gibt es unter den Opfern der Polizeigewalt in Amerika auch viele Weiße. Z.B. jenen Obdachlosen, der bei dem Versuch, sich vor den anrückenden Cops in Sicherheit zu bringen, erschossen wurde. Amerika hat sogar einen schwarzen Präsidenten, und nichts ändert sich zum Guten für Afroamerikaner. Das eigentliche Problem dieser Opfer von Polizeigewalt sind weder deren Hautfarbe, noch die Religion, sondern deren niedriger Kontostand. Stimmt der Preis, dann stimmt auch die Hautfarbe.
    sind weder Hautfarbe, noch Religion

  • 2
    Sven Strohmeyer sagt:

    Thema: Polizeigewalt

    Plastikfolie = Schutzbewaffnung – damit das Pfefferspray besser „zur Wirkung kommen“ könnte… Interessante Auffassung von den Richtern

    http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/schlaglichter_nt/article157517566/Blockupy-Demonstrantin-traegt-Plastikfolie-auf-Kopf-Geldstrafe.html