Islamfeinde wollen in Düsseldorf marschieren

7. Dezember 2014 - 16:00 | | Gesellschaft | 2 Kommentare

Nachdem in Dresden fast 6000 Menschen dem Aufruf von Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) folgten, soll es am 8. Dezember eine Kundgebung der „DÜGIDA – Düsseldorf gegen die Islamisierung des Abendlandes“ geben. Angemeldet ist die Kundgebung am Platz des Landtages mit anschließendem „Spaziergang“. Bereits 1000 Personen haben in sozialen Netzwerken ihre Teilnahme bekannt gegeben und auch die Polizei rechnet mit ähnlich vielen Menschen.

Angemeldet wurde die Kundgebung von den beiden Düsseldorfer AfD-Mitgliedern Alexander und Angela Heumann, beide waren auch Kandidaten für die Kommunalwahl. Alexander Heumann ist Rechtsanwalt und gehört dem Vorstand der islamfeindlichen Bürgerbewegung Pax Europa an und betätigte sich zuletzt als Redner auf der Kundgebung der „Hooligans gegen Salafisten“ (HOGESA) in Hannover, die vor allem mit ihrem Bündnis von extremen Rechten und gewalttätigen Hooligans auffiel. Mit der Parole gegen eine angebliche Islamisierung, die es weder in Düsseldorf, noch in Dresden oder einer anderen Stadt gibt, versucht die islamfeindliche Rechte an das bürgerliche Spektrum anzudocken, dessen konservativer Flügel auch von der Verteidigung des Abendlandes spricht.
Um zu verhindern, dass es auch in Düsseldorf zur Etablierung von rechten islamfeindlichen Aufmärschen kommt, unterstützen wir den Aufruf des antifaschistischen Gegenprotests: „Dies gilt es zu verhindern! Die Geschichte darf sich nicht wiederholen! Lasst uns ihnen am Montag lautstark entgegentreten und ihnen zeigen, dass für rassistische Hetze kein Platz ist, weder hier noch sonstwo! Bei uns sind Geflüchtete und MigrantInnen willkommen!

Wir rufen alle Menschen, die etwas gegen rassistische Hetze haben, dazu auf, sich am 8. Dezember um 17.30 Uhr zum Protest gegen die DÜGIDA-Aktion am Johannes-Rau-Platz an der Rheinkniebrücke zu versammeln! So etwas wie in Dresden wird es in Düsseldorf nicht geben, wenn die da sind, sind wir es auch!“

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
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