Nein zu Soldatenchören in der Kirche

5. Dezember 2014 - 14:00 | | Gesellschaft | 1 Kommentare

Weihnachten soll eine Zeit des Friedens und der Glückseeligkeit sein, so zumindest die Aussagen von evangelischer und katholischer Kirche. Dem widerspricht aber der Auftritt von Militärskorps in verschiedenen Kirchen, meint der Dietrich-Bonhoeffer-Verein und hat sich mit einem offenen Brief an den Rat und die Synode der evangelischen Kirchen gewendet, den wir hier dokumentieren wollen:

Sehr geehrte Damen und Herren,
mit großer Sorge haben wir erfahren, dass Militärkorps der Bundeswehr etwa 50 Adventskonzerte in verschiedenen Kirchen in Deutschland planen. Dies halten wir angesichts der momentanen, gewaltvollen und kriegerischen Konflikte in der Welt für bedenklich. Nach Selbstaussage der Bundeswehr dient die Militärmusik dazu, „Bundeswehr in sympathischer, für jedermann leicht nachzuvollziehenden Form erfahrbar“ zu machen und „die Bundeswehr nach innen und außen zu repräsentieren.“

Diese Art der „Agenda Attraktivität“ (Ministerin von der Leyen) halten wir für bedenklich und nicht mit der adventlichen Friedensbotschaft im Einklang. Militärmusik dient also als Sympathiewerbung für das Militär. Dies sehen wir unvereinbar mit der Weihnachtsbotschaft, deren zentraler Inhalt für uns der Frieden ist, den Gott auf dieser Welt ermöglicht hat und ermöglichen will. Es ist echter Friede, der mit der Friedenspropaganda der „Pax Romana“ eben so wenig zu tun hat wie der momentane Versuch, Gewalt durch Gewalt einzudämmen.
Militarismus in der Kirche ist das falsche Signal der Kirche in dieser konfliktreichen Zeit und begünstigt eine weitere Militarisierung unserer Gesellschaft. Wir rufen Sie daher inständig auf, sich grundsätzlich gegen Militärkonzerte in Kirchen auszusprechen. Für Ihre weitere Arbeit wünschen wir Ihnen Gottes Segen und eine friedensbringende Adventszeit!

Im Namen des Dietrich-Bonhoeffer-Vereins verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Detlef Bald, Stellvertretender Vorsitzender

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
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Ein Kommentar

  • 1
    Peter sagt:

    Lassen Sie sich doch von den Kirchen und ihrer Scheinheiligkeit und Blutschuld nicht für dumm
    verkaufen !
    Merkt die Menschheit nach fast 1800 Jahren Heuchelei noch immer nichts ?
    Die Kirchen sind erst im 4.Jahrhundert durch Kaiser Konstantin entstanden,und auch das Kreuz als
    „Markenzeichen“ dieser Konstantinischen Kreuz-Sekten,die mit dem von Jesus Christus eingeführten
    Christentum kaum etwas gemeinsam hat.

    Obwohl nicht alles der wahren jesuchristlichen Lehre entspricht,ist hier –> http://www.theologe.de <– viel
    nützliche Info zu erhalten.
    Auch auf http://www.spart-euch-die-kirche.de , http://www.itccs-deutsch.blogspot.com.
    Und das super-Info Buch : Der Steinadler und sein Schwefelgeruch.

    Danach werden Sie keinen Respekt mehr vor diesen dunklen und menschenverblödenden
    Wirtschaftskonzernen haben !

    Ich wünsche Ihnen keine falsche Be-leuchtung , sondern die richtige Er-leuchtung !