4 Beispiele für prominente homophobe Deutsche

29. November 2014 - 16:00 | | Gesellschaft | 1 Kommentare

Die Mehrheit der Deutschen  ist für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, nach einer Umfrage von RTL sprachen sich 65 % der Befragten dafür aus. Allerdings gibt es 35 %, die der Meinung sind Schwule und Lesben sollten weniger Rechte haben, zu diesen zählen auch verschiedene Prominente aus Politik und Medien. Wir haben 4 prominente Beispiele für homophobe Positionen rausgesucht:

Nummer 1: CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt

Dobrindt ist einer der bekanntesten Vertreter des konservativen Flügel der CSU und bekannt für seine populistische Stimmungsmache. Diese traf neben Flüchtlingen auch Homosexuelle, die er als „schrille Minderheit“ bezeichnete. Wer die Ehe mit Lebenspartnerschaften gleichstelle und das Ehegattensplitting abschaffen wolle, betreibe Familienfeindlichkeit, sagte Dobrindt. Er beklagte eine falsche Gewichtung: „Wir haben 17 Millionen Ehen in Deutschland und 30.000 gleichgeschlechtliche Partnerschaften.“ Die Menschen wollten aber Antworten auf das, was die Mehrheit betreffe, und die Mehrheit habe ein bürgerlich-konservatives Weltbild. Lobbyisten von Einzelgruppen der Gesellschaft vermittelten ein völliges Zerrbild. „Einzelgruppen dürfen nicht den Ton angeben“, sagte Dobrindt, der erklärte sich zur Stimme der schweigenden Mehrheit machen zu wollen.

Nummer 2: Hans-Jürgen Irmer -Mitglied des hessischen Landtags (Fraktion der CDU)

Hans Jürgen Irmer ist vor allem bekannt für seine Stimmungsmache gegen Muslime, so forderte er als prominentester CDU-Abgeordneter Minarettverbote und ein Verbot des Korans.  Allerdings trifft seine Stimmungsmache nicht nur Muslime, auch gegen Homosexuelle hat er sich positioniert. Nachdem der Vorsitzende der Grünen in Hessen, Klose, in einem Interview mit HR-online die Umsetzung des Koalitionsvertrags im Bezug auf die Rechte von Homosexuellen gefordert. Dem widersprach der CDU-Politiker Irmer in der Neuen Presse: “Gut Ding will Weile haben. Innerhalb der beiden Regierungsparteien gibt es dazu derart unterschiedliche Grundsätze, dass dabei noch viel Klärungsbedarf besteht”, sagte stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzender ist. Er fügte hinzu: “Homosexualität ist nicht normal. Wäre sie es, hätte der Herrgott das mit der Fortpflanzung anders geregelt.”

Nummer 3: Meinhard Schmidt-Degenhard, Redaktionsleiter und Moderator der HR-Sendung Horizonte

Nach dem es zu einer Diskussion um die Einladung des Spiegel-Redakteurs Mattusek in die Sendung kam, erklärte der Moderator: „Wenn Herr Matussek sich als homophob bezeichnet, so ist das seine persönliche Selbsteinschätzung – aber meines Wissens ist Homophobie nicht zwangsläufig menschenverachtend.“  Dem widerspricht ganz deutlich Professor Wilhelm Heitmeyer, der das Konzept der „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ erarbeitet hat.

Nummer 4: Karin Bertholdes-Sandrock, CDU-Landtagsabgeordnete in Niedersachsen

Die CDU-Politikerin, in der bundesweiten Öffentlichkeit bisher nicht groß aufgefallen, machte Furore mit ihrer Aussage zu Schwulen und Lesben, als es um Antidiskriminierungsunterricht von Schülern ging.

In der NWZ-Online findet sich folgender Absatz über ihre Gedankengänge: „Aber Kinder und Jugendliche dürfen auch nicht überfordert werden“, warnt die Lehrerin im Gespräch mit der NWZ . Der CDU-Politikerin fehlt es im Antrag „an Sensibilität“ . „Auf keinen Fall“, so die Landtagsabgeordnete, „kann es sein, dass beispielsweise Schwule und Lesben in den Klassen allein gegenüber den Kindern auftreten.“

Diese vier Beispiele zeigen wie verbreitet Homophobie immernoch in Deutschland ist.

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
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