Mehr als 300 Arbeiterinnen in Autoreifen Fabrik entlassen

17. März 2015 - 10:47 | | Balkan21,Wirtschaft | 0 Kommentare
Foto: Daniel Kerekeš

In Bulgarien wurden diese Woche Montag mehr als 300 ArbeiterInnen der Firma Vidahim aus Vidin entlassen. Vidin gehört zu den ärmsten Regionen Bulgariens. Lediglich 130 ArbeiterInnen verbleiben in der Firma. Ein weiterer Rückschlag für die Menschen im Nordwesten Bulgariens.

Die direkt an Rumänien grenzende Region Vidin gehört zu den ärmsten Regionen Bulgariens. Ein Fünftel der BulgarInnen lebt unter der Armutsgrenze, diese liegt im Land bei 120 Euro. Grund für die Entlassung sei die schlechte Auftragslage der Firma. Es ist bereits mehrmals vorgekommen, dass Gehälter nicht ausgezahlt wurden. Der nun Folgende Schlag ist nicht der erste den die Menschen der Region trifft – Bereits vor vier Monaten hat dieselbe Firma 100 ArbeierInnen vor die Tür gesetzt. Dem Reifenhersteller gehört ebenfalls ein kleines Kohlekraftwerk, das aufgrund von fehlenden Kohlelieferungen aus der Donbassregion seine Stromproduktion massiv kürzen musste. Für die Menschen ist es ein Schicksalsschlag: Neue Arbeit zu finden sei in der Region fast ausgeschlossen, erklärte der Arbeitsamt-Zuständige Milčo Cokov.

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Bundessprecher der linksjugend ['solid] und Wortakrobat für die Freiheitsliebe, Balkan21 und andere Medien.
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