Kapitalismus am Ende? – Streitgespräch zwischen Wolfgang Streeck und Sahra Wagenknecht

3. Februar 2016 - 13:28 | | Wirtschaft | 2 Kommentare

Der Kapitalismus befindet sich in einer Krise, dass sehen nicht nur Linke so, sondern auch immer mehr Wissenschaftler, Journalisten und sozialdemokratische Politiker. Deutlich wird dies auch in einem Streitgespräch zwischen Sahra Wagenknecht, Vorsitzende der Fraktion der Linken im Bundestag, und Prof. Dr. Wolfgang Streeck, von 1995 bis 2014 Direktor am Max Planck-Institut für Gesellschaftsforschung.

Das Video der sehenswerten Diskussion ist nun online. In der Einleitung dazu heißt es: „Wolfgang Streeck, em. Direktor des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung in Köln, meint, dass der Kapitalismus an den von ihm selbst produzierten Widersprüchen implodieren wird: der Umweltkrise, der Polarisierung von Arm und Reich, der zunehmenden Verschuldung. Er wird am Mangel an GegnerInnen zugrunde gehen, die ihm in der Vergangenheit immer die Reformen abgerungen haben, die das Überleben des Systems sicherten. Sahra Wagenknecht hingegen meint, als Vertreterin der LINKEN, dass es sehr wohl potente Gegenkräfte und dass es einen Weg jenseits des nackten Neoliberalismus gibt. Statt Implosion also – Transformation.“

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
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2 Kommentare

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    Heums sagt:

    Punkt 7 Kommunistisches Manifest statt Bewerbungsgeschwafel: der Kaptialismus hat ein Ausmaß angenommen, dessen Tragik schon jenseits des gesunden Menschenverstandes liegt. Im übrigen hat die AfD sich nie mit Punkt 7 des Kommunistischen Manifestes auseinandergesetzt, die einzigster, die es wirklich taten, sind die Linkspartei, die DKP, die MLPD und die PSG, alle anderen haben sich nicht mit diesem Punkt auseinandergesetzt. Meine Forderung lautet daher „Punkt 7 Kommunistisches Manifests statt Bewerbungsgeschwafel“, mit diesem Motto will ich eine wahrhaft revolutionäre Rückkehr der Sowjetunion jenseits von russischem Einfluss erreichen. Statt dass ich tausende verworrener Fragen wie „Was ist deine Bestimmung“, „Wie stellst du dir deinen Beruf vor“, „Bist du eher technisch oder pragmatisch“, „Willst du dich für die Umwelt oder für den Kommerz spezialisieren“ beantworte, gebe ich eine klare Antwort: diese konformistische, chaotische Weltordnung darf nicht länger das Sagen haben, das gesamte Persönlichkeitsmanagement und die Kapitalpsychologie sind inzwischen zu einer Krankheit geworden, zu einem Krebsgeschwür, der aus der Welt geschaffen werden muss. Daher kann nur die Wiederbelebung der Sowjetunion außerhalb von russischem Boden ein Ziel sein, die Welt sollte resowjetisiert werden. Sowjet ist Esperanto und bedeutet Rat. Sowjet sollte ein anerkannter Begriff in allen Sprachen bleiben. Sowjet ist das Gegenteil von Bewerbung und Werbung, Sowjet steht für das, was der Mensch sich wünscht: eine intelligente Weltordnung, in der es keine Regeln und Gesetze mehr gibt, die den Fortschritt hemmen und der Wirtschaft dienen, sondern einen Plan, der jegliche Naivität und Dummheit aus der Welt schaffen wird. Wenn die Menschen merken, dass die Sowjets für Sie da sind, wird auf lange Sicht auch die Kriminalität verschwinden und es wird zu mehr Toleranz und Akzeptanz führen. Es geht um Enttabuisierung und den Weg raus aus den Verhältnissen, die nur diesen reichen Geschäftsleuten dienen, die inzwischen fernab der Realität leben!!!

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    […] sind sich die Teilnehmer – darunter international namhafte Wissenschaftler wie Colin Crouch, Wolfgang Streeck, Maeve Cook, Cinzia Arruzza, Claus Offe, Lutz Wingert, Hauke Brunkhorst, Smail Rapic und […]