Die geschichtliche Tendenz der Akkumulation

28. November 2017 - 12:49 | | Wirtschaft | 0 Kommentare

Marx’ Kritik der politischen Ökonomie im ersten Band des „Kapitals“ mündet in der vielleicht wirkungsmächtigsten sozialwissenschaftlichen Vorhersage, die ein Wirtschaftswissenschaftler je getroffen hat. Sie betrifft das Schicksal der kapitalistischen Produktionsweise. „Mit der beständig abnehmenden Zahl der Kapitalmagnaten … wächst die Masse des Elends, des Drucks, der Knechtschaft, der Entartung, der Ausbeutung, aber auch die Empörung der stets anschwellenden und durch den Mechanismus des kapitalistischen Produktionsprozesses selbst geschulten, vereinten und organisierten Arbeiterklasse. Das Kapitalmonopol wird zur […]

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Der Präsident der Reichen

Der Superstar der europäischen Politik macht ernst und setzt seinen neoliberalen und demokratiefeindlichen Kurs fort: Mit großer Mehrheit wurde in der französischen Nationalversammlung die Vermögenssteuer abgeschafft. Damit bestreitet Emmanuel Macron den schröderischen Weg und setzt dem dauerhaften Ausnahmezustand und dem neuen Arbeitsgesetz die Krone auf. Ein Kommentar von Daniel Kerekes. Frankreich hat das bekommen, was es bei der Präsidentschafts- und Parlamentswahl bestellt hat: Neoliberalismus pur, verpackt in einem gutsitzenden Anzug. Dass der Aufschrei groß werden […]

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Hatte Marx recht?

23. November 2016 - 20:16 | | Politik | 1 Kommentare

Diese Frage stellt sich der Deutschlandfunk in einer sechsteiligen Reihe: „Ist die Marxsche Kategorie noch aktuell?“ Ist der Deutschlandfunk jetzt Linker als die Partei die Linke? „Globalisierung, Automation, Finanzcrash, Klima, Armutsrevolten, Wachstumsschwäche – die multiple Krise der Weltwirtschaft, die wir durchleben, nimmt kein Ende. Warnungen über die explosiv wachsende Ungleichheit und Mutmaßungen über das Ende des Kapitalismus werden schon längst nicht mehr nur von stehengebliebenen Sozialisten, sondern unter den Eliten der Weltwirtschaftsgipfel diskutiert. Grund genug, […]

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Obama und die Welt als Schachbrett

30. August 2016 - 11:44 | | Politik | 0 Kommentare
Friedensnobelpreisträger Obama. By Jakob Reimann, licensed under CC BY-ND 2.0.

Der Präsident denkt – das Kapital lenkt: Ist das die Bilanz der Präsidentschaft Barack Obamas? Geradezu euphorisch sahen viele Menschen und Medien dem ersten Afroamerikaner im Weißen Haus entgegen. „Yes, we can“ weckte auch in Europa Hoffnungen und wurde durch Obamas Buch „Hoffnung wagen“ bestärkt. Der Politikwissenschaftler Ekkehart Krippendorff schrieb in den Blättern für deutsche und internationale Politik, Ausgabe 1/2009, Enthusiasmus sei obligatorisch über diesen „ersten politischen Superstar unseres Zeitalters“. Krippendorff rühmte seine menschliche Wärme, […]

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Kapital in Arbeiterhand – Beteiligung am Wirtschaftsprozess

1. Mai 2015 - 11:44 | | Wirtschaft | 0 Kommentare

Während ein großer Teil der Gewerkschaften sich heute mit der neoliberalen Ordnung mehr oder weniger abgefunden zu haben scheint, hatte die IG Metall in den 70er Jahren noch verschiedene Ideen, wie Stellenabbau und Privatisierungen verhindert und gleichzeitig der Einfluss der Arbeitnehmer ausgebaut werden könnte. Als die Heuschrecken über das Land fielen, Arbeitsplätze vernichteten und selbst rentable und entsprechend dem gesellschaftlichen Bedarf produzierende Unternehmen ausschlachteten, da entfachte wieder die Diskussion über Mitarbeiterbeteiligungen. Die Hoffnung, damit das […]

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Frankreich unter Mitterand – Wie das Kapital die Hoffnung zerstörte

2. März 2015 - 16:16 | | Wirtschaft | 0 Kommentare

SYRIZA ist eine Hoffnung für viele Menschen in Europa, doch es besteht die Möglichkeit, dass die neue Regierung scheitert oder die Hoffnungen der Menschen enttäuscht. Ein Beispiel dafür liefert die vorletzte linke Regierung in Europa, die sozialistische Regierung unter Francois Mitterand. Diese versprach weitreichende Reformen, die sie anfangs auch umsetzte, stieß aber bald schon auf den den erbitterten Widerstand der Unternehmer. Von Luigi Wolf und Lev Lhommeau Am Abend des 10. Mai 1981 tanzen Hunderttausende […]

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Gewerkschaften sollen kämpfen – nicht betteln und kuscheln!

8. Februar 2012 - 18:00 | | Gesellschaft | 5 Kommentare

Die Gewerkschaften sind die Vertretung der Arbeiter und sollen deren Interessen gegen das Kapital vertreten, so zumindest die schöne Theorie. Die deutschen Gewerkschaften, zumindest deren Führung und dabei im besonderen die Führung des DGBs, scheinen diesen Auftrag ihrer Mitglieder vergessen zu haben. In Zeiten der sinkenden Reallöhne können Gewerkschaften ihre Macht zeigen und Forderungen stellen, die die Arbeiter entlasten und die Reichsten belasten, so sehen es zumindestens die meisten Gewerkschaften weltweit. Die deutschen Gewerkschaften haben […]

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