Trotzki-Tag: Revolutionäre Ideen für die heutige Zeit

14. Oktober 2015 - 14:41 | | Politik | 0 Kommentare

Karl Marx dürfte den meisten Menschen ein Begriff sein, Lenin zumindest einigen, bei Leo Trotzki dürfte das außerhalb des linken Spektrums anders sein. An seinen Ideen und Theorien liegt das allerdings nicht, denn diese bieten auch für die heutige Zeit interessante Perspektiven für alle, die eine sozialistische Gesellschaft wollen. Aus diesem Grund findet am kommenden Wochenende in Berlin der „Trotzki-Tag“ statt.

Organisiert wird der Tag von RIO, der Revolutionären Internationalistischen Organisation. Das ganze findet statt am Mehringhof in der Gneisenaustraße 2a in Berlin-Kreuzberg. Doch eingeladen sind Referentinnen und Referenten aus großen Teilen des trotzkistischen Spektrums in Deutschland. So werden neben RIO auch Marx21, die SAV, Arbeitermacht und Mitglieder der Berliner Jugendantifa, sowie Historiker und Mitglieder der Linkspartei vertreten sein. Durch die Offenheit des Programms auch für Aktivisten, die bisher nichts mit Leo Trotzki zu tun hatten, bietet das Programm einen guten Einstieg. Der Tag beginnt nach einer kurzen Einführung mit Debatten über „den Marxismus von Leo Trotzki“ und die „Geschichte des Trotzkismus in Deutschland“. Nach einer kurzen Pause geht es dann weiter mit einer internationalistischen Veranstaltung bei der Lefteris Arabatzis, von der griechischen SEK, und Cynthia Lub, Mitglied der spanischen Clase contra Clase, über den „Neoreformismus und Trotzkismus – Syriza, Podemos und die FIT“ diskutieren. Eine internationalistischen Blick auf Trotzkis Theorie der permanenten Revolution gibt es zeitgleich „Die Theorie der permanenten Revolution im Kontext des Arabischen Frühlings“. Eine eher innenpolitische Perspektive auf das Verhältnis zu Gewerkschaften schafft die Veranstaltung: „“Die Losung lautet: Gewerkschaftsdemokratie” – Trotzki und Gewerkschaften“.
Die letzte Seminarrunde, 17.00 – 18:30, vor dem Abschlusspodium beschäftigt sich mit zwei aktuellen linken Fragen. So soll in einem Workshop das Verhältnis von Trotzkisten und Antifa untersucht werden, während die andere sich mit Trotzki und dem Feminismus beschäftigt.

Den Abschluss bildet das Podum: “ Welche Bedeutung haben die Ideen Trotzkis heute?“ bei dem ReferentInnen von RIO, der Linken, der Gruppe Arbeitermacht und der SAV ihre Positionen deutlich machen und gleichzeitig die Möglichkeit für ausführliche Diskussionen besteht.
Das gesamte Programm findet sich auch auf der Facebookseite von RIO.

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
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