Neonazis schüchtern MigrantInnen und Schwule ein – Der Staat schweigt

15. August 2015 - 00:39 | | Politik | 3 Kommentare
Quelle: Screenshot von queer.de

Eine „Bürgerwehr“ der Partei „Die Rechte“ schüchtert auf einem öffentlichen Parkplatz Schwule ein und durchsucht Bahnen nach „kriminellen nicht-Deutschen“. Die Regierung, die als es um die Sharia-Polizei, welche im Stille der Zeugen Jehovas vor Drogen warnte, dieser klar entgegentrat, schweigt nun, obwohl die Rechten unter dem Namen „Stadtschutz Dortmund“ schon seit einem Jahr ihr Unwesen treiben.

Das Schweigen des Staats zu der rechten Bande, die sich ganz im Stile der ungarischen Neofaschisten zu Ordnungshütern aufschwingt, zeigt deutlich, dass trotz aller Bekenntnisse gegen Rechts vorzugehen, noch immer eine unglaubliche Blindheit auf dem rechten Auge gibt. Der sozialdemokratische Innenminister Jäger, sonst ein Freund klarer Worte, überrascht mit Schweigen, dem sich auch die Bundesregierung anschließt. Dabei bräuchte es grade in Zeiten brennender Flüchtlingswohnheime ein klares Signal, dass die rechte Hetze nicht weiter hingenommen wird und man es nicht zulässt, dass die Partei „Die Rechte“ sich in Dortmund zum Ordnungshüter aufschwingt. Dabei ist es irrelevant, dass sich die Rechten bisher vor allem mit Videos selbst darstellen, ihre Präsenz in Bahnen wirkt auf Minderheiten und die Gruppen, die nicht ins rechte Weltbild passen, einschüchernd, dagegen muss vorgegangen werden. Landes- und Bundesregierung sollten jetzt handeln und klar machen, dass sie dieses agieren nicht dulden werden, denn je länger es geduldet wird, desto realistischer, dass die Rechten bei ihren „Wachgängen“ nicht mehr nur gucken, sondern auch Gewalt anwenden.

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
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3 Kommentare

  • 1
    Irritierter sagt:

    „Landes- und Bundesregierung sollten jetzt handeln und klar machen, dass sie dieses agieren nicht dulden“

    Und jetzt frag dich nochmal, warum genau sie eben nicht handeln beziehungsweise das Handeln nur leere Worthülsen sind… Warum denkst du überhaupt, im Hinblick auf die Regierungen, irgendetwas erwarten zu können? Ist das die Obrigkeitshörigkeit oder nur Naivität?

    Der Schlüssel sind keine Forderungen an irgendeine Clique sondern Antifaschistisches Engagement vor Ort…

  • 2
    Paul Söderboom sagt:

    Wir brauchen mehr von diesen Ordnungshütern , denn dieses Land versinkt in Unordnung und Chaos. Ob von RECHTS oder von LINKS , Hauptsache sie schaffen Ordnung . Ausländer , die sich hier unrechterweise aufhalten sind mit allen Mitteln zu entfernen . Je schneller desto besser .Kriminelle Migranten sind auch sofort auszuweisen .