Lafontaine fordert „Fuck US-Imperialism“

23. Juni 2015 - 18:23 | | Politik | 7 Kommentare
Oskar Lafontaine
Oskar Lafontaine

Oskar Lafontaine ist kein Mann der leisen Worte, keiner vor dem politischen Gegner kuscht oder sich dem Mainstream unterwirft. Von seinen Anhängern wird er dafür geliebt, von den Gegnern gehasst, beide Seiten dürften sich durch seinen neuen Aufruf bestätigt fühlen. So forderte der ehemalige Vorsitzende der Linken am heutigen Dienstag Widerstand gegen die US-Politik. Anlass für seine Worte ist der Besuch des US-Verteidigungsminister Ashton Carter in Berlin.

Lafontaine kritisierte vor allem die militärische Destabilisierungspolitik der USA und der NATO in der Ukraine. Für Aufregung sorgte seine Forderung: „Fuck the US-Imperialism!“
Seine wörtliche Äußerung, die er via Facebook verbreitete, lautete: „“Fuck the US-Imperialism“ – US-„Verteidigungs-“ also -Kriegsminister in Berlin
Der US-Kriegsminister ruft die Europäer dazu auf, sich der russischen „Aggression“ entgegenzustellen. Dabei hätten die Europäer allen Grund, sich der Aggression der USA entgegenzustellen. Der Großmeister der US-Diplomatie George Kennan bezeichnete die Osterweiterung der Nato als den größten Fehler der US-Außenpolitik nach dem Zweiten Weltkrieg, weil sie einen neuen Kalten Krieg zur Folge habe. Die US-Diplomatin Victoria Nuland sagte, wir haben über fünf Milliarden Dollar aufgewandt, um die Ukraine zu destabilisieren. Sie zündeln immer weiter und Europa bezahlt mit Umsatzeinbrüchen im Handel mit Russland und dem Verlust von Arbeitsplätzen.“Fuck the EU“ ,sagte die US-Diplomatin Nuland. Wir brauchen eine europäische Außenpolitik, die den kriegstreibenden US-Imperialismus eindämmt! Fuck the US-Imperialism!“ Seine Worte dürften auch eine Anspielung auf eine Äußerung der US-Diplomatin Victoria Nuland zur Ukraine-Krise sein. In einem Telefonat mit dem US-Botschafter in Kiew hatte sie gesagt: „Fuck the EU“ – frei übersetzt: „Die EU kann uns mal.“

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
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7 Kommentare

  • 1
    Neo sagt:

    Man ist der aber vorsichtig geworden. Sein Kommentar beschreibt doch wirklich sehr milde die imperiale Kriegstreiberei der USA als Sargnagel der menschlichen Zivilisation.

  • 2
    Kellermann sagt:

    Die Amerikaner sind zur Geißel der Menschheit geworden .Die Deutschen merken offensichtlich nicht mehr , um was für eine Mordbande es sich handelt . Das Werk der Trans-Atlantiker ,das Unwesen der Freimaurerei , der Service-Clubs wie Rotarier , Lions , Kiwanis , Inner Wheel usw., hat dafür gesorgt , daß die Deutschen nicht mehr merken , in welcher Gefahr sie schweben . Es hat eine allgemeine Gehirnerweichung stattgefunden . Zum Besuch der Queen wird man die verblödeten Massen wieder beobachten können , wie sie ihre falschen Freunde anhimmeln . Es ist zum Kotzen .

  • 3
    rugai sagt:

    Nun, wenn man sich die Geschichte d. letzten Jahrhunderts anschaut, hat man „die Amis“ geschickt gepäppelt um den Durchschnitts-Amerikaner in ein aggressiv- ignorant-selbstgefälliges Selbstverständnis als globalen Superhelden/Weltenretter zu treiben – nicht unähnlich dem „Deutschland über alles“ vergangener Zeiten.
    Nach allem was man so hört und liest bleibt dem kleinen Mann drüben auch keine Zeit mehr über irgendwas nüchtern zu reflektieren – der darf sich mit mindestens zwei Jobs am Existenzminimum herumschlagen und kriegt seinen „American Dream“ mittlerweile unterm Arsch weggezogen (Foreclosure), bei gleichzeitiger gesellschaftlich-ökonomischer Destabilisierung (siehe Ferguson).
    Und der bedingte Reflex von Rechtsaußen (die sog. „Falken“) folgt auf dem Fuss : Mit Kriegsgedröhn und Kettengerassel, so wie auch hierzulande von Rechtsaußen die Gunst der Stunde zu nutzen versucht wird um die alten Nazi-Schergen zu glorifizieren und als Widerstand gegen den („jüdisch-gesteuerten“) Imperialismus darzustellen….immer dieselbe Kacke…oder wie mal als humorige Bemerkung in einem Asterix Band zu lesen war : „Sie sind alle so dumm und ich bin ihr Chef“ 🙂
    Allerdings : Die Psychopharmaka die ein Ashton (inkl. seiner EU -Vasallen) wohl kiloweise zu sich nehmen muss – die hätte ich manchmal auch gern 😉

  • 4
    Habnix sagt:

    Lafontaine kommt zu spät mit dieser Forderung, denn, wenn die Amis jetzt gehen, nach dem sie gezündelt haben und der Schwelbrand ist schon weit gediehen,nehmen die auch das Löschmittel mit.Es wäre jetzt törricht das die Amis jetzt gehen.

    Nur gut das wir Deutschen eigentlich gar nicht mehr in der Lage sind, einem anderen Nato-Staat beizustehen, höchsten nur noch zur wirklichen Verteidigung.Ja wir haben wohl vergessen, das wir hier nur noch Ein oder Zwei-Kindfamilien haben.Man stelle sich vor, man müsse mit vielen Soldaten gen Osten marchieren.Wie nur? Sollten da auch Frauen und Alte und Kinder mit kämpfen?

    Ach ja. So was macht nur Adolf Hitler, aber nicht die Nato-Staaten.

    Kum ba ja my Lord Kum ba ja und Händschen halten nicht vergessen.

  • 5
    rote_pille sagt:

    bezahlte schauspielkunst. wenn die usa nicht die agenda der globalisten ausführen – und wahrscheinlich verlieren sie gerade diese rolle – wird es ein anderes land besorgen, je nachdem, wo man gerade die basis hin verlagert.

  • 6
    Hans sagt:

    Passen Sie den Krieg kriechen, buchstäblich und im übertragenen Sinne. Deutschland war meiner Meinung nach völlig eingerichtet. US militärisch-industriellen Komplex und Krieg Huren wie McCain und Graham sind Deutschland einrichten und Hoffnung, erhalten Sie einen Krieg mit Russland zu vereinbaren. Nehmen Sie nicht den Köder. Die Ukraine ist ein hektisch Durcheinander jetzt aufgrund der US-„intervention“ Politik. US militärisch industrielle Komplex lüstern für einen Krieg, und sie es mit Russland wollen. Bitte sagen Sie Nein.

  • 7
    Irene Flachsbart sagt:

    Vielen Dank Oskar Lafontaine!!! Auch ich habe schon vor Wochen allen Freunden mitgeteilt, dass die Antwort Europas auf Nulands „Fuck Europe“ heißen muss: Fuck the US-Imperialism!! In einem Konflikt NATO-Russland wären wir Europäer die ersten Opfer eines neuen Krieges!!! Für die USA wäre dies nur ein Kollateralschaden. Wir Bürger sind denen doch völlig egal!! Gerade Deutschland hat ein ureigenes Interesse an guten Beziehungen mit Russland, das wußten schon die alten preußenkönige und sogar Bismarck hat sich daran gehalten! Aber Stratfort hat ja öffentlich gemacht, was sowieso klar war, nämlich dass die USA seit 100 Jahren nichts mehr fürchten, als dass Deutschland und Russland enge wirtschaftliche Bezliehungen pflegen könnten: Deutsches knowhow und russische Rohstoffe….