700 Antifaschisten demonstrieren gegen rechte Gewalt

20. August 2016 - 21:35 | | Politik | 1 Kommentare

Am heutigen Nachmittag fand in Dortmund eine Demonstration gegen rechte Gewalt statt, an der sich 700 Menschen beteiligten. Auslöser waren mehrere Angriffe auf Linke, die in einem Mordversuch gipfelten. Die Demo ging von der Dortmunder Innenstadt bis in die rechte Hochburg Dortmund-Dorstfeld, wo sie an verschiedenen Stellen in Sichtkontakt mit Faschisten kam, die Hitlergrüße zeigten, einen Böller warfen und Reichsfahnen schwenkten.

Die heutige Demonstration wurde organisiert nach einem Treffen von mehr als 70 Vertretern von 30 Organisationen, linken Parteien, Gewerkschaftsjugenden, antifaschistischen Gruppen, MigrantInnen-Verbänden und Fußballfans teilgenommen hatten. Sie soll den Auftakt zum vereinten Widerstand gegen rechte Gewalt darstellen, in diesem Kontext darf positiv darauf verwiesen werden das Gewerkschafter Seite an Seite mit Gruppen der radikalen Linken demonstrierten. Bis zur Ankunft in der rechten Hochburg Dorstfeld war die stimmungsvolle Demonstrantion, auf der Parolen gegen rechte Gewalt und Abschiebungen gerufen wurden, ohne Zwischenfälle zügig vorangeschritten. Kaum in Dorstfeld angekommen offenbarte sich warum der Stadtteil als rechte  Hochburg gilt, hinter einer Polizeikette wurden aus einem Haus Reichsfahnen geschwenkt und ein Böller wurde in die Demo geworfen, was einen Antifaschisten verletzte. Nur wenige Meter später verhinderte die Polizei das Neofaschisten, die sich in einer Pizzeria versammelt hatten, auf die Demo stürmen und diese angreifen konnten. Einige hundert Meter später, am Zielort der Demonstration dem Wilhelmsplatz, wurde von vermummten Rechten Reichsfahnen aus Fenstern geschwenkt und ein Banner aus den Fenster gehangen, auf dem „HTLR“ stand. Nach lautem antifaschistischen Protest wurde von der Polizei durchgesetzt, dass dieser Banner wieder entfernt wird. Im Anschluss an die Kundgebung wurden auf dem Weg zum Dorstfelder Bahnhof noch mehrere Antifaschistinnen und Antifaschisten von der Polizei aus der Demo gezogen um der Personalien aufzunehmen.

Trotz der rechten Angriffe und Provaktionen war die Demonstration ein erfolgreicher Auftakt im Kampf gegen rechte Gewalt, da sie verschiedenste linke Gruppen vereinte, ein deutliches Signal setzte, dass Angriffe nicht einfach hingenommen werden und den Faschisten deutlich machte, dass es genug Menschen gibt, die sich ihrem Hass und ihrer Gewalt entgegenstellen.

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Ein Kommentar

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    Florian sagt:

    Super Soli-Aktion! Freund_innen und Verwandte von mir waren auch dort und hatten bis zum Abend ein Piepen im Ohre. Sie waren direkt neben dem Böller. Die haben ja bewusst mehr Schaden in Kauf genommen. Das war ein rechtsterroristischer Angriff