350 Jugendliche demonstriern für Flüchtlinge

3. Mai 2016 - 17:31 | | Politik | 0 Kommentare

Heute am 03.05.2016 kamen um 12 Uhr auf dem Viehofer-Platz in Essen 350 Schüler*innen und Student*innen zusammen, die dem Aufruf des Bündnisses „Für ein gutes Leben für Alle – Refugees Welcome“ gefolgt sind, um Essener Schulen und die Universität Duisburg-Essen zu bestreiken. Es wurde ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt und gleichzeitig bessere Bildungschance für ausnahmslos jeden Menschen eingefordert.
Die Bezirksschüler*innenvertretung, die DGB-Jugend, die Linksjugend [‘solid] Ruhr, die Fachschaft Sozialwissenschaften der Universität Duisburg-Essen (UDE), der Refugee Support der UDE, das Internationale Referat der UDE, der Revolutionäre Jugendbund und die SDAJ haben in ihren Redebeiträgen klar und deutlich gemacht, dass sich die Jugend nicht spalten lässt und gegen jeglichen Rassismus entschieden vorgeht. Die Vertreterin des Internationalen Referat des AStA setzte sich vehement für eine Antidiskriminierungsstelle in der Uni ein, während die Linksjugend forderte, dass alle Menschen in Wohnungen leben müssen, statt in Zelten untergebracht zu werden. Die Vertreterin des Refugees Supports betonte, dass man sich auch längerfristig engagieren müsste um etwas zu verändern.
Geflüchtete, Schüler*innen und Student*innen kämpften (und werden auch in Zukunft) Seite an Seite für einen Wandel der Gesellschaft eintreten und sich dem Rechtsruck in der Gesellschaft und auch europaweit widersetzen.
Das Bündnis sieht sich in seiner Arbeit und in seinen Forderungen bestärkt. Einstimmig wurde der Entschluss gefasst sich in Zukunft intensiver in Essen zu vernetzen und den Kampf um ein besseres Leben nicht nur auf eine einzige Demonstration zu beschränken. Am 20. Mai soll dafür bei einem Seminartag der Grundstein gelegt werden.

Ein Beitrag von Nadine Bendahou, Landessprecherin der Linksjugend solid NRW

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