Rechte Gewalt in Dortmund: Messerangriff auf Antifaschist

Dortmund gilt als eine der rechten Hochburgen im Westen Deutschlands, dass liegt nicht nur daran das sowohl NPD als auch die Rechte über Ratssitze verfügen, sondern auch an der großen Zahl rechter Kundgebungen und Demos. In den letzten Wochen kamen zu den Demonstrationen und Kundgebungen auch noch tätliche Angriffe auf Antifaschisten, trauriger Höhepunkt war der vergangene Sonntag: Ein Antifaschist wurde von mehreren Rechten angegriffen und mit einem Messer in den Bauch gestochen.

Der am hellichten von vermummten und bewaffneten Männern Angegriffene, ein 24 Jähriger, konnte trotz der Verletzung fliehen. Der Angriff stellt allerdings nur den Höhepunkt der Angriffsserie dar, welche am 30. Juli begann. Die Autonome Antifa skizziert auf ihrer Homepage die Angriffsserie. Den ersten Angriff gab es demnach am Sonntag den 30. Juli im Anschluss an die Proteste gegen Erdogan und rechte Hetzer in Köln. „Am 31. Juli griffen Mitglieder und Sympathisant_innen der Neonazi-Partei “Die Rechte” in Köln eine Gruppe Antifaschist_innen im Hauptbahnhof an. Die Rechten hatten an einer rassistischen Demonstration gegen einen Aufmarsch von Anhänger_innen der türkischen Partei AKP teilgenommen. Einer der Betroffenen musste im Krankenhaus behandelt werden. Schon auf der Hinfahrt hatten die Neonazis einem Bericht des Kölner Stadtanzeigers zufolge im Zug randaliert und einen Fahrgast verletzt – die Polizei beschränkte sich nach dem ersten Vorfall allerdings auf eine Kontrolle der Rechten, die danach weiter zu ihrer Demonstration ziehen durften.“ Nur einen Tag später wurde in Dortmund Dorstfeld eine Gruppe Antifaschisten mit Flaschen angegriffen, zu der Gruppe der Angegriffenen gehört auch der 24 Jährige. „Am 2. August, wieder nur einen Tag später, wurden im Hafen auf dem Weg zur U-Bahn eine Gruppe Menschen von vemutlich Nazi-Hooligans angegangen. Die rechten Schläger hatten sich, Berichten der Betroffenen zufolge, mit einem Hammer und einem Teleskopschlagstock bewaffnet. Den Angegriffenen gelang es, die Verfolger abzuhängen“, so die Antifa 170.

Gemeinsamer Widerstand

Das Bündnis „Dortmund stellt sich quer“ erklärte zu den Vorfällen: „Wenn darauf (die Angriffe) nicht entsprechend reagiert wird, ist es zu einem Rückfall zu den Nazimorden von 2001 bis 2006 nicht weit. Der neuen Bedrohung müssen sich alle antifaschistischen, gewerkschaftlichen, migrantischen und sozialen Organisationen entgegenstellen.“

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