Oberster Gerichtshof erlaubt gleichgeschlechtliche Ehe in den ganzen USA

26. Juni 2015 - 19:53 | | Gesellschaft | 0 Kommentare
Ringe Hochzeit Ehe LGBT

Nachdem Grönland und Irland vor wenigen Wochen die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt haben, zieht nun die USA nach und erlaubt die gleichgeschlechtliche Ehe. Die Ursache der Veränderung ist allerdings eine Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA. Das Gericht hatte entschieden, das Schwule und Lesben im Ehe-Recht nicht diskriminiert werden dürfen, damit wird die Ehe nun auch in den 14 Südstaaten erlaubt, in denen sie bisher verboten war.

Die Entscheidung viel mit fünf zu vier Stimmen relativ knapp aus und zeigt die Spaltung zwischen Konservativen und Liberalen in den Vereinigten Staaten. Anthony Kennedy, Richter am Supreme Court, verfasste die Meinung der Mehrheit: „Keine Verbindung ist tiefgreifender als die Ehe. Sie verkörpert Liebe, Treue, Hingabe, Opferbereitschaft und Familie…Die Kläger haben für gleiche Würde vor dem Gesetz gebeten. Die Verfassung gewährt ihnen dieses Recht.“
Die Minderheit dagegen beschwört das Ende der Demokratie und meint das Parlament die Entscheidung hätten treffen müssen, allerdings steht die Diskriminierung von Minderheiten im Widerspruch zur amerikanischen Verfassung. Denn der 14. Zusatzartikel der Verfassung verbietet gesetzliche Diskriminierung. In den USA löste das Urteil wie auch die Begründung bei vielen Menschen Begeisterung aus, unter anderem bei Präsident Obama.

Positive Reaktionen in Deutschland

Nicht nur in den USA sorgte das Urteil für Freude, auch in Deutschland begrüßten Akteuere die Entscheidung. Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) war erfreut über das „historische Urteil“: „Das Urteil des Supreme Courts hat globale Strahlkraft für gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt. Kanzlerin Merkel führt mit ihrer Weigerung, die Ehe zu öffnen, Deutschland weiter in die Isolation gegenüber der westlichen Wertegemeinschaft“, erklärte LSVD-Sprecher Axel Hochrein. „Wir wollen keine Sonderrechte, sondern Gleichstellung. Wir wollen nicht eine spezielle ‚Homo-Ehe‘, sondern die Öffnung der Ehe!“

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
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