NSU und kein Ende in Sicht – „Kein 10. Opfer“

23. Februar 2016 - 15:56 | | Gesellschaft | 5 Kommentare
Elif Kubasik bricht am Denkmal ihres ermordeten Ehemannes zusammen. Foto: Jimmy Bulanik

Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss NRWs (PUA) zum Nationalsozialistischem Untergrund (NSU) hat im Januar 2016 mit den Vernehmungen zum Mord an Mehmet Kubasik begonnen. Noch immer tragen die Obleute im Landtagsausschuss eine große Verantwortung. Sie sollen aufklären – so lautet der Untersuchungsauftrag des NRW Landtages in Düsseldorf.

Am 04. April 2006 wurde in der Mallinckrodtstrasse 190 in Dortmund Mehmet Kubasik ermordet. Gleich zwei Tage später, am 06. April 2006 ist Halit Yozgat in seinem Internet – Cafe in der Holländische Straße 82 in Kassel ums Leben gekommen. Mehmet Kubasik wurde lediglich 39 Jahre alt. Halit Yozgat war im April 2006 21 Jahre jung. Beide Mordopfer wurden durch Kapitalverbrecher des neonazistischen NSU Netzwerkes erschossen. Sowohl im Mai als auch im Juni 2006 organisierten Familienangehörige der ermordeten NSU Mordopfer Kubasik und Yozgat in Dortmund und Kassel Schweigemärsche. Ismail Yozgat, Halit Yozgats Vater, forderte das Innenministerium und seine Ermittlungs- und Sicherheitsbehörden damals eindringlich auf, dafür Sorge zu tragen, das keine weiteren Morde passieren, dass es „Kein 10. Opfer!“ geben darf: „Es sollen keine hinterhältigen Schüsse mehr fallen! Sorgen Sie dafür!“

Acht Jahre später nahm der NRW-NSU Untersuchungsausschuss seine Arbeit zu den behördlichen Ermittlungen auf. Mehr als ein Jahr später hat der Untersuchungsausschuss begonnen, nach den Ermittlungssachverhalten zum Mord an Mehmet Kubasik zu fragen. Im Dezember 2015 waren zuletzt die Vernehmungen von Zeuginnen und Zeugen zum „Tatkomplex Keupstrasse in Köln – Mülheim“ vorerst beendet worden. Zu dem Nagelbombenanschlages, durch den am 09. Juni 2004 in der Köln – Mülheimer Geschäftsstraße mehrere Dutzend Menschen zum Teil schwer verletzt wurden, hatten die polizeilichen Ermittlungen seinerzeit keine Erkenntnisse zu der Täterschaft ergeben. Erst nach der öffentlichen Enttarnung des harten Kern des NSU Netzwerks am 04. November 2011 wird der deutschen Sicherheitsarchitektur bundesweit begreiflich geworden sein, dass sie in ihrer Arbeit während aller Ermittlungsschritte kapitale Fehler und Versäumnisse einzuräumen hat. Von Anfang an war es die Anwohnerschaft und den Geschäftsleuten der Keupstraße selbst, denen die Kölner Staatsanwaltschaft (StA) und Polizei negativ voreingenommen die größte Aufmerksamkeit widmeten.

Aufrichtige Anerkenntnis? 

Im NRW Untersuchungsausschuss hatten im Oktober 2015 Geschädigte des Nagelbombenattentats in der Kölner Keupstraße als Zeugen ausgesagt. In ihrer übereinstimmenden Erinnerung waren es die Kölner Polizeibeamten die ein Klima der Belastungstendenzen schuf, da sie in ihren Ermittlungen die Hypothese präferierten, dass eine Bombendetonation in der Keupstraße Wahlweise lediglich ein Anschlag seitens der organisierten Kriminalität (OK), ein Verbrechen im Spannungsfeld der Politisch motivierten Kriminalität (PMK) wie Beispielsweise der kurdischen PKK, der türkischen Hezbollah gewesen sein könne. Die Wahrnehmungen und Einschätzungen der Opfer des rechtsterroristischen NSU Netzwerkes, das die am Fahrrad versteckte Nagelbombe von deutschen Rassisten detoniert wurde, galt den Ermittlungsorganen als nicht gewichtig. Sekundärrassistische Ermittlungsrichtungen schienen der Kölner Staatsanwaltschaft, Polizeibeamten aus Köln, dem Landeskriminalamt (LKA) NRW, Bundeskriminalamt (BKA) im südhessischen Wiesbaden genehm und bequem zu sein. Eine gravierende Fehleinschätzung, welche heute öffentlich anerkannt ist. Dass die Strafverfolgungsbehörden und Verantwortlichen, von der Leitung der kriminalpolizeilichen Ermittlungsgruppen, Besondere Aufbauorganisation des Bundeskriminalamt (BAO) bis hin zu Fritz Behrens (SPD), Staatsminister (NRW Justizminister, NRW Innenminister) a.D. Fehler gemacht haben, wurde im NRW PUA NSU in Düsseldorf evident. Die Geschädigten des NSU Netzwerkes sagten aus, selbst über viele Jahre hinweg als Tatverdächtige behandelt worden zu sein. Der strukturelle Rassismus staatlicher Organe führte dazu, dass erst gar nicht nach Rechtsextremistischen Tätern ermittelt wurde, was von den Geschädigten als „Anschlag nach dem Anschlag“ wahrgenommen wurde.

Weder die damals Verantwortlichen und Ermittelnden, die im NRW NSU Untersuchungsausschuss bisher ausgesagt haben, noch die Obleute der NRW Landtagsfraktionen, welche sich immer wieder über Stunden hinweg die monotonen Floskeln des „Das entzieht sich meiner Kenntnis…“, „Wir haben in alle Richtungen ermittelt, aber… oder „für eine rechtsmotivierte Tat fehlten uns hinreichende Erkenntnisse“ angehört haben.

Die Gedenkstättea für den ermordeten Mehmet Kubasik n der Mallinckrodtstrasse 190 in Dortmund. Foto: Jimmy Bulanik

„Die haben alles kaputt gemacht“

Nur wenige Tage nachdem am 13. Januar 2016 die Beweisaufnahme zum „Tatkomplex Dortmund“, dem NSU – Mord an dem deutschen Staatsangehörigen Mehmet Kubasik, begonnen hatte, machte der öffentliche Auftritt des NRW NSU Untersuchungsausschussvorsitzenden MdL Sven Wolf (SPD) bei einer Veranstaltung im Rahmen der Theaterproduktion „Die Lücke“ am Schauspielhaus Köln verstörend darauf aufmerksam, wie wenig zugehört, wie wenig er verstanden hatte: strukturellen oder staatlich institutionellem Rassismus der seinerzeit ermittelnden Behörden und beteiligten Instanzen vermochte er nicht zu erkennen. Auch wollte Sven Wolf es nicht stehen lassen, wenn im NRW PUA NSU die Positionierung entsteht, das staatlich institutioneller Sekundarrassismus die damaligen Ermittlungen und Behandlung mit den NSU Geschädigten in typischer Täter – Geschädigten – Umkehr maßgeblich beeinflusst habe. Er kenne persönlich einzelne Polizeibeamte, welche keine Rassisten seien. Dem NRW PUA NSU Vorsitzenden ist vermeintlich zuzustimmen. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, so ein bekanntes Sprichwort. Im Untersuchungsausschuss sprach niemand vom Scheitern oder der politisch wie menschlich kritikwürdigen Geisteshaltung Einzelner. Vielmehr ging und geht es seit über zwölf Monate darum, dass bei Justiz, Polizei und Inlandsgeheimdienst das Augenlicht des politisch rechten Auges getrübt sein soll. Dies haben die Sachverständigen wie beispielsweise die bundesweit anerkannte Diplom Politologin, Buchautorin sowie unabhängige Journalistin Andrea Röpke zu Beginn der Arbeit des Ausschusses herauskristallisiert. Dies haben die Aussagen von Zeugen der deutschen Sicherheitsbehörden und Verantwortungsebenen zu erkennen gegeben. Der ehemalige NRW Justiz- und Innenminister Fritz Behrens hatte die Köln – Mülheimer Keupstraße seinerzeit nach dem rassistischen Terroranschlag am 09. Juni 2004 nicht besichtigt, weil der Tatort an sich bereits dazu angetan gewesen sei, ein falsches Signal zu setzen, wenn es sich doch um ein Verbrechen aus dem Umfeld der organisierten Kriminalität gehandelt hätte. „Wegen dieser Unsicherheit wollte man sich vor Ort nicht verwickeln lassen“, so die Aussage des Zeugen Fritz Behrens.

Die Lücke

Das Schauspielstück „Die Lücke“, dass die Geschichte der Unterstellungen, Verdächtigungen, behördlichen Verdunkelungen und insbesondere dem institutionellem Rassismus der Minister- Justiz und Polizeibeamten bei der Aufklärung zum rechtsterroristischem Nagelbombenattentat auf der Keupstaße thematisiert, dürfte Sven Wolf bei all seiner verniedlichenden Haltung zum strukturellem Rassismus in der Ermittlungstätigkeit der beteiligten Behörden nicht gefallen haben. Am Mittwoch den 13. Januar 2016 waren die Dortmunder Witwe Elif Kubasik und deren Tochter Gamze Kubasik zur Zeugenaussage in den parlamentarischen Untersuchungsausschuss geladen worden. Beeindruckend berichteten Elif und Gamze Kubasik davon, dass Mehmet Kubasik am 04. April 2006 ermordet wurde. Einen Tag darauf wurden die Witwe und ihre Tochter von der Polizei Dortmund zum Kreis der Tatverdächtigen gezählt. Menschen die einen geliebten Familienangehörigen verloren hatten, wurden so selbst kriminalisiert. Mehmet Kubasik war deutscher Staatsbürger von türkisch – alawitischer Abstammung. Organisierte Kriminalität? PKK?  Zu all jenen Motiven hat die Polizei Dortmund im Wohnumfeld ermittelt, habe Nachbarschaft und Freundeskreis befragt, ob sie ein Foto Mehmet Kubasik zeigend diesen Mann kennen und etwas dazu sagen könnten, ob er etwa in der organisierten Kriminalität verwickelt sei – wie Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, eine Verbindung wie Mitgliedschaft einer terroristischen Organisation wie der PKK. Dass öffentlich bekannte Stigma lastete fortan auf der Familie Kubasik. Menschen welche bis zum Mord an Mehmet Kubasik der Familie wohlwollend gewesen sind, wandten sich durch Ungewissheit von der Familie ab. Abwertende Blicke, Drohungen und Beschimpfungen konfrontierten die Angehörigen tagtäglich damit, dass die Polizei aus dem Mordopfer einen Verdächtigten gemacht hatte. Gamze Kubasik fasste im parlamentarischen Untersuchungsausschuss ihre Empfindungen von damals sowie der Gegenwart zusammen: „Ich muss sagen, es ist ja schon schlimm, wenn man einen Vater verliert. Aber die haben uns auch noch den Stolz weggenommen. Wir haben Freunde und Bekannte. Und Menschen, die uns gemocht haben. Die meinen Vater gemocht haben. Das haben die alles kaputt gemacht. Jahrelang hat man uns verdächtigt. Die Polizei ist dafür verantwortlich, dass man uns jahrelang das Leben weggenommen hat. Vielleicht konnte ich verarbeiten: ja mein Vater ist nicht mehr da, und das Leben geht weiter. Aber die Polizei hat das unmöglich gemacht.“ In Anbetracht der eindrucksvollen Schilderungen  von Elif und Gamze Kubasik äußerten die Obleute interfraktionell ihr tiefes Entsetzen, wie mit den Familienangehörigen umgegangen worden war. Seitens der Obleute bestand Einigkeit, dass derlei Amtsmissbrauch niemals mehr wieder stattfinden dürfe. Das Beamte, welche in ihrer Ermittlungsarbeit mit Geschädigten umgingen, hierfür speziell ausgebildet sein sollten. Auch wenn SPD – Obmann Andreas Kossiski ob der schlechten Ermittlungen seiner Kollegen starke Wut verspürte, ist es nichts im Vergleich zum Leid der Betroffenen und Angehörigen der Opfer.

Der Vorsitzende Sven Wolf wünschte den beiden Zeugen, dass die einschneidenden emotionale Wunden heilen mögen. Pietätvolle Äußerungen, welche die Anwesenden des NRW PUA NSU als durchaus glaubwürdig empfunden haben könnte. Drei Tage später erklärte er jedoch vor der Aufführung des Stücks Lücke, dass er nicht den Eindruck gehabt hätte, es hätte staatlichem Rassismus oder Voreingenommenheit gegeben – Es zeigt wie wenig Fingerspitzengefühl er gegenüber den Opfern und seiner Tätigkeit hat.

Die Obleute der Fraktionen sind es, welche mittels Fragen eruieren sollen, welche behördlichen Verfehlungen begangen worden seien. Sie sollen zum Beispiel einen leitenden Kriminalbeamten fragen, immer wieder, weshalb diese/r der Spur, es könnte ebenfalls eine rechtsterroristisches Kapitalverbrechen in Form eines Mordes gewesen sein, zu jener Zeit nicht nachgegangen worden ist. Der Kriminalbeamte Michael Schenk, seinerzeit Leiter der polizeilichen Ermittlungen zum Mord am Kioskbetreiber Mehmet Kubasik, der für den 21. Januar 2016 zur Zeugenvernehmung im NRW PUA NSU erschien, versuchte sich präzise zu dem Sachverhalt, mehr als augenscheinlich um eine sinnige Antwort verlegen, aus der Affäre zu ziehen: Weshalb die Aussage der Dortmunder Zeugin Jelica Dzinc vom 14. Januar 2016, einer Passantin und Anwohnerin der Mallinckrodtstrasse in Dortmund zum Zeitpunkt unmittelbar vor dem Mord an Mehmet Kubasik, die damals zwei Männer am Tatort gesehen hatte die wie „Junkies oder Nazis“ ausgesehen haben, nicht weiter verfolgt worden sei, konnte der Zeuge nicht plausibel erklären. Der damals zuständige Dortmunder Staatsanwalt Dr. Heiko Artkämper, welcher am 15. Januar 2016 als Zeuge aussagte, konnte sich nicht entsinnen, wo die Ermittlungen zu dem Mord an Mehmet Kubasik suboptimal verlaufen sein mochten. Die StA Dortmund hätte einen Mordfall aufzuklären und hätten demzufolge alle Ermittlungsrichtungen verfolgt.

Nie wieder! „Sorgen sie dafür!“

Elif Kubasik hatte zwei Tage zuvor auf demselben Stuhl als Zeugin des parlamentarischen Untersuchungsausschuss Platz genommen und dabei klare und unmissverständliche Worte gefunden, ganz im Gegenteil zum Staatsanwalt Dr. Heiko Artkämper, der meilenweit von einer kritischen Reflektion der damalige Ermittlungstätigkeiten entfernt war. Frau Elif Kubasik hatte davon gesprochen, dass „wir ja sehen, dass der Staat bisher nicht hat aufklären können.“ Protektionismus oder Unterstützung brauche sie nicht – heute nicht mehr. Sie sei stark. Gleichwohl, so Elif Kubasik, „ich möchte das es Aufklärung gibt, ich möchte nicht, dass andere Kinder ohne Väter aufwachsen.“ Erneut haben die Geschädigten des Netzwerkes NSU selbst, die mit dem Mord an ihrem geliebten Ehemann und fürsorglichen Familienvater, der Trauer, emotional aufgewühlt bis heute leben, uns allen in wirkungsmächtigen Worten verdeutlicht, welch starke Persönlichkeiten sie sind. Diesen Charaktereigenschaften von Stärke und menschlicher Größe zu begegnen, diese zu ertragen, sie ernst zu nehmen, ist der öffentliche Untersuchungsauftrag, welchen die Obleute der zu erfüllen haben. Ungeachtet dessen ob ihr Wirken zu „Behördenversagen“ oder „Staatsversagen“, wie es der FDP Obmann Joachim Stamp nannte, oder zu Ermittlungspannen der Inlandsgeheimdienst Apparaten oder dem Scheitern oder der bewussten, gezielten Verdunkelung Einzelner kristallisiert – eines ist klar, das wird bei jeder öffentlichen Untersuchungsausschusssitzung stets evidenter: die strukturelle Verwobenheit rassistischer Geisteshaltungen sowie arbeitstechnische Modalitäten, welcher einer vorurteilsbehafteten Konnotation der PMK Rechtsextremismus Geschädigten und ihrem persönlichem Umfeld ausgingen, in der Arbeit der ermittelnden Institutionen ist unverkennbar. Staatsanwaltschaften, Polizei, Inlandsgeheimdienste: Sie alle trugen zum Sekundarrassismus in der Erscheinungsform von Täter – Geschädigten – Umkehr bei, welche für den betroffenen Familienangehörigen so bitter in Erinnerung ist und obendrein bis heute schmerzlich begleitet. Dass zu konstatieren, insbesondere aufrichtig zu würdigen und daraus die notwendigen Konsequenzen zu ziehen, ist der öffentlich beauftragte Verantwortungsbereich der Mitglieder des Landtages in Nordrhein – Westfalen. Ismail Yogats bedeutsamen Worten zum Trauermarsch für seinen verblichenen Sohn Halit Yozgat gelten auch an dieser Stelle aktuell und dringend: Es soll sich etwas verändern. Solche Ermittlungen dürfen nie wieder oder so ähnlich stattfinden. Dazu muss der institutionelle Rassismus in Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden wahrgenommen und anerkannt werden. Wir nehmen sie, die Mitglieder des NRW parlamentarischen Untersuchungsausschuss NSU, die Sie allesamt gemeinsam am Ende ihrer Untersuchungsausschuss – Tätigkeit einen öffentlichen Bericht und eindeutig verbindliche Handlungsaufträge zu verfassen haben, hier bei ihren anteilnehmenden Worten in die öffentlich überprüfbare Pflicht. Hören Sie den betroffenen Geschädigten des Nationalsozialistischen Untergrund aufmerksam zu und ziehen sie alle notwendigen Schlüsse daraus: „Sorgen Sie dafür!“

 

Sizi izleyeceğim !
Θα μπορείτε να παρακολουθήσετε !
Vamos a ver cómo te !
Wij zullen u kijken !
Nous vous regarder !
We will watch you !
Wir beobachten euch !
Мы будем смотреть, как ты !
Me katsella sinua !
Vi vil se på deg !
Vi vil se dig !
Vi kommer att titta på dig !
私たちはあなたを見てます!
우리는 당신을 볼 것이다 !
! سنراقب لك
ما شما را تماشا خواهد کرد!
! אנחנו נצפה אתכם

Der investigative Journalist Jimmy Bulanik, ist Experte für Rechtsextremismus und verfolgt den NRW PUA NSU seit seiner ersten öffentlichen Sitzung von Anfang bis zum Ende.

Über den Autor

5 Kommentare

  • 1
    T.C. sagt:

    Danke für den Analytischen bericht der uns erschreckend darauf hinweißt wie verwoben alle in diesem spiel sind und welche vorurteile salopp gemacht werden

  • 2
    Hero Lucky King Unchanged sagt:

    Die Opfer und die mittlerweile haufenweise verstorbenen Zeugen, dafür interessiert sich doch in Deutschland kein Schwein mehr. Stellt den Prozess ein und lasst alle frei, da kommt doch sowieso nichts mehr raus – völliges Staatsversagen. Aber auch egal, es gibt ja Autofahrer zum Abzocken und Kriminalisieren.

  • 3
    Hans-Michael Höhne-Pattberg sagt:

    Hi, lieber Jimmy,
    grundsätzlich teile ich Deine Meinung. Wichtig finde ich aber auch die Erwähnung folgender Fakten, die eine eventuelle Zusammenarbeit mit türkischen Auftraggebern über die Übermittlung durch sog. V-Leute, belegen. — Anfang 2012 rief ich das Spiegel-Büro in Dresden an, um den dortigen Büroleiter (Maximilian Popp) zu sprechen. Er hatte im Februar und August 2011 Artikel zur Mordserie im „Graue Wölfe“-Bereich verortet. Seine Mitarbeiterin gab mir als Erklärung, daß ihr Kollege 5 Familien von Mordopfern besuchte, die ihm mitteilten, daß die späteren Opfer vor den Morden auf türkisch bedroht wurden und deshalb nicht zu Hause übernachteten, weil sie ihre Familien nicht gefährden wollten. — Bedenke bitte auch eine Zusammenarbeit von GW-Referenten mit der NPD in Thüringen (Linkspartei-Anfragen in Thüringen,April 2011, und Bundestag 19.10.11).
    Bis bald, solidarische Grüße, Michael

  • 4
    Grenzecho sagt:

    Danke Jimmy für diesen wertvollen Artikel!
    Herzliche Grüße,
    Grenzecho

  • 5
    honcho sagt:

    Bin heute zum ersten mal auf der freiheitsliebe und lese hier den Artikel.
    Aus Sicht des Autors scheint bei den Untaten der Uwes ja alles klar zu sein.
    Aus meiner Sicht ist aber gar nichts klar.
    Wenn es bei 10 Morden, zwei Bomben und ca 14 Raubüberfällen keinen einzigen Beweis für die Anwesenheit der Uwes gibt, dann macht mich das stutzig und misstrauisch.
    Ein Beweis wäre zum Beispiel eine DNA Übereinstimmung bei einer der vielfältigen Tatortspuren, oder ein Fingerdruck oder ein Augenzeuge.
    Auch da gibt es leider null Übereinstimmung.
    Selbst beim eigenen Selbstmord fehlen die Fingerabdrücke der Uwes auf den Waffen.
    Wie kann das denn sein?