Lieb mich Tinder, lieb mich wirklich…?

19. Februar 2020 - 12:00 | | Gesellschaft | 0 Kommentare

Online-Dating ist im letzten Jahrzehnt rasant gewachsen mit bis zu 200 Millionen Nutzerinnen und Nutzer auf der ganzen Welt. Sarah Bates fragt wie sehr Programme wie Tinder die Weise, in der wir Beziehungen zueinander aufbauen, verändert.

Durchleben wir eine „Tinder-Revolution“? Hat sich die Partnerinnensuche radikal verändert durch neue technologische Wege zur sexuellen Befriedigung? Teilweise ja – Schätzungen zufolge benutzen 200 Millionen Menschen auf der Welt das Internet um romantische und/oder sexuelle Partnerinnen und Partner zu finden.

Die Statistiken stimmen nicht alle überein, aber eine Studie fand heraus das 39% der heterosexuellen sowie 70% der gleichgeschlechtlichen Paare in Amerika sich online kennengelernt haben.

In den letzten Jahrzehnten haben hoffnungsvolle Singles vielleicht in Kneipen oder der Kirche nach sexuellen Partnerinnen und Partner gesucht doch heutzutage wendet sich eine wachsende Zahl an Menschen an Dating-Apps oder -Websites.

Wenn also jemand im neuen Jahr die große Liebe finden will, ist es wahrscheinlich, dass er/sie startet, indem ein Dienst wie Tinder, Grindr oder OkCupid auf das Smartphone geladen wird.

Natürlich ist die Suche nach Liebe nichts Neues. „Einsame Herzen“, oder Variationen von Bekanntschaftsanzeigen, gab es in den Zeitungen von Anfang an. Doch selbst zu Hoch-Zeiten ihrer Popularität waren Bekannschaftsanzeigen nicht für mehr als 1% der amerikanischen Ehen verantwortlich. Heute treffen sich etwa 17% der amerikanischen Paare, welche heiraten, online.

Natürlich darf man die Hochzeit nicht als Maßstab für eine erfolgreiche oder bedeutungsvolle Beziehung sehen, dennoch gibt es einen Einblick in die Größe und Reichweite des Internet-Datings.

Was hat diese neue Welt uns also zu bieten? Für Sozialistinnen und Soitalisten ist Tinder ein vorgehaltener Spiegel unserer aktuellen Gesellschaft – eine Gesellschaft die Liebe, Sex und Beziehungen als (ver-)kaufbare Ware sieht. Im Kapitalismus steht alles zum Verkauf – sogar die intimsten Bereiche unserer selbst und unserer Leben.

Tinder´s Entwicklung wurde geformt durch die Verfremdung der Menschen in einer Gesellschaft zerrissen durch Wettbewerb, Ausnutzung und Unterdrückung.

Es wurde nicht zu gemeinnützigen Zwecken erstellt. Die Plattform ist eine riesige, Geld produzierende App, die der Eltern-Firma namens Match Group erlaubt aus dem menschlichen Bedürfnis nach sexueller Auslebung und Verknüpfung finanzielle Profite zu ziehen.

Wir leben in einer Welt, in der persönliche Beziehungen von den ideologischen und materiellen Rollen der Kernfamilie geprägt sind. Diese Familie prägt das Leben aller im Kapitalismus. Anstatt sexuelle Beziehungen zu verändern, untermauern Tinder und vergleichbare Plattformen die vorherrschenden Vorstellungen wie zwischenmenschliche Beziehungen auszusehen haben.

Den Druck einen Partner zu finden, können alle in jedem Teil der Gesellschaft spüren und er wird permanent durch die „Dating Industrie“ gefördert, um deren „Produkte“ zu verkaufen. Es ist umstritten warum die millionenschwere Schauspielerin Emma Watson sich letzten November am Abend ihres 30. Geburtstag als „mit sich selbst in einer Beziehung“ bezeichnete, statt sich als Single zu betiteln. Es steht außer Frage, dass sie mit dieser Bezeichnung zeigen wollte die Kontrolle über ihr sexuelles und romantisches Leben zu haben. Nichtsdestotrotz reflektiert sie den gesellschaftlichen Druck in einer Beziehung zu sein – im Zweifelsfall mit sich selbst.

Die Basis für diesen Druck liegt in der Kernfamilie, welche eine hilfreiche Institution für die Menschen an der kleinen Spitze der Gesellschaft ist.

Die herrschende kapitalistische Klasse beruht auf der unbezahlten Arbeit von den arbeitenden Menschen – meistens Frauen – welche das Geld brauchen um ihre Kinder aufzuziehen, zu ernähren und einzukleiden, diese zu sozialisieren und bei der Bildung zu unterstützen bis sie Erwachsene sind, die mit allen benötigten Fähigkeiten um produktive Arbeiterinnen und Arbeiter zu sein, selbst in das Berufsleben einsteigen können.

Tinder bietet keine radikale Pause von dem beschränkten Weg in dem Menschen unter dem Kapitalismus Beziehungen führen, es versucht eher diese zu vertiefen. Das ist nicht das Ergebnis einer Verschwörung. Viel eher gehen die Interessen derer, welche Profite mit Tinder machen, mit den vorherrschenden Ideen und Interessen des Kapitalismus einher.

Tinder war nicht die erste Dating-App, aber es hat die Landschaft der Online-Dating-Welt verändert. Die wahre Innovation ist Tinder´s Nutzung des „swipens“ (zu deutsch: „wischens“) um zu entscheiden ob eine Nutzerin am Gegenüber interessiert ist. Bereits zwei Jahre nach der Gründung sammelt Tinder eine Milliarde „Swipes“ am Tag.

Zum ersten mal müssen Nutzerinnen und Nutzer keine Zeit mehr damit verbringen die sorgfältig von Personen angelegten Profile anzusehen, welche ihre Interessen, Wünsche, Hobbys etc. zusammenfassen. Sie wischen einfach „Ja“ oder „Nein“ für ein Foto, und die Geschwindigkeit mit der Nutzerinnen und Nutzer durch die scheinbar endlose Menge an potentiellen Treffern rasen können, wurde zu einem entscheidenden Verkaufspunkt für die Marke.

Ein Sprecher von Tinder sagte, dass die App „den ersten Schritt super einfach machte – wir stellen dir mit einer nie dagewesenen Effizienz und Leichtigkeit Menschen vor“.

Also wird zwischenmenschliche Verbindung, sexuelles Begehren und der Nervenkitzel sowie die Aufregung eines neuen Kennenlernens darauf herunter gebrochen, wie schnell das ganze geschehen kann. Und sich für einen Menschen zu entscheiden, mit aller Komplexität, die diese hat – den Erfahrungen, Erinnerungen, individuellen Eigenheiten – wird auf eine spontane binäre Entscheidung heruntergebrochen.

Apps wie Tinder wurden mit menschlichen „Fleischmärkten“ verglichen, wo Proben schnell sortiert und entweder für den Verzehr akzeptiert oder abgelehnt werden.

Ein einfacherer Weg?

Andere Apps verkaufen sich auf eine andere Weise und versprechen den Nutzerinnen und Nutzern eine kuratierte Mitgliedschaft, welche es ihnen ermöglicht „den/die Einen“ für sie zu finden.

Und es kann ein wichtiger Ort für Gruppen sein, die es schwerer haben auf anderen Wegen Menschen kennenzulernen. Für LGBT+ Menschen ist der Online-Bereich der häufigste Ort um einander kennenzulernen, weit vor anderen Lebens-Bereichen. Es ist ein riesiger, positiver Schritt, dass Menschen die Möglichkeit haben andere in einem Raum ohne Homophobie kennenzulernen. Die LGBT+ Unterdrückung in unserer Gesellschaft bedeutet, dass die unterdrückten Gruppen in private Bereiche gedrängt werden um Partnerinnen und Partner zu finden, da sie einen Mangel an verfügbaren und allgemein sicheren Plätzen haben um sich wie Heterosexuelle kennenlernen zu können. Die „Gay UK“ Website berichtet das 151 Schwulen-Bars allein zwischen 2010 und 2016 geschlossen wurden.

Die meisten großen Anbieter gehören zum selben Unternehmen wie Tinder: der Match Group. Das Unternehmen brüstet sich mit einem Gewinn von 1,7 Milliarden Dollar in 2018 und hat einen Großteil der Branche verschluckt. Es besitzt OkCupid, Plenty of Fish, Hinge, Match.com und etwa 40 ähnliche Marken. Es schafft es einen Dienst für jede vorstellbare romantische oder sexuelle Vorliebe zu kreieren.

Single als Entwicklungsreise

An diesem Punkt haben die Match Group Bosse aufgehört Tinder als Dating-Service zu vermarkten. Stattdessen ermutigte ihre kürzlich erschienene „Swipe-Life“ Kampagne Nutzerinnen und Nutzer dazu Single zu bleiben und ihre Apps weiterhin als Mechanismus zu nutzen um „auf Entdeckungsreise zu gehen“.

Natürlich sind das gute Neuigkeiten für Tinder´s Endgewinn. Je länger Nutzerinnen und Nutzer in der App bleiben, desto mehr Geld für In-App Käufe wie „unbegrenzte Swipes“ oder solche, die versprechen einen auf den Sichtbarkeits-Rängen nach oben zu schieben, kann aus ihnen heraus gequetscht werden.

Aber das Unternehmen will auch, dass Nutzerinnen´und Nutzer zu ihren verschiedenen Produkten übergehen.

Eines von diesen sieht man ganz klar auf der Match.com Website. Hier wird eine traditionellere Art der Beziehungsvermittlung gezeigt,  mit dem Slogan „Beginne etwas Echtes“ begleitet von Bildern mit lächelnden, 30-40 jährigen Paaren – von denen manche Hunde knuddeln oder Verlobungsringe tragen. Hier zeigt sich das Idealbild einer langanhaltenden, Monogamie-Beziehung.

Varianten der Liebe

Für die, die diese Form der Liebe nicht mehr sehen können, gibt es andere Produkte. Manche haben sich an die „Dating Erschöpfung“ angepasst, also bekommen die Nutzerinnen und Nutzer statt romantische Partnerinnen und Partner verkauft zu kriegen, die Ermutigung einen kompletten Lebensstil zu kaufen, welcher von Tinder mit Slogans wie „Singles tun was Singles wollen“ oder „Singles müssen nie früh nach Hause“ beschrieben wird – was Menschen motiviert die App zu nutzen um einen idealisierten Lebensstil zu erreichen.

Eine kürzlich erschienene Werbekampagne von OkCupid sah das DTF (down to fuck [deutsch: „bereit zum Vögeln“]) Akronym verdorben, um Selbstvertrauen und die beste Version deiner selbst zu verkaufen. Von „Bereit für den Bauernmarkt“ bis „Bereit um sich wunderbar zu fühlen“, die Nachricht war einfach – andeuten, dass OkCupid dir nicht nur die Möglichkeit bietet Sex zu haben, sondern ein komplett neues Leben zu beginnen.

Viele Menschen sehen diese Apps als einen sicheren Ort, der es ermöglicht zu experimentieren und eine neue Welt an Möglichkeiten öffnet. Es ist nicht verwunderlich, dass insbesondere LGBT+ Menschen zu den ersten Nutzerinnen und Nutzer dieser Apps gehörten.

Aber der Online-Bereich ist nicht immer eine sichere Zone für jede und jeden. Leider sind Apps und Websites kein Ort, welcher befreit ist von Rassismus, Sexismus und anderen Formen der Unterdrückung, die Menschen in der Gesellschaft erleben. Sie reflektieren viel mehr die Gesellschaft. Zum Beispiel das Empfangen von ungefragten Bildern von Männern online ist für Frauen – und viele Männer – eine nahezu universelle Erfahrung.

Rassismus ist weit verbreitet – Er variiert von subtilen Vorurteilen zu eindeutigem Mobbing und Belästigung. Nachforschungen vermuten das dunkelhäutige Menschen zehnmal häufiger hellhäutige Menschen melden als umgekehrt.

Menschen werden oft Opfer von Fetischen basierend auf ethnischen oder rassischen Stereotypen – viele davon werden durch sexuelle Stereotypen aus der Pornographie verursacht.

Eine Studie, welche letztes Jahr von Elizabeth Bruch und M. E. J. Newman veröffentlicht wurde, hat Daten einer der meistgenutzten Dating-Apps in Amerika analysiert (der Name der App wurde nicht genannt).

Es stellte sich heraus, dass Frauen mit jedem Jahr das sie älter als 20 wurden weniger Nachrichten bekamen. Aber die Menge an Nachrichten, die Männer bekamen, erreichte ihren Höhepunkt bei einem Alter von 45 Jahren. Traurigerweise deutete die selbe Studie an, dass eine hohe Bildung Männer begehrenswerter machte – aber Frauen weniger begehrenswert.

Reflektion der Gesellschaft

Die Entscheidungen, die Menschen machen, werden weder immer bewusst getroffen, noch sind sie in unserem Gehirn fest verankert. Sie reflektieren weitgehend die Ideen der Gesellschaft was attraktiv ist – sei es ein gebildeter Mann oder eine junge Frau.

Das Verhalten der Menschen in Dating-Apps reflektiert tief verankerte Vorurteile. Insbesondere wird es geformt durch die Unterdrückung von Frauen – durch die konstruierte Rolle der Frau als Mutter und Partnerin.

Gleichzeitig bedeutet Online-Dating, dass Menschen sich weitgehend in einer Weise begegnen, die von den unterstützenden Netzwerken des Arbeitsplatzes, der Familie oder ihrer Gemeinschaft getrennt ist. Dies kann den Umgang mit Abweisung oder mit ungewollten Ännäherungsversuchen erschweren.

Wie auch immer, Dating-Websites/-Apps sind nicht das Problem an sich, sondern das diese der Logik einer kapitalistischen Gesellschaft folgen.

Es gibt ein endloses Arsenal an Tricks, welche die Dating-Apps nutzen um Nutzerinnen und Nutzern mehr Geld zu entziehen, von eindeutigen Abonnements zu regelmäßigen E-Mails, die sagen wie attraktiv der/die angesprochene Nutzerin oder der Nutzer ist. Die Dating-Website Algorithmen „wissen“, wie sie „die Knöpfe der Nutzerinnen und Nutzer drücken müssen“.

Und natürlich sind Nutzerinnen und Nutzer nicht nur Kunden, sondern auch das Verkaufs-Produkt dieser Apps.

Sie werden ermutigt genug Informationen bereitzustellen um dem Algorithmus der Seite zu ermöglichen einen „besseren Treffer“ vorzuschlagen, und sie den Druck die richtigen Stichwörter und Fotos hochzuladen spüren zu lassen.

Nutzerinnen und Nutzer können auch einer Überprüfung unterzogen werden. EHarmony ist eine Dating-Website, die verspricht, dass sich „alle 14 Minuten ein Mensch verliebt“ – sofern eine solche Behauptung quantifizierbar sein kann. Die Seite lehnt Bewerberinnen und Bewerber ab, deren Erstbefragung darauf hinweist, dass sie mehrfach verheiratet waren oder unter Depressionen leiden könnten.

Gefangen in der Logik

Alle Nutzerinnen und Nutzer werden in der Logik dieser Websites gefangen, ermutigt sich selbst zu verstellen und eine sexualisierte und glorifizierte Version ihrer selbst zu präsentieren.

Aber egal wie Menschen sich kennenlernen und was ihre Erwartungen bezüglich Sex und Sexualität sind, sie stoßen an die Grenzen des Systems in dem wir Leben.

Ungeachtet dessen, ob sich Paare in einer Studentinnen-Disko oder über das Internet kennengelernt haben, ihre Beziehung wird geformt durch den Zwang Rechnungen und ein Leben zu finanzieren, Kinder aufzuziehen und für andere Familien- oder Haushalts-Mitglieder zu sorgen.

Die Mittel zu haben, den Druck des Lebens im Kapitalismus zu mildern, den die Mehrheit der Menschen erlebt – Kinderbetreuung, Reinigung, Taxis, Urlaub usw. zu bezahlen – hilft natürlich. Also wird der Druck auf unsere Beziehungen, und unsere Reaktionen auf solche, durch unsere Klasse geprägt.

Gleichzeitig verengt die Familie, verankert in einer durch Klassen geteilten Gesellschaft, die Erwartungen der Menschen welche Welt möglich ist und ihre Vorstellungen von Sex, Sexualität und sich selbst. Dementsprechend wird das Ideal der Familie und von langanhaltenden Monogamie-Beziehungen größtenteils nicht hinterfragt.

Oft ist die Realität weit entfernt vom Ideal, aber die Idee der Familie behält einen mächtigen Rückhalt, welcher die Möglichkeiten  und Begehren nach anderen sexuellen und romantischen Leben der Menschen unterdrückt.

In der Familie wird soviel unbezahlte Arbeit übernommen, wie viele haben da die Zeit oder die Neigung um mehrere sexuelle Beziehungen zu führen, inmitten eines Lebens aus bezahlter Arbeit und häuslicher Arbeit?

Außerdem ist es schwer Beziehungen zu entwirren, die für einen geschmeidigen Ablauf des Familienlebens nötig sind oder auf echtem sexuellen Interesse basieren, oder sich zumindest so anfühlen.

Wenn junge Menschen, welche die Kern-Zielgruppe von Dating-Apps bilden, sich zum Online-Dating wenden ist das nicht zwingend, das sie dem Hype glauben, dass dies ihre Sexleben grundsätzlich verändern wird. Im letzten Jahrzehnt wurden junge Menschen von schlechten Wohnmöglichkeiten, Null-Stunden-Verträgen, steigenden Schulgeldern und einem Wohlstands-Staat, welchem die Knochen zertrümmert wurden, getroffen. Sie missen oft die Zeit und Möglichkeiten Partnerinnen und Partner auf eine andere Weise zu treffen.

Sexuelle Befreiung ist möglich

Es muss aber nicht so sein – sexuelle Befreiung ist möglich. Sex und Sexualität müssen nicht von einem Staat, der auf Familien oder die Vorteile in einer Beziehung mit einem „hohen Tier“ der Geschäftswelt setzt, geformt werden. Aber wahre Befreiung ist im Kapitalismus, einem System, dass unsere Sexualität einengt und verzerrt, nicht möglich. In einer sozialistischen Gesellschaft hätten Menschen die Zeit und die Ressourcen jedes Element ihres Lebens so zu erforschen, wie sie es für richtig hielten und ihre Leben von einengenden Erwartungen an sexuelles Verhalten zu befreien.

Kapitalismus hat ein Problem mit Sex, sogar wenn Sexualität kommodiert und nutzt um jede andere Ware zu vermarkten. Verteidigerinnen und Verteidiger des Kapitalismus unterstützen die Werte der Familie, während die an der Spitze – die Bris Johnsons und Donald Trumps – die Moral ignorieren, die sie bewerben, während sie es durch ihre Politik für Menschen der Arbeiterinnenklasse noch schwerer machen ernsthafte Beziehungen aufzubauen.

Eine sozialistische Gesellschaft würde die Menschen von den Strapazen der Arbeit befreien, wo sie nichts zu sagen haben und Chefinnen ihre Leben kontrollieren. Außerdem würde es die Arbeit, welche im Moment in den Häusern stattfindet, verändern und zu einer sozialen, gemeinschaftlichen Verpflichtung machen. Es gäbe Zugriff auf passende Möglichkeiten der Kinderbetreuung, des Wohnens und andere Ressourcen für jeden und jede, sodass alle frei die Beziehungen ihrer Wahl beginnen könnten – also eine Transformation der Möglichkeiten und Erwartungen.

In der Welt in der wir leben ist das Beste, was Tinder´s Chefinnen und Chefs zu bieten haben einen Sexualpartner für uns zu finden. Unser Ziel sollte eine Welt sein, die die Bedürfnisse und Wünsche der breiten Masse befriedigt und nicht nur derer, welche an der Spitze stehen.

Sozialismus würde das Ende einer Gesellschaft bedeuten in der komplexe, kritische Elemente unserer Menschlichkeit verdreht werden um Profite zu machen.

OkCupid verkauft sich mit der Idee, dass „Dating besseres verdient“. Es ist wahr – jeder und jede von uns verdient etwas besseres als OkCupid und vergleichbare Seiten zu bieten haben. Die Antwort liegt darin für ein System zu kämpfen, das etwas für alle zu bieten hat.


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