Black Lives Matter in Augsburg: Von gestohlenem Atem, Gewalt als Emotion und Träumen, die wahr werden.

© Manuel Bühlmaier, Freiheitsliebe

Am 6. Juni 2020 versammelten sich, wie überall in Deutschland und der Welt, tausende Menschen in der Stadt, um gegen Rassismus und Polizeigewalt Stellung zu beziehen und Geschichte zu schreiben. Meine Eindrücke von einem Wahrhaftig beeindruckenden Tag.

Es liegt etwas in der Luft. Es ist etwa 2 Uhr nachmittags, mitten in Augsburg. Die Züge, die Straßenbahn, die Wege vom Bahnhof zur Demonstration. Überall begegnet man Menschen, vorwiegend jungen Menschen, gekleidet in tiefem Schwarz, selbstgemachte Plakate in der Hand. Man kann heute nicht über den Königsplatz, dem zentralen Ort der Augsburger Innenstadt, gehen, ohne zu merken, dass etwas anders ist.