Bildung – Ein Streikthema

3. März 2015 - 21:30 | | Gesellschaft | 0 Kommentare
Foto: Daniel Kerekes
Foto: Daniel Kerekes

Der wundervoll-kreative Titel sagt schon, worum es geht: Im Bildungswesen wird wieder gestreikt. Rund 1500 LehrerInnen und 700 ErzieherInnen und SekretärInnen erschienen heute in Berlin nicht im Unterricht, im Kindergarten oder im Sekretariat. Es geht den LehrerInnen um ihr Arbeitsverhältnis. Sie sind, im Gegensatz zu vielen anderen Arbeitnehmern in Bildungssegment, nicht verbeamtet. Den ErzieherInnen hingegen geht es um eine Gehaltserhöhung um 5,5%.

(Das Beitragsbild zeigt übrigens eine IG-Metall Demo und nicht die Demo der Lehrer. Von der Demo haben wir leider keine Bilder!)

Die Bildungsgewerkschaft GEW hatte ursprünglich mit 1500 bis 2000 Streikenden gerechnet. Diese Zahl wurde übertroffen. Für den 11. März wird ein noch größerer Streik geplant. Das Problem ist schon länger Thema. Es geht um das generelle Problem, dass einige Lehrer nicht verbeamtet sind und dadurch starke finanzielle Nachteile haben. Manchen wird über die Sommerferien gekündigt, nur um die Lehrkräfte nach den Sommerferien wieder einzustellen.

Bei dem Streik in Berlin geht es für die ErzieherInnen hingegen um 5,5% Gehaltserhöhung. Außerdem wollen sie nicht, dass Abstriche bei der Altersversorgung gemacht werden.

 

Am 11. März folgt ein noch größerer Streik: Alle Landeseinrichtungen in Berlin wollen streiken, darunter Feuerwehr, Polizei und Universitäten. Auch da dürfen nur Angestellte streiken. Für  Verbeamtete sind Streiks verboten.

Man wird schauen müssen wie sich die Lage entwickelt. Das Beamtentum gibt es immer seltener. Super verdienen auch verbeamtete Lehrer nicht. Wenn sie dann nur angestellt sind, trägt das nicht gerade zu besserer Bildung bei. Dabei ist Bildung doch essentiell und „Mehr Bildung“ wird in jedem Wahlkampf von so ziemlich jeder Partei gefordert. Durch Streiks müssen solche einfachen Dinge wie mehr Geld für Bildung trotzdem bis heute eingefordert werden…

Über den Autor

Themenschwerpunkt: Demos (aktuell vor allem Pegida), Gesellschaft, Antisemitismus, Flüchtlinge Ich schreibe für die Freiheitsliebe, da ich auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam machen will. Zum Beispiel Antisemitismus. Etwas, was eigentlich seit 70 Jahren nichtmehr existieren sollte, wird wieder salonfähig. Die vielen Anschläge auf Synagogen in Deutschland beweisen das. Außerdem geht mir der Rassismus, der vielen Flüchtlingen entgegenschlägt, ziemlich auf die Nerven. Dort will ich aufklären und zeigen, dass Leute, die Asylsuchende „Sozialschmarotzer“ nennen eindeutig rechte Parolen nachplappern. Daher mag ich so Aktionen, wo Flüchtlingen mit Blumen und dem Satz „Nice to have you here“ begrüßt werden. In ihrem Herkunftsland hatten sie schon genug Leid, das muss nicht in Deutschland weitergehen!

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