Bildboykott: Demo vor dem Axel-Springer-Haus

6. April 2015 - 18:08 | | Gesellschaft | 8 Kommentare
Anabel – Mitorganisatorin der Proteste gegen die Bild

Die BILD ist in Deutschland mit großem Abstand das auflagenstärkste Unterhaltungsblatt: Knapp 2,1 Millionen Exemplare verlassen täglich die BILD-Duckereien. Doch macht sie sich immer unbeliebert mit ihrem kampagnenartigen Journalismus (Der faule Grieche, der kriegswillige Russe, der HartzIV-Empfänger, der nicht arbeiten will etc.). Nun soll es am kommenden Samstag eine Demonstration vor dem Axel-Springer-Haus, dem Sitz der Zeitung, geben um den Unmut deutlich zu machen.

Aufgerufen zu den Protesten hat das Portal Rebellunion, das unter anderem auch von dem Aktivisten Pedram Shayar mitbetrieben wird. In dem Aufruf heißt es: „Wir demonstrieren gemeinsam gegen die Art und Weise der Berichterstattung der Springer-Presse, insbesondere der BILD-Zeitung.“ Auslöser für die neue Entwicklung des Bildboykotts war ein Posting der ARAL Bendorf: “Liebe Kunden, bei uns gibt es heute KEINE BildZeitung mehr! Wir unterstützen diese Hetzkampagne nicht!
Wir hoffen auf Ihr Verständnis!”

Auf die Kampagnen gehen auch die Veranstalter der Kundgebung ein und schreiben über ihre Gründe: „Seit ihrem Bestehen fällt die BILD immer wieder durch menschenverachtende Hetze und unehrlichen Kampagnenjournalismus auf. Ob im Umgang mit Griechenland, ständiger Kriegshetze, Hetze gegen Muslime oder erst kürzlich im Umgang mit der Germanwings-Tragödie, die BILD leistet sich immer wieder gröbste Verletzungen aller journalistischen Standards.“

Beginnen sollen die Proteste um 15 Uhr vor dem Axel Springer Haus in Berlin (Axel-Springer-Straße 65), innerhalb weniger Stunden haben auf Facebook schon über 300 Menschen ihre Teilnahme angekündigt. Die Proteste könnten, wenn sie auch nur einen Bruchteil von der Unterstützung erhalten, die die Bildboykott-Erklärungen erhalten haben, eine neue Debatte über dem Umgang mit Kampagnenjournalismus befeuern. Reaktionen der Bild oder des Axel-Springer-Konzerns zur angekündigten Demonstration gab es bisher noch nicht.

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
Ihr findet mich auf: Facebook

8 Kommentare

  • 1
    Florian Hohenwarter sagt:

    Finde ich sehr gut, dass die Freiheitsliebe diesen Boykott unterstützt!!!
    Alles Gute und viel Erfolg für diese Aktion!

  • 2
    Peter Lustig sagt:

    Ja mitten im Bilde statt nur dabei, und Spieglein Spieglein an der Wand wer erzählt die größte Propaganda im ganzen Land. Der Focus ist das Hausblatt des BND. Alle Mainstream Medien sind Okkupiert worden. Es ist aber schön das auch der Otto Normalverbraucher langsam etwas Luft an seine grauen Zellen lässt, so das er aus seinem Tiefschlaf erwacht. Immer weiter so Julius Jamal du hast begriffen wie es läuft, „Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“. Nur gemeinsam sind wir Stark. Gegen jegliche Art von Sklaverei und wir „Europäischen Sklaven“ sind da noch sehr gut weg gekommen als die in der Dritten Welt, auf deren Kosten wir ja zweifelsohne leben.

    In Licht, Liebe und Respekt Peter Lustig

  • 3
    Razfaz sagt:

    Der Bild Leser sitzt wie das Kaninchen vor der Schlange, um die Massen wieder auf den richtigen Weg zu führen müsste man Ihnen erst das Wahre Bild vor Augen halten und dann hätten sie immer noch das Problem, das es so unglaublich ist, das sie es gar nicht glauben wollen.
    Wahrheit und Lüge zu unterscheiden ist eine Herzensangelegenheit und Entwicklungsfrage.
    Oder erkläre mal einen Fußball-Fan, das Fußball sinnlos ist!?

  • 4
    wagner sagt:

    leider ich kann nicht nach Berlin kommen,aber ich bin mit euch fol solidarisch!

  • 5
    Sami sagt:

    Hallo Anabell

    Frage: Was versprichst du dir von dieser Aktion?! Was denkst du wird es bewirken?!
    Gesetz den Fall es kommen Tausenden und Abertausende zu dieser Demo. Gesetz den Fall diese Menschen kommen um des Inhaltes wegen. Des Inhaltes, dass quasi ausnahmslos alle Deutschen Bürger wissen dass dieses Blatt sog. Journalismus nichts anderes ist als ein von hohen Stellen unterstütztes Hetzblatt ist. Ein Hetzblatt mit Auftrag seit Gründung. Gesetz den Fall es kommen Massen von Menschen die dieser Meinung sind. So What?! Von daher zurück zu meiner Frage.
    Danke Anabell. Hast offenbar die Schnauze voll. Wie wir alle.

  • 6
    KUNO sagt:

    Ich habe noch nie eine Bildzeitung mit Interesse gelesen. Als mir ein anderer, so etwa 1972, ein Examplar, das er ausgelesen hatte, schenkte, las ich eine Artikel.
    Was mich störte war hauptsächlich der primitive Satzbau. Mein Eindruck damals verfestigte sich:
    die Bildzeitung ist eine Zeitung für Dumpfbacken, geschrieben von Dumpfbacken.
    Die politische Aussage hatte mich schon damals nicht interessiert.
    Es war die Aufmachung, der Satzbau. Ein Gossenblatt eben.
    Die Politik, die damit gemacht wurde- und wird, besteht darin, Politik auszublenden oder auf ein Vulgärverständnis zu reduzieren. Das Kalkül: die Dumpfbacken, die das gelesen haben, lesen daraufhin keine richtige Zeitung. Eben weil diese glauben, man hätte soeben eine Zeitung gelesen.
    Genau das ist, für mich jedenfalls, das einfache Kalkül: Wichtige Meldungen ausblenden.
    Übrigens ein uraltes Rezept. Damit wurde schon immer gearbeitet. Im real existiert habenden Sozialismus, wie heute im deutschen Fernsehen.

  • 7
    arne sagt:

    Boykotte wie bei den Nazis, als sie anfingen die Presse zu untergraben, um alle Medien auszuschalten, und um hitlers propaganda zu verbreiten.