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Krise, Kapitalismus und die Jugend oder wie viel sind uns die Träume unserer Kinder wert?

A_day_at_the_beachJunge Menschen unter 30 sind am meisten von der Krise in Europa betroffen. Die Arbeitslosenquote liegt in dieser Altersgruppe auch in Deutschland bei 17 Prozent. Doch auch um jene, die nicht in der Statistik auftauchen, steht es nicht besser: Befristete Arbeitsverhältnisse, unbezahlte Praktika und Leiharbeit sind das Los von über der Hälfte. Was bedeutet es, wenn eine Gesellschaft den jungen Menschen aus ihrer Mitte die Anerkennung eines selbstbestimmten und selbstfinanzierten Lebens nimmt, weil sie sie von den Mitteln dazu ausschließt?

PISA und das angebliche Bildungsdilemma Diesen Beitrag weiterlesen »

Armut im Alter – Die Rentenfrage – Ein Gespräch mit Matthias Birkwald

Matthias Birkwald

Immer länger müssen die Menschen in Deutschland arbeiten und trotzdem sind immer mehr Menschen im Alter von Armut und Ausgrenzung bedroht. Wir sprachen mit Matthias W. Birkwald, dem rentenpolitischen Sprecher der Linken, über die Konzepte seiner Partei und die Frage, wie die deutsche Rentenpolitik die Jugend betrifft.

Die Freiheitsliebe: Die Linke setzt sich als einzige Partei für eine Rente mit 65 ein. Welche Gründe gibt es, dass die Rente mit 67 abgelehnt wird?

Matthias W. Birkwald: Viele. DIE LINKE weist darauf hin, dass die Rente erst ab 67 für fast alle Menschen eine Rentenkürzung bedeuten würde. Es ist so, dass es fast keine Menschen gibt, die in dem Alter von 65 noch sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Im März 2011 waren nur 18,4%, der Männer und Frauen im Alter von 60-64, vollzeitbeschäftigt. Man kann sagen, dass die Teilzeitarbeit auch wichtig ist, aber in diesem Bereich liegen die Zahlen noch niedriger.
Wir lehnen die Rente erst ab 67 ab, weil die Menschen schon die Rente ab 65 Jahren nicht erreichen. Man muss wissen, dass jeder Zweite der oder die heute in Rente geht, schon Abschläge in Kauf nehmen muss. Bei der Rente erst ab 67 würden noch mehr Menschen noch höhere Rentenkürzungen in Kauf nehmen müssen.
Die Rente erst ab 67 lehnen wir darum ohne Wenn und Aber ab. Wir fordern den ungekürzten Rentenzugang nach 40 Beitragsjahren einschließlich gleichgestellter Zeiten und die Möglichkeit, schon ab 60 bis 65 Jahre ohne Abschläge aus dem Erwerbsleben auszusteigen und wir streiten für die Angleichung der Rentenwerte Ost auf das Westniveau.

Die Freiheitsliebe: Was kann man denn politisch bewirken, damit die Menschen zumindest bis zur Rente mit 65 einen Arbeitsplatz haben und somit eine solide Rente? Diesen Beitrag weiterlesen »

Arbeiten ohne Lohn – Geld sparen mit dem Praktikum

Generation Praktikum

40% aller Studierenden erhalten nach ihrem Studienabschluss keinen Job, sondern müssen sich erstmal mit Praktikas über Wasser halten. Bei einem Praktikum soll dem Praktikanten das Berufsleben näher gebracht werden und er oder sie soll die Möglichkeit erhalten seine, während des Studiums erworbenen, Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, so zumindest die Theorie.

Die Praxis ist anders, denn immer mehr Absolventen der Universitäten erhalten längere Praktikas ohne irgendeinen finanziellen Ausgleich. So muss jeder vierte langzeit Praktikant ohne einen finanziellen Ausgleich durch Unternehmen den eigenen Lebensunterhalt bestreiten.

Geld für Arbeit

Praktikanten, die länger als vier Wochen in einem Unternehmen arbeiten, haben den durchs Gesetz festgeschrieben Anspruch eine finanzielle Aufwandsentschädigung zu erhalten, die in etwa dem Wert ihrer Arbeit entspricht. Die meisten Unternehmen in Deutschland verschweigen dieses Gesetz ihren Praktikanten und diese müssen entweder komplett ohne Lohn oder mit einem niedrigen Taschengeld über die Runden kommen.

Diese Praxis hat dazu geführt, dass die meisten jungen Menschen der Idee des Praktikums kritisch gegenüber stehen, da diese meist nur den Unternehmen nutzen, die weniger Menschen einstellen müssen, da sie ihre Praktikanten, die gleiche Arbeit machen lassen, ohne dies dafür angemessen zu entlohnen. Jeder Mensch in Deutschland hat das Recht für seine Arbeit entlohnt zu werden, dies gilt auch für junge Menschen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Wer arbeitet, darf nicht arm bleiben – Im Gespräch mit Anette Kramme (SPD)

Anette Kramme - Quelle:http://www.flickr.com/photos/kramme/5618855996/sizes/m/in/set-72157626370700613/

Die SPD gilt in Deutschland zusammen mit der Linken als die Arbeitnehmer-Partei. Uns ist es gelungen mit der arbeitsmarktpolitischen Sprecherin der SPD, Anette Kramme, über die Ansichten der SPD und deren Pläne zur Stärkung der Arbeiter, in diesem Land, zu sprechen.

Die Freiheitsliebe: Die SPD spricht sich für einen Mindestlohn von 8,50 Euro/h, welche Veränderungen würde ein solcher Mindestlohn bewirken?

Anette Kramme: Eigentlich sollte selbstverständlich sein, dass jeder, der Vollzeit arbeitet, davon auch leben kann. Leider ist das heute nicht der Fall. Löhne von deutlich unter fünf Euro sind keine Seltenheit, immer mehr Menschen müssen trotz Arbeit zusätzlich Hartz-IV beantragen, damit sie über die Runden kommen. Arm trotz Arbeit, das muss ein Ende haben. Die Einführung eines Mindestlohn ist da ein erster wichtiger Schritt.

Mindestlohn bedeutet, dass niemand weniger als 8.50 Euro pro Stunde verdienen darf, egal in welchem Job. Das heißt umgekehrt, dass alle profitieren, die heute weniger als 8.50 Euro bekommen. In Deutschland sind das immerhin rund 5 Millionen Menschen! Diesen Beitrag weiterlesen »

Es reicht – Bildung darf keine Ware sein!

Bildungsstreik Essen!

Es bedarf nicht viel Anstrengung, um an der eigenen Schule oder Uni Seiten festzustellen, die uns SchülerInnen und StudentInnen gewaltig aufstoßen. Immer wieder sind wir Umständen ausgesetzt, die das Aufstehen morgens unerträglich, die das Lernen für uns zur Qual machen.

Das deutsche Bildungssystem ist geprägt von sozialer Ausgrenzung. Unser Bildungsstand entscheidet über die Chancen auf Ausbildung, Studium und Arbeit. Die Aufteilung auf verschiedene Schulformen ist gleichbedeutend mit der Vergabe von Zukunftsperspektiven und legt uns bereits im Kindesalter auf spätere Tätigkeiten fest. Bildungsgebühren, ob nun Studiengebühren, Nachhilfeunterricht oder Kopiergeld, sorgen dafür, dass Bildung vom Geldbeutel der Eltern abhängt und wir in unserer Freizeit oft zusätzlich arbeiten müssen. Im Klartext heißt das: Elitebildung für Wenige und Schmalspurbildung für die Masse.

Wer an der Volksweisheit festhält, dass es jeder in dieser Gesellschaft zu etwas bringen kann, wenn er sich nur ordentlich anstrengt, dem beweist die Realität tagtäglich etwas völlig anderes. Dafür, dass es Arbeiter- oder Migrantenkinder üblich gar nicht erst an Gymnasien schaffen, ist in der viel gelobten „sozialen Marktwirtschaft“ allemal gesorgt. Um über die Abhängigkeit der Bildungschancen vom Geldbeutel der Eltern Bescheid zu wissen, muss man nicht die neueste PISA-Studie abwarten oder UN-Menschenrechtsbeauftrage zu Rate ziehen. Es reicht einzig der Blick auf die MitschülerInnen oder vielleicht sogar sich selbst.

Was Abschlussprüfungen und Noten leisten, ist uns für den Arbeitsmarkt vorzusortieren, eine sinnvolle Rückmeldung über unseren Wissensstand oder unsere Entwicklung sind sie nicht. Eine massive Privatisierung sorgt dafür, dass Unternehmen immer direkter über Bildungsinhalte entscheiden. Übernahme von Schulgebäuden durch private Investoren (Public-Private Partnership), Schoolsponsoring und Lehrmaterial von Konzernen gehören schon längst zum Alltag. Mit dem Ausbau von Privatschulen und -unis schafft sich die gesellschaftliche Elite ihre eigenen Bildungseinrichtungen, die frei von öffentlicher und demokratischer Kontrolle sind. Diesen Beitrag weiterlesen »

Träume von Freiheit und Frieden! – Die Ideale der Freiheitsliebe!

Es ist selten, dass sich Jugendliche ausführliche mit Politik beschäftigen oder versuchen, aktiv an ihr mitzuwirken. Die Freiheitsliebe, ein Blog von verschiedenen Jugendlichen, hat sich das Ziel gesetzt, diesen Trend ein wenig umzukehren und das Interesse von Jugendlichen und junge Menschen an der Politik zu wecken und ihnen diese näher zu bringen.

Die Freiheitsliebe haben wir gegründet, weil wir keine Plattform gefunden haben, auf der wir unsere Meinung äußern konnten und zeigen konnten, womit wir uns beschäftigen und worüber wir nachdenken. Unsere Idee war eine Plattform von Jugendlichen für Jugendliche, eine Idee, die wir inzwischen ein wenig ausgebaut haben!

Der erste Beitrag beschäftigte sich mit der Ungerechtigkeit des deutschen Wahlssystems in dem Jugendliche, die nicht deutsch sind, nicht wählen dürfen, obwohl sie ihr ganzes Leben hier verbracht haben.

Wie äußern und wo? Diesen Beitrag weiterlesen »

Stuttgart21 – Ein Besuch bei den Parkbesetzern

Banner im Park

Stuttgart21 kannte ich bis dato nur aus dem Medien. Demonstranten, knüppelnde Polizisten, die sogenannten “Wutbürger” fühlen sich von der Politik hintergangen, wollen keinen 15 Milliardenschweren unterirdischen Bahnhof. Kann man überhaupt einen Kompromiss finden mit dem beide Seiten leben können, frage ich mich im Vorfeld ohne größere Vorkenntnisse rund um Stuttgart21 zu haben. Nachdem ich stundenlang mit Parkprotestlern im Dialog stehe, wird mir eins jedoch klar: Es geht um viel mehr als nur um den Bahnhof.

Ich trabe über die Wiese des Schlossgartens. Mir fallen die vielen verschieden großen Lager auf. Die einen Lager erscheinen lose, nur ein paar kleine Zelte sind aufgebaut und wenn nötig in weniger als 15 minuten komplett wieder abgebaut. Ich setze meinen Weg fort, mich zieht es zu dem größten aller Lager. Eine Runde um das Camp ist bereits gemacht, ich stehe wieder dort, wo ich vor einigen Augenblicken noch stand und bin überrascht dass ich nicht in der Lage war den Eingang zu finden. Doch dann fällt mir auf, dass gar kein Eingang existiert; Das Demonstranten haben einen regelrechten Schutzwall aufgebaut. Diesen Beitrag weiterlesen »

Wählen tut gut!

Wir wollen euch keine Partei ans Herz legen, wir wollen euch auch nicht dazu bringen einer Partei beizutreten. Aber als junge politische Blogger sehen wir es als unsere Aufgabe, besonders die jungen Leserinnen und Leser unter euch über Politik zu informieren und zu motivieren.

Geht wählen – die Demokratie lebt nur durch uns!

Ein Besuch am Holocaust-Mahnmal

Neu auf “diefreiheitsliebe.de” sind Videos, kurze Domuntentionen über politische und gestellschaftliche Themen. Auch werden wir in Zukunft Video-Interviews publizieren.

Das Thema der ersten Dokumentation ist das Holocaust-Mahnmal in Berlin.

Warum lasst ihr uns nicht -Gedanken der Jugend

Warum lasst ihr uns nicht? Viele ältere Personen blicken auf die Jugend herab und verstehen deren Verhaltensmuster oder ihren Sprachgebrauch nicht. Doch blicken sie zurück auf ihre eigene Jugend war es auch nicht viel anders. Oder konnten ihre Eltern etwas mit Beatmusik und langen Haaren bei Männern anfangen?

Mit diesem Opener wollen wir eine neue Reihe auf der Freiheitsliebe beginnen, welche unter dem Namen “Warum lasst ihr uns nicht – Einblicke in die heutige Jugend” wöchentlich erscheinen soll. Dazu trafen wir uns mit verschiedenen Personen unserer Altersgruppe und führten einige interessante Gespräche, welche wir ins Kommentaren und Reportagen widergeben wollen, um Einblicke in die Gedankenwelt von Jugendlich zu geben, aber auch zur Verständigung zwischen den Generationen beitragen zu wollen. In vielen Teilen der Jugend herrscht ein Ohnmachtsgefühl, wenn sie an ihre Zukunft denken. Nur ein geringer Teil der Jugendlichen interessiert sich für Politik, oftmals weil keine Kenntnisse da sind und auch niemand, der ihnen hilft einen ersten “einfachen” Zugang zu der Materie zu kriegen. Diese und ähnliche Thematiken wollen wir in dieser Reihe ansprechen. Diesen Beitrag weiterlesen »

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