Schweiz könnte am Sonntag Erbschaftssteuer einführen

11. Juni 2015 - 12:04 | | Wirtschaft | 1 Kommentare

In fast allen Staaten dieser Welt gibt es Steuern auf größere Erbschaften, auch in der Schweiz könnte diese am kommenden Sonntag durch einen Volksentscheid wieder eingeführt werden. Die Abstimmung wurde initiiert von der Volksiniative „Millionen-Erbschaften besteuern für unsere AHV“.

Die Initiatoren, die unter anderem von Gewerkschaftsbund (SGB), der Sozialdemokratischen Partei (SPS), den Grünen (GP) und der Evangelischen Volkspartei (EVP) unterstützt werden, verlangen, dass hohe Erbschaften endlich besteuert werden. So sollen Erbschaften von über 2 bzw 4 (bei Familien) Millionen Franken in Zukunft besteuert werden. „Normalverdienende werden durch Einkommenssteuern, Krankenkassenprämien und Konsumsteuern immer stärker belastet. Vermögen und Kapital werden dagegen entlastet. Der Reichtum ist zunehmend ungerecht verteilt“ erklären die IniatorInnen zur Motivation für die Volksiniative. Mit dem Geld soll dagegen die Allgemeinheit unterstützt werden, so sollen zwei Drittel in die Altersvorsorge der Allgemeinheit gehen. Das letzte Drittel soll den Kantonen, die den deutschen Bundesländern entsprechen, zu gute kommen.
Die sozialdemokratische Partei der Schweiz erklärt wer durch eine Annahme der Iniative entlastet würde: „Nicht direkte Nachkommen und Nicht-Verwandte würden von der Steuer befreit. Direkte Erben von kleinen und mittleren Vermögen blieben wie heute steuerfrei. Dafür sorgt der Freibetrag von 2 Millionen. Wohnungen und Einfamilienhäuser können also steuerfrei vererbt werden, umso mehr als der Freibetrag bei einem Paar bei jedem Erbgang gewährt werden und so unter dem Strich 4 Millionen steuerfrei weitergegeben werden können.“

Wirtschaft und Rechte machen Stimmung dagegen

Ob die Volksiniative allerdings durchkommt ist mehr als fraglich, denn die Wirtschaft und die politische Rechte, vor allem die rechtspopulistische SVP machen Stimmung gegen die Abstimmung. Die SVP spricht sogar von Enteignung und ignoriert damit, dass es in allen Nachbarländern der Schweiz eine Erbschaftssteuer gibt.

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
Ihr findet mich auf: Facebook

Ein Kommentar

  • 1
    Santiago sagt:

    Hallo

    Das wird nicht passieren, dass die Erbschaftssteuer angenommen wird. Nie im Leben. Logisch, dass die SVP dagegen ist. Die müssen ja ihre ganzen Bonzen schützen. wieder mal ein Beweis dafür wie diese Partei einen auf Volk macht aber das Volk ein ums andere mal verarscht.