Autoindustrie – Manipulieren für den Profit

12. Mai 2016 - 16:25 | | Wirtschaft | 0 Kommentare
Eindeutig der falsche Weg!

Der VW Skandal ist noch nicht ausgestanden, da trudeln mit Mitsubishi, Daimler und Opel die nächsten drei Autogiganten ein, die „nachhaltig“ ihre Abgaswerte manipuliert haben. Manipulieren für den Profit.

Grün ist Trendy, grün ist Hip. Umweltschutz ist seit geraumer Zeit zum Mainstream geworden und Politikerinnen und Politiker aller Parteien zogen nach. Es wurden „verschärfte“ Umweltschutzgesetze verabschiedet, die trotz alledem zu Lasch waren. Die Autoindustrie ist ein Paradebeispiel dafür, wie fortschrittliche Entwicklungen gebremst und gestoppt werden. Bereits 1899 gab es Elektroautos. Sie sind keine neue Erfindung, kein neues Gimmick, sondern einfach eine verschleppte Entwicklung.

Es zeigt auf vielerlei verschwurbelten Wegen, wer die Hosen im Staate anhat – nicht die Politik, nicht die Regierung, sondern die Wirtschaft. Abgasskandale bekannter Hersteller sind nur das i-Tüpfelchen.

Laut Experten und mehreren Tests auf der Straße und im TÜV Nord in Essen, hat Opel eine ähnliche Abschaltautomatik für seine Abgasanlagen, wie sie VW nutze. Das Bundesministerium hätte nach dem VW Skandal eigentlich bescheid wissen müssen und alle Wagen auf den Prüfstand schicken sollen, passiert ist rein gar nichts. Statt dessen bleibt der Umwelt- und Menschenschutz nur eine hohle Phrase, gegen die sich die Autoindustrie stellt, um sie gleichzeitig zu bedienen und greenwashing zu betreiben.

Die Deutsche Umwelthilfe beklagt bereits seit Wochen, dass hier dringend Nachholbedarf besteht. Der Zusammenhang zwischen Profit, Konkurrenzdruck und Überangebot ist offensichtlich. Aufgrund des immer härter umkämpften Marktes, der zudem massiv übersättigt ist, zeigen Eigentümer großer und kleiner Unternehmen immer weniger Pardon, sei es bei ihren Angestellten durch Leiharbeiter, beim Umweltschutz oder dem Verbrauch – getrickst wird an vielen Stellen, soweit es die Berichte von Monitor, Deutsche Umwelthilfe und anderen Onlineportalen vermuten lassen.

Wer mehr über die Abgasmanipulation von Opel wissen möchte, kann dies heute bei Monitor tun (ARD), um 21.45 sehen.

Über den Autor

Bundessprecher der linksjugend ['solid] und Wortakrobat für die Freiheitsliebe, Balkan21 und andere Medien.
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