Wie wir den Kampf gegen AfD und Rassismus gewinnen

30. Juni 2016 - 13:02 | | Politik | 23 Kommentare

Die AfD hat mittlerweile den Sprung in drei Landesparlamente geschafft. Dabei verkauft sie sich als Partei der kleinen Leute, die deren Interessen vermeintlich ernst nimmt und in ihrer Argumentation die berechtigten Existenzängste und Sorgen vieler Menschen für ihre rechte Stimmungsmache nutzt. Ihr größtes Wählerpotenzial findet sich bei Arbeitenden und Arbeitslosen. Denn die soziale Situation vieler Menschen ist beispielsweise durch Mietexplosionen, prekäre Beschäftigung und Arbeitslosigkeit bedroht. Gleichzeitig sind diese Menschen enttäuscht von der Politik der Regierenden, da sie feststellen, wie wenig ihre Interessen darin einen Platz finden. An diese „Protestwähler“ richtet sich die AfD.

Ihr gelingt es, die Ängste der Menschen in eine Angst vor Flüchtlingen umzulenken. Dabei bekommt sie ausreichend Unterstützung durch die anderen Parteien. Im Zuge der Debatten um Flüchtlingsobergrenzen und Schießbefehle wirkt es manchmal so, als wäre Deutschland bereits jetzt das Land, das sich die AfD wünscht. Anfang Mai fand in Stuttgart der erste Programmparteitag der AfD statt. Dieser wurde mit riesigem Polizeiaufwand gegen Proteste abgeschirmt. Zum Schutz der als rechtspopulistisch bezeichneten Partei hat die Polizei Recht gebeugt und gebrochen. Demonstranten wurden eingekesselt, gefesselt, stundenlang weg gesperrt. Dass die AfD alles andere als eine Partei der kleinen Leute ist, zeigt das dort verabschiedete Parteiprogramm und damit zeigt es auch wie und mit wem der Kampf gegen rechts erfolgreich sein kann.

Soziale Reaktion

Ein wesentlicher Punkt ist die Einschränkung von Rechten der arbeitenden Bevölkerung: Die AfD will Leiharbeit und Werkverträge ausbauen, die Rechte von Gewerkschaften schleifen und Widerstand gegen diese unsoziale Politik mit Hilfe einer durchgreifenden Polizei unterdrücken lassen. Die Unternehmer sollen also mehr Instrumente erhalten, um die Arbeiter gegeneinander auszuspielen und Lohndrückerei in gigantischem Ausmaß zu betreiben. Wehren sollen wir uns auch nicht dürfen. Im Gegenteil, der Hass, der aus unserer Angst entsteht, soll sich gegen andere Teile der deutschen Arbeiterklasse, gegen Flüchtlinge und MigrantInnen richten. Vermögens- und Erbschaftssteuer sollen nach Meinung der AfD gänzlich abgeschafft werden. Bildungspolitisch bezieht die AfD klar Stellung gegen SchülerInnen und Studierende aus Familien ohne dicken Geldbeutel: „Eine Politik, die eine nach unten nivellierende Einheitsschule anstrebt und dabei einen Qualitätsverlust in Kauf nimmt, bedroht die Zukunftsfähigkeit junger Menschen und die Konkurrenzfähigkeit unserer Wirtschaft. Wir befürworten uneingeschränkt das Leistungsprinzip. Schüler haben ein Recht darauf, in einem nach oben und unten durchlässigen Schulsystem Erfolge und Niederlagen (sic!) zu erfahren“. Statt umfassende Persönlichkeitsentwicklung wird hier Wettbewerb gefordert. Konkurrenz bis zum geht nicht mehr und nur die Stärksten kommen durch.

Im Programm findet sich unter Anderem eine nicht verhandelbare Schuldenbremse. Die Kommunen haben das Geld nicht und sie sollen es sich nicht holen dürfen. Man kann einwenden, dass die Schuldenbremse auch ein Werk der anderen Parteien ist – das ist richtig. In Berlin ist sogar die Linkspartei daran beteiligt. Die AfD geht insofern darüber hinaus, als dass sie einen anderen Gegner anbietet, und somit die Bevölkerung aufhetzt. Diese Mobilisierung für reaktionäre Zwecke ist eine neue Stufe. All das zeigt deutlich, auf wessen Seite die AfD steht: auf der Seite der Banken und Bonzen. Gerade für diejenigen, die sie angeblich vertritt, hat sie nichts zu bieten. Sie vertritt den gleichen Sozialabbau, den gleichen Bildungsabbau, die gleiche Senkung der Renten, der Erhöhung des Leistungsdrucks im Bildungssystem, den gleichen Ausbau des Niedriglohnsektors etc. wie die ganz große Koalition aus schwarz-gelb-rot-grün, die die letzten 25 Jahre auch regiert hat – nur eben alles noch einmal eine Stufe härter.

Der fruchtbare Schoß

Wir müssen uns fragen, wo diese rassistische Grundstimmung herkommt, die Pegida und AfD nutzen können, denn Rassismus entsteht nicht einfach so. Er hat seine Grundlage in der kapitalistischen Konkurrenz. Das geht schon früh im Leben los: Wir konkurrieren um gute Noten in der Schule, anschließend um Ausbildungs- und Studienplätze, später dann vor allem um Arbeitsplätze und wenn wir aus irgendeinem Grund nicht „konkurrenzfähig genug“ sind, dann konkurrieren wir auch noch um Sozialleistungen – denn: Es ist niemals genug für alle da. In dieser Konkurrenz sind die meisten sich dann selbst am nächsten. Um in dieser Konkurrenz besser bestehen zu können, kann es scheinbar sinnvoll erscheinen, andere schlechter zu stellen als sich selbst. Denn ein Nachteil der anderen ist in der Konkurrenz ein Vorteil für mich selbst. Wen wundert es da noch, wenn in Zeiten, in denen jeder zweite Arbeitsvertrag befristet ist, wo fast alle Angst um ihren Arbeitsplatz haben, wenn es 300.000 fehlende Ausbildungsplätze gibt, wenn Leiharbeit und Werkverträge an der Tagesordnung sind, wenn fast täglich in der Zeitung steht, dass wieder Entlassungen anstehen – wen wundert es da noch, wenn Parolen in Richtung „die Flüchtlinge nehmen uns die Arbeitsplätze, Sozialleistungen, Frauen, KiTa-Plätze etc. weg“ bei vielen auf fruchtbaren Boden fallen? Genau hier liegt der Knackpunkt für jede antifaschistische und antirassistische Strategie. Rassistische Ideologie kann nur deswegen erfolgreich sein, weil sie in gewisser Hinsicht „logisch“ erscheinen kann. Sie wird durch die kapitalistische Konkurrenz nahegelegt, durch den Sozialabbau der letzten Jahrzehnte noch verschärft, und durch den staatlichen Rassismus, der Nicht-Deutsche rechtlich massiv schlechter stellt, legitimiert. Zugespitzt: Die Wahlerfolge der AfD heute sind wesentlich das Ergebnis von Agenda 2010, Rente mit 67, den Kriegen der Bundeswehr, weil Krieg die Fluchtursache Nummer 1 ist, und der immer weiter verschärften Asylgesetzgebung.

Und jetzt?!

Wenn wir den „Kampf um die Köpfe“ gewinnen wollen, müssen wir das berücksichtigen. Es muss uns darum gehen, zu zeigen dass die Antwort auf eine (vermeintliche) Bedrohung der eigenen soziale Lage, nicht die Ausgrenzung von anderen sein kann. Dabei werden moralische Appelle, „bunt statt braun – Bündnisse“ und „Nazis sind doof – Aufkleber“ nur begrenzte Wirkung haben. Wer glaubt (ob eingebildet oder nicht), sein Lebensstandard oder die eigene soziale Existenz sei bedroht, wird sich davon nicht lange beeindrucken lassen. Antifaschismus muss die sozialen Ängste ernst nehmen, aber auf die waren Verursacher dieser Situation hinweisen: die Bundesregierung und die Banken und Großkonzerne, in deren Interesse diese Politik ist. Wir müssen alternative Denkmuster und Handlungsmöglichkeiten anbieten, die geeignet sind, die eigenen sozialen Interessen aktiv selbst zu vertreten. Das kann nur der Kampf für die eigenen Interessen sein: Für mehr Ausbildungsplätze, für Arbeit für alle, gegen Leistungsdruck in Schule und Uni, gegen Leiharbeit und Werkverträge oder für bezahlbaren Wohnraum für alle. In diesen Auseinandersetzungen können die Beteiligten, mit und ohne deutschen Pass, erkennen, dass sie nichts davon haben, sich gegeneinander ausspielen zu lassen, aber eine Menge zu gewinnen haben, wenn wir gemeinsam und solidarisch zusammenstehen.

Und wie soll das gehen?

All das fehlt leider beim Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“. Wir sollten aber versuchen in möglichsten vielen Städten in den örtlichen Bündnissen darauf hin zu wirken, dass diese Punkte nicht vergessen werden. Wir, als DemokratInnen und AntifaschistInnen, müssen Forderungen aufstellen und Kämpfe initiieren, die solche Erkenntnisse praktisch erlebbar machen. Wir müssen deutlich machen, für wen Parteien wie die AfD stehen. Sie stehen eben nicht für die kleinen Leute, sondern für das große Kapital. Wir müssen darauf hinweisen, dass es die Kriege von Bundeswehr und NATO sind, die Millionen Menschen zur Flucht zwingen. Und wir müssen zeigen, dass bei den Millionären und Milliardären genug zu holen ist, um unsere Forderungen zu erfüllen. Eine Millionärssteuer von 2% würde 48 Mrd. € im Jahr bringen, die Beendigung der Auslandseinsätze der Bundeswehr würde mindestens 1 Mrd. € im Jahr sparen, die Rücknahme der Rüstungspläne des Verteidigungsministeriums würde 9 Mrd. € bringen. Da sind die Mittel, die für Investitionen in  Integration, Bildung, Arbeit und Ausbildung fehlen. Holen wir sie uns zurück – gemeinsam mit möglichst vielen anderen, solidarisch, organisiert und internationalistisch.

Wer mehr mit uns über Wahlerfolge der AfD und antifaschistische Gegenstrategie diskutieren möchte, ist herzlich eingeladen beim Pressefest der UZ vom 1.-3. Juli im Revierpark Wischlingen in Dortmund zu skommen. Am Sonntag (03.06) findet z.B. 12.30 Uhr im „Strike-Zelt“ eine Diskussionsrunde „Willkommenskultur, brennende Unterkünfte, Festung Europa“ mit dem Sozialwissenschaftler Phillip Becher statt. Kommt vorbei!

Ein Artikel von Kurt Baumann & Jan Meier, SDAJ Bundesvorstand

Über den Autor

23 Kommentare

  • 1
    günter sagt:

    Natürlich blendet der Artikel die realen isl. geprägten Verhaltensweisen völlig aus. Die angebl. zur deutschen Arbeiterklasse gehörenden Flüchtlinge (erstere müssen letztere finanzieren) sind konträr zu JEDER anderen Kultur als der islamischen Solange jeder islamkritiker von euch weiterhin automatisch mit den begriffen rechts und rassistisch assoziiert wird, gehen obige Vorschläge völlig ins Leere, weil sie berechtigte Ängste nur für unberechtigte halten, die nur aus Unsicherheit oder Angst um die eigene Existenz kämen. Doch die in gesicherter Existenz neben einem Asylheim wohnende Frau muß genauso Angst vor Vergewaltigung haben. Jungs und Männer übrigens auch!

    Als Altlinker muß ich langsam feststellen, daß die einfachgestrickte Argumentation mancher Linker zu bestimmten Themen genauso dumm und primitiv ist, wie man es früher nur von rechten kannte. Linksintellektuelle, die Dinge in ihrer Komplexität sehen& darstellen können, gibt es hierzulande wohl nicht mehr. In Frankreich haben diese gerade in einer linken Zeitung die einst vom Radikallinken Philosophen Jean-Paul Sartre gegründet wurde, einen Aufruf gegen die Islamisierung Europas veröffentlicht. Dort, wie in anderen Ländern auch, stimmen Linke und Kommunisten im Parlament FÜR das verbot von Kopftuch &Schleier; nur ein paar irrelevante deutsche pseudolinke Kleinsekten nennen das rassistisch:
    die SDAJ ist die stalinistische Jugendorganisation der DKP, zu deren Pressefest UZ die beiden SDAJ-Autoren oben einladen. Nicht gerade Spezialisten für Demokratie und „Freiheitsliebe“. In der DDR wurde mit Ausländern, die von der übrigen Bevölkerung abgeschottet gehalten wurden, nicht gut umgegangen, und eine Million Asylanten aus isl. Ländern hätten weder die noch ein anderes Ostblockland aufgenommen. Das bekannte gerade ein Funktionär der russ. KP.

    • 1.1
      DerDude sagt:

      Ich hab versucht ihre Behauptung “ In Frankreich haben diese gerade in einer linken Zeitung die einst vom Radikallinken Philosophen Jean-Paul Sartre gegründet wurde, einen Aufruf gegen die Islamisierung Europas veröffentlicht“ zu prüfen … leider finde ich im Netz nichts.

      Kannst du eine Quelle angeben ?

      Den das würde ich gerne nachlesen … es sollte mich wundern wenn linke – gerade die französischen linke – mit den gleichen Pauschalisiserungen um sich wirft wie hierzulande die rechen Strömungen.

      • 1.1.1
        günter sagt:

        hast dich gut blamiert. man sollte als vermeintl. linker schon wissen, daß die bekannte franz. Tageszeitung,die einst von sartre gegründet wurde, Liberation heißt. hier der übersetzte Artikel den du nicht gefunden hast obwohl er auch in le monde und anderswo erwähnt wurde:

        Französische Intellektuelle rufen zum Widerstand gegen den radikalen Islam auf. Sie sind der Überzeugung: Staat und Gesellschaft müssen mehr tun, nicht nur in Frankreich.

        Französische Intellektuelle haben einen Aufruf gegen den Islamismus verfasst, sie rufen zu mehr kulturellem Widerstand auf. Der Anlass des Aufrufs sind die Prozesse, die in Kanada gegen die Essayistin Djemila Benhabib geführt werden. Diese kritisiert, dass eine private muslimische Schule in Montreal, die Kinder im Grundschulalter aufnimmt und vom kanadischen Staat finanziell unterstützt wird, das Kopftuch für obligatorisch erklärt. Nun wird sie von der Schule verklagt. Djemila Benhabib stand bereits 2012 vor Gericht, weil ihr eine muslimische Mutter vorwarf, die Fotos ihrer Kinder veröffentlicht zu haben: Die Bilder stammten von einem Koran-Rezitations-Wettbewerb in einer Moschee, die als Zentrum der Muslimbrüder gilt.

        Die französischen Intellektuellen solidarisieren sich in ihrem Aufruf zudem mit der Bürgerrechtlerin Maryam Namazie, die sich in England als Sprecherin des „Council of Ex-Muslims“ gegen SchariaTribunale engagiert, weshalb ihre Veranstaltungen von radikalen Muslimen regelmäßig gestört werden.

        In der Petition einflussreicher französischer Organisationen und prominenter Intellektueller, die „Libération“ veröffentlicht, werden als vom radikalen Islam Verfolgte auch Taslima Nasreen, der ermordete niederländische Filmemacher Theo van Gogh, der dänische Karikaturist Kurt Westergaard und „Charlie Hebdo“ genannt. Der Appell brandmarkt die Strategie der Einschüchterung, wie sie von zahlreichen muslimischen Organisationen betrieben werde. Frankreichs Premierminister Manuel Valls hatte im Frühjahr erklärt, die Salafisten seien im Begriff, den Kulturkampf innerhalb des französischen Islams gegen die gemäßigten Kreise zu gewinnen. Der Appell fordert den Staat auf, dem radikalen Islam mit aller „republikanischen Strenge“ zu begegnen. Es müsse mehr Widerstand geleistet werden. Zu den Unterzeichnern zählen neben feministischen und laizistischen Vereinigungen Elisabeth Badinter, Caroline Fourest, die frühere Ministerin Yvette Roudy, Mitarbeiter von „Charlie Hebdo“, der aus Kanada stammende Astrophysiker Hubert Reeves sowie der algerische Schriftsteller Boualem Sansal, der selbst immer wieder Verfolgungen ausgesetzt ist.

      • 1.1.2
        Maria von Finnentrop sagt:

        PAUSCHALISIERUNGEN ?!

        Eine Pauschalisierung ist es, wenn man den Islam stumpf gleichsetzt mit anderen Religionen.
        Eine differenzierte, kritische Betrachtungsweise ( gründliches Studium aller relevanter religiösen Urschriften, Studium der Hadithen, der Sunna, Studium der islamischen Geschichte, der Verhältnisse in den islamischen Ländern, Studium der soziokulturellen Ausprägungen des Islam, seine Rituale, seine Gebote usw., seiner Strategien und Taktiken bei seiner Ausbreitung) usw. usw. KANN nur zu dem Ergebnis führen:
        DAS BRAUCHT KEIN MENSCH !!!
        Dazu muss man nicht rechts oder links sein, sondern einfach nur SCHLAU .

        Diesen Islamkuschelkurs könnte man einfach nur dämlich nennen, wenn er nicht gleichzeitig so brandgefährlich wäre.

    • 1.2
      DerDude sagt:

      Ach ja was das Kopftuchverbot angeht … das trifft auch andere religiöse Symbole. Ich möchte mal sehen ob es in Dtl. möglich ist eine Debatte darüber zu führen ob z.B. es möglich ist das Kruzifix oder die jüdische Kappa im öffentlichen Schulen zu verbieten.

      In sofern ist das französische Gesetz durchaus mit linken Vorstellungen zu vereinbaren, diese sagt das religiöse Symbole und Ansichten aller Art aus den staatlichen Einrichtungen raus zu halten sind.

      • 1.2.1
        günter sagt:

        in Deutschland sind Kruzifixe schon oft aus Krankenhäusern und anderswo entfernt wurden, um die Muslime nicht zu verletzen.
        ob bei denen demnächst andersgläubige wohl mit schuhen oder kurzen hosen in die Moschee dürfen?

      • 1.2.2
        Maria von Finnentrop sagt:

        FAKTISCH ist es schon längst so, dass viele Juden sich nicht mehr mit der Kippa nach draussen wagen.
        Und dass Kruzifixe in vorauseilendem Gehorsam abgehängt werden. Und selbstverständlich sind Linke der guten alten Schule , antistalinistische Intellektuelle und andere, gegen die Islamisierung. Wären sie es nicht, könnte man sie nicht ernst nehmen. Nicht als denkende Wesen, nicht als Humanisten, nicht als Linke. Wer der Islamisierung das Wort redet, macht sich gemein mit Faschisten. Die Vertreter der Frankfurter Schule, Adorno, Habermas, Horkheimer, Bloch, Marcuse und andere ( lesen, Freundchen, lesen…..das bildet enorm) würden im Grab Würgereflexe bekommen angesichts eines islamfreundlichen Primitiv“kommunismus“. So wie Marx ganz sicher auch keine Gulags im Kopf hatte oder Engels das Einmauern eines ganzen Volkes usw.
        Warum ein marokkanischer Jüngling, der mit der dezidierten Absicht illegal hierherkommt um sich kriminell zu betätigen zu einer wie auch immer gearteten Arbeiterklasse gehören sollte würde mir auch nicht in den Kopf wollen.
        Und Fahnen mit dem Hammer und Sichel – Emblem sind pseudoreligiöse Symbole, die für Unterdrückung und Ausbeutung in der REALEN Welt stehen, aber viele „Linke“ leben halt in einer Phantasiewelt.
        Habe bei einem Selbstexperiment festgestellt ( Besuch bei einem AfD Stammtisch und Besuch einer „linken“ Versammlung) dass Niveau, Benehmen, persönlicher Umgang, Differenziertheit der Debatte, Wissen….bei den sogenannten „Rechtspopulisten“ ein vielfaches besser und höher sind als bei den Revoluzzis.
        Obwohl in manchen Fragen beide Seiten vernagelt und bekloppt sind. Nur, die AfD ler erschienen da viel offener und änderungsbereiter, beweglicher im Denken und wirklichkeitsnäher als die Rotfaschos.
        So ist das. Macht euch selbst ein Bild und erwacht aus euren roten Träumen, die zu Albträumen würden wenn sie sich realisierten.

      • 1.2.3

        Liebe Frau von Finnentrop,
        Respekt vor Ihren Kenntnissen, die ganz offensichtlich aus einem fundierten Quellenstudium herrühren! Aber ist Ihre empirische Basis (Besuch EINES AfD-Stammtisches und EINER „linken“ Versammlung) nicht ein bisschen dünn und für Verallgemeinerungen ungeeignet? Der AfD-Stammtisch lässt sich konkret einer Partei zuordnen. Welcher Partei oder sonstigen Gruppierung lässt sich die „linke“ Versammlung zuordnen?

  • 2
    Bonnie sagt:

    @ Maria von Finnentrop
    “ Warum ein marokkanischer Jüngling, der mit der dezidierten Absicht illegal hierherkommt um sich kriminell zu betätigen zu einer wie auch immer gearteten Arbeiterklasse gehören sollte würde mir auch nicht in den Kopf wollen “

    Der junge marrokanische Mann , kann nur illegal kommen .
    Er bekommt in seinem Heimatland keinen Pass , weil er kein Geld hat .
    Und wenn er dafür Geld hat , kommt er trotzdem nicht legal nach Europa , weil wir ihn nicht reinlassen .
    Bleibt nur die Illegale Aus / Einreise .
    Nun ist er illegal in Europa /Deutschland angekommen , und möchte Geld verdienen .Denn deshalb ist er geflohen , zu Hause gibt es für ihn keine Arbeit .
    Menschen ,die kein Geld haben , und ihren Lebensunterhalt durch arbeit verdienen müssen ; gehören zur Arbeiterklasse .

    Im übrigen halte ich die Aussage…
    “ ein marokkanischer Jüngling, “
    in diesem Zusammenhang für rassistisch /herabsetzend / arrogant .
    Was mich vermuten lässt , das der besuchte AfD Stammtisch , auch dein Stammtisch ist ?
    BONNIE

    • 2.1
      günter sagt:

      wieso ist „marokk. Jüngling“ schon wieder diskriminierend? „deutscher Jüngling“ ist es doch auch nicht.wenigstens haben sie gleich den wahren fluchtgrund genannt : zuhause keine arbeit. es gibt Millionen von deutschen arbeitslosen,warum sollte 1 land -ob Deutschland oder ein anderes- Millionen Flüchtlinge, die arbeitslosen aller welt, aufnehmen, den Mindestlohn senken und die eigenen arbeiter und armen weiter benachteiligen? di e s e, welche die linken doch mal gewinnen wollten, scheinen ihnen am arsch vorbeizugehen. desw. wird’s bald keine linke (als Oberbegriff für alle linken gruppen) mehr geben. prophezeie ich als radikaler altlinker. den versuch mich zur afd zu sortieren können sie gleich stecken lassen. wie ich schon weiter oben ausführte, sind viele heutige linke so dumm wie früher nur rechte.

      • 2.1.1
        Bonnie sagt:

        @günter
        “ den versuch mich zur afd zu sortieren können sie gleich stecken lassen .“

        Habe ich Dich angesprochen Günter ?
        Kann es sein das Maria und Günter zwei Namen einer Person sind ?

        @Maria von Finnentrop

        „….lass mich Dein Clyde sein, dann schaukeln wir das schon“

        DEIN — Clyde ?…. nicht DEINE Clyde ?.. bist Du männlichen Geschlechts ?
        Günter /Maria ?
        Dann hast du dich bei dir selbst bedankt , für die ausführlichen Informationen ?
        Schönes Wochenende noch ihr “ Zwei “
        bonnie

    • 2.2
      Flinx sagt:

      Ist das ein Troll-Post oder gibt es tatsächlich Spinner, die das ernst nehmen?

    • 2.3
      Maria von Finnentrop sagt:

      @ Bonnie

      ….lass mich Dein Clyde sein, dann schaukeln wir das schon 😉

  • 3
    Maria von Finnentrop sagt:

    NÖ, Besuch VIELER AfD Stammtische und JAHRELANGE führende Funktionärstätigkeit im linken Milieu.
    Man hat immer die Chance, im Leben dazuzulernen und erwachsen zu werden. Der rechte Rand und der linke Rand berühren sich auf unangenehme Weise.
    Dass mir der „marokkanische Jüngling “ als arrogant und rassistisch ausgelegt würde war nicht anders zu erwarten. Ein Ausdruck von Humorlosigkeit und gedanklicher Enge. Habe jahrelang mit einem Muslim in einer WG gelebt ( zwar kein Marokkaner, sondern Tunesier). Der hätte nicht das geringste Problem mit meiner Formulierung. Wer Rassimus sucht, findet ihn irgendwo. Bei der Bundeswehr war es so, wenn ein Offizier einen nicht leiden konnte, dann hat er beim Stubendurchgang befohlen : Gasmaske raus. Dann hat man die Gasmaske, die monatelang nicht gebraucht wurde, hervorgeholt, der Offizier hat mit dem Zeigefinger daran rumgemacht bis etwas Staub am Finger war, und das Wochenende war gestrichen. Genau diese Methode wenden diejenigen an, die da Rassismus wittern wo er nicht ist, nicht war und nie sein wird.
    Von solchen Vögelchen lasse ich mir ( im übertragenen Sinne, für alle ironieresistenten) das Wochenende nicht versauen.

    • 3.1
      Maria von Finnentrop sagt:

      und wer meint, mich bei der AfD verorten zu müssen hat nichts von dem begriffen, was ich in schlichten Worten permanent hier proklamiere. Mir geht es eindeutig um eine realistische und unideologische Einordnung der gegenwärtigen Verhältnisse. Wer aus den Augenschlitzen einer linken Maske die Welt betrachtet, dessen Horizont ist verengt und beschränkt, der sieht die Welt nicht wie sie ist, der betrachtet die Welt nach starren Mustern, der nimmt nur ausschnittweise wahr ( wie im Platonschen Höhlengleichnis), was die Welt ist und was in ihr wirkt. Den scharfen Wind der Realität scheut er/ sie, Schablonen geben ihm / ihr Halt. Ich verstehe das durchaus, aber ich kann es nicht als Denkweise betrachten, die mit einer erwachsenen Denkweise konkurrenzfähig ist. Deswegen: ich nab nix gegen „Linke“ persönlich, aber wirklich ernst nehmen ?! Doch eher nicht.
      Wenn ihr die Gefahr der Islamisierung nicht begreift, dann habt ihr eine der grössten Gefahren des 21. Jhdts. nicht begriffen ( neben dem hemmungslosen Finanzkapitalismus DIE weltweite Bedrohung schlechthin).

      • 3.1.1
        Maria von Finnentrop sagt:

        @ Werter Besthumaine….. und Besuche bei der Partei “ Die Linke“ und der überaus bizarren und aus der Zeit gefallenen DKP sowie zweier Versammlungen der noch bizarreren Antifa, wo ich schon deshalb komisch angeguckt wurde, weil ich offensichtlich deutlich älter als 30 bin und einen gepflegten Bekleidungsstil bevorzuge.
        Nun will ich diesen Argwohn nicht als Rassismus deuten. Solcherlei Albernheiten überlasse ich den wohlstandsverwahrlosten selbstgefälligen Schlägertrupps der „Antifa“.

  • 4
    Jalava sagt:

    Anstatt ständig auf der AfD rumzukloppen, solltet ihr uns Arbeitern mal zeigen, was ihr zu bieten habt. Von euch hört man doch ständig nur noch „Ihr müsst alles und jeden tolerieren.“ , „Bleiberecht für alle Flüchtlinge“ (Wer zahlt das eigentlich, ihr bestimmt nicht), „Flüchtlinge auf den Arbeitsmarkt“ (Bei 5 Mio Arbeitslosen?) „Die bösen Rechten“ (Ach, aber die Silvester Bande war besser?).
    Was bietet ihr uns denn? Gar nix. Gerede von Toleranz, wobei man hier schon als Frau Angst haben muß vor die Tür zu gehen. Was ratet ihr eurer Tochter, wenn sie von einer Horde Flüchtlinge belästigt wurde? Das war dein Beitrag zur Integration, also stell dich nicht so an? Mag sein, dass es auch Deutsche gibt, die Frauen belästigen, aber das beweist doch, dass wir selbst schon mit unseren Leuten nicht fertig werden. Müssen wir dann noch taharrush gamea hier akzeptieren? Und von wem holen sich denn die etablierten Parteien das Geld für die neuen „Facharbeiter“? (wohlgemerkt bei 5 Mio Arbeitslosen) Von der Arbeiterklasse, die IHR eigentlich beschützen sollt. Bisher tut ihr aber nix, außer gegen die AfD zu hetzen. Was bietet ihr uns denn? Bisher sehe ich nix außer Träumerei eines utopischen Sozialismus, den man mit Islamtoleranz (die Kirche ist schon ein Problem) und der Macht des Kapitals knicken kann. Was schreiben Lenin und Marx über Religionen? Mal ein wenig lesen täte euch gut…

  • 5
    günter sagt:

    Ein unangebrachter Kommentar wurde entfernt, die FL Redaktion.

  • 6
    günter sagt:

    tja, sieht so aus daß einigen die Argumente ausgegangen sind- wie jenem „dude“ der mir indirekt unterstellen wollte, ich könnte jenen auruf der franz.linksintellektuellen gegen den Islam erfunden haben. was auch nicht stimmt ,war seine Bemerkung, daß mit dem Kopftuch bzw.schleier/burkaverbot wäre wohl nur im rahmen eines gesamtpaketes gegen alle religiöen Symbole mit abgestimmt worden: es gab abstimmungen nur über diese fragen und KPF sowie die Trotzkisten der LO erklärten ihre unmißverständliche Ablehnung der Symbole des Islams und der frauenunterdrückung.. die damalige Sprecherin der Lutte Ouviere (Gruppe Arbeiterkampf) lief auf einer Demo für das kopftuchverbot mit und gab interviews dazu. sind halt nicht so doof wie deutsche linke- was mit deren realer Verankerung in der Arbeiterklasse zu tun hat.

    • 6.1
      Rotstern sagt:

      „sind halt nicht so doof wie deutsche linke- was mit deren realer Verankerung in der Arbeiterklasse zu tun hat.“

      Da hast Du Recht, Günther! Die deutschen Linken haben mit der Arbeiterklasse genau so wenig zu tun wie der Papst mit den Atheisten. Die Antifa in meiner Stadt, alles Bürgerssöhnchen und Bürgerstöchterchen aus wohlsituierten Elternhäusern, alles Gymnasiasten, Studenten, denen Papi nach dem Abitur ne Weltreise spendiert. Nach ein paar Jahren „linkssein“ und auf Demos gegen die AfD sich stark fühlen, da krauchen diese Typen, nach beendetem Studium, im Staatsdienst unter und treten den Grünen bei. Zu den Ausgebeuteten in dieser Gesellschaft, den Arbeitern, den Lehrlingen, den Minjobbern, den Hartz-IV-Empfängern, den Mini-Rentnern haben sie keinen Bezug. Sie leben in einer rosaroten Fantasiewelt und sind als revolutionäre Avantgarde völlig unbrauchbar, zumal sie zu allem Überdruß nicht sehen, dass der Islam den gesellschaftlichen Fortschritt in Europa Schritt für Schritt wieder rückgängig macht. Sie bereiten dadurch den Rechtspopulisten den Boden für künftige Erfolge. Hart ausgedrückt, sind die Linken unbeabsichtigt die Steigbügelhalter des Rechtspopulismus.

      • 6.1.1
        günter sagt:

        ja,rotstern deine schlußfolgerung habe ich hier schon öfters fast wörtlich genauso ausgedrückt. hat sich aber nie jemand mit auseinandergesetzt; siehe auch den arroganten redakteurskommentar (kerekes) unter dem LGBT-Artikel 2 seiten weiter. die hier schreiben sind ebenfalls nur ganz junge studierende bürgersöhnchen. (Frauen gehören scheinbar keine zur Redaktion). meine jahrzehntelangen Erfahrungen mit dem leben, der werktätigen Bevölkerung und vor allem unzähligen Muslimen werden übergangen.
        wie vor Wochen die Meldung kam daß Wagenknecht betortet wurde, dachte ich sofort -bevor weiteres feststand-: vermutlich 20, Student .aus gutbürgerlichem hause wo man es sich finanziell leisten kann, mit torten umherzuwerfen. hat selbst aber vermutl. keine Asylanten in die geräumige Villa aufgenommen. wird später lieber papa´s Fabrik erben und den arbeitern zeigen wo es langgeht.