Friedensnobelpreisträgerin will Preisgeld für den Wiederaufbau von Gaza spenden

30. Oktober 2014 - 12:10 | | Politik | 1 Kommentare

Die junge muslimische Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai hat am vergangenen Dienstag den World’s Children’s Prize erhalten. Die Organisation, die den Preis vergibt, informiert weltweit Kinder über Themen wie Demokratie und Menschenrechte. Malala Yousafzai erklärte sie wolle das Geld für den Wiederaufbau von Schulen spenden, die durch die israelische Armee in Gaza zerstört wurden.

„Ich denke, das wird diesen Kindern helfen, weiter zur Schule zu gehen und eine gute Ausbildung zu erhalten“, sagte die 17-Jährige am Mittwoch nahe Stockholm bei der Übergabe des Preises.

Das Preisgeld in Höhe von 100.000 Dollar (rund 78.000 Euro) teilt sich Malala mit zwei weiteren Preisträgern. „Wir wissen, wie sehr die Kinder unter diesen Konflikten und dem Krieg im Gazastreifen gelitten haben“, sagte die junge Pakistanerin. Das Preisgeld werde sie an das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) überweisen, das 65 beschädigte oder zerstörte Schulen wiederaufbauen will. In dem 50-tägigen bewaffneten Konflikt im Juli und August waren mehr als 2100 Palästinenser, ermordet wurden, die Schäden des Kriegs sind bis heute nicht behoben worden.

Yousafzai ist durch einen Blog für den britischen Rundfunk bekannt geworden, in dem sie ihr Leben unter der zeitweiligen Taliban-Herrschaft im Swat-Tal beschrieb. Im Oktober 2012 wurde sie bei einem Taliban-Attentat schwer verletzt. Dennoch setzte Malala ihren Kampf für das Recht von Kindern auf Bildung fort.

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
Ihr findet mich auf: Facebook

Ein Kommentar

  • 1

    […] Vielleicht gibt es einigen zu denken, dass Menschen mit nicht deutschen Pässen hierzulande einen Überschuss im Bundesrepublikanischen Haushalt von 22 Milliarden Euro erwirtschaften. Passt nicht ganz zu Glühwein-Stammtisch-Parolen von Faulen und Arbeitsplatzklauenden Ausländern, wa? Aber selbst dat is’ für mich keen Argument mit dem ich arbeiten will. Wir sollten doch schließlich Menschen aufnehmen die Hilfe brauchen und nicht nur diejenigen, die den Firmen in Deutschland bessere Ausbeutungsmöglichkeiten geben. Stellt euch Mal vor, damals, als die junge dreiköpfige Familie mit Jesus nach Ägypten Floh wäre ein Frontex Grenzer an der Ägyptischen Grenze mit Schlagbaum gewesen und hätt jesacht: “So, wat haben wa denn hier? Wat für ne Ausbildung haben sie? Haben se scho ne Stelle oder bringen Geld mit? Wie sie werden verfolgt? Haben sie Papiere oder belege dafür? Ne? Und Tschüss, der nächste Bitte!” Da sehe die heutige Weihnachtsgeschichte wahrscheinlich auch ein wenig anders aus. Klar liegt das nun zweitausend Jahre zurück, aber der Umgang mit Menschen die in Not sind wird nach wie vor mit dem gleichen Maßstab gemessen: Wenn jemand deine Hilfe braucht, dann hilf ihm. Alles andere ist gegen die Würde des Menschen, jedoch häufig im Interesse von Konzernen. Wir sollten alle ein wenig mehr wie Jose Mujica sein, der ehemalige Präsident Uruguays nahm in der PräsidentInnenvilla mehr als 100 syrische Flüchtlinge auf, er selbst lebte in seinem kleinem Haus am Stadtrand. Doch es gab dieses Jahr noch mehr positive Lichtblicke, wie die Verleihung des Friedensnobelpreises an Malala Yousafzai. […]