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Die GDL vertritt nicht nur ihre Interessen – Sie verteidigt unser Streikrecht

Heute und morgen findet erneut Streiks im im Personenverkehr bei der Deutschen Bahn statt nachdem schon gestern Abend die Lokführerinnen und Lokführer im Güterverkehr ihre Arbeit niedergelegt haben. Dieser Streik, der  zeigt, welche Macht die ArbeitnehmerInnen haben, wenn sie für ihre Rechte eintreten, dient nicht nur der GDL (Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer) er dient uns allen, denn er richtet sich gegen die Einschränkung des gewerkschaftlichen Streikrechts und gegen die Idee, dass die Arbeitgeber uns alles diktieren können.

Ausgangspunkt nach elf Monaten Tarifauseinandersetzung und 20 Verhandlungsrunden ist der inzwischen immer deutlicher werdende Unwille der Deutschen Bahn der GDL entgegen zu kommen. Die Gewerkschaft fordert dabei nicht, dass über den Rahmen dessen hinausgeht was Gewerkschaften als Aufgabe haben, sie will höhere Löhne für alle Lokführer, eine andere Taktung der Arbeitszeiten und auch kürzere Arbeitszeiten in diesem sehr stressigen Beruf. Weiterhin fordert sie auch für die Zugbegleiter zu verhandeln, die bisher nicht von der GDL vertreten werden, sich aber immer häufiger dieser anschließen, die Bahn hat daran kein Interesse.

Spiel auf Zeit

Ein Grund für die Weigerung der Deutschen Bahn ernsthafte Tarifverhandlungen durchzuführen ist das sogenannte „Tarifeinheitsgesetz„, welches im Sommer in Kraft treten soll und kleineren Gewerkschaften die Hände bindet. Denn ihnen wird das Recht auf Streik entzogen, wenn sie nicht die Mehrheit der Beschäftigten im Betrieb vertreten, dadurch sind sie in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt. Infolgedessen macht es für die Beschäftigten wenig Sinn sich bei den kleineren Gewerkschaften zu organisieren, da diese nicht mehr so wirksam ihre Interessen vertreten können. Das Ziel ist es also die GDL so lange warten zu lassen bis die staatliche Gesetzgebung es ihnen nahezu unmöglich macht für die Beschäftigen zu verhandeln. Die GDL hat es sich allerdings nicht nur zum Ziel gemacht die Rechte ihrer Mitglieder zu vertreten, sondern die aller Arbeitnehmer, in dem sie diese vor der „Tarifeinheit“ schützt. Eigentlich sollte es die Aufgabe des gesamten DGBs sein sie dabei zu unterstützen, doch leider konnten sich dazu nur verdi, GEW und NGG durchringen. Da das allerdings noch nicht ausreicht müssen wir alle für unsere Forderungen auf die Straße gehen und uns mit der GDL sowie dem Kampf gegen die Tarifeinheit solidarisieren.

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