Der Kapitalismus verteidigt sich mit allen Mitteln – in Gedenken an Carlo Giuliani

20. Juli 2015 - 12:40 | | Politik,Wirtschaft | 3 Kommentare

Am 20. Juli 2001 demonstrierten hunderttausende Globalisierungskritiker gegen den G8 Gipfel im süditalienischen Genua. Die Polizei ging im Verlauf der Proteste immer brutaler gegen die Demonstrierenden vor: Sie griffen Schlafende in Protestcamps an, traumatisierten hunderte und verletzten tausende. Auch der 23 jährige Carlo Giuliani demonstrierte an diesem Tag. Der Jungkommunist starb durch die Kugeln aus einer Pistole der Carabinieri. Er wurde erschossen und mehrfach überfahren. Die angeklagten Schützen wurden von Gerichten freigesprochen.

Der Vater von Carlo Giuliani sagte über die Ermittlungen: „Mein Sohn ist ermordet worden und das war nicht eine Einzelperson, sondern der Staat. Aber wahrscheinlich werden die Ermittlungen zu dem Ergebnis kommen, dass Carlo Selbstmord verübt hat, während die Polizei gleichzeitig ein Tontaubenschießen auf dem Platz veranstaltete.“ Vor kurzem sind neue Bilder aufgetaucht, die zeigen, wie die italienische Polizei mit brutalster Gewalt gegen Protestierenden vorgeht. Unter ihnen Alexis Tsipras, der heutige Ministerpräsident Griechenlands.

Nieder mit der Klassenjustiz

Die EUropäische Justiz, ist eine Klassenjustiz. Was bedeutet: Die mit Geld oder in Beamtenlaufbahnen sind eben doch gleicher als Andere. Nicht anders ist es zu erklären, dass fast kein einziger italienischer Polizist für seine Verbrechen angeklagt oder verurteilt wurde. Im Gegenzug müssen Aktivistinnen und Aktivisten hohe Haftstrafen antreten. Italien pocht sogar auf die Auslieferung von Aktivsten aus dem Ausland.

Über den Autor

Bundessprecher der linksjugend ['solid] und Wortakrobat für die Freiheitsliebe, Balkan21 und andere Medien.
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3 Kommentare

  • 1
    Riccardo sagt:

    Das ganze hat aber nun wirklich nichts mit Kapitalismus zu tun. -.-

    Bitte verwendet nicht einfach irgendwelche Begriffe, wenn ihr nicht wisst, was sie bedeuten.

  • 2
    Widerstand sagt:

    Wehret den Anfängen! – hiess es damals. Heute ist das Kind in den Brunnen gefallen, die €U-Diktatur steht, es ist 5 nach 12. Die (Söldner)Bundeswehr darf gegen die eigene Bevölkerung bei Unruhen eingesetzt werden, Art. 222 des Lissabonvertrages, die ausufernden Rechte(n) der Geheimdienste, Kriegspropaganda aus allen Rohren. Der nächste Schritt: FEMA-Camps in €uropa – glaubst de nicht? Bitte:

    Kriegsverbrecher Wesley Clark erklärt im Interview mit msnbc:

    0:33 but i do think, on a nation policy level we need to look at that and what selfradicalization means, because we are at war with ehm, ehm, this group of terrorist. They do have an ideologie. In WW2, if someone supported nazie-germany at the expense of the untied states, we didn’t say that was freedom of speech, we put him in a camp, they where prisoners of war.
    So, if these people are radicalized and they don’t support the United States, and they’re disloyal to the United States, as a matter of principal, fine, that’s their right. It’s our right and our obligation to segregate them from the normal community for the duration of the conflict. And i think we gonna have to increasingly need to get tough on this. Not only in the united states, but our allied nations like Bitain, Germany and France are going to have to look at their domestic law procedures.

    via: http://www.zerohedge.com/news/2015-07-20/general-wesley-clark-suggests-putting-disloyal-americans-internment-camps