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Den Kopf frei haben? Terre des Femmes fordert ein Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren

Die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes fordert in ihrer Petition „Den Kopf frei haben!“ ein gesetzliches Verbot von Kopftüchern für Mädchen, die jünger als 14 Jahre sind. Zu den Erstunterzeichnern gehören neben Alice Schwarzer auch die Schauspielerin Sibel Kekilli und der Schriftsteller Kacem El Ghazzali.

Nicht nur innerhalb der Frauenrechtsorganisation ist die Petition sehr umstritten, auch verschiedene Wissenschaftlerinnen und Journalistinnen stehen der Petition kritisch gegenüber.

So heißt es in der Petition von Terre des Femmes, die im Oktober 2018 dem Bundesjustizministerium übergeben werden soll: „Die Verschleierung von Mädchen ist keine harmlose religiöse Bedeckung des Kopfes. Sie stellt eine geschlechtsspezifische Diskriminierung und eine gesundheitliche (psychische und körperliche) Gefahr dar. Ihre Chancen auf eine gleichberechtigte Teilnahme am gesamtgesellschaftlichen Leben werden massiv eingeschränkt. Die Frühverschleierung konditioniert Mädchen in einem Ausmaß, dass sie das Kopftuch später nicht mehr ablegen können.“

Die aktuelle Debatte um verschiedene Verbote für das Tragen von Kopftüchern, sei es für Schüler oder Lehrer, zeigt ganz deutlich, wie versucht wird eine andere Kultur, ohne Rücksicht auf Verluste, anzupassen und die Religions- und Entscheidungsfreiheit zu übergehen.

Die religiöse und politische Erziehung von minderjährigen Kindern obliegt zu aller erst den Eltern. Durch strikte Verbote lässt sich weder die „Sexualisierung des kindlichen Körpers als Lustobjekt“, so beschreibt es Terre des Femmes in ihrer Petition, bekämpfen noch der angebliche „Drill zu einer traditionell minderwertigen Rollen-Identität als Frau“ regulieren.

So kann christlichen Eltern genauso wenig verboten werden, ihren Kindern Kreuze umzuhängen oder jüdischen Eltern verboten werden, dass ihre Kinder eine Kippa tragen.

Ganz im Sinne der Rechtspopulisten und unter Verwendung eines verblüffend ähnlichen Wortlautes, den Terre des Femmes in ihrer Petition nutzt, bedient sie sich einer einfachen Verallgemeinerung und fordert schlicht ein Verbot, ohne das dabei Alternativen aufgezeigt werden und ohne Anhörung und Berücksichtigung der Betroffenen.

Bestimmte Kleiderordnungen zu verbieten findet auf dem gleichen unterdrückenden und erzwungenen Niveau statt, wie Kleiderordnungen vorzuschreiben. Genauso wie es Mädchen und Frauen geben wird, die sich aus einer freien Überzeugung für das Tragen eines Kopftuches entscheiden, so wird auch Mädchen und Frauen geben, die zur Verschleierung gezwungen werden. Die Frauenrechtsorganisation sowie die Politik versuchen die Frauen zu „befreien“ und verbieten ihnen das Tragen eines Kopftuches.

Vielmehr ist es die Aufgabe von verschiedenen Bildungseinrichtungen und der Politik, die betroffenen Frauen und Mädchen in Schule und Freizeit für dieses Thema zu sensibilisieren und Unterstützungsprogramme anzubieten.ko

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2 Antworten

  1. Hier der Link zu Petition: https://www.change.org/p/petition-den-kopf-frei-haben
    Ich finde, der Vorstoß sollte unterstützt werden.

    Der Autor Niklas Rokahr schreibt dazu:
    „Ganz im Sinne der Rechtspopulisten und unter Verwendung eines verblüffend ähnlichen Wortlautes, den Terre des Femmes in ihrer Petition nutzt, bedient sie sich einer einfachen Verallgemeinerung und fordert schlicht ein Verbot, ohne das dabei Alternativen aufgezeigt werden und ohne Anhörung und Berücksichtigung der Betroffenen.“

    Welchen angeblich ähnlichen Wortlaut benutzen die Rechtspopulisten?
    Und welche Alternativen bieten Sie an?
    Das würde mich schon interessieren…

  2. „die freie Entscheidung für das Kopftuch“- ja sicher, hahaha.
    unverschämt und antisozialistisch, wie ihr -wiedermal- das Kopftuch als Symbol der frauenunterdrückung leugnet und versucht das umzuinterpretieren. das wird euch weiterhin nicht gelingen

Kommentare sind geschlossen.

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