42 Menschen besitzen so viel wie die halbe Welt

42 Menschen besitzen mehr als die ärmeren 3,7 Milliarden Menschen auf diesem Planeten und das Reichste Prozent besitzt sogar 50,13 Prozent des weltweiten Vermögens. Diese Entwicklung verschärft sich, wie Oxfam in seinem neuen Bericht aufzeigt. Die Reichen werden immer reicher und die armen ärmer, das ist aber kein Zufall, sondern die Folge eines Systems, welches Reichtum für wenige fördert und den Rest ausgrenzt!

Die Zunahme der Ungerechtigkeit ist in den vergangenen Jahren immer größer geworden. Besaß das reichste Prozent der Weltbevölkerung 2002 noch einen Anteil von 43% des Gesamtvermögens, sind es heute mehr als 50 Prozent. Deutlich wird diese Entwicklung auch in fast allen Industrienationen. So ist die ungerechte Vermögensverteilung sowohl in Deutschland, als auch in den USA massiv angestiegen. Oxfam schreibt dazu: „In den USA beispielsweise stieg der Anteil des reichsten Prozents am Gesamtvermögen von 22 Prozent 1980 auf 39 Prozent 2014. In Deutschland vereint das reichste Prozent knapp ein Drittel des Vermögens auf sich, 2008 waren es noch 22 Prozent.“ Diese Entwicklung ist eine Folge der neoliberalen Politik, die weltweit auf dem Vormarsch ist. Die Abschaffung von Vermögenssteuern und die Senkung der Steuersätze hat ebenso dazu beigetragen, wie auch die Enteignung des Vermögens der Ärmsten in Folge von Gesetzen wie Hartz IV.

Noch deutlich ungleicher ist es, wenn die Vermögen zwischen den Reichen, meist in den westlichen Industrienationen,  Milliardären aus dem arabischen Raum, China und Indien mit der Vermögensentwicklung der ärmeren Hälfte der Welt vergleicht. Alleine von 2016 auf 2017 konnten das reichste Prozent sein Vermögen um 22 Prozent steigern, während es die untere Hälfte nur um 3 Prozent steigerte. Diese Entwicklung verschärft sich immer weiter, wenn es nicht gelingt weltweiten Widerstand gegen ein System aufzubauen, in dem das „Geld für die Reichen arbeitet“, während immer mehr Menschen in Ausbeutung und unter schlechten Verhältnissen leben müssen. Die ersten Schritte um diese Entwicklung aufzuhalten sind die Einführung einer Vermögenssteuer, sowie einer Finanztransaktionssteuer, damit der Handel mit Aktien endlich gerechter besteuert wird, wie auch eine Besteuerung von Erbschaften. Oxfam fordert auch den Kampf gegen Steueroasen, in die Konzerne und Superreiche ihr Geld bringen, obwohl ihre Steuersätze in den letzten Jahren immer weiter gesunken sind. „Anstatt vereinzelt und gegeneinander um einen Krümel vom großen Kuchen zu kämpfen, gilt es, das Rezept zu ändern. Wir brauchen ein Wirtschaftssystem, das zu einer gerechteren und demokratischeren Gesellschaft beiträgt und statt der Interessen von Konzernen diejenigen der Menschen in den Vordergrund stellt“, heißt es in der Analyse von Oxfam. Eine vollkommen richtige Einschätzung, dieser Weg funktioniert allerdings nicht über Appelle, sondern nur über den Kampf gegen das kapitalistische System.

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