300.000 demonstrieren in Kolumbiens Hauptstadt für den Frieden

16. April 2015 - 09:52 | | Politik | 1 Kommentare
Marcha Por la Paz

Kolumbien ist ein tief gespaltenes Land, schon seit mehreren Jahrzehnten gibt es de-facto eine Art Bürgerkrieg zwischen rechten Paramilitärs und den Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC). Um gegen diesen Zustand zu protestieren haben linke Kräfte, Gewerkschaften und soziale Bewegungen am 10.4 eine Friedensdemo organisiert, an der sich allein in der Haupstadt Bogota 300.000 Menschen beteiligten.

An der Demo unter dem Titel „Marcha Por la Paz“ (Friedensmarsch) beteiligte sich auch der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos. Er verkündete, die Einstellung der Luftangriffe auf Lager der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) um einen weiteren Monat zu verlängern. Dies sei ein Zeichen für die Opfer des Konfliktes, denen in Kolumbien am 9.April gedacht wird. Die Organisatoren der Demonstration ging der Schritt des Präsidenten nicht weit genug, sie forderten auf dem Marsch die Einberufung einer verfassunggebenden Nationalversammlung, einen bilateralem Waffenstillstand und die Aufnahme von Friedensgesprächen mit der zweiten aktiven Guerillagruppe des Landes, der Armee der Nationalen Befreiung (ELN). Rechte Gruppen und Politiker bezeichneten die Demonstration dagegen als Farce und forderten erneut militärische Angriffe auf die FARC und die ELN.

 

 

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
Ihr findet mich auf: Facebook

Ein Kommentar

  • 1
    Bernd Tödte sagt:

    Hallo, ich bin in Kolumbien und kenne das Land seit mehr als 30 Jahren. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass die Grossdemo, von der Sie berichten, hier so ganz viele Menschen nicht erreicht hat. Jedenfalls nördlich der Calle 30 in Bogota war von einer Demo nichts zu bemerken. Auch am nächsten sprach hier niemand davon. Im zentrum war etwas los, auch mit Santos, aber dass das irgendeine grössere Welle in der Stadt oder auch im Land geschlagen hat, das konnte ich als Augen- und Ohrenzeuge nicht feststellen.
    Beste Grüsse an Sie
    Bernd Tödte